Halt mal kurz (meine Verantwortung)

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Oh, es ist gar nicht so einfach, bei Verstand zu bleiben. Ich halte Malte nicht mehr aus. Ich halte mich selbst nicht aus, wie ich gerade bin. Eigentlich halte ich niemanden über längere Zeit aus (und mich selbst in ihrer Gegenwart), außer R und Becci.

Ich habe gestern Abend schon gedacht, dass es zu lange war, und wäre vielleicht sogar schon gefahren, hätten wir nicht das The-Used-Konzert morgen, das überhaupt der Grund für mein Hiersein ist.

Ich brauche einfach nur Ruhe, ganz viel davon. Aber ich bekomme sie nicht; Mike hat mich schon wieder für Donnerstag eingespannt und will sich mit mir am Fluss treffen und nachmittags ist dieses komische Wieholeichmirmeinestudienkostenvomstaatzurückseminar, zu dem ich mich angemeldet habe. Nebenher hänge ich jeden Tag entnervt und gestresst am Handy und bemühe mich verzweifelt darum, Abholer für die Bäckerei zu organisieren, deren Foodsharing-Betriebsverantwortung ich vertretungs- und irrsinnigerweise für diesen Monat übernommen habe. Und ich muss, wie es aussieht, meinen ersten Therapietermin nach der dreiwöchigen Abwesenheit der Therapeutin absagen, weil ich zugesagt habe, R auf seinem Familienbesuch zu begleiten.

Ich will nicht mehr. Kopf unters Kissen und gar nichts mitbekommen, wie schön es nur wäre.

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