Schnecke an der Treppe

Standard

Ein Stück ist geschafft. Danke, Portwein. Diesem ist zu verdanken, dass ich gestern mal wieder kurzzeitig durchdrehte und R ein wenig unsachlicher und unkontrollierter, als es mir lieb gewesen wäre, mit der ungefähren Hauptaussage der letzten ‚zig Einträge konfrontierte. Womit ich mir meinerseits eine wohlverdiente und in gewisser Weise wohltuende Abreibung einhandelte, die sich im Wesentlichen auf das belief, was ich ebenfalls hier in letzter Zeit häufiger mal erwähnt hatte: Wenn du willst, dass man auf deine Probleme eingeht, wäre es nützlich, zu diesem Zwecke darüber zu reden.

Point taken. Und wie bezeichnend eigentlich, dass ich all das, was er gestern noch sagte, in praktisch derselben Form zuvor Tausende Male in meinen eigenen Überlegungen durchgekaut hatte. „Wenn ich schon mit dir zusammen bin, dann mit allen Ecken und Kanten.“ Erinnerst du dich? Das war exakt das, was in meiner Wahrnehmung nicht gegeben war. Wieder einmal bestätigt sich, dass ich in dieser Richtung mir selbst nicht trauen sollte. Wenn ich jetzt noch lerne, mich ungefragt mitzuteilen, bin ich auf einem guten Weg. Was für eine Arbeit. Was für ein Lernprozess. Ich stelle mich der Herausforderung.

Abgesehen davon: Ich bin morgen auf übermorgen bei meinen Eltern zu Besuch. Und wenn ich da bin, werde ich mal (je nach Stimmungslage und Gesamtsituation) vorsichtig anfragen, was sie eigentlich davon halten würden, wenn ich Weihnachten entgegen jeder Tradition mal zu Hause verbringe. Das ist lang geplant: Ein Selbsthilfe-Weihnachten mit allen, die bei ihrer Familie mit Stress und Drama rechnen müssen oder aus anderen Gründen von ihrer Verwandtschaft an diesen Tagen lieber auf Abstand gehen würden – und es trotzdem nie tun, mangels verlockender Alternativen. Ich möchte diese Alternative sein und uns ein fröhliches, friedliches, liebevolles Weihnachten ermöglichen. Keine Heuchelei, keine Nervenzusammenbrüche, keine Psycho-Dramen. Keine Geschenke. Ich würde mich so sehr darauf freuen. Und alles an guten Assoziationen, die ich mit Weihnachten habe – und das sind einige; wir waren ja als Familie auch nicht immer so offen kaputt, wie es in den letzten Jahren der Fall war – mit einbringen, und jeden ermutigen, mit den eigenen geliebten Traditionen genauso zu verfahren.

Ja, das würde ich gerne tun.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s