Unizeug, random Zeug und Vulnerable

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So. Habe gerade meinen Stundenplan fürs nächste Semester zusammengestellt, jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass ich überall reinkomme und vielleicht auch langsam mal lerne, wie man lernt. (Nach der 3.0 in SGRom dieses Semester wäre das wirklich sehr wünschenswert.)

Der Plan setzt sich zusammen aus Veranstaltungen von sehr unterschiedlichen Verlockungsgraden; ich habe mich jetzt tatsächlich überwunden, SHE II und SGRom II beides zu machen, und dann noch ein Seminar englischer Phonetik, dafür diesmal aber keine Nachbarwissenschaften (Epidemien und Seuchen good riddance!) und jede Menge Sprachpraxis – vielleicht ist ja diesmal Developing English Vocabulary nicht so überfüllt, und vielleicht macht man in Gramática y Traducción II ja zur Abwechslung wirklich mal Übsersetzungen.

Und, gute Nachricht, es gibt einen Türkisch I-Kurs – Zielgruppe Studierende ohne Vorkenntnisse. Hoffentlich ist noch Platz in dem Kurs; ich habe mich jetzt angemeldet, aber man bekommt erst am 9. bescheid, ob man reingekommen ist. Da wäre ich jedenfalls vortrefflich aufgehoben. Auch wenn natürlich jetzt nach dem Urlaub meine Türkischkenntnisse schon recht phänomenale Ausmaße angenommen haben, zumindest im Vergleich zu dem eingerosteten Zustand, in dem sie sich vorher befunden hatten. Eigentlich hatte ich seit alldem gar nichts mehr gemacht. Gute fünf Monate also. Dafür war aber noch erstaunlich viel da von dem, was ich damals gelernt hatte. Vielleicht habe ich es doch damals vor allem mit Sahin verbunden, sodass die ganzen Vokabeln und grammatischen Strukturen mit den ganzen anderen Mengen an abartigen unnützen Details unter „unlöschbaren Dateien“ abgespeichert worden sind („Sie benötigen Berechtigungen zum Durchführen dieses Vorgangs“). Mein Kopf platzt gleich. Nicht deswegen. Nur weil ich so dumm bin und keine Selbstkontrolle habe. Wenn du wüsstest, wie sehr man sich selber verachten kann.

Ich wollte noch was zu Vulnerable sagen, nehme ich an, aber mir fehlt dafür gerade die Motivation. (Da ist dieses Ding in meinem Kopf, es sagt unentwegt „alles ist so verflucht sinnlos“, vielleicht verträgt sich das nicht so mit Motivation.)
Versuchen wir es. Es ist eher enttäuschend. Bis jetzt zumindest. Mittlerweile habe ich mich mit ein paar Songs darauf halbwegs abgefunden, aber ..ach, ich finde es alles so überproduziert und zu wenig The Used. Und zu viel von diesem komischen Produzent. Der ja zudem noch fast an jedem der Songs mitgeschrieben hat, wie’s aussieht. Vor dem Totalabsturz rettet das Album für mich momentan noch lediglich Hands and Faces (was daran liegen könnte, dass ich’s schon vorher kannte), I Come Alive und Moving On. (Was auf mich ungefähr als einziges Lied von allen auf Anhieb einen vergleichsweise positiven Eindruck gemacht hat.) Viele der restlichen Songs sind einfach entweder musikalisch oder textlich ..enttäuschend, wie gesagt. Aber OK, meine Erwartungen waren auch vor allem nach Artwork schon unrealistisch hoch, obwohl ich doch normalerweise immer versuche, ohne Erwartungen jeglicher Art an alles heranzugehen. Sowas klappt nicht zweimal hintereinander, das ist ja verständlich. Bloß das nächste Album sollte doch bitte wieder ein bisschen besser werden.

Was The Used natürlich trotzdem immer wieder schafft [oh, Moving On, das ist doch mal ein Intro, warum um Himmels Willen muss die Strophe wieder so nichtssagend werden? Aber der Chorus, doch, nicht zu verachten.] – mit perfekter Zuverlässigkeit teilen sie mir mit, hey, 1) wir sind abgefuckter als du (früher hatte ich einen Heidenrespekt vor Bert und dachte, ich würde es gar nicht verdienen, The Used zu hören, weil ich nicht ansatzweise diesen Grad von Abgefucktheit je erreichen könnte. Der Respekt ist noch da, der Rest ..naja), und 2) du musst nicht immer denken, du wärest zu emo-dramatisch veranlagt für diese Welt. Und selbst wenn du’s bist, so bist du nicht die Einzige.
Was ich meine, sieht man hierran:

Ich bin schon wieder am Verzweifeln, weil mir bewusst wird, wie anders mein Leben hätte verlaufen können, wenn ich Bert als Freund gehabt hätte. Oh, was wäre ich gerne mit ihm aufgewachsen. (Was für eine Vision, mit Bert im Sandkasten zu spielen.) Ich hätte niemals solche Selbstzweifel gehabt, weil der lebende Beweis, dass noch mehr Menschen so sind, direkt in greifbarer Nähe gewesen wäre. Naja, ich habe mich ja eigentlich mit den Personen in der Band nie wirklich beschäftigt, aber wenn der Mensch anything ist wie seine Texte, dann lebt da irgendwo auf dem anderen Ende der Welt mein einziger Seelenverwandter.

Wow. Jetzt habe ich so lange an dem kleinen Stück Eintrag hier gesessen, dass wir schon wieder bei Moving On angelangt sind.
Schau mal, das nenne ich einen loyalen Fan. Das neue Album hat mich enttäuscht und trotzdem endet dieses The Used-Statement mit einer Lobeshymne.

Fuck, ich bin wertlos. Fuuuuuuck, ich will, dass das weggeht! Hilfe, was für eine Katastrophe. Sorry. Gib noch nicht auf. Irgendwann werd ich wieder normal. Dann gibt’s weniger gestörte Einträge. Falls nicht, bin ich irgendwann weg, dann gibt’s auch weniger gestörte Einträge.

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