Traumhaft

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Was für ein Werk, La Science des Rêves. Ich liebe, wie sich in dem Film die Sprachen vermischen, zusätzlich noch zu dem ständigen Hin und Her zwischen Traum und Realität. Das Ende überfordert mich mal wieder; es ist so unklar. Was ich von offenen Enden halte, weiß man ja bereits. Aber der Film war gut. Verblüffend, positiv realistisch teilweise – auch wenn ich das Urteil eigentlich genauer ausführen müsste, um nicht bei einem Großteil der anderen seiner Viewers Unverständnis auszulösen.

Stellt sich heraus, meine Pflegeratten kommen heute um 12, und ich werde die Woche doch nicht ganz unfoodsharend verbringen; da wir ja seit Allerkürzestem mit Alnatura kooperieren und es dort aber meistens nicht so viel zu retten gibt, kann ich auch ohne Fahrrad hin. Also gleich um kurz vor elf Uhr dort anrufen und fragen, ob sie heute etwas haben. Und dann eben eventuell hin. Oder eben nicht, was umso besser wäre.

Bisher habe ich noch nicht herausfinden können, ob wir heute Bandprobe haben oder nicht, und mich schonmal vorsorglich mit Robert verabredet, um uns mal wieder zusammen bei Skype ein bisschen zu betrinken. Was auch immer mit mir verkehrt ist, dass ich mich auf derartige Unternehmungen so unsagbar freue – auf jeden Fall tue ich es.

Was ich gar nicht erwähnt hatte vorhin, war, dass die lernende Kinesiologin gestern ein ausgesprochen interessanter und sympathischer Mensch war und wir uns gleich für nächste Woche wieder verabredet haben. Ihre Wohnung ist wunderschön eingerichtet, mit ganz vielen verschiedenen, harmonisierenden, warmen Farben und Pflanzen und Details. Sie mag es gern farbig, sagte sie. So wie ich. (Ihre Wohnung passt total gut zu der von Conny, bei der wir letztes Jahr während des Foodsharing-Treffens in Ludwigsburg übernachtet hatten. Auch so ein toller, besonderer Mensch, und eine ganz Liebe.) Und sie hat irgendwie etwas Euskadisches an sich, und sei es nur ihr Haarschnitt. (Was an sich ja nicht unbedingt das euskadische Merkmal ist, auf das man stolz sein müsste, aber 1) ihr steht es und 2) hierzulande erfüllt mich so ein Anblick mit fast schon nostalgischer Freude. Jetzt, wo ich nicht mehr in Vitoria sein muss, ist meine Zuneigung zum Euskal Herria nochmal um eine ganze Ecke gewachsen.)

Jetzt bin ich gerade fasziniert von der Erinnerung an gestern Nachmittag, als ich beim Abspülen ein paar random Zeilen vor mich hingesungen habe, in etwa

„todo lo que ves,
todo lo que sientes,
es todo solo un sueño,
es nada más un sueño..

y me lo puedes contar,
pero igual lo puedes dejar,
que yo también soy sueño,
yo también soy sueño.“

– noch längst nicht ahnend, dass mir meine abzuarbeitende Filmliste am Abend genau diese Produktion ausspucken würde.

Und wenig später nur, allerhöchstens ein paar Minuten später, saß ich doch noch hier und fand in dem mitgebrachten Kästchen mit Papierschnipseln noch diese Postkarte, die ich mir in Rostock gekauft hatte:

„Habe immer mehr Träume, als die Realität zerstören kann.“

Ich hatte angefangen, bereits in Simones Wohnung, das Wort „Träume“ in anderen Sprachen daraufzuschreiben. Gestern erblickte ich die Karte und auf einmal fiel mir auch endlich das euskarische Wort wieder ein, „ametsak“ – wie konnte ich das nur vergessen; in Rostock hatte ich diesbezüglich ein riesiges Blackout. Und mir wurde bewusst, dass ich es auch noch auf Dänisch kannte. Und auf Französisch. Rêves. Das ist doch alles ein Traum von einem Zufall. Har har.

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