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Majority rule don’t work in mental institutions.

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Es ist so irritierend, nicht mehr jede Minute lang an diese Thesis zu denken. Mich überfordert dieses abrupte Verschwinden einer allgegenwärtig gewordenen Pflicht aus meinem Leben; sie war immer da – entweder, weil ich daran gearbeitet habe, oder (weitaus länger, weitaus häufiger) weil mein Gewissen mich dafür gefoltert hat, es in dem jeweiligen Moment gerade nicht zu tun.

Meine PMS haben mich recht fest im Griff. Ich habe mich in den letzten paar Tagen so sehr von Dingen mitnehmen lassen wie zuvor in meinem halben Dasein nicht. Ich habe mich sogar dazu hinreißen lassen, unter einen widerlichen, gegen Flüchtlinge hetzenden Artikel der Huffington Post (nein, ich verlinke den nicht; den Herzinfarkt will ich dir ersparen – bitte lies nie wieder diese Website) einen ausschweifenden Kommentar zu schreiben, um meinem Entsetzen Ausdruck zu verleihen. Jetzt ernte ich die Früchte: Haufenweise von Dummheit zeugende Kommentare von genau solchen Menschen, wie sie für das Entstehen solcher Artikel verantwortlich sind. Scheiße, ich bin in R’s Leben gelandet.

Ich habe vor sehr Kurzem erst gelernt, wie naiv ich eigentlich aufgewachsen bin. Wie unglaublich weltfremd in dieser Hinsicht. Ich war bis vor ganz Kurzem noch der Meinung, in einem Land zu leben, das seine Vergangenheit überwunden hat. In dem es zwischen Osten und Westen nicht den geringsten Unterschied mehr gibt (du musst dir das vorstellen; ich habe das wirklich geglaubt). Meine Güte, ich war davon überzeugt, in einer Welt zu leben, in der man Rassismus keine Plattform mehr gibt, in der das Wort „rechts“ allein schon mit übelster Beleidigung gleichzusetzen ist, in der man gelernt hat, Menschen unabhängig von weiteren Faktoren als das Individuum zu sehen, das sie sind. In der das Wort „Ausländer“ unfallfrei zu gebrauchen ist, weil es einfach keine Wertung mehr enthält. Für niemanden. Ich hielt es für selbstverständlich, dass zwischen Männern und Frauen kein Unterschied gemacht wird, und dass hierzulande heutzutage jedes Kind Werte eingepflanzt bekommt, die es ihm ermöglichen, eine Person nach ihrem Verhalten zu beurteilen. Zwischen Einzelpersonen und Kollektiv zu differenzieren. Ich dachte, wie wären schon längst so weit.

Mittlerweile bin ich geheilt, tue Beispiele der im Grunde omnipräsenten Bosheit und Ignoranz nicht mehr als Ausnahmefall ab; so viel habe ich gelernt inzwischen. Auch, dass das Mindset, welches ich aus meinem Elternhaus mitbekommen habe, um ein Vielfaches kostbarer ist, als ich je ahnen konnte. Und dass die wunden Punkte, die ich bei meinen Eltern in politischer und ideologischer Hinsicht nie müde wurde zu kritisieren, im Angesicht dessen, was auf diesem Planeten sonst so rumkriecht und sich Mensch schimpft, wahre Luxusprobleme sind.

Aaaaaaahh

Edit: Du solltest dir das zweimal anhören; ein Mal ist zu wenig, um sowohl den Text als auch das Video zu prozessieren. Und beides verdient prozessiert zu werden.

Relativieren (und nebenbei ein paar Fesseln sprengen)

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Es ist so gräulich und trostlos draußen, dass meine Schlafenszeit sich schon wieder gefährlich in Richtung Mittag verschiebt. Zum Glück rief mich R gerade in dem Moment an, als ich aufgewacht war, um mir mitzuteilen, dass er Aussichten auf einen Kurzzeitjob hat. Das machte mich natürlich wach, zumindest wach genug, um mich endlich zwingen zu können, nicht sofort wieder einzuschlafen.

Mit R verhält es sich so, dass ich mir, glaube ich, mal wieder Ansprüche an den Tag zu legen herausnehme, die man wirklich nicht haben sollte. Letztendlich handelt es sich hier nicht um meine zweite Hälfte, ohne die ich mein Leben nicht gebacken bekomme; er hat nirgends einen Vertrag unterschrieben, in dem Prozentzahl und Art der Aufmerksamkeit festgelegt wären, die er gefälligst den Wunsch zu hegen hätte, mir zuteilwerden zu lassen.

Daher sollte mein Rettungsplan es um einiges besser gemacht haben. Sicher stelle ich mich fürchterlich an, weil ich traurig bin, ihn weniger zu sehen, und ich gebe zu – das Schicksal hat aus R einen arbeitslosen Workaholic gemacht, trust me to get the one and only person to actually bury themselves in work after they’ve quit their job, und diese Erkenntnis muss man auch erstmal verdauen. Aber sein Wegsein wird mir die Möglichkeit geben, mich mal wieder darauf zu konzentrieren, für mich selbst zu leben – so, wie er das bislang direkt unter meiner Nase praktiziert hat.

Nun hat mich Sebi gerade nochmal angerufen, nachdem er es gestern nicht mehr zu mir geschafft hat, und es ist doch das größte Wunder aller Zeiten: Ich konnte so unwahrscheinlich gut mit ihm reden. Dafür bin ich R wiederum zu Dank verpflichtet, so viel davon, dass es schon gar nicht mehr zu ermessen ist: Indem ich die Mauer um mich herum zum Einsturz gebracht habe (oder zumindest große Teile davon), ist die Interaktion mit so vielen anderen Menschen auf einmal so unvergleichlich viel einfacher geworden. Oh, wie schön es gerade war, einfach drauflossprudeln zu können. Noch eine Fessel erfolgreich gesprengt.

Dann mache ich mich jetzt mal an die Arbeit; der ethische Dativ im Deutschen ruft.

Da haben wir’s (wieder einmal).

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Ich habe heute auf diesen Seiten hier so viel Stammesforschung an mir selbst betrieben, dass ich fast davon Kopfschmerzen bekommen habe. Aber oh, was hat das geholfen. Nicht nur verstehe ich jetzt, warum ich momentan so furchtbar schnell die Fassung verliere, sondern ich weiß auch wieder, wo ich einmal war, und demzufolge auch, wo ich wieder (und wohin nie wieder) hinmöchte.

Vor allem aber habe ich festgestellt, dass ich nicht nur der unsicherste Mensch der Welt und bestimmt einer der melodramatischsten und selbstzentriertesten aller Zeiten bin, sondern vor allem und in erster Linie ein riesiges, unermessliches Kommunikationsproblem habe, schon immer gehabt habe. Welch Erkenntnis – I know – aber sie trifft mich gerade noch einmal mit unvergleichlicher Wucht.

Talking, such an amazing thing to do.

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Susmita 15.12.13
Susmita. Dieser unglaubliche Mensch. Man könnte meinen, sie wäre doppelt so alt wie ich, wenn man sich dieses Gespräch anhört. Und in anderen Fällen ist das Gegenteil der Fall. Dann rede ich mit ihr, als hätte ich das Doppelte an Weisheit und Erfahrung.
Wir ergänzen uns unglaublich sinnvoll im Bezug auf unsere Möglichkeiten, uns gegenseitig zu helfen. Diesmal nun war ich also wieder dran. Es geht ans Verarbeiten einer kurzen, intensiven, merkwürdigen Episode meines Lebens, und ich bin, anders als früher, nicht mehr zu unfähig, mir dabei helfen zu lassen. Deshalb uploade ich diese kleine Sequenz – für den Fall, dass darüber jemand stolpert, der ist wie ich früher. Um den Wert von solchen Gesprächen zu demonstrieren. Wo man einfach zugibt, dass man hilf- und ahnungslos ist, und nicht das Gefühl hat, besser sein zu müssen, als man sein kann.

Lyrics

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Eigentlich wollte ich nur kurz über Caros Spanisch-Präsentation drübergucken. Natürlich endete es in einem mehrstündigen Telefonat, in dessen Verlauf mir diesmal nicht nur die (vergleichsweise) unvergleichbare Besserung meiner inneren Einstellung zu ihr wieder auffiel, sondern mir zudem noch Informationen zuteilwurden, mit denen ich mein Lebtag nicht gerechnet hätte. Mal wieder.

Wir hatten uns über das Album von Billie Joe Armstrong und Norah Jones unterhalten. Auf einmal sagt sie, so ziemlich aus heiterem Himmel, sie würde sich so sehr wundern, wie jemand einen Song hören kann und dabei den Text komplett ignorieren. Und dann diese kurze Pause und dieser ganz leicht zögerliche Tonfall – und dann schnüffele ich immer schon wieder ihren inneren Kampf; ich höre es sofort, wenn ihr etwas eingefallen ist und sie mit sich ringt, ob sie ihrem Mitteilungsbedürfnis Folge leisten und es mir erzählen soll, oder aber Rücksicht nehmen und es nicht tun. Sie ist immer noch über-übervorsichtig, wenn sie mit mir redet, was ich unglaublich schätze.

Jedenfalls hat sie sich auf meine Beteuerungen, es mir doch zu sagen, hin dazu entschlossen, es mich wissen zu lassen. -Und dann freut sie sich aber auch, dann platzt es richtig heraus und man merkt dieses erstaunliche Bedürfnis so sehr, in dieses Minenfeld einfach hineinzurennen ohne Rücksicht auf Verluste, aber nein, sie bleibt vorsichtig. Immer vorsichtig. Ich weiß nicht, ob ich es an ihrer Stelle so hinbekommen würde. Ob ich nicht irgendwann die Kontrolle verlieren und einfach drauflosrennen würde mit einem grausamen Wunsch, diese gläserne Person, die sich aus freiem Willen der Gefahr aussetzt, einfach in die Luft zu sprengen. Einfach weil ich kann. Sie hat solche Mittel in der Hand..

But I digress. Sie erzählte mir, dass Şahin und sie neulich Songs aus Once gehört hatten (offenbar spielt er Falling Slowly mit der Band, „aber mit einem Typ, also..“) – Hoover Fixer Sucker Guy, Falling Slowly, The Hill. Wo er wohl zum ersten Mal im Leben auf die Lyrics geachtet und sich dann mit einem Ausdruck völliger Erleuchtung im Gesicht zu ihr gewandt hat und sagte, „jetzt verstehe ich, warum es sie so fertiggemacht hat.“

Und sie hat ihn weiter zitiert; „‚und ich wollte noch immer, dass sie’s spielt.. ich hab’s immer wieder gesagt, hier, sing das mal..‘ Ich glaub, in dem Moment hat er sich so richtig selbst gehasst“, sagte sie, um dann weiter zu überlegen, wie abstrus es alles doch war.

Oh, welch Erkenntnis. Ein Song hat Lyrics. They’re there for a reason. Me, personally, I’m a lyrics person. You might not be, but that doesn’t mean they don’t have an effect on others.

Aber wie merkwürdig, oder, mehr als zwei Jahre später. Es geht doch nichts über einen unterhaltsamen Zufall.

Wenn er so weitermacht, wird irgendwann womöglich noch ein halbwegs denkfähiger Mensch aus ihm.

Dass überhaupt so weit zurückgedacht wird, erstaunlich, erstaunlich. Dass ich da überhaupt irgendwo herumschwebe, in dem Nebel. Ich hätte es schon wieder nicht für möglich gehalten. Und habe zu Caro gesagt, „hat er vielleicht Lust, sich den Film nochmal anzuschauen?“ Und sie daraufhin, sie wäre nun wirklich gespannt, um was es in dem Film überhaupt geht. (Ich habe einen Horror, dass sie Once guckt. Wie ich es auch immer schaffe, die letzten Fitzelchen auch noch freiwillig aus den Händen zu geben.)

Oh arme Matrix, was musste sie wieder an Naturgesetzüberschreitungen aushalten. Nicht dass ich es nicht lieben würde, wenn meine Matrix in dieser Weise durchgerüttelt wird. Es gibt so selten wirkliche nicht-negative Überraschungen im Leben.

Geben

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Waiting
Waiting
Waiting…

Waiting for the words that never come.

Rini aus unserem Zimmer im Baskenland hat zu Lisa etwas sehr Weises gesagt. Sie ist überhaupt sehr weise. Aber was sie gesagt hat, war: „Ich habe verstanden, dass ich nicht erwarten kann, dass ich irgendetwas, auch nur das kleinste bisschen, von dem, was ich gebe, je zurückbekomme.“
Aber sie gibt trotzdem.

Ein Fall wie Robert

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Nachdem eben gerade meine lieben Survivors, sprich, Laura und Robert, sich gegenseitig auf unterstem Niveau die Freundschaft – oder was das auch immer war – gekündigt haben (inklusive Facebook-Löschaktionen und trivialen Beleidigungen) und mein Abend dementsprechend auf nicht gerade angenehmste Weise zu Ende geht..

..weiß ich eigentlich auch gar nicht mehr, was ich eigentlich jetzt noch machen soll. Oder will, oder kann, oder was auch immer.

Ich bin ein bisschen sauer, weil unsere (zumindest von meiner Seite) liebevoll angefertigte Fotocollage, die als Geburtstagsgeschenk für Janine fungieren soll, je nach Stand der Dinge nächste Woche am Ende nicht zum Einsatz kommen kann – wer will schon einen Haufen Bilder von Menschen, die sich gegenseitig nicht ausstehen können und zum Teil nicht einmal mehr miteinander reden. Hab‘ ich es Janine nicht noch gesagt. Aber nein, mir glaubt ja keiner.

Nunja. Das wird es wohl fürs Erste gewesen sein mit den beiden. Wer weiß, wer als Nächster dranist. Ein Glück hab‘ ich momentan ein Leben. Und am Ende bin ich eh diejenige, die überlebt. Ich werd‘ als letzter Survivor von allen dastehen, alleine. Ich seh’s kommen, juchu. -Macht ja nichts. Ich kann ja die Leute nicht zwingen, sich gegenseitig wichtig zu sein.

Wie froh ich bin, so viel gelernt zu haben. Wie froh ich bin, immer noch weiter zu lernen.

Spontanassoziation:

(Es fehlt die Hälfte des Textes, dafür sind die Bilder extrem niedlich.)

Verwirrter Schwall von zu viel Zeug

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Genug Schlaf bekomme ich eh nicht mehr, warum also nicht noch ein bisschen länger wachbleiben.

Himmel, was für ein merkwürdiger Tag gestern. Da hing ich den halben Vormittag lang einfach im Bett, habe zwar sinnvolle Dinge getan (Syntax, Vokabeln), aber das Unbewusste konnte sich zu einer Entscheidung in der Frage, ob es einen Panikmorgen einlegen sollte oder nicht, lange nicht durchringen und hat mich zu größeren Handlungen unfähig gemacht. Am Ende habe ich doch gewonnen, bin aufgestanden, habe mir Essen gemacht und mit Lena geskypet, um die Einzelheiten für den Nachmittag abzuklären.

Ich habe mir außerdem das Intro eines wunderschönen Liedes namens Lau Teilatu beigebracht.

Später war ich einkaufen für das Essen bei Lena, bin von da aus zu ihr gefahren und wir haben mit Joi Lasagne gemacht. Es ist außerordentlich erfrischend und erleichtert mich zutiefst, dass die beiden, obwohl sie inzwischen ja mehr oder weniger offiziell inoffiziell zusammen sind, sich weiterhin in Gegenwart Dritter wie normale Menschen verhalten – ich bin in der Richtung Schlimmeres gewohnt (man rufe sich einige meiner näheren Bekanntschaften aus der Vergangenheit in Erinnerung) und hatte dieser ersten Gelegenheit seitdem, mit den beiden alleine Zeit zu verbringen, schon mit einigem Unbehagen entgegengesehen. Einfach weil mich offenbar diese langjährige Erfahrung, „to be best friends with a couple“, nachhaltig traumatisiert hat, auch wenn die Situation in dem Fall natürlich auch nochmal eine andere war. (Über den hypothetischen Verlust von Joi mach‘ ich mir keinen Kopf mehr; ich bin sehr überzeugt davon mittlerweile, dass es gar nicht besser hätte laufen können. Menschen von seiner Sorte sind als Kumpel weitaus besser auszuhalten als sonstwie. Wie ich zu Susmita neulich noch meinte, „being with Joi is a constant fight.“ Sie hat mir zugestimmt übrigens. Und das wäre mir auf Dauer doch zu anstrengend.)

Aber ehrlich. Was das alles angeht, bin ich so unsagbar froh, dass ich es nicht mehr aushalten muss. Hilfe, was für eine Qual, jede einzige Sekunde eine einzige riesige Qual, und das Ganze dann durch den Verdrängungsfilter unkenntlich gemacht; unkenntlich, aber dadurch nicht einfacher zu ertragen. Meine Erklärung für mich selbst damals war glaube ich, dass ich bedrückt war, alleine zu sein, während die beiden sich gegenseitig hatten. Oder so. Es müsste am Anfang des Blogs sogar irgendwo geschrieben stehen. Oh je. Diese ganz andere Welt, die sich da auftut.

An diese alten Zeiten habe ich auch gedacht gestern. Wahrscheinlich zu exzessiv, um die inzwischen so weiträumig ausgebaute Toleranzgrenze nicht doch irgendwie zu sprengen. Aber was soll man machen, heute wird’s vielleicht wieder anders. Es wurde ja am Nachmittag gestern schon wieder anders, als ich mir den Spontankauf einer Flasche Energy beim Kaufland erlaubte (und dafür an der Kasse nach meinem Ausweis gefragt wurde, let’s not go there, please) und diese im Laufe der nächsten Stunden fast leermachte. Joi meinte, es würde absolut nicht zu seinem Bild von mir passen, dass ich dieses Zeug konsumiere. Nunja. Falsches Bild. Die Lasagne war herrlich, die wir gemacht haben, und dank des Energys war ich wunderbar wach und ebenso gelaunt und habe in einer Tour beim Ubongo-Spielen gewonnen. Letztes Mal, als ich das mit Lena gespielt hatte, war ich soweit ich mich erinnere nur mittelmäßig.

Und dann war ja noch Fechten, was auch wieder gut war. May hat sich in den falschen Bus gesetzt und kam eine Stunde zu spät. Lena und Joi lagen oben auf einem Stapel Matten und haben uns beim Training zugeguckt. Ich habe einen meiner (mir persönlich) wertvollsten Ohrhänger in der Umkleide liegenlassen und noch dazu meine Flipflops dort vergessen. Lena war auf meinen panischen Anruf hin (aus dem Bus nach Hause heraus) so lieb, zur Sporthalle zurückzugehen, und hat („du hast mehr Glück als Verstand“) tatsächlich alle meine vergessenen Besitztümer gefunden. Oh was war ich ihr dankbar. Schon praktisch, dass sie direkt neben der Sporthalle wohnt, sonst hätte ich meinen wunderschönen costarricanischen Zufalls-Quetzal-Ohrhänger in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr wiedergesehen.

Gleich bin ich mit Sarah für einen Hof-Flohmarkt in der Stadt verabredet; ich treffe mich mit ihr um 11 und wünschte nur, ich hätte nicht den Rest meines Energys bei Lena stehen lassen, um vielleicht sogar in wachem Zustand dort anzukommen.

Ich schreibe zu viel, glaube ich.

Weniger Käse..

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Wie Simones Mutter am Wochenende, als ich dawar, so herrlich ausdrückte – sie habe nunmal eine Tendenz, eher auf die Löcher als den Käse zu gucken.

Es ist natürlich alles nicht so ideal, wie es aussieht. Immer, wenn man denkt, etwas ist ideal – schau am besten nochmal hin, revidiere deine Ansicht und erspare dir den späteren schmerzhaften Verlust etwaiger Illusionen.

Woran ich auch heute Nachmittag denken musste – was [jemand, dessen Name mir jetzt zu mühsam zu tippen ist, weil meine Eltern auf ihrem Computer bei ihrer Sprach-Schnellauswahl kein Türkisch dabeihaben und ich mir die Alt-und Zahlenkombination dafür nie merken kann] damals bei sich auf der SchülerVZ-Seite stehen hatte.

Mehr Käse = mehr Löcher.
Mehr Löcher = weniger Käse.
Folglich: Mehr Käse = weniger Käse.

Was er natürlich hinter diesem kleinen Stück zweifelhaft angewandter Logik niemals durchschaut hat, ist die Wahrheit an dem Ganzen. Mehr Käse = weniger Käse. Natürlich ist mehr Käse weniger Käse. Wenn du mehr hast, kannst du ja auch mehr verlieren.