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Baina guztiok batean, saiatu hura botatzean.

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Langsam scheint es soweit zu sein: ich entwickle so etwas wie ein Selbstwertgefühl und noch dazu einen Sinn für meine eigene Lebensrealität ohne Nostalgiefilter.

Woran zeigt sich das? Ganz einfach, ich bin stinksauer. Zum Einen (eigentlich zum Zweiten, aber da es sich kürzer abhandeln lässt, kommt es zuerst dran) auf Becci, die meint, mit entscheidenden Ereignissen ihres Lebens nicht rausrücken zu müssen, weil sie keine „ruhige Minute“ dafür findet.

Zum Anderen auf Kepa, aus so vielfältigen wie zahlreichen Gründen, die vermutlich zum größten Teil darauf basieren, dass wir in Gemeinschaftsarbeit (auch wenn er davon nichts mitbekommt) während der vergangenen zehn Tage an seinem Sockel gezerrt und gerüttelt haben, sodass immense Teile davon sich selbst ohne mein Zutun in Nichts aufgelöst und somit ein abstrus anmutendes Doppelbild erschaffen haben und mein ganzes Innenleben empört schreit: Fehler in der Matrix, Fehler in der Matrix, does not compute. Auch nichts Neues bezüglich meiner Reaktionen auf unerwartetes Verhalten seinerseits, diesmal allerdings weitaus desillusionierter.

Aber das passiert, wenn man Menschen unverdient auf Sockel stellt. Ich hätte es vor fünf Jahren wissen können; ich hätte es vor fünf Jahren wissen sollen. Aber wie soll man wissen, bevor man gelernt hat.

Ikusiko dek, nola nola, laister eroriko dan.

A Lifetime Inside My Head

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Ich sitze im Garten von Beccis Eltern. Unser Urlaub in Lissabon beginnt morgen, ihr Vater bringt uns in der Früh zum Flughafen.

Ich habe aus keinem ersichtlichen Grund mit Nostalgie zu kämpfen. Doch, vielleicht ist der Grund das nie beendete Lied „See You (Not Saying Good Bye)“, das aus dem Nichts entschied, sich zu mir zu gesellen, und die nie überwundene profunde Trauer um die Zusammenarbeit mit dem Ukumenschen die sich zwangsweise daraus ergebende Konsequenz.

Die nostalgischen Anwandlungen treten vermehrt auf in letzter Zeit – vor Kurzem lag ich nachts herum und es war so warm und ich hatte zu spät noch Kaffee getrunken und ich konnte partout nicht schlafen und habe um meine Verbindung mit Kepa getrauert und versucht, in meinem Kopf Lieder zu schreiben, die vier Jahre alt sind und von Dingen handeln, die ich kaum mehr greifen kann.

Dann ging ich ein paar Runden zocken. Dann wieder ins Bett. Gegen vier konnte ich schlafen.

(Ironisch, dass mir am nächsten Tag Kepa schrieb, ich solle nächstes Jahr mit nach Bolivia kommen, Quechua lernen. Ich sollte das tatsächlich tun, mir fehlt diese Freundschaft so ungemein und Zeit mit Kepa war immer schon ebenso rar wie wertvoll.)

Manchmal kommt mir das alles unmöglich vor. Unmöglich und unendlich dumm dazu; dass man Menschen an den Tod verlieren muss, ist entsetzlich genug, aber sie an das Leben zu verlieren, ist eine mindestens genau so große Tragödie.

They Come And Go

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Man lästert über Basti in der Konstanzer Veganen Hochschulgruppe, wie R mir gestern eröffnete. Offenbar redet Basti nämlich schlecht über R (was diesem natürlich durch den hervorragend ausgebauten Inter-City-Buschfunk zu Ohren kommt) und nennt ihn einen Poly-Missionar. R sieht sich selbst nicht als Poly-Missionar und ich kann dem nur beipflichten; egal, wie man es dreht und wendet, missionieren will er nicht. Er blickt (soweit ich das durchschaue, da wir aus Gründen über das Thema nur höchst selten reden) auf Mono-Menschen mit der gleichen Verachtung herab wie ich auf religiöse, und genau wie ich in meiner Sparte, so bemüht auch er sich in der seinen im seltensten Fall um dieser Unwürdigen Seelenheil. Er lässt sie einfach machen und hasst sie im stillen Kämmerlein. Ab und an erfolgt ein kleiner bis mittelschwerer Ausbruch, aber in der Regel eben nicht. Ich glaube, das ist der Punkt, der einzige Punkt, der mir in unserer nunmehr dreijährigen Beziehung nach wie vor schrecklichste Sorgen bereitet. Wenn ich denn mal darüber nachdenke. Wir verdrängen gemeinsam.

Ich würde ihn – Basti jetzt – unter normalen Umständen drauf ansprechen, wie ich es immer getan habe, wenn wieder jemand über ihn herzog aufgrund irgendeiner unbedachten Aussage. „Das ist unreflektiert.“ „Pass auf, was du sagst, wem du es sagst, wie du es sagst.“ Und sei es nur, ihm den Tipp zu geben, nicht in Konstanzer linksgerichteten Gruppierungen über R zu lästern – das kann nur uns Auge gehen.

Aber natürlich tue ich das nicht, da ich ja seit mehreren Wochen nichts von ihm gehört habe. In den meisten Momenten macht mir das nichts aus, denn er hat es wirklich gründlich vermasselt. Manchmal bin ich allerdings traurig. Vorhin fiel mir ein, dass während unseres letzten Telefonates am Mittwochnachmittag er jemandem in der Stadt über den Weg lief, der ihn fragte, mit wem er reden würde, und entgegnete: Mit meiner besten Freundin.

Und ward nie mehr gesehn. Vielleicht macht mein Kopf auch ein größeres Ding daraus, als es eigentlich ist. Darin ist er nicht gerade unbegabt. Andererseits hat er bereits Bekanntschaft mit unerwarteten menschlichen Abgründen gemacht und würde sich vermutlich weniger wundern als der Rest von mir, sollten die von ihm angenommenen Ausmaße der Geschichte tatsächlich der Realität entsprechen.

Aber man ist ja nicht mehr so kaputtbar wie ehemals. Ein bisschen Fatalismus habe ich jedenfalls mittlerweile dazugelernt.

„Es liegt nicht an dir, es liegt an mir.“ Pt. 2

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Okay, also, turns out, einer der mir am nächsten auf der Welt stehenden Menschen schreibt mir gerade recht random bei Facebook, sie wolle unsere Freundschaft gerade nicht in ihrem Leben. Danke.

Well. Ich hoffe, dir ist klar, dass du dich melden solltest, wenn sich das mal wieder ändern sollte. As you know, I’m good at handing out second chances.

Irre Wirren, wirre Irren.

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Fuck. Fuckfuckfuck, was für ein widerwärtiges Gefühl.

Also erstmal, ich hab Hunger. So weit, so gut; das lässt sich mit ein bisschen Aufwand beheben. Stunde hab‘ ich noch, dann fahre ich los zur Wegwarte und anschließend, nach getaner Rettungsarbeit, zum Contrast, wo heute der erste Referent von R’s langorganisierter Vortragsreihe den Anfang macht. Es ist auch (nach seiner Definition) heute unser „Einjähriges“, sodass ich nicht nur hingehe, weil mich das Thema interessiert, sondern auch ein bisschen, weil ich mir denke, dass er sich dann vielleicht freut. Dann gibt’s noch Glühwein, welchen ich aus dem Keller holen und dorthin mitschleppen muss. Erstaunlich genug, dass dieser Glühwein es in diesem Haushalt tatsächlich geschafft hat, bis zur Erfüllung seines angedachten Daseinszweckes zu überleben.

Ich fühle mich aber auch gerade ziemlich entsetzlich, allein aus dem Grund, dass mir Kepa eben TMI über sein Datingleben hat zukommen lassen und mir das nicht so gut bekommen ist, wie es hätte sein können. Sollen. Müssen. Whatever. Ich bin bestürzt. Seit unserem Disaster damals ist über ein Jahr vergangen und auch wenn mir durchaus bewusst ist, ihm sowohl bereits weit davor als auch kurz danach gefühlstechnisch noch ein bisschen.. ziemlich doll zugeneigt gewesen zu sein, hätte ich mir so viel Zivilisiertheit doch eigentlich unterstellt, diesen Bericht um Einiges besser zu verkraften. Vor allem weil es mir direkt post-Disaster so unheimlich gut gelungen ist.

Ich hab‘ neulich noch drüber nachgedacht, wie er sagte, „ich dachte, ich änder‘ mich von allein.“ Vermutlich ist das jetzt auch gekränkter Stolz, weil er offenbar wieder mal zumindest in Erwägung zieht, ne Beziehung mit jemandem einzugehen, mich aber unter Vorschieben seiner Beziehungsunfähigkeit abgesägt hat. Was soll denn das, du durchblickst mich doch sonst so ausgezeichnet. Ich war halt doch einfach nicht gut genug. Solche Geschichten. Das wird’s sein.

Nicht dass ich mich nicht eh rückblickend zur Schnecke machen würde, weil mich damals der Schock gelähmt hat und ich über die ganze Disasterzeit hinweg kaum auch nur dazu kam, die veränderte Realität als solche zu begreifen. Weil ich in meiner Schockstarre gefangen war und einfach nicht in der Lage zu akzeptieren, dass etwas, das ich mir kaum auf bewusster Ebene zu erträumen gewagt hatte, tatsächlich im Begriff war zu geschehen. Und damit umzugehen. Es war dieses ungläubige Kopfschüttelstadium, das bei mir eben (vor allem in Anbetracht meiner Şahin- und Ukumensch-Erfahrungen zuvor vielleicht gar nicht so völlig unverständlicherweise) einfach extrem ausgeprägt war und sich in besagtem Schockzustand äußerte.

Wie auch immer. „Hat nich solln sein“, sagt man dazu wohl, und ehrlich gesagt ist die Wirkung des Gespräches von vorhin auch schon wieder abgeklungen und hat nur ein leichtes unzufriedenes Brummen in meinem Bauch hinterlassen. Das geht auch noch weg, wenn ich aufstehe.

Vor allem, wie unkontrolliert von mir. Ich begab mich einen Monat nach diesem nichtssagenden Disaster in eine bis jetzt andauernde, größtenteils erfüllende Beziehung, was mir äußerst guttat und Kepa nicht egaler hätte sein können. Ja meine Güte, er stichelt ab und an mal was über R, aber ehrlich, wer auf dieser Welt würde nicht ab und an mal über R sticheln. Wohingegen er alle Nase lang mal rumvögelt, wie das so seine Art ist, und sich grad mal wieder im Dating übt (soll ja nicht schaden, sich rostfrei zu halten), woraufhin ich nichts Besseres zu tun habe, als gleich mal 550 Wörter dazu rauszuhauen. Danke auch, gestörte Gefühlswelt.

R müsste doch eigentlich euphorisch sein, wenn er davon Wind bekommt, und sich sofort irgendwelche Anzeichen hineindichten, mich doch noch zum Poly-Menschen umfunktionieren zu können. Sorry, nee. Das hier ist eine Sache des Prinzips; mit Amorie jeglicher Sorte hat das nichts zu tun. Zum Glück. Wobei ich wahrscheinlich noch diejenige bin, bei meinen Talenten, die es am ehesten hinbekommt, als Mono-Mensch in einer hervorragenden Beziehung unglücklich verliebt in jemanden zu sein, der davon keinen Teil bildet.

Ohne Wurst

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Sanskrit war zu einfach. Ich bin mit den Klausuren durch. Ich habe heute Zeit. Ein bisschen zumindest. Gleich gebe ich noch schnell Sofie Unterricht, kaufe auf dem Rückweg Küchenpapier (auch wenn es mir widerstrebt, aber ich fürchte, ich bekomme R bis zu seinem Umzug nicht mehr so weit umerzogen, dass er die Überflüssigkeit und Umweltschädlichkeit von Küchenpapier als Füllmaterial noch einsieht) und lade wieder Geld auf mein Handy.

Basti zieht in R’s alte Wohnung. Bin ich grandios oder bin ich grandios? Ich habe Basti eine Wohnung gefunden und R einen Nachmieter, nachdem sein Original-Nachmieter so unerwartet abgesprungen ist. Ich liebe das Leben.

Ich bin morgen aller Voraussicht nach mit Kepa und dessen Mitbewohner bei Rini zum Weißwurstfrühstück. Danke, Kepa, für die unglaubliche Freude, die du mir damit bereitest, mich zu dieser Unternehmung bewegen zu wollen. Warum tue ich mir das an? Schmotzige Dunschtige hat man verschanzt im Haus zu verbringen, nicht bei Weißwurstfrühstücken damit, sich zuzugluggern. Das tut man nicht. Fasnet ist nicht meine Welt. Außerdem weiß ich nicht, wie R morgen arbeitet, und laufe somit Gefahr, Zeit statt mit R mit Weißwurstfrühstück, wenn auch ohne Weißwurst zu verbringen; gibt es etwas Sinnloseres? Aber es wird Alkohol dasein, weswegen auch ich dasein werde. So kriegt man mich eben doch immer, bedepperte Schnapsdrossel, ich. Außerdem ist es Kepa, der mich überredet. Kepa kann das. Und ich bin einfach nur so sehr gespannt, ob ich wieder gescheit mit ihm umgehen kann oder was da jetzt los ist. Nachdem sich R jetzt ja relativ schnell als der (zumindest temporär, machen wir uns keine Illusionen) wunderbarste Fail der Geschichte entpuppt hat, müsste das doch eigentlich halbwegs unproblematisch funktionieren. Hach, was wäre das gut. Und die Rettung für Namibia.

Lichtwissen und Nichtwissen

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So war ich also gestern vielerseits beschäftigt: Fürchterliche Mandelentzündung. Unmengen an Brot von der Tafel abgeholt, dabei Marie begegnet und mich spontan für den Abend mit ihr verabredet, Uni (ja! Ich war tatsächlich mal wieder bei Türkisch, man sollte es kaum glauben. Und ich kam sogar noch hinterher, auch wenn ich das r-Präsens bei Gelegenheit nochmal gründlich verinnerlichen sollte), spontanes Kochen und Essen mit Peruaner-Pedro und der noch spontaner dazugekommenen Sarah, dann schneite Rini rein, um sich was von dem abgeholten Essen zu holen, und dann ab zu Marie, wo ich bis kurz vor eins nicht wegkam, weil es einfach zu spannend war, mit ihr und ihrem Mitbewohner – Nik, auch ein äußerst interessanter Mensch, sozialfähig, intelligent und eloquent, so eine Mischung findest du nicht oft – über die Doku zu diskutieren, die Marie und ich soeben gesehen hatten, Am Anfang war das Licht.

Nach vier Stunden Schlaf dann vorhin ab zu Sprachkontakt, was ein Akt. (Und was ein Reim.) Ich kam zwar zu spät, aber es grenzte für mich an ein Weltwunder, dass ich überhaupt dawar – noch dazu wach und aktiv im Kursgeschehen involviert, wie immer. Dieser Kurs gibt mir so ein gutes Gefühl. Hoffentlich wird die Klausur zumindest halb so gut, das würde mir schon reichen. Hauptsache, ich blamiere mich nicht komplett, dann kann ich die Bachelorarbeit beim Kaiser gleich knicken. Oh, welch ein Druck. Nicht dass mich das dazu bewegen könnte, schonmal anzufangen zu lernen oder derartig Abstruses. Why, oh why.

Gleich zu Sanskrit. Unvorbereitet, natürlich. Wie ich das immer durchziehe, knallhart. Ich bin das konstanzerische Äquivalent zu Mamas allseits geliebtem Ex-Kommilitonen Benjamin. Schon hart. Aber immerhin studiere ich nicht Sanskrit, ich belege es nur.
Und dann Euskera. Whoopie!

Und später noch Probe bei Moritz. Ich habe keine Lust drauf und bin auch nicht überzeugt davon, dass ich Sarah heute schon wieder sehen will; momentan finde ich den Umgang mit ihr so schwierig, dass es mir fast schon lieber wäre, wir hätten noch weniger davon miteinander. Könnte an mir liegen oder auch nicht, zer dakit nik. Was weiß ich. Andererseits bin ich mit großer Wahrscheinlich nur auf emotionaler Distanz zu ihr, weil ich das Gefühl habe, sie würde mich selbst nicht mehr mögen. Nichtmal in Ansätzen. Sie weiß es vielleicht nur noch nicht. Wie tragisch, wenn Menschen sich so sehr verändern. Jedenfalls aber hieße das, hätten wir mal wieder einen Kontakt ähnlich unserem früheren, würde es vielleicht alles besser werden. Vielleicht, sag‘ ich. Zer dakit nik.

Ein Déjà-Vu.

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Gerade aufgewacht.
Traum. Es war ein Traum. Ich bin geringfügig erschüttert davon, wie froh ich bin.

Links neben mir an der Wand sitzt eine zuckersüße natürliche Blondine, die mit etwas, das sie sagt, seine Aufmerksamkeit erregt und ihn dazu bewegt, quer durch den Raum zu uns zu kommen. Er schaut sie mit einer solchen Intensität im Blick an, dass ich mich schon frage, wie sie das aushält.

Eine gute Freundin von mir ist da, auf einmal. Sie setzt sich rechts neben mich und wir drei fangen an, uns angeregt zu unterhalten (die Blondine ist nicht mehr da). Wir lachen so sehr, dass ich kaum mehr aus den Augen gucken kann. Sie küssen sich direkt vor meinen Augen, im wahrsten Sinne des Wortes. Weil ich im Weg bin, kann ich nichtmal genau feststellen, was los ist. Sie sagt perplex, „war das gerade ein zwischenmenschlicher Moment?“. Er bejaht. Darauf sie: „das war unser erster Kuss!“ Ich bin noch verwirrt und sage, „eurer oder unserer?“ – weil ich, wie gesagt, so im Weg saß, dass kaum festzustellen war, ob sie nun mich küsst oder ihn.
„Meiner und seiner“, sagt sie lachend. Mich durchzuckt ein ekliges Gefühl. Ich lache auch und weise sie darauf hin, dass es dann doch aber doch gar nicht stimmt. „Da hast du aber was vergessen.“ Zumindest soweit ich informiert war.
Sie ist neugierig, was das Verhältnis zwischen ihm und mir betrifft, und fragt ihn. „Ach was, wir sind Freunde“, sagt er. „Es gab noch keine Gelegenheit, bei der ich sie gewollt hätte.“ (Es klang im Traum auf alle Fälle grammatikalisch korrekter; keine Ahnung, was da los war. Ich bin auch ziemlich sicher, dass es Deutsch war, obwohl es auf jeder anderen Sprache mehr Sinn macht.)

„Mhm“, mache ich und falle zurück – das trifft es wirklich ganz gut – in die vertraute „und das macht mir auch gar nichts aus“-zweite Haut, die einen so einschnürt, dass man nicht mehr weiß, wie man noch atmen soll. Selbst im Traum war ich entsetzt über das Wiederauftreten einer solchen Konstellation in meinem Leben. Es machte mir sehr viel aus.

Sie ist beruhigt. „Siehst du, du hast dir schon wieder Sachen eingebildet. Du bildest dir immer alles ein.“ Und zu ihm: „Ihre Beziehungen sind nämlich immer einseitig.“

Ich, von dieser Dreistigkeit wie vor den Kopf geschlagen, fange an, wie wild vor ihrem Gesicht herumzufuchteln, damit sie aufhört zu reden. Sie kann doch das nicht einfach so sagen. Aber sie hört nicht auf. Sie hört nicht auf; ich kann immer weniger glauben, was sie buchstäblich über meinen Kopf hinweg alles über mich auspackt. Meine schlimmsten Ängste und Unsicherheiten. Warum um alles in der Welt tut sie das?

Irgendwann gehe ich weg, was, glaube ich, auch das Ende des Traumsegments war.

Und ich mache mir Sorgen, was das nun für mein waches Leben zu bedeuten hat.

Monster Man

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Do you know the monster man, the monster man, the monster man
Do you know the monster man who lives down mem’ry lane?

Yes, I know the monster man, the monster man, the monster man
Yes, I know the monster man who lives down mem’ry lane.

We all know the monster man, the monster man, the monster man
We all know the monster man who lives down mem’ry lane.

Yes, we know the monster man, the monstrous frightening monster man
We all know the monster man, but we go there anyway.

Hell on Earth, oder What happens when your Indian friend is almost done with their Masters studies and about to move out of the country.

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I dread the moment that you leave here because it will mean losing you, in a way.

Both of us are internet people, computer people, and with most of my close friends scattered all over this country, I’m perfectly used to, and happy with, internet-based friendships. Still, you, for me, are not a Skype friend. You’re a real-life friend, a here-and-now person. I won’t be satisfied talking to you with each syllable we say traversing a 4 to 5-hour time difference, cutting the realness out of it all. Being with you, to me, means more than talking. It means persuading you to take a couple of hours off your tedious studying. It means seeing the sunlight reflected in your hair, making the mysteriously shimmering red dye visible. I want to live life with you, not just tell you about mine and hear about yours. I want to cook Indian food with you, not by myself trying to figure out some recipe you sent me. It will never be the real thing with you away, not even close.

I want to open my door to you and have you walk around in the apartment knowing it like the back of your hand. I’ve missed having you as a flatmate since the day I moved out, I miss it so bad at times already. You know, I really loved living with you. The way we would both use cutlery and dishes economically so we’d have to wash less of them. The way our schedules were so perfectly complementing each other we’d never need to use the bathroom when the other one was using it. Overfeeding you with chocolate mousse until you’d be almost desperate when confronted with another bowl. Hearing you screaming through the wall when you were skyping. (You’d get so mad with yourself about it, but couldn’t stop it either.) Never having to fear to wake you up because you always stay up way late skyping or watching movies. Watching you make your giant pancakes because you’re too lazy to make several thin ones.

You won’t be able to do make-up on me and Trudi when you’re back home, which is bad. I’ll miss that. And getting drunk together, and all that. Your life lessons that are always so believable. (I recommend them to everyone, you know, even the ones who’ll probably never get to hear one for themselves.) Your stories about people, some that I know and others I don’t. Your views on things. Your ringing-Skype paranoia. The inquiring look on your face when you ask my opinion on something. The quality of your voice, undistorted. A zillion other things that will sure as hell surface early enough, in one particular situation or the other.

I’ll make sure to get my fair share of time with you until September. I’ll try to make it worthwhile, too, to be useful to you as a friend and generally as a person so that you’ll feel as loved and appreciated around here as you have always been. And I’ll try not to be too sad when that time is up. It’s unavoidable though, because, basically, there’s this undeniable issue I have with you: You are one damn missable person, dearest friend Susmita.