A Lifetime Inside My Head

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Ich sitze im Garten von Beccis Eltern. Unser Urlaub in Lissabon beginnt morgen, ihr Vater bringt uns in der Früh zum Flughafen.

Ich habe aus keinem ersichtlichen Grund mit Nostalgie zu kämpfen. Doch, vielleicht ist der Grund das nie beendete Lied „See You (Not Saying Good Bye)“, das aus dem Nichts entschied, sich zu mir zu gesellen, und die nie überwundene profunde Trauer um die Zusammenarbeit mit dem Ukumenschen die sich zwangsweise daraus ergebende Konsequenz.

Die nostalgischen Anwandlungen treten vermehrt auf in letzter Zeit – vor Kurzem lag ich nachts herum und es war so warm und ich hatte zu spät noch Kaffee getrunken und ich konnte partout nicht schlafen und habe um meine Verbindung mit Kepa getrauert und versucht, in meinem Kopf Lieder zu schreiben, die vier Jahre alt sind und von Dingen handeln, die ich kaum mehr greifen kann.

Dann ging ich ein paar Runden zocken. Dann wieder ins Bett. Gegen vier konnte ich schlafen.

(Ironisch, dass mir am nächsten Tag Kepa schrieb, ich solle nächstes Jahr mit nach Bolivia kommen, Quechua lernen. Ich sollte das tatsächlich tun, mir fehlt diese Freundschaft so ungemein und Zeit mit Kepa war immer schon ebenso rar wie wertvoll.)

Manchmal kommt mir das alles unmöglich vor. Unmöglich und unendlich dumm dazu; dass man Menschen an den Tod verlieren muss, ist entsetzlich genug, aber sie an das Leben zu verlieren, ist eine mindestens genau so große Tragödie.

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