Weihnachtslied

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Wozu das Elend nicht alles gut ist. Ich habe mir sehr spontan gerade ein ewig altes Lied namens Christmas vorgeknöpft, das beinahe noch aus der letzten Dekade stammt und es zwischen diesem einen lange vergangenen Heiligabend und dem heutigen Tage nie zu mehr als einem kritzeligen, stellenweise von Wassertropfen unkenntlich gemachten lilanen Stabilotext auf einem knitterigen Papier, das mal in Costa Rica war, und einem groben Melodiekonzept in meinem Kopf gebracht hat. Hatte, denn ich habe soeben die allerersten zwei Materialisierungsversuche getätigt, und obschon ich mir darüber im Klaren bin, dass

  • ich irgendwas mit den tiefen Tönen anstellen muss,
  • mein treues altes AG wirklich bessere Tage gesehen oder gehört hat und schonmal nebengeräuschfreier daherkam,
  • es am Ende wahrscheinlich eher ein Klavierlied wird,
  • ich auf Lebenszeit dazu verdammt bin, ein unheilbarer Emo zu sein,
  • in die Pause vor dem verdoppelten Chorus noch unbedingt ein Solo reinkommen wird, dafür ist sie ja da,
  • und ich allerdringendst dafür sorgen sollte, dass die geisterhafte Replika des Ukumenschen aus meinem Kopf verscheucht wird, die mit mehr oder weniger konstruktiver Kritik jeden Schritt meines musikalischen Wirkens verfolgt, …

… YAY, ICH SCHREIBE WIEDER!

Somit habe ich ganze drei „neue“ „Werke“ im Jahre 2017 geschaffen, oder sollte ich sagen, geschafft.

Das war mal wieder eins der Sorte „Fluppt“. Dies hier ist die allerzweite Aufnahme – da konnte ich dann auch das AG zumindest so weit beruhigen, dass seine eigenen aufgeregten Klappergeräusche nicht den eigentlichen Inhalt der Aufnahme übertönten. Nachdem ich mich mittendrin spontan zu diesem bereits erwähnten Verdoppeln des Chorus mit dazwischenliegendem potenziellen Solo entschlossen hatte, beliebte das darauf folgende hübsche Outro gleich mit aus dem Nichts zu erscheinen und machte mich damit sehr glücklich. Ich glaube, es tut mir gut, dass ich so viel Sarah Lesch höre in letzter Zeit. Ich öffne mich wieder kreativen Prozessen. Und ich erlaube mir, genau das zu machen, wonach mir der Sinn steht. Vielleicht hat das Lied darauf so lange gewartet – dass ich mich endlich nicht mehr darum schere, wer mich auf dieser Welt nun für einen unheilbaren Emo hält und wer nicht.

Bleibt nur noch die Feststellung, dass der Zeitpunkt dieser Aufnahme unter Berücksichtigung des Arbeitstitels wirklich ziemlich unschlagbar ist.

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