Geschenkte Stunden

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Yes! Marthe hätte keinen besseren Zeitpunkt wählen können, um mir für heute abzusagen. Ich habe bis zum Abend noch über dreißig Seiten von meinem Auftrag vor mir. Es regnet – ich bin froh drum, die Pflanzen können es gut gebrauchen, aber ich wäre mit dem Fahrrad zu Marthe gefahren, um Zeit zu sparen. Und ich habe erst aufs Handy geguckt, nachdem ich geduscht und mich rausgehtauglich angezogen hatte, somit bin ich frisch und gepflegt – eine Errungenschaft, die ich mit dem Wissen, dass ich überhaupt nicht raus muss heute, niemals erreicht hätte.

R ist im Schlafzimmer am Arbeiten, ich – wie immer – auf der Couch. Knapp außerhalb meiner Reichweite liegt verlockend der vierte Band der Neapolitan Novels, die ich gerade dabei bin zu verschlingen. Aber nachdem ich den gesamten gestrigen Tag verzockt habe, muss ich heute wohl oder übel zuerst arbeiten, bevor ich mit dem Buch beginnen kann.

Nun will ich ja eigentlich arbeiten (wollen), aber stattdessen wirkt der Kaffee viel zu gut und ich brüte viel lieber Schnapsideen mit Becci aus und freue mich meines Lebens. Aber hey, ich habe ja jetzt Zeit. Vielleicht telefoniere ich noch mit Mama, die mich gerade auch anschrieb. Und dann kann man immer noch arbeiten.

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