Neue Züchtung – Spüli-flavored basil.

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Basti hat sein T-Shirt total gefeiert, was mich sehr glücklich machte. Ich glaube, wäre seine Reaktion darauf so ausgefallen wie.. äh.. R’s auf meine Idee dazu, wäre ich, betrunken wie ich war, todunglücklich im Boden versunken.

Jetzt kann ich mich nicht entscheiden, was ich für Musik anmachen soll. Ich habe die seltene Gelegenheit, über die Büromusik zu bestimmen, und sollte sie eigentlich schleunigst nutzen, bevor Sarah mit ihrem Essen zurückkommt. Nachdem ich allerdings eben International You Day gehört habe, will ich einfach nur noch das restliche Album durchhören und bin geringfügig frustriert von der Tatsache, dass es nicht alle Titel davon bei Youtube gibt. Schwieriges Leben, ich sag’s dir.

So. Alternativ wurde es The Swell Season’s „Strict Joy“. Ist auch Sarah-freundlicher und läuft nicht so sehr Gefahr, abgewürgt zu werden, wenn sie wiederkommt.

Wir haben (oder eher R hat), was an dir bisher, glaube ich, ganz vorbeiging, uns einen spontanen Auftritt an Land gezogen in Form von der Flüchtlings-Soli-Party nächsten Freitag, sodass wir uns nach einem halben Jahr Funkstille tatsächlich wieder zum Proben zusammengetan haben, und es war wunderbar. Heute Abend werden wir weiter daran arbeiten, uns unsere Musik und die ganze Essenz unserer Zusammenarbeit zurück in Erinnerung zu rufen.

Ich habe heute mangels neuer, zu übersetzender Touren die ehrenvolle Aufgabe zugeteilt bekommen, endlich, endlich mit dem Korrekturlesen aller bereits erstellten Pakete anzufangen. Dieser Tätigkeit werde ich mich jetzt weiter widmen. Endlich. Das hat diese verdammte Website so unglaublich nötig, du machst dir keine Vorstellung.

Ich hab‘ Panik. Keine Ahnung.

Und zwei Tomaten geerntet gestern, meine allerersten selbstgemachten Tomaten. Eine davon haben wir heute zum Frühstück verzehrt; so ein tiefes, sattes Tomatenrot hat die Welt noch nicht gesehen. (Ich zumindest nicht, bisher.) Um sie zu zelebrieren, habe ich uns Remouladendip, Scheiben besagter Tomate, Sprossen, Büffelmozzarella, selbstgezogenes Basilikum, Pfeffer und mein leckeres Kräutersalz auf die Brotscheiben gelegt. Es sah einmalig aus. R sagte zu dem Ganzen: „Irgendwas schmeckt hier nach Spülmittel. …Oder es ist… Warte, es war das Basilikum.“ Und später: „Ich find, die Remoulade passt nicht ganz.“
Zugegebenermaßen bekundete er wenigstens bevor er es konsumierte, es würde verdammt gut aussehen.

Nunja. Er hat mir Kaffee gemacht und ins Zimmer gebracht, um mich aufzuwecken. Ich sage ja, im Wecken ist er unübertroffen.

Sarah ist wieder da; ich sollte wirklich weiterarbeiten.

JO kommt mich besuchen! Ich freue mich. Jetzt gerade nicht wirklich, weil die Panik mich davon abhält, aber im Grunde kann ich es kaum erwarten. Und dann bogglen wir mit der Meisterin schlechthin und R erfährt, was ein wirkliches Boggle-Talent ist. (Ich lasse eh nach in letzter Zeit; gestern hat er mich in einer Mörder-Runde 48 zu 33 Punkten geschlagen.) Und sie kann schon wieder bei Sarahs und meinem Auftritt dabeisein. Was für ein merkwürdiger Zufall. Das letzte Mal, das ich sie gesehen habe, war im März anlässlich Mamas Vernissage.

Wo ich schon bei meinen Eltern bin; diese werden momentan in der Schweiz vermehrt Opfer von rassistischen Anfeindungen. Ich find’s krass und habe aber das Telefonat mit meiner Mutter gestern damit verbracht, sie dafür zu sensibilisieren, dass sich eine überwältigende Anzahl Menschen täglich in Deutschland genau diesen sowie noch weitaus schlimmeren Situationen ausgesetzt sieht – das verdrängt sie wohl ziemlich gut und ich bin durch R mittlerweile fast schon zu militant für meinen eigenen Geschmack geworden, was diese Geschichten angeht. Man lässt sich zu sehr beeinflussen.

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