Schlagwort-Archive: Filme

Lichtwissen und Nichtwissen

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So war ich also gestern vielerseits beschäftigt: Fürchterliche Mandelentzündung. Unmengen an Brot von der Tafel abgeholt, dabei Marie begegnet und mich spontan für den Abend mit ihr verabredet, Uni (ja! Ich war tatsächlich mal wieder bei Türkisch, man sollte es kaum glauben. Und ich kam sogar noch hinterher, auch wenn ich das r-Präsens bei Gelegenheit nochmal gründlich verinnerlichen sollte), spontanes Kochen und Essen mit Peruaner-Pedro und der noch spontaner dazugekommenen Sarah, dann schneite Rini rein, um sich was von dem abgeholten Essen zu holen, und dann ab zu Marie, wo ich bis kurz vor eins nicht wegkam, weil es einfach zu spannend war, mit ihr und ihrem Mitbewohner – Nik, auch ein äußerst interessanter Mensch, sozialfähig, intelligent und eloquent, so eine Mischung findest du nicht oft – über die Doku zu diskutieren, die Marie und ich soeben gesehen hatten, Am Anfang war das Licht.

Nach vier Stunden Schlaf dann vorhin ab zu Sprachkontakt, was ein Akt. (Und was ein Reim.) Ich kam zwar zu spät, aber es grenzte für mich an ein Weltwunder, dass ich überhaupt dawar – noch dazu wach und aktiv im Kursgeschehen involviert, wie immer. Dieser Kurs gibt mir so ein gutes Gefühl. Hoffentlich wird die Klausur zumindest halb so gut, das würde mir schon reichen. Hauptsache, ich blamiere mich nicht komplett, dann kann ich die Bachelorarbeit beim Kaiser gleich knicken. Oh, welch ein Druck. Nicht dass mich das dazu bewegen könnte, schonmal anzufangen zu lernen oder derartig Abstruses. Why, oh why.

Gleich zu Sanskrit. Unvorbereitet, natürlich. Wie ich das immer durchziehe, knallhart. Ich bin das konstanzerische Äquivalent zu Mamas allseits geliebtem Ex-Kommilitonen Benjamin. Schon hart. Aber immerhin studiere ich nicht Sanskrit, ich belege es nur.
Und dann Euskera. Whoopie!

Und später noch Probe bei Moritz. Ich habe keine Lust drauf und bin auch nicht überzeugt davon, dass ich Sarah heute schon wieder sehen will; momentan finde ich den Umgang mit ihr so schwierig, dass es mir fast schon lieber wäre, wir hätten noch weniger davon miteinander. Könnte an mir liegen oder auch nicht, zer dakit nik. Was weiß ich. Andererseits bin ich mit großer Wahrscheinlich nur auf emotionaler Distanz zu ihr, weil ich das Gefühl habe, sie würde mich selbst nicht mehr mögen. Nichtmal in Ansätzen. Sie weiß es vielleicht nur noch nicht. Wie tragisch, wenn Menschen sich so sehr verändern. Jedenfalls aber hieße das, hätten wir mal wieder einen Kontakt ähnlich unserem früheren, würde es vielleicht alles besser werden. Vielleicht, sag‘ ich. Zer dakit nik.

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Traumhaft

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Was für ein Werk, La Science des Rêves. Ich liebe, wie sich in dem Film die Sprachen vermischen, zusätzlich noch zu dem ständigen Hin und Her zwischen Traum und Realität. Das Ende überfordert mich mal wieder; es ist so unklar. Was ich von offenen Enden halte, weiß man ja bereits. Aber der Film war gut. Verblüffend, positiv realistisch teilweise – auch wenn ich das Urteil eigentlich genauer ausführen müsste, um nicht bei einem Großteil der anderen seiner Viewers Unverständnis auszulösen.

Stellt sich heraus, meine Pflegeratten kommen heute um 12, und ich werde die Woche doch nicht ganz unfoodsharend verbringen; da wir ja seit Allerkürzestem mit Alnatura kooperieren und es dort aber meistens nicht so viel zu retten gibt, kann ich auch ohne Fahrrad hin. Also gleich um kurz vor elf Uhr dort anrufen und fragen, ob sie heute etwas haben. Und dann eben eventuell hin. Oder eben nicht, was umso besser wäre.

Bisher habe ich noch nicht herausfinden können, ob wir heute Bandprobe haben oder nicht, und mich schonmal vorsorglich mit Robert verabredet, um uns mal wieder zusammen bei Skype ein bisschen zu betrinken. Was auch immer mit mir verkehrt ist, dass ich mich auf derartige Unternehmungen so unsagbar freue – auf jeden Fall tue ich es.

Was ich gar nicht erwähnt hatte vorhin, war, dass die lernende Kinesiologin gestern ein ausgesprochen interessanter und sympathischer Mensch war und wir uns gleich für nächste Woche wieder verabredet haben. Ihre Wohnung ist wunderschön eingerichtet, mit ganz vielen verschiedenen, harmonisierenden, warmen Farben und Pflanzen und Details. Sie mag es gern farbig, sagte sie. So wie ich. (Ihre Wohnung passt total gut zu der von Conny, bei der wir letztes Jahr während des Foodsharing-Treffens in Ludwigsburg übernachtet hatten. Auch so ein toller, besonderer Mensch, und eine ganz Liebe.) Und sie hat irgendwie etwas Euskadisches an sich, und sei es nur ihr Haarschnitt. (Was an sich ja nicht unbedingt das euskadische Merkmal ist, auf das man stolz sein müsste, aber 1) ihr steht es und 2) hierzulande erfüllt mich so ein Anblick mit fast schon nostalgischer Freude. Jetzt, wo ich nicht mehr in Vitoria sein muss, ist meine Zuneigung zum Euskal Herria nochmal um eine ganze Ecke gewachsen.)

Jetzt bin ich gerade fasziniert von der Erinnerung an gestern Nachmittag, als ich beim Abspülen ein paar random Zeilen vor mich hingesungen habe, in etwa

„todo lo que ves,
todo lo que sientes,
es todo solo un sueño,
es nada más un sueño..

y me lo puedes contar,
pero igual lo puedes dejar,
que yo también soy sueño,
yo también soy sueño.“

– noch längst nicht ahnend, dass mir meine abzuarbeitende Filmliste am Abend genau diese Produktion ausspucken würde.

Und wenig später nur, allerhöchstens ein paar Minuten später, saß ich doch noch hier und fand in dem mitgebrachten Kästchen mit Papierschnipseln noch diese Postkarte, die ich mir in Rostock gekauft hatte:

„Habe immer mehr Träume, als die Realität zerstören kann.“

Ich hatte angefangen, bereits in Simones Wohnung, das Wort „Träume“ in anderen Sprachen daraufzuschreiben. Gestern erblickte ich die Karte und auf einmal fiel mir auch endlich das euskarische Wort wieder ein, „ametsak“ – wie konnte ich das nur vergessen; in Rostock hatte ich diesbezüglich ein riesiges Blackout. Und mir wurde bewusst, dass ich es auch noch auf Dänisch kannte. Und auf Französisch. Rêves. Das ist doch alles ein Traum von einem Zufall. Har har.

In Bruges

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Achtzehnter Zweiter – erstes Billy Talent-Konzert Jahrestag, der Siebte. Whoa, Zeit fliegt.

I GET SO INCREDIBLY SAD WHEN SOMEONE GOOD DIES IN A GOOD MOVIE.

Also, I didn’t mean to type this with capslock activated, but obviously I did exactly that.

Ende März fahre ich zu (WG-)Sarah nach Belgien – vorhin hab‘ ich meine Fahrt gebucht, irgendwie passte der Film heute wirklich gut.

Ich hoffe, sie haben heute weniger bei der Tafel übrig; ich hoffe es wirklich. Für meinen armen Rücken.

Also, I love drunkenness. It makes all feelings raw and real.

Dezember

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Das ging für meine Begriffe wieder mal zu schnell. Aber ich bin mir eh nicht sicher, ob ich es in diesem Leben noch schaffe, mit dem Rennen der Zeit einigermaßen klarzukommen.

Vorerst habe ich das Hinterherrennen aufgegeben und erlaube mir eine Weile Ruhe. „Life or something like it“, ein Film, den ich letztens gesehen habe, gibt mir Recht. (Siehst du – es ist doch möglich, aus den simplen, voraussehbaren Komödien, mit denen ich mich so zu berieseln pflege, noch Lebensweisheiten zu ziehen. Mir zumindest ist es das.)

Einen Anflug von Panik bringt das Wort aber doch, Dezember. Warum bloß, ich werd’s wahrscheinlich auch dieses Jahr nicht begreifen. I should know better als mich an bedeutungslosen menschengemachten Zeitgrenzen zu orientieren.

Guter Kitsch

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Auch wenn Laura angesichts meiner Affinität zu dieser Art.. ich zögere zu sagen „Wunschtraum-Geschichte“ gerne mal verbal die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und mir teilweise wirkliche Zweifel hervorruft, ob es eine Berechtigung dafür gibt, was ich ihnen für Gefühle entgegenbringe.. es ist einfach nur hundertprozentig lebensqualitäterhöhend.

Way Back Into Love

Wer hätte gedacht, dass Hugh Grant singen kann. (Und dann noch so. Würde er jetzt noch ein bisschen weniger haaauchen.) Heute Abend, habe ich eben beschlossen, ist es mal wieder Zeit für den dazugehörigen Film. Aww, ich freue mich jetzt schon. So ein wunderbar-wunderbar-wunderbar schöner Film.

Mir geht es ganz wunderbar gut. Ungeachtet aller Kleberei an Tagen und Zahlen, einwandfrei herrliche Laune habe ich. Und um es nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, das Kopenhagen-Green Day-Konzert ist auf den Tag genau vier Jahre her. Und Sarah hat Geburtstag. (Und hat mein Geschenk zwei Tage zu früh aufgemacht, weil sie die Nachricht auf dem Packzettel übersehen hat, so ein Huhn! Wäre mir niemals passiert, ganz bestimmt nicht.)

Unvergleichliche Disziplin

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Ich habe mir ein Ringbuch für Listen angelegt. Das ist mein großes neues Projekt, seit gestern. Bis jetzt sind drei Stück drin, eine To-Do List für heute, eine für morgen, und eine Permanent To-Do List für immer.
Ich habe mich heute allerredlichst bemüht, die ganze Liste abzuarbeiten, es aus Zeitgründen leider nicht komplett geschafft – irgendwann war einfach der Tag vorbei – aber das verzeihe ich mir. Es war auch verdammt viel, das ich mir da aufgehalst hatte. Und ein paar der Sachen, die ich davon erledigt hatte, waren von einem ziemlichen Kaliber. Wie zum Beispiel, Emilie zu schreiben, was ich vorhabe, seitdem sie mir vor Monaten mal eine Karte geschickt hatte.

Noch jemand, von deren Disziplin ich ganz über alle Maßen beeindruckt bin, ist meine Schülerin Sofie. So ein reifes, fleißiges Mädchen. Da fallen mir ja bald die Augen aus dem Kopf. Und alles aus eigenem Antrieb – sie hat mir letzte Woche erzählt, wie ihre Mutter sie irgendwann ins Bett gescheucht hat, weil sie nicht aufhören wollte zu üben. Hach. So wäre ich auch mal gerne. Und man hört auch immer sofort die Resultate.

Auf Martina morgen und ihre Forrest Gump-Fortschritte bin ich auch wieder gespannt. Und auf ihr E-Piano, das sie sich bestellt hat. Oh was freue ich mich schon wieder; ich gebe dieser Frau einfach so gerne Unterricht.

Ja. Gestern war ich noch mit Sarah im Kino, Lincoln schauen, fand es sehr schön und den Film auf alle Fälle auch empfehlenswert (und für einen Bildungsteflon wie mich vor allem wunderbar zum Auffrischen der nur ansatzweise vorhandenen Erinnerung an Abraham Lincolns glorreiche Taten). Als ich da nach Hause kam, war es auch schon wieder ewig spät; wo um alles in der Welt geht nur die Zeit hin?

Morgen kommt mich JO besuchen und bleibt bis Montag; natürlich freue ich mich, aber irgendwie habe ich doch wieder das Gefühl, eigentlich noch ein bisschen Zeit alleine zu brauchen, jetzt wo sie praktisch vorbei ist. War das nicht mal so klar. Einfach mal mit der momentanen Situation zufriedensein, Liebes, wie wär’s?

So much we can do

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Ich bin ein bisschen zu betrunken, um etwas Eigenes zu fabrizieren, also teile ich dir nur schnell ein Zitat mit, das ich gerade gefunden habe:

„People get hurt. There’s only so much we can do to protect ourselves, our children. The only thing we can do is be there for each other when we do fall down to pick each other up.“

-aus einem Film namens Trust. Ich habe nämlich gerade recht randomly „trust“ gegooglet und bin dabei darauf gestoßen. Den Film werde ich mir mit Sicherheit bald mal anschauen.

Oh je. Jeden zweiten Buchstaben kann ich gerade löschen und neu illen. -Tippen, meine ich.

Und dass ich einen wunderbaren Tag hatte, kann ich ja auch noch schnell erwähnen. Und dass mich JO am Donnerstag besuchen konnt und ich auf alle Fälle wieder nächste Woche mit Sarah in den Pub gehe, am Samstag. Yay for St.Patrick’s Day and Irish Pubs and people who randomly share their pitchers of beer with you. (Vorhin sagte ich „pinchers“. Um dann in Lachkrämpfe auszubrechen und zu verkünden, „nein, das kann nicht sein. Das ist ein Hund!“)
Oh, ich mag Alkohol. Und Sarah, und Flohmärkte, und meine Band, und mein Leben. Und Mousse au Chocolat, sogar mein (diesmal) etwas misslungenes. Und überhaupt alles.

Human Jungle

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I’ve been there alone, I’ve been there with you, believe me out there there’s a jungle
Together or alone
Together or alone

Schade, dass wir das Lied mit der Band nicht ins Repertoire aufnehmen, aber es ist einfach ein klein wenig zu hoch.

So wie ich das verstanden habe, stammt der Song aus einem Film, „No One Knows About Persian Cats“ – und die beiden Interpreten, die auch im Film die Hauptrollen belegen, sind direkt nach der Fertigstellung aus dem Iran geflüchtet und leben nun im Exil. Sowas ist doch mal bewundernswert.

Ich werde jetzt ein bisschen schlafen, dann fertigpacken und mit den Anderen schonmal eine Einkaufsliste für nächste Woche erstellen, dann wieder schlafen und dann zu meinen Eltern fahren. Oh, und meine Wäsche sollte vorher noch in den Trockner.

Ach..

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Wechselhafter Tag heute. Ich bin um acht Uhr aufgewacht, konnte nicht mehr einschlafen und war um kurz vor halb zehn schon in der Stadt, um mir TRÉ zu holen. Weil ich so früh dranwar – die neuen CDs gibt’s ja erst ab 10 – habe ich sogar noch ein bisschen Zeit im Kaufland vertrödelt und mich dort mit Puderzucker (für meine demnächst geplante Dominostein-Häuschen-Produktion), braunem Zucker (kann ja nie schaden) und Eiern eingedeckt. Welche mich danach auf den ganzen restlichen Ausflug zu Müller begleitet haben, treue Seelchen, und sie haben es sogar heile überstanden.

Selbst danach war ich noch zu früh und habe erstmal ein Weilchen herumlungern müssen, bis ich dem eigentlichen Zweck des Ausfluges nachgehen und dem gerade die Neuheiten einsortierenden Mitarbeiter das Album direkt vom Rollwagen schnappen konnte. Ich muss aber sagen, dass es mich nur geringfügig weniger enttäuscht hat als die anderen Teile dieser desaströsen Trilogie. Naja, OK, immerhin ist The Forgotten drauf, das kompensiert schon für einen ansonsten eher einfallslos (meine Erster-Eindruck-Notizen sind besorgniserregend dicht gespickt mit Namen anderer Green Day-Songs) anmutenden Gesamteindruck.

Es hat sehr viel geschneit heute, was meiner nicht idealen Grundstimmung auch nicht zuträglich war. Aus irgendeinem Grund werde ich von diesem Märchenschnee immer schrecklich nostalgisch und deprimiert. Naja, ich schätze, es hat auch etwas mit Vergänglichkeit zu tun. Das wird’s sein.

Weil ich schon so früh wach war, wusste ich ziemlich bald schon nicht mehr genau, was ich noch tun sollte. Türkisch und Baskisch habe ich natürlich gemacht, aber war irgendwann zu müde, um weiter zu lernen. Ich habe dann mitten am Tag einen Film geguckt und vorhin noch einen (der ziemlich schön war, Leap Year) und dazwischen mit Caro das Album beredet und mit meiner Mutter geredet – wir haben uns schon wieder in die Haare gekriegt, was mich kurzzeitig wirklich fertiggemacht hat, bis ich dann zu Beruhigungszwecken Leap Year geguckt habe. Danach musste ich natürlich auch noch mit Robert TRÉ besprechen und außerdem das neue Stone Sour-Album, das er mir heute morgen geschickt und welches ich gerade davor noch schnell gehört hatte. Insgesamt war mir das jedenfalls sympathischer als irgendwas von dem Kramsch, den Green Day momentan so (über)produziert.

Richtig gut gelaunt bin ich bis jetzt immer noch nicht wieder, deshalb denke ich mal, ich werd gleich einfach ins Bett gehen und schauen, ob morgen wieder besser wird. Kann es ja eigentlich nur, ich fahre ins Nachbarkaff, Gläser abholen mit Sarah, und es wird bestimmt schön. Hoffe ich.