Gib einem introvertierten, labilen und melodramatisch veranlagten Teenagermädchen mit dem Innenleben eines rohen Eis und dem Sozialleben einer Seegurke die Möglichkeit, in einer SchuelerVZ-Kontakthaltegruppe (bestehend aus ihr selbst und ihren zwei Schulfreundinnen) ein Tageguchthema zu führen, und Folgendes wird daraus:

Macrocarp war zwischen 2007 und der Löschung von SchülerVZ 2012 eine meiner meistfrequentierten Internetseiten, wichtigsten Schreibtherapiestationen und zugemülltesten Lebensdokumentationsmaßnahmen. Während die Grundidee eigentlich darin bestand, dass jeder von uns dreien seinen Thread mit News aus seinem Leben füllen sollte, um die Anderen auf dem neuesten Stand zu halten, nachdem uns das Schicksal in alle Winde verstreut hatte, konnte ich natürlich nicht umhin, nach einer Phase anfänglicher Frustration über die Schreibfaulheit der beiden Anderen mein Thema (mangels Blog) als Abladefläche für alles zu gebrauchen, das mir gerade so im Kopf herumschwirrte. Das oben herunterzuladende Dokument ist das Ergebnis aus fünf Jahren Leben, welches sich zu großen Teilen in den Weiten des Internets und meiner eigenen Gedanken abspielte.

Und jetzt kam mir eben die grandiose Idee, es dem Blögchen hinzuzufügen. Näher kann man an eine vollständige Dokumentation der erstaunlichen Windungen und Wendungen eines Lebens kaum kommen.