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Wunder, oh Wunder.

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So. Caro ist weg, R ist weg, ich geh‘ arbeiten. Rede heute Abend mit Laura, die mich gefragt hatte, ob ich Lust hätte, spontan vom 2. bis 6. irgendwo hinzufahren. Und mit Caro, bevor die morgen nach Portugal entfleucht. Unwirklich. Sonntag bin ich dann wohl in München; R schien für seine Abreise vorhin einen ähnlichen Grad an Begeisterung aufzuweisen wie ich, und mir passt es super in den Kram, schonmal ein Stück weiter oben zu sein, wenn ich ab dem 2. eh mit Laura unterwegs bin. Von München aus bin ich im Zweifel schneller da, egal wo es uns am Ende hinverschlägt.

Es wird jedes Mal schlimmer mit diesem Kerl, oder eher damit, ihn wieder weggehen zu lassen.
Ein einziges Rätsel, das alles. Ich habe im Lauf der letzten Tage noch einige der skurrilen, einzigartigen, bemerkenswerten Gestalten kennengelernt, die er in dieser Stadt zu seinen Freunden zählt, und frage mich wieder einmal, wie um alles in der Welt ich da reinpasse. Ich bin dieser formlose Mensch zwischen all den herrlichen Ecken und Kanten und Mustern und Farben. Aber ich werd‘ mich nicht beschweren; wenn er meint, ich kann da mithalten, dann ist dem offenbar so. Auch wenn ich mal wieder nicht die geringste Ahnung habe, wie ich das mache. Und dann ist er derjenige, der singt, „es gibt doch sooo viele Männer.. Warum gerade ich, frag ich mich“ – frei nach Funny van Dannen. Versteh einer diese Welt.

Ach, ich hab‘ so keine Lust, arbeiten zu gehen. Argh. Ich bin müde wie Teufel. Die letzte Woche war einfach nur wunderschön. Genau wie die davor. Und Caro geht es besser.
ABER ICH BIN SO MÜDE. Ich pack‘ niemals acht Stunden Arbeit heute. Trudi verkündet mir, dass man beim Kaufland jetzt Jamie-Oliver-Grillsachen für seine Treuepunkte bekommt. Ich bin davon nur mäßig beeindruckt, was vermutlich verständlich ist, wenn man bedenkt, dass ich in diesem Leben hoffentlich nie mehr dazu kommen werde, eine derart horrende Menge an Kaufland-Treuepunkten anzusammeln, dass ich sie gegen Jamie-Oliver-Grillsachen eintauschen könnte.

Ach Fuck. Which reminds me, ich muss noch beim Großhandel vorbeifahren, um für Basti das Tomatensuppenpulver einzusammeln, welches er gestern dort gesehen und dann aber keine Kapazitäten hatte mitzunehmen. Shiiit, ich muss mich fertigmachen. ICH BIN DOCH SO UNGLAUBLICH MÜDE.

Mein Zimmer sieht aus wie Sau. Naja, es könnte schlimmer sein, aber dass ich vor drei Tagen hier Großputz veranstaltet habe, glaubt mir bei dem Anblick definitiv niemand. Caro vielleicht, die dabeiwar. Sonst womöglich noch Kepa, dem das Vermüllungsgesetz ja auch zur Genüge bekannt ist. Mit dem sollte ich auch die Tage mal reden; jetzt ist er zwar erstmal in Köln, aber irgendwann muss ich doch auch mal Details über Namibia erfahren. Meine Namibia-Reise, die er letztendlich ohne mich unternommen hat. Während ich überglücklich zu Hause hing. Ein Hoch auf abstruse Zufälle.

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Mikrokosmisch.

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„So, hab‘ ich jetzt vielleicht endlich mal alles?“

Ich bin ein wenig frustriert von meinem heutigen Tagewerk, und zusätzlich zu dem entsetzlichen Verlust der Hälfte meiner Spuren (wohlgemerkt nicht einfach der Hälfte as in „zwei weg, zwei da“ sondern vielmehr „von jedem noch stückchenweise Teile vorhanden“ – ich bedanke mich ganz herzlich bei Simones virenverseuchtem Windows, das Audacity während des Speichervorgangs zum Abstürzen brachte, womit selbst die anschließend bemühte Wiederherstellungsfunktion augenscheinlich überfordert war) hat sie nicht einmal Lame auf ihrem zerschossenen System. Alles muss man selber machen. Was ist denn das für ein Mensch, der noch nie ein AUP als mp3-Datei exportiert hat? Jedenfalls ein ganz anderer als ich, so viel steht fest.

So. Das ist also meine vorläufige Reality can Wait-Memo. Mit schwer vom Absturz mitgenommenen, notdürftig zu Monospuren zusammengeflickten Vocals und schonmal probeweise in Form eines Solos reingestecktem Sologedöns – der Rest der Stellen wird wann anders aufgefüllt. Ich könnte grad schon wieder fast schlecht gelaunt werden im Angesicht dieses Zusammentreffens unglücklicher Umstände, durch die natürlich sogar die Einzelstimmen auf meiner Speicherkarte wegwaren. Merde.

Andererseits, da hab‘ ich schon ein paar Stunden für Sinnloseres in den Sand gesetzt als ein bisschen verlorenes Schnibbelwerk.

Ich merke an allen Ecken und Enden, dass ich nicht zu Hause bin. Simone hat die hochinteressante Theorie aufgestellt heute, dass mir deswegen die ganze Zeit so kalt ist. Ich scheine einen leicht bemitleidenswerten Eindruck gemacht zu haben, als sie mich heute Nachmittag, von der Uni kommend, in meiner improvisierten Aufnahmewerkstatt neben der Küchenheizung vorfand.

Und.. ich werde immer schrulliger, habe ich das Gefühl, immer kompulsiver außerhalb von (um es mit Ilhans Wort zu sagen) meinem eigenen Mikrokosmos. Wir sind einkaufen gegangen heute; du glaubst ja nicht, was das für eine Folter war. Ich halte es schlicht und ergreifend nicht mehr aus, das Einkaufen. Zu Hause geht es noch – ich setze nur einen Fuß in den Supermarkt, um Nichtcontainerbares zu kaufen, und tue dies mit zwar nicht ganz reinem, aber erträglichem Gewissen. Wenn ich dagegen jemandem zusehen muss, wie er Tomaten, Pilze und Paprika kauft – ugh, diese Anstrengung, die es kostet, nicht einfach zu schreien, Verschwendung, Verschwendung! Du kannst das doch nicht wirklich einpacken. Ich hol dir Dutzende davon, umsonst und gerettet, sag mir einfach, wo hier die Mülltonnen stehen.“ Und dann noch die Hälfte davon bezahlen. Ich habe zehn Euro für Einkaufen ausgegeben heute. Das macht meine Laune auch nicht besser.

Dabei ist sie eigentlich nicht schlecht. Wir haben uns Pizza gemacht und einen höchstgradig lustigen französischen Film geguckt – Pop Redemption – und mein AUP gibt’s immerhin auch noch so halb. Das hier ist davon übrig.

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