Durchschnittliche Verpeiltheit

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Nothing happens (quite) the way you plan it, und so war es auch gestern. Alles in allem ein erfolgreicher Tag – kein Verirren, schöne Erlebnisse, nicht zu viel Awkwardness, und all dies eingehüllt in das großartige Gefühl des Rausgegangenseins und Dingeunternehmens.

Auch wenn diesem erhabenen Gefühl ein gewisser Dämpfer verpasst wird, wenn du frohen Mutes mit deinem 50-Franken-Schein zehn Minuten zur Bushaltestelle zockelst und dort feststellst, dass der Automat nur Münzen nimmt, du aber natürlich nicht nur keine Münzen, sondern auch in typischer ‚Nicht unnötig Zeug mit sich rumschleppen‘-Manier deinen Geldbeutel mit deiner Bankkarte in der Wohnung zurückgelassen hast.

Ein Glück wollte ich die Sukkulenten sehen und habe das nicht erst eine halbe Stunde festgestellt, bevor ich mit Regula am Bahnhof verabredet war. Sie anzurufen und ihr mitzuteilen, dass ich später komme, wäre nicht nur unangenehm, sondern mit meinem deutschen Handy auch teuer geworden.

Es ist schon komisch, ohne Internet unterwegs zu sein. Nach gerade einmal drei Jahren im Besitz eines Smartphones bin ich genau so fest damit verwachsen, wie es mir der Rest der Welt bereits vor einer Dekade vorgelebt hat. Das rückt allerdings auch mein früheres ständiges Verlorengehen und meine Tendenz, in Bezug auf Koordination und Reisen zu failen, insofern in ein ganz anderes Licht, als mir in all diesen Jahren Google Maps und GPS einfach nicht zugänglich waren. Ich bin wahrscheinlich gar nicht verpeilter als der Durchschnitt. Zumindest in dieser Hinsicht.

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