Emokid, Emokid, does whatever an Emokid does.

Standard

Uncool: Eine suboptimale Kombination aus Familienpsychodrama und griffbereitem (stumpfen) Tomatenmesser hat eben dafür gesorgt, dass sich affektanfälliges Aspi (oh!, eine Alliteration für Bauer sucht Frau) den linken Unterarm entlang der Pulsadern mit oberflächlichen Schnittwunden verziert hat. Glücklicherweise ist das Messer wirklich sehr stumpf und hat nur minimalen Schaden angerichtet. Aber oh, was für ein Gefühl. Sowas hab‘ ich ja seit Anfang des Jahrzehnts nicht mehr gemacht. Ich musste mich unfassbar anstrengen, wieder aufzuhören. Welch eine Befreiung, welche eine Dummheit. Willkommen zurück in der Pubertät.

Passend zu meinem jetzigen Durchdrehen habe ich es Ende letzter Woche endlich zu einem Konsiliargespräch gebracht, die Unterlagen direkt im Anschluss bei der Therapeutin eingeworfen und somit beste Aussichten auf Therapiebeginn im Januar. Die Ärztin war unfassbar goldig in ihrer Unbeholfenheit und machte den Eindruck, noch nie einen depressiven Menschen vor der Nase gehabt zu haben, versuchte alles von sozialem Rückzug bis hin zu Suizidgedanken für mich in liebe, verharmlosende Wattewörter zu packen und bot mir aus eigenen Stücken sowohl eine Krankschreibung (die ich logischerweise nicht brauche) als auch ein neues Rezept für meine Medis an, sodass ich wirklich sehr gut versorgt da rauskam.

Meine Exkommilitoninnen treffen sich gleich auf dem Weihnachtsmarkt, aber ich habe keine Lust hinzugehen. Irgendwann hört man doch auf, mit den Leuten Zeit zu vergeuden, denen man im Grunde genau so gestohlen bleiben kann wie sie einem selbst.

Meine To-Do-Liste für heute ist gar nicht mal so lang, aber ich werde sie trotzdem nicht gany abgearbeitet bekommen. (Und ich frage mich wirklich, woher um alles in der Welt meine Marotte kommt, nach insgesamt so vielen Jahren mit deutscher Tastatureinstellung manchmal trotz allem das Z und Y zu verwechseln.)

Ich muss morgen mal schauen, wie man mit dem Fahrrad zum Barfladen kommt, damit die Katze endlich mal wieder ordentliches Futter kriegt. Falls es sich nicht bewerkstelligen lässt, muss einer von uns morgen nochmal ein paar Dosen kaufen gehen.

Mein Arm nervt. Weder tut es richtig weh, noch ist er völlig unversehrt. Es juckt. Ich bin unzufrieden.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s