Schlagwort-Archive: Alkohol

Huch. Schon wieder Urlaub.

Standard

Ja… also… wie es aussieht, fahre ich morgen für acht Tage in die Karibik.

Langsam sickert es ein. Becci und ich haben vor drei Tagen das ultimative Angebot gefunden, sodass wir nun zusammen für diese acht Tage Martinique (Flug und Unterkunft – vermutlich selbst inklusive Ausgaben vor Ort) so viel zahlen, wie üblicherweise ein Dreiviertelflug hin und zurück alleine gekostet hätte. Ich habe trotzdem erstmal eine Weile gebraucht, um diesen Plan mit meinem Gewissen zu vereinbaren (man denke daran, dass der Dezember schon die nächste Langstreckenreise mit sich bringt), aber jetzt ist es soweit: Ich freue mich!!!

Sieben Uhr geht’s los, zuerst mit dem Bus nach Frankfurt und dann direkt (!) nach Fort-de-France. Die Rückreise geht über Barbados, aber das ist ja nicht weiter schlimm, man besitzt ja ausnahmsweise mal einen gültigen Reisepass.

Gepackt ist größtenteils auch schon. Der Rucksack ist leicht, es sind nur ein paar Kleider drin und Bikinis, anderthalb Bücher, Kaffee- und Milchpulvervorräte und Hygienezeug. Und Henna, damit Becci mir die Haare nachtönen kann. Und mein Schnorchel. Und die Kamera muss ich mitnehmen, natürlich, und das Handy und alles an Ladegeräten. Und Kopfhörer. 10 Stunden Flug, da sind Kopfhörer doch lebensnotwendig.

Und Sandwiches habe ich gemacht, drei Stück für jeden von uns, mit Chili-Camembert und Salat und Grillgemüse.

Und Fotos habe ich gemacht, von allen wichtigen Informationen – jetzt darf ich nur das Handy nicht verlieren.

Ach, wie ich mich anfange zu freuen. Das ist ja wunderbar; ich dachte schon, es passiert gar nicht mehr.

Was noch richtig schön war: Sophi hat mich besucht; sie ist drei Tage hier und findet tatsächlich die Zeit, mich zu besuchen. Ich habe mich so gefreut, sie zu sehen. Ich mag diesen Menschen so gerne. Sie hat mir einen Mate-Becher aus Argentinien mitgebracht und den dazugehörigen Tee, und er ist wunderschön, mit buntgemustertem Stoff überzogen, und ich muss unbedingt mit Wolfgang und Carina Mate trinken. Carina muss mir das beibringen; ich muss ihr gleich schreiben, wenn ich wieder da bin.

R hat Geburtstag gefeiert, von Mittwoch auf gestern, und es war ein sehr guter Abend. Ich habe ziemlich viel getrunken, es aber dennoch nicht übertrieben, und mich wunderbar unterhalten, ein paar von R’s Arbeitskollegen kennengelernt, zwischendrin noch mit Basti telefoniert (der, soweit ich das Gespräch in Erinnerung habe, mich davon überzeugen wollte, dass man H-Milch, die einmal in der Sonne gestanden hat, nicht mehr konsumieren sollte, auch wenn sie noch den Anschein macht zu funktionieren – wie auch immer wir dadrauf kamen) und mich wirklich wohl gefühlt, trotz der ganzen Menschen. Naja, dafür war ja der Alkohol auch da.

So, nun sollte ich aber mal daran denken, den Rest zusammenzusuchen und ins Bett zu gehen. R kommt zwar in einer guten halben Stunde erst wieder (zumindest war das mal der Plan), aber solange werde ich auch noch brauchen, um hier alles zu regeln.

Du hörst von mir.

Werbeanzeigen

Wie zu etwarten war

Standard

Klar. Natürlich, ich musste unbedingt mal wieder alles versauen. R taugt nicht als Suizid-Hotline-Arbeiter und ich selbst nicht als Diplomatin, sofern meine Mutter im Spiel ist. Wein taugt nicht als Deeskalator. Die besten Quality-Time-Maßnahmen machen niemanden zu einem besseren Menschen. Ich werde vermutlich dieses Desaster irgendwie überleben, aber frag nicht, wie.

Oh well.

Standard

Wer hätte gedacht, dass Wählen so gute Laune machen kann. Ich kam da raus mit einem wunderbaren Gefühl, das ich nie erwartet hätte. Auch wenn es schon Sinn macht – ich habe etwas beigetragen, und ich wusste sogar halbwegs, was ich dabei tue. Ich muss also einräumen, dass die Zwangspolitisierung, die mein Leben durch R erfahren hat, nicht nur nervenzermürbende Seiten aufweist.

Mir geht es wieder besser; ich habe mich nunmehr wieder damit abgefunden, dass meine Mutter ein Wrack ist und es zeit ihres Lebens bleiben wird, ein wenig über emotionale Abspaltung und die Verschiedenheit der Persönlichkeiten nachgedacht und schon passt das wieder. Natürlich habe ich mir aber auch erstmal ein-zwei Bierchen aufgemacht, nachdem sich R zur Wahlparty begeben hatte und ich eigentlich mit Caro reden wollte, die aber offenbar anderweitig beschäftigt ist (zumindest wenn die Tatsache, dass sie mich ein paarmal von einem Konzert aus angerufen und mich mithören lassen hat, ein Indiz ist; ich tippe auf Ja). Somit befinden sich ein paar beruhigende Rauschmittel in meinem Körper (die Medis wirken langsam auch wieder, glaube ich, sodass meine übliche Panik, sie könnten das eventuell nicht mehr tun, fürs Erste wieder ruhiggestellt ist) – das hilft.

Jetzt rief mich Caro gerade an; das Konzert ist um und unsere Unterhaltung kann doch noch stattfinden. Wuhu.

Salat für das gute Gewissen

Standard

Eigentlich sollte ich eher am BA-Schreiben sein. Die gähnende Leere hier seit drei Tagen macht mir aber so zu schaffen, dass ich kurz einen kleinen Salat aus Informationen über die seit Donnerstag vergangene Zeit (kon-)servieren werde, um mich danach wieder ruhiger meinem tragischen Schicksal ergeben zu können.

Also. Basti war hier übers Wochenende, was ziemlich grandios war. Ich habe am Freitag kurzzeitig alle verbleibende Toleranz verloren und bin so dermaßen durchgedreht, dass ich fest überzeugt war, Trudi würde mir den Krieg erklären. Ich habe zu viel Alkohol konsumiert, was in sehr, sehr viel Spaß und letzten Endes einem weiteren Heul- sowie erstmals einem Kotzdisaster in Bastis Gegenwart endete. Meine Eltern waren am Tag drauf hier und haben mir mein altes Bett gebracht. Es war ein Chaos und ich war restalkoholinduzierterweise kaum in der Lage, meinen Kopf schnell von einer Seite zur anderen zu bewegen. Typisch, dass der zweite (Alkohol-)Kater meines Lebens an so einem Tag auftauchen muss. Er leistet dem ersten seiner Art, welcher mich am Tag meines Einzugs ins Wohnheim geplagt hat – 2.10.2011 war’s – in der Kategorie „ungünstiges Timing“ nun langersehnte Gesellschaft.

Am Abend des gleichen Tags habe ich es ein Mal mehr geschafft, mich mit meiner Mutter so in die Haare zu kriegen, dass ich wahrscheinlich die unangenehmen Konsequenzen nicht einmal erahnen kann. Nachdem ich ihr nämlich sagte, ich könne keine Minute mehr in dieser Wohnung bleiben und sie möge Basti und mich doch bitte bei unseren Bemühungen, eine WG-geeignete Wohnung zu finden, mit ihrem diesbezüglich unvergleichlichen Talent unter die Arme greifen, ergab es sich irgendwie aus dem weiteren Gespräch, dass sie meine Pläne für die nähere Zukunft wissen wollte und ich ihr sagte, ich hätte einen Plan, für den ich allerdings ihr Feedback aufgrund ihrer bekanntermaßen wenig unterstützenden Art nicht gebrauchen könne. Daraufhin war das Gespräch mit einem ihrer geliebten filmreifen Abgänge dann auch beendet.

Ich war in dem Moment selbst nicht ganz bei mir, weil mir soeben von R eröffnet worden war, dass er keine Absichten hegt, mit Basti und mir, oder eben ohne Basti, eine WG zu gründen, sondern vielmehr in einem halben Jahr hier wegzuziehen gedenkt, da das die Arbeit (aus Gründen, die mir bisher nicht erläutert wurden) erfordert. Ich für meinen Teil hätte nun aber ziemlich gerne mit R und Basti in einer WG gewohnt und war demzufolge enttäuscht. Ich habe bis jetzt keine Ahnung, ob mich die Tatsache mehr enttäuscht hat, dass ich ganz sicher nicht mit R und Basti zusammenziehen werde, oder vielleicht eher diejenige, dass mein Freund es für selbstverständlich erklärt, mich ohne viele Worte in einem Kaff sitzen zu lassen, in dem er zuvor erklärt hatte vorzugsweise ein Leben lang bleiben zu wollen, während ich mich bereits gedanklich von meinem Lebenstraum und all seinen Variationen und Plänen B bis M allermindestens verabschiedet hatte, um ihm entgegenzukommen. Oder aber (und das Bittere ist, davon wäre im Zweifel auszugehen) es für selbstverständlich erklärt, ohne viele Worte davon auszugehen, dass ich ihm irgendwohin hinterherzockele, wo ich vollkommen ohne jeden und ohne alles da sitze und mein Leben neu aufbauen kann, während er in seiner Traumarbeit aufblüht und ich ihn mein Lebtag nicht mehr ohne Computer vorm Gesicht oder Telefon am Ohr zu sehen bekomme. Aber oh, ich solle meine Pläne doch vorerst nicht an ihm ausrichten.

Moment mal, mir wird gerade erst bewusst, was für eine Monstrosität da eigentlich vorliegt. Ich hätte fast Lust, mich in meine Küche zu begeben und R darüber in Kenntnis zu setzen, allerdings ist er am Arbeiten und wird demzufolge von mir nicht behelligt.

Dafür, dass er vorhat, mich in einem halben Jahr kaltblütig zurückzulassen, gibt er sich allerdings schon wieder ziemlich viel Mühe. Nachdem ich meinen Unmut über die Gesamtsituation geäußert habe, hat er schon wieder eine so beachtliche Wendung vollzogen, dass ich aus dem Staunen gar nicht mehr herauskomme. Funktioniert das auch, wenn ich anmerke, dass es doch nett wäre, mich zu konsultieren, statt zu konfrontieren, bevor man Umzugspläne festlegt, und seien sie noch so vage? Und wenn ja – what’s keeping me?

Ich habe momentan sehr gute Laune. Also, hm, sehr gut im Sinne von, ich laufe nicht mit den verschleierten Augen, der lebensgefährlichen Einbildungskraft und der selbstzentrierten Wahrnehmung meiner Mutter durch die Welt und erspare mir damit eine Menge Probleme. R hilft mit, das ist schonmal Balsam für meine Seele. Und Trudi hat so etwas wie saubergemacht am Sonntag. Vielleicht habe ich das meinem Ausraster zu verdanken, vielleicht aber auch nicht. Mein Gemütszustand hat sich jedenfalls massiv beruhigt, als ich festgestellt habe, dass ich doch noch gemocht werde und es somit keinen akuten Grund gibt, mich hier aus dem Staub zu machen. Auf jeden Fall haben sich meine Um- und Innenwelt zusammengetan und sorgen für ein stressfreieres Dasein.

Morgen Nachmittag Elli. Übermorgen Abend Probe. Jetzt Bachelorarbeit. Es ist doch gut, eigentlich, dass der einkommenslose R nicht andauernd gelangweilt hier herumhängt und etwas mit mir unternehmen möchte, sonst würde ich ja noch weniger hier vorankommen, als es eh schon der Fall ist. Kepa hat auch schon wieder gefragt, wie’s mir geht, nur antworten werde ich ihm jetzt nicht, sonst hält er mich (sei er auch so motivierend, wie es nur irgend geht) nur zu erfolgreich weiter vom Schreiben ab.

Ich habe momentan den Verdacht, dass es am Ende viel zu wenig Wörter werden. Oh könnte ich nur diese Arbeit so heruntertippen wie manche von meinen sinnfreien Blogeinträgen.

Thanks, Wikipedia, I really needed that.

Standard
taxonomy

… You don’t say. I’m officially shell-shocked.

Irgendwie konnte ich mir schon denken, dass eine Taxonomy nicht wirklich etwas mit ausgestopften Tieren zu tun hat, vielen Dank, wirklich. Oh Mein Gowai.

Ich bin auf dem besten Weg, mich ins Koma zu saufen, weil ich ansonsten nichts zustandebringe. (Man sieht allein daran, dass am unteren Ende des Bildes noch so halb abgeschnittene Buchstabenreste kleben, dass ich nicht mehr so ganz bei mir sein kann. Aber das ist ja auch genau der Sinn: Perfektionshirn mit dem Hammer betäuben.)

Zwischendurch habe ich mich von Basti ablenken lassen, der mir Texte auf Observer-Schrift geschickt hatte, die ich entziffern sollte. So ein Mist aber auch. Als hätte er geahnt, dass seine Fringe-Partnerin neue Schriften über alles faszinieren und sie ganz sicher nicht dazu befähigen, in Ruhe weiter das baskische Paper querzulesen, um herauszufinden, ob es den ethischen Dativ im Baskischen nun gibt oder nicht. (Auflösung: Es ist nicht klar. Sie wissen es selber nicht, die Deppen.)

Jetzt geh‘ ich aber weiter die Tatsache ausnutzen, dass mein Perfektionszwang von einem flüssigen Hammer aus Bier, Wein und Limoncello betäubt wurde.

Ohne Wurst

Standard

Sanskrit war zu einfach. Ich bin mit den Klausuren durch. Ich habe heute Zeit. Ein bisschen zumindest. Gleich gebe ich noch schnell Sofie Unterricht, kaufe auf dem Rückweg Küchenpapier (auch wenn es mir widerstrebt, aber ich fürchte, ich bekomme R bis zu seinem Umzug nicht mehr so weit umerzogen, dass er die Überflüssigkeit und Umweltschädlichkeit von Küchenpapier als Füllmaterial noch einsieht) und lade wieder Geld auf mein Handy.

Basti zieht in R’s alte Wohnung. Bin ich grandios oder bin ich grandios? Ich habe Basti eine Wohnung gefunden und R einen Nachmieter, nachdem sein Original-Nachmieter so unerwartet abgesprungen ist. Ich liebe das Leben.

Ich bin morgen aller Voraussicht nach mit Kepa und dessen Mitbewohner bei Rini zum Weißwurstfrühstück. Danke, Kepa, für die unglaubliche Freude, die du mir damit bereitest, mich zu dieser Unternehmung bewegen zu wollen. Warum tue ich mir das an? Schmotzige Dunschtige hat man verschanzt im Haus zu verbringen, nicht bei Weißwurstfrühstücken damit, sich zuzugluggern. Das tut man nicht. Fasnet ist nicht meine Welt. Außerdem weiß ich nicht, wie R morgen arbeitet, und laufe somit Gefahr, Zeit statt mit R mit Weißwurstfrühstück, wenn auch ohne Weißwurst zu verbringen; gibt es etwas Sinnloseres? Aber es wird Alkohol dasein, weswegen auch ich dasein werde. So kriegt man mich eben doch immer, bedepperte Schnapsdrossel, ich. Außerdem ist es Kepa, der mich überredet. Kepa kann das. Und ich bin einfach nur so sehr gespannt, ob ich wieder gescheit mit ihm umgehen kann oder was da jetzt los ist. Nachdem sich R jetzt ja relativ schnell als der (zumindest temporär, machen wir uns keine Illusionen) wunderbarste Fail der Geschichte entpuppt hat, müsste das doch eigentlich halbwegs unproblematisch funktionieren. Hach, was wäre das gut. Und die Rettung für Namibia.

Sobredemandada

Standard

Huch, warum ist es fast vier Uhr?
Ich habe ewig mit Basti geredet, ihn über die Namibiaproblematik informiert und seinen Vorschlag, wir könnten uns einfach irgendwie demnächst mal alle zusammentun und feststellen, ob wir in der Konstellation miteinander klarkommen, an Kepa weitergegeben. Was Vernünftigeres hat diese Welt noch nicht gesehen, also wirklich, was für eine zivilisierte Reaktion. Ich bin beeindruckt.

Nebenbei habe ich eine halbe Flasche Süßkirschlikör leergemacht (danke an dieser Stelle an Beccis Mom, die diesen produziert hat) und mich mit R dem Aktivisten für Mittwoch zum Essen verabredet, da er offenbar den Wunsch hegt, seinem liebsten Busgeist der Welt Lasagne zu kochen. Ich habe das alles nur halb mitbekommen, weil ich betrunken war. Was ich dagegen sehr wohl gemerkt habe, ist, dass ich Mittwoch eigentlich mit Rini und Lisa zum Essen verabredet war, nicht dagegen (bis jetzt) mit R dem Aktivisten. Schade auch. Ich habe dann erstmal Rini geschrieben, ob sie Donnerstag auch noch kann. Ich hoffe. Irgendwie scheint mir R auch nicht gerade ein Mensch mit viel Zeit zu sein. Er schafft es ja kaum nur, zu schlafen.

Gleich treffe ich mich erstmal mit Johanna vor dem Osiander an der Uni, um ihr mein Aufnahmegerät zu übergeben. Ich glaube, ich gebe ihr das HAG, denn mein Kleines möchte ich ungern hergeben. Und sei es auch nur für kurze Zeit. Dann muss sie schauen, dass sie sich Akkus organisiert; meine brauche ich auch selbst fürs AG.

Hauptsache, ich schaffe es nachher aus dem Bett und erinnere mich an meine diversen Verabredungen.

Ein halbes Fenster und ein neuer Tag

Standard

Wohoa, was für ein Abschuss gestern. Herrlich! Ich habe noch mit JO geredet und es zwischendurch geschafft, einen vollkommen überflüssigen Anfall von akutem Sterben zu bekommen, weil ich kurz dachte, der Kepa hätte sich doch an mein Blögchen erinnert (er schrieb mir, ob ich schon kokosiert sei, und ich hatte kurz vergessen, dass ich ihm zuvor von meinen Kokosmakronen berichtet hatte, und brach somit in Panik aus – bis es mir irgendwann wieder einfiel, uff, zum Glück auch). Dann war Trudi bei mir im Zimmer, angelockt von meinem Weltuntergangsgeschrei – „NEIN, NEIN, NEIN, NEIN, NEIN, ich STERBE, ach was, ich BIN schon gestorben, ich werde NIE wieder auferstehen, ich bin SO TOT!“ – leistete mir in meinem Weltuntergang (und anschließend bei der Wiedergeburt meiner Welt aus der Makronenerkenntnis) Gesellschaft, saß eine Weile auf Susmitas und meinen Beanbags herum und schickte ihrem Ex-Mitbewohner Sprachnachrichten von mir, auf denen ich ihm mitteilte, er solle sich einfach Pornos ansehen, wenn ihm langweilig sei. (Fällt mir grad wieder ein.) Er war aus irgendeinem Grund von meiner Stimme begeistert.

Irgendwann war dann endgültig alles vorbei, als Kepa mir schrieb, ob er mich am Wochenende besuchen kommen könne, und eine Mischung aus Pizco, Wein und Euphorie begann damit, mich in rasender Geschwindigkeit zu zersetzen. (Ungeachtet der Tatsache, dass ich das ganze Wochenende nicht dabin. Die Intention zählt.) Soweit ich mich erinnere, habe ich mittelmäßig motiviert versucht, ihn dazu zu bewegen, auf Sarahs, Peruaner-Pedros, Indras und meine Weihnachtsmarkttour mitzukommen, aber erfolglos – er hat keine Lust auf Weihnachtsmarkt und war in unseren diversen Zielstädten eh überall schon. Was ein Wunder aber auch. Ich bin ganz froh drum; ich hab‘ ihm zwar gesagt, wir hätten noch einen Platz im Auto, aber so sicher bin ich mir da gar nicht mal. Am Ende kommt Indras Freund auch noch mit oder wir gabeln noch irgendwelche Freunde von Pedro auf, dann wird’s schon wieder knapp. Er sagte mir dann, ich solle besser pennen gehen, was sich ganz gut traf, da ich eh schon halb dabeiwar und Trudi mir mittlerweile den Pizco weggenommen hatte (eine gute Tat, eine sehr gute).

Vor einem Stündchen bin ich aufgewacht, mit Licht an und Computer noch im Bett und einem Krampf in der linken Arschbacke, weil ich wohl über einen längeren Zeitraum ziemlich unbequem am äußeren Rand des Möbels gehangen habe (um dem Computer genug Platz zu gewähren). Und da die gute Bernadette ja eh noch anwar, hänge ich (inzwischen wieder bequem verteilt) jetzt wieder hier und bin pizco-induzierterweise so hellwach wie nie. Andere Leute an meiner Stelle wären übel verkatert… Ich bin einfach wach. Ich liebe es.

Einer der Läden vor meinem Fenster hat sich selbstständig gemacht und sich zugeklappt, sodass ich den beginnenden Tag nur aus der anderen Fensterhälfte heraus beobachten kann. Die andere Seite ist dann halt Kepas Hälfte; der hält es gar nicht aus, mit Licht im Zimmer zu schlafen, und hat mir überhaupt erst zu der Feststellung verholfen, dass ich ja Fensterläden besitze, die man benutzen kann.

Here come the zombies – more undead than ever.

Standard

Uff, what a night tonight. Not one of my top nights ever, not exactly. Not one with the most hours of sleep, either. Das wird heute Abend lustig. Sehr. Ich muss mich nichtmal verkleiden, um als Zombie durchzugehen, von Trudi gar nicht erst zu reden. Die Mischung aus Vodka-A (-pfelsaft – auch bekannt als ein weiterer Kandidat für die ekligste Kombination aller Zeiten) und Drama (in Form von Hannes‘ beeindruckendem Arschlochtum) hat ihr so ein bisschen den Rest gegeben. Selbstverständlich musste ich gleich wieder zusammenklappen und mich ’ne Stunde lang von Keyboard-Alex draußen auf Waltrauts Gartentreppe beruhigen lassen, während Trudi temporär außer Gefecht in ihrem betrunkenen After-puke-Koma lag und sich, wäre sie denn bei klarerem Bewusstsein gewesen, vermutlich gefreut hätte, dass ich endlich aufgehört hatte, sie heulend zu umklammern. Ich sei zu empathisch für die Welt und Arbeiten auf der Intensivstation würde mich umbringen, kam dabei heraus. Er war ein Engel da draußen.

Gleich also in die Uni zu Euskera. Dankenswerterweise habe ich mit Daniel 12.30 ausgemacht und nicht die üblichen 11 Uhr, sonst wäre das heute Früh noch ungemütlicher geworden. Nicht dass ich nochmal eingeschlafen wäre, nachdem Alex‘ Wecker um 9 geklingelt hat. (Er hat auf meiner 30 Zentimeter zu kurzen Klappmatratze geschlafen und sich aber geweigert, zu tauschen und mein Bett zu nehmen. Selber schuld, würd ich sagen.) Aber das passt schon; vielleicht entfalten sich ja nach weniger als drei Stunden Schlaf ungeahnte Euskera-Fähigkeiten bei mir, möglich wäre es doch. Wenn auch nicht eben wahrscheinlich.

Essen. Ich muss was frühstücken, bevor ich aus dem Haus gehe, um dem Restalkohol eine solide Grundlage unterzuschieben. Ich schlurf‘ mich dann mal.

Einäugige Machenschaften

Standard

Ach, ich glaub’s ja gar nicht. Schon wieder ewig und drei Tage mit Becci geredet, und auf einmal ist es so irre spät und sie ist lieber mal ins Bett, um ihren Schlafrhythmus nicht gänzlich durcheinanderzubringen. (Ich muss immer an den Ukumensch denken, wen ich Rhythmus schreibe, weil er sich irgendwann mal vertippt hat und.. egal.) Ich hab ne Flasche Wein getrunken, weil ich nunmal latent alkoholikerisch angehaucht bin, aber was soll’s. Trudi kam grad nach Hause. Und ich hab das erste Mal heute Oil Pulling ausprobiert. Ich muss mir dringend mein eigenes Kokosöl bestellen, nicht dass ich ihr alles wegpulle.

Meine Finger sind etwas schwer, aber ansonsten klappt es super mit dem Tippen, was ich ja wieder beunruhigend finde. Oh je, oh je.

Ich hab mit Becci so viel über Demenz geredet. Deprimierend wäre das, wenn ich nicht wüsste, dass ich es hoffentlich morgen wieder vergessen habe. Nein, das ist gar nicht ironisch, kein bisschen.

Ich habe Sarah vorhin Erkältungstee gebracht, weil es sie jetzt auch erwischt hat. Jeder, dem ich im Laufe der letzten Woche begegnet bin, scheint jetzt erkältet zu sein. Ich fühle mich schuldig. (Gut, dass ich zumindest nach den Buchstaben suchen muss, bevor ich sie treffe.)

Ich kann mich jetzt schon nicht mehr an die Unterhaltung mit Trudi erinnern. Oh je.
Und Becci und ich haben über Bachelorarbeiten geredet. Vielleicht wird es nicht ganz so schlimm, wie ich befürchte. Ich muss nur Maialen fragen.

Warte, vielleicht kann ich mich doch erinnern. Sie hat die Tür aufgemacht und etwas über Essen gesagt. Und dann hat sie gefragt, ob sie sie wieder zumachen soll. Uiuiui, was für ein Gedächtnis.

Langsam schaffe ich den H-Dur-Griff. Den brauche ich für Haizea.

Vielleicht muss ich morgen nicht zum Obdachlosenheim, wenn Ilmari geht. Dann kann ich einfach den ganzen Tag hier gammeln, das wäre auch nicht übel.

Ich geh mal Zähne putzen.

Am liebsten würde ich Kepa-Pedro schreiben, aber der ist am Hardcore-Curlen oder Sonstwas-Tun und kann mir selber schreiben, wenn er Zeit hat. Meine erbärmlichen Tage sind vorbei, möp.

Um die Tippfehler rauszukorrigieren, hilft es, einfach ein Auge zuzumachen.