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Huch. Schon wieder Urlaub.

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Ja… also… wie es aussieht, fahre ich morgen für acht Tage in die Karibik.

Langsam sickert es ein. Becci und ich haben vor drei Tagen das ultimative Angebot gefunden, sodass wir nun zusammen für diese acht Tage Martinique (Flug und Unterkunft – vermutlich selbst inklusive Ausgaben vor Ort) so viel zahlen, wie üblicherweise ein Dreiviertelflug hin und zurück alleine gekostet hätte. Ich habe trotzdem erstmal eine Weile gebraucht, um diesen Plan mit meinem Gewissen zu vereinbaren (man denke daran, dass der Dezember schon die nächste Langstreckenreise mit sich bringt), aber jetzt ist es soweit: Ich freue mich!!!

Sieben Uhr geht’s los, zuerst mit dem Bus nach Frankfurt und dann direkt (!) nach Fort-de-France. Die Rückreise geht über Barbados, aber das ist ja nicht weiter schlimm, man besitzt ja ausnahmsweise mal einen gültigen Reisepass.

Gepackt ist größtenteils auch schon. Der Rucksack ist leicht, es sind nur ein paar Kleider drin und Bikinis, anderthalb Bücher, Kaffee- und Milchpulvervorräte und Hygienezeug. Und Henna, damit Becci mir die Haare nachtönen kann. Und mein Schnorchel. Und die Kamera muss ich mitnehmen, natürlich, und das Handy und alles an Ladegeräten. Und Kopfhörer. 10 Stunden Flug, da sind Kopfhörer doch lebensnotwendig.

Und Sandwiches habe ich gemacht, drei Stück für jeden von uns, mit Chili-Camembert und Salat und Grillgemüse.

Und Fotos habe ich gemacht, von allen wichtigen Informationen – jetzt darf ich nur das Handy nicht verlieren.

Ach, wie ich mich anfange zu freuen. Das ist ja wunderbar; ich dachte schon, es passiert gar nicht mehr.

Was noch richtig schön war: Sophi hat mich besucht; sie ist drei Tage hier und findet tatsächlich die Zeit, mich zu besuchen. Ich habe mich so gefreut, sie zu sehen. Ich mag diesen Menschen so gerne. Sie hat mir einen Mate-Becher aus Argentinien mitgebracht und den dazugehörigen Tee, und er ist wunderschön, mit buntgemustertem Stoff überzogen, und ich muss unbedingt mit Wolfgang und Carina Mate trinken. Carina muss mir das beibringen; ich muss ihr gleich schreiben, wenn ich wieder da bin.

R hat Geburtstag gefeiert, von Mittwoch auf gestern, und es war ein sehr guter Abend. Ich habe ziemlich viel getrunken, es aber dennoch nicht übertrieben, und mich wunderbar unterhalten, ein paar von R’s Arbeitskollegen kennengelernt, zwischendrin noch mit Basti telefoniert (der, soweit ich das Gespräch in Erinnerung habe, mich davon überzeugen wollte, dass man H-Milch, die einmal in der Sonne gestanden hat, nicht mehr konsumieren sollte, auch wenn sie noch den Anschein macht zu funktionieren – wie auch immer wir dadrauf kamen) und mich wirklich wohl gefühlt, trotz der ganzen Menschen. Naja, dafür war ja der Alkohol auch da.

So, nun sollte ich aber mal daran denken, den Rest zusammenzusuchen und ins Bett zu gehen. R kommt zwar in einer guten halben Stunde erst wieder (zumindest war das mal der Plan), aber solange werde ich auch noch brauchen, um hier alles zu regeln.

Du hörst von mir.

Es wird.

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Also. Der Stand der Dinge:

  • Es gibt wieder etwas Sonne. Ich tue wieder Dinge. Manchmal.
  • Ich hatte Geburtstag. Es war herrlich. Becci war hier. R hat mir unter Mitwirken unzähliger Verrückter einen riesigen Kühl- und Gefrierschrank in den Keller geschafft. Ich habe mich hardcore geliebt gefühlt.
  • Die Woche vor meinem Geburtstag war Barbara hier. Das hat einen Grund, nämlich folgenden:
  • Barbara weilt nicht mehr unter den geistig Gesunden. Sie hasst das Kind ihres Freundes, verlangt, er solle den Kleinen weggeben und zu ihr ziehen, und droht seit Wochen mit Selbstmord. Chris und sein bester Kumpel haben mich in ihrer Verzweiflung gebeten, Barbara unter einem Vorwand zu mir zu holen, damit Chris ihr verkünden könnte, dass er ihrem Wunsch nicht nachkommen wird. Gesagt, getan. Am nächsten Tag reden die beiden wie normal miteinander, verabschieden sich mit „ich hab dich lieb“ und Knutschgeräuschen. Fast forward zum gerade vergangenen Wochenende: Chris will mit Barbara Schluss machen und in psychologische Notbetreuung einweisen. Zieht es nicht durch. Wochenende umsonst zu viert mit Malte und Jacqueline plottender- und unterstützenderweise um die Ohren geschlagen. Die beiden haben nach wie vor Kontakt. Niemand hat mehr großartig Bock, sich mit dem kranken Wahnsinn weiter auseinanderzusetzen.
  • Ich habe innerhalb der paar Tage einen Mini-Crush auf Malte entwickelt, weil er der einzig Vernünftige in diesem ganzen Haufen Irrer zu sein scheint und sich während des Dramas gerne mit mir unterhalten hat, besonders nachdem Chris dann von Barbara zurückkam und ihm eins in die Tasche lügen wollte, von wegen, er hätte jetzt keinen Kontakt mehr zu ihr und das pausenlose Vibrieren seines Handys wären Whatsapp-Nachrichten aus einer Gruppe. Natürlich kenne ich den Typ nicht und hatte bis vor zwei Wochen noch nie mit ihm gesprochen. Aber er ist super. Gesprächig, megalieb, intelligent, reflektiert, hat Barbara und seinem gestörten Kumpel Chris emotional so ungefähr die Welt voraus, hasst das ganze Drama genau so sehr wie ich und telefoniert gerne. Ich werd mit ihm natürlich nur noch zu tun haben, wenn das Drama neue Wellen schlägt. Trotzdem kann ich Barbara dankbar sein, dass ihre Gestörtheit zumindest dafür gesorgt hat, dass ich mich mit Malte und Jacqueline intensiv und gut unterhalten habe.
  • Murats Klage wurde abgewiesen. Wir sind den Quälgeist los (fürs Erste).
  • R hat einen neuen Job angetreten. Diesmal einen um einiges vielversprechenderen und besser bezahlten. Es wird.
  • Becci arbeitet wieder. Ich hoffe so sehr, dass es gut klappt und sie wieder gut reinkommt. Sie war seit November krankgeschrieben, und eigentlich geht es ihr auch jetzt noch nicht sonderlich gut, aber ich glaube, dass es für sie besser ist, nicht noch länger zu Hause dahinzuvegetieren. Einen Therapieplatz hat sie immer noch nicht gefunden. Ich habe mich angeboten, ihr damit zu helfen, aber sie tut sich schwer damit, mir die Liste mit potenziellen Kandidaten zukommen zu lassen. Ich kann es ihr nicht verdenken. So ähnlich geht es mir ja selbst.
  • Der Großhandel droht als Containerspot zu versiegen. Aber ich habe mit Becci gleich Abhilfe geschaffen und einen neuen Spot aufgetan, den ich mit der Bahn zwar kaum erreiche, aber dafür hat R mich so halb gezwungen, die Nachbarn um Kollaboration zu bitten. Ich war also letztes Wochenende erstmalig mit Undine und Lukas containern und es hat tadellos funktioniert. Auch wenn mir die Geräusche, die Undines Auto so von sich gibt, sowie die pochenden Herzschläge eines undefinierten Bestandteiles im Unterbau des Fahrzeugs zugegebenermaßen schon Respekt einflößen. Aber ich habe die Regel beispielhaft befolgt, die da lautet, die Geräusche des Autos werden nicht kommentiert (wie Undine mir gleich nach dem Einsteigen einbläute).
  • Ich bin größtenteils noch nicht motiviert genug für Blogeinträge oder solche Spirenzchen (wie man gemerkt haben dürfte), aber ich vertraue auf die heilende Kraft der Sonne und harre der Wochen, die da kommen, voller Zuversicht.
  • Ich habe ein Verstärkerprogramm ausgearbeitet, das mich zum Lesen meiner Lerntherapieseminarunterlagen bewegen soll. Es involviert R’s Mithilfe. Ich glaube, es wird klappen. Es wird.

Where I Want To Be

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Soho! Wie mir eben auffällt, ist es Billies Geburtstag, mal wieder – furchtbar, wie alle immer älter werden. Der Gute müsste dann jetzt… 45 Jahre auf dem Buckel haben, das ist doch krank, das kann doch nicht wahr sein. Anyways, solang’s ihm gut geht – mir geht’s definitiv gut, und das ist doch auch schonmal was Feines.

Ich hatte das schönste Geburtstagsnachfeierwochenende aller Zeiten, an dem sich (welch Überraschung) Becci mal wieder als Engel, Basti als rettender DJ, R als wunderbarster Kater der Welt und der Rest der Mannschaft als grandiose restliche Truppe herausgestellt hat. Barbara bekam Henna-Haare von Becci, Becci und ich waren mit dem Auto containern, ich konnte (dementsprechend) meine Gäste mit einer übertriebenen Auswahl an Salaten sowie einer Unmenge Rührei verpflegen, jeder brachte Alkohol mit, ich habe Barbaras Freund kennengelernt und mich hervorragend mit ihm verstanden (wir waren gestern alle zusammen im Irish Pub, wo ich auch Manu wiedertraf, der mir dann sagte, Barbara würde sich Sorgen machen, weil wir uns so gut verstehen – kann ich aber nachvollziehen, ich bin ja auch eher vom unsicher -> eifersüchtigen Schlag, auch wenn ich mir alle Mühe gebe, es nicht zu sein), Wolfgang und Sarah waren da und Jana kam mit Malika zusammen. Die beiden brachten Heidelberger Melonenschnaps mit, Wolfgang hatte diese absurd riesige Pappdose Chips, Becci und Janine und Basti halfen mir, das Tuch von Becci an die Wand zu nageln (es ist ein wunderschönes, riesiges Tuch mit Goa-Elfen-Charakter und Pilzen drauf!), Sarah hatte auf die letzte Minute bei sich daheim ein Sammelsurium aus Duschgel und Body-Lotion zusammengestellt und noch einen Salmiaklolli dazugepackt, kurzum, ich wurde reich beschenkt und es war alles wunderschön.

Janine und Basti und Becci waren natürlich eh zum Übernachten eingeplant, außerdem blieben auch Barbara und Manu, was mich besonders freute; die beiden sind halt doch eher scheue Charaktere, die sich auch wirklich verflüchtigen, wenn sie sich irgendwo nicht wohl fühlen. Barbara hatte wohl in der Nacht noch ein Kotzdrama veranstaltet, davon hatte ich aber dank meines Zustandes nichts mitbekommen – ich glaube, ich war da gerade auf dem Weg ins Bett. Aber dafür war ich am nächsten Tag so verkatert wie nie zuvor in meinem Leben. Hilfe, man wird wirklich alt.

Diese Woche habe ich eigentlich ausschließlich gegammelt. Erste Woche der Semesterferien – was soll man da auch sonst machen. Außerdem hatte R Urlaub, bzw. hat ihn immer noch, bloß ist er gestern nach Konstanz runtergefahren, um sich dort mal wieder blicken zu lassen, sodass ich mich freue, in der Zeit mit den Kommilitoninnen was unternehmen zu können. Heut Abend gehen wir essen im Hans im Gück, oh, was freue ich mich darauf – das wird nicht nur köstlich, sondern dazu in einer Geräuschkulisse stattfinden, die (unlike yesterday’s pub quiz) auch Gespräche in normalem Tonfall zulässt.

Mein Bus geht in einer halben Stunde; derweil sitze ich in meinem wunderbaren, aufgeräumten Wohnzimmer, umhüllt vom warmen Licht der marokkanischen Lampen, und trinke meinen Irish Coffee mit Beccis Zimt-Whiskey und der von ihr containerten Sprühsahne.

Oh, es ist doch alles ein Segen. Mein Leben scheint wirklich zu funktionieren.

On a side note: Ich hatte ewig nichts mehr von Laura gehört und wollte ihr vorhin auf Facebook schreiben, wie es ihr geht (und dass ich neulich geträumt hatte, wir hätten uns schon wieder verkracht), da wurde ich mir gewahr, dass sie mich offenbar gelöscht hat. WTF… Das war’s dann wohl, apparently. Aber okay, was soll’s; wir konnten eh schon ewig nichts mehr miteinander anfangen. Nach dem, was sie letztes Jahr so alles vom Stapel gelassen hat, bin ich nicht böse drum.

Und wo ich dabei bin: Nachdem ich mich – ganz nach bester Trudi-Manier – ein halbes Jahr lang nicht getraut hatte, nachzusehen, ob ich noch Geld auf meinem alten Konto habe, konnte ich mich Anfang der Woche dazu durchringen und machte dabei faszinierende Entdeckungen: 1) Ich war zu dumm, den Vodafone-Vertrag aus dem Taborweg richtig zu kündigen – sie haben weiterhin jeden Monat brav 37,90 Euro von meinem Konto abzegozen (das kam dann heraus, als R für mich dort anrief), 2) ich zahle jeden Monat einen weiteren Internetvertrag, den ich nie in Anspruch genommen habe, weil ich (ebenfalls eine Aktion oder eher unterlassene Aktion à la Trudi) zu unfähig war, mich um den Widerruf zu kümmern. Daraufhin bekam ich 1) einen Herzinfarkt und 2) die Befürchtung, vor dem finanziellen Ruin zu stehen, bis mir 3) bewusst wurde, dass sich auf meinem alten Konto doch tatsächlich noch Geld befindet – und zwar doppelt so viel wie auf meinem neuen. Das heißt, ich kann vorerst weiterhin beruhigt Taugenichts spielen und muss mich nicht händeringend um Jobs kümmern, sollte dies dennoch irgendwann wirklich mal in Erwägung ziehen. Ich mag es nicht, wie das Geld einfach immer weniger wird statt mehr. Ich bin ein Hamstermensch; ich fühle mich nicht sicher, solange es weniger wird. Im letzten Jahr ist es aber beständig weniger geworden; es ist tatsächlich genau ein Jahr her, dass ich aufgehört habe zu arbeiten. Komisch… wie die Zeit fliegt.

Körperlicher Verfall und Hirnzellenschwund – auf das nächste Vierteljahrhundert.

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Hach, das war schön. Einen Tag lang einfach nur rumsitzen, telefonieren, zocken und mich mit Glückwünschen und lieben Nachrichten beregnen lassen. Sogar R’s Eltern haben mich angerufen, was lieb von ihnen war, weil ich, ever the personified telephone phobia, natürlich bislang an keinem ihrer Geburtstage auch nur Anstalten gemacht habe, ein Wort in Richtung des Hörers zu richten, wenn R bei ihnen anrief. Nichtmal, obwohl er sie bei solchen Gelegenheiten auf laut stellt.

Tja, ansonsten… bin ich jetzt halt ein Vierteljahrhundert alt, ziemlich zufrieden mit der Richtung, in die sich mein Dasein in der Zeit so entwickelt hat, und kann dann ja beruhigt ins Bett gehen. Nachdem ich den Rest Sekt ausgetrunken habe, der von gestern Nacht übriggeblieben ist. R war ein ganz lieber Kater, kam noch vor Mitternacht zum Reinfeiern von der Solid-Sitzung mit besagtem Sekt und einer Karte an und schenkte mir die Aussicht auf einen „What would Aspi do?“-Nachholtag (und, wie die Karte verlauten ließ, noch viele weitere – #Antiegotrip) – weil heute dank Solid-Jahreshauptversammlung sein Urlaubstag nur zur ersten Hälfte mit meinem Geburtstag kollidierte, welche ich natürlich eh größtenteils verschlief und anschließend mit Angerufenwerden zubrachte. Aber es reichte für ein leckeres Frühstücksbrot mit Kaffee aus dem Chorreador (zur Feier des Tages, wie er meinte – es ist immer wieder amüsant, wie er dann doch irgendwie den Geburtstag als etwas Besonderes ansieht, bei aller nicht vorhandenen Neigung zur Sentimentalität, die ihm sonst (eben nicht) eigen ist), eine (wenn auch mit Anrufen meiner Eltern durchlöcherte) Folge Family Guy und eine Runde AoE, bei der er mich fertigmachte wie an jedem anderen Tag auch.

Ich muss echt den Sekt trinken und dann ins Bett, schließlich bin ich jetzt alt und gebrechlich und habe die Blütezeit meiner körperlichen Hülle schon seit Jahren hinter mir (man sagt doch, 24 ist schon der Anfang vom Ende, nicht?) und spüre schon die Müdigkeit in meinen Knochen und so. Absolut. Nicht. So weit kommt’s noch. Trotzdem unheimlich.. selbst wenn ich den Eintrag nur sarkastischerweise mit „Altern“ tagge, taucht dieses verstörende Wort nun also erstmals in meinen schriftlichen Überlegungen auf. Das kann ja noch lustig werden.

Craving for net lace (and food.)

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Wie praktisch, dass ich morgen Geburtstag habe – gerade heute hat sich in mir ein unsagbar großes Verlangen nach neuer Kleidung bemerkbar gemacht. Vorzugsweise voluminös, buschig, tüllig. Ich liebe Tüll, wenn es richtig gemacht ist. Also habe ich die letzten paar Stunden nicht nur mit Caro geredet, sondern daneben die guten alten ebay-Kleinanzeigen nach Tüllkleidung durchforstet. Welch eine Überraschung natürlich, dass mir erstmal 90% Brautkleider entgegensprangen, entzückende Kleidungsstücke zugegebenermaßen, aber nicht gerade, wonach mir der Sinn stand. Letzten Endes bin ich trotzdem mit genug Auswahl konfrontiert worden, dass ich fast bedaure, nicht zweimal direkt hintereinander Geburtstag zu haben und somit mehr Geld für Petticoats.

Davon ab: Die so sehr gefürchtete Klausurenwoche war eigentlich ein Witz, und die schlimmste aller Klausuren (von der ich annahm, sie vorgestern schreiben zu müssen) kommt erst nächste Woche dran. Yay, dann also nochmal ran an den Speck, spätestens Dienstag werde ich dann mit Lernen verbringen müssen. Für die Klausur ganz bestimmt.

Ich bin müde und habe einen unfassbaren Hunger. Irgendwie dachte ich, R würde mal nach Hause kommen; ich hatte geplant, ihn zum Kochen zu bewegen, aber langsam wird es wirklich… akut. Wenn ich nur wüsste, was ich essen will. Schlimm immer, diese Entscheidungen. Heute muss ich wirklich daran denken, irgendwelche Hülsenfrüchte für morgen einzuweichen, sonst habe ich morgen schon wieder das gleiche Problem.

Ich habe meine Nägel zum zweiten Mal in einem Jahr lackiert; irgendetwas ist verkehrt mit mir. Aber ich kenne das schon (oder besser: noch), das sind ab und an so komische Phasen, das verschwindet auch wieder. Vorhin war mein Bedürfnis danach, meinem Körper die höchstmögliche Menge an Aufmerksamkeit und Zuwendung zukommen zu lassen, wahrscheinlich besonders deshalb so ausgeprägt, weil ich davor so lange meine Haare nicht gewaschen hatte, dass ich heute in der Uni zwei Klausuren lang mit Mütze da sitzen musste. Überkompensation oder so.

Oh! Bevor ich es vergesse: Becci hat mein Weihnachtsgeschenk doch tatsächlich noch bekommen; heute war der Abholschein für sie im Briefkasten. Ein Wunder; ich hatte es schon fast als verschollen zu den Akten gelegt (und war darüber unheimlich traurig).

Jetzt jedenfalls muss ich etwas zu essen machen.

Happy birthday.

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Vielen Dank an dieser Stelle an meine Eltern, dass ich heute nicht Geburtstag habe. Das muss bitter sein, heute Geburtstag zu haben. Ilhan hat heute Geburtstag und seine ganze Pinnwand ist voll mit sarkastischen Kommentaren à la „Ich wollte dir vorhin ja eigentlich gratulieren, aber ich wusste nicht, ob du heute Geburtstag haben wolltest.“ Ich habe auch einen beigesteuert, wie sollte es anders sein.

Abgesehen davon, dass Idiocracy drauf und dran ist, von Klamauk zur lebensgetreuen Doku zu mutieren… Es ist ziemlich dunkel da draußen. Oder besser gesagt: Es ist auch sonst ziemlich dunkel da draußen.

(Wobei ich zugeben muss, ungeachtet des Disasters, das Trumps Sieg letztendlich bedeutet, dass ich mich schon leicht hämisch darüber freue, wie diese Schreckschraube Hillary sich ihr Leben lang darüber im Klaren sein muss, dass sie gegenüber des widerlichsten Turd Sandwich aller Zeiten eine so unermesslich grottige Alternative abgegeben hat, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht dazu durchringen konnte, sie zu wählen. In your face. Bitch.)

Viertelstunde noch, dann muss ich zurück in die Uni. Dieser Abends-Kurs mittwochs ist die letzte Mobbingstrategie des Schicksals. (Zusammen mit diversen orangenen Teiggesichtern und einem ganzen Land, das zu dumm ist, sich Bernie Sanders als Präsidenten hinzusetzen.) Ich habe diesen Nachmittag gezockt, übersetzt, mich über diverse Aussagen bei Facebook ereifert, mit Caro geschrieben und noch ein bisschen übersetzt. Es ist ein Text, den ich bis morgen fertig haben muss, theoretisch. Ich bin zwar noch nichtmal zur Hälfte damit durch, aber einerseits werde ich gleich den Computer mit in die Uni nehmen und im Kurs munter weiterübersetzen und andererseits schaffen wir es morgen eh niemals bis zum Ende.

Oooh, nee, in die Eiseskälte schon wieder raus. Möh.

Dafür war es sehr gut, dass ich mich gestern gezwungen habe, mit zur Tekom-Messe zu fahren. Es war ein unglaublich lustiger Tag; wir haben insgesamt mehr Zeit in Verkehrsmitteln als auf der Messe verbracht, aber es war auch schön, mit den Mädels, mit denen ich da war, unterwegs zu sein. Ich habe so viel gelacht, dass heute, wie ich vorhin Caro schon sagte, kaum noch Serotonin übrig ist und ich eine Grottenlaune habe. Aber das macht nichts. Es füllt sich schon wieder auf; die Medis lenken es ja zum Glück in die richtige Richtung.

Peanut Butter und Schokolade

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Ich bin zufrieden. Soeben hat die letzte von vier Scheiben köstlich bestrichenen Brotes den Weg zwischen meine Kauinstrumente gefunden; somit habe ich heute zwar nichts Warmes gegessen, aber dafür köstlich bestrichenes Brot und den Rest des mir zustehenden Teils von R’s Geburtstagskuchen, welchen ich ihm an Stelle eines länger haltenden Geschenks habe angedeihen lassen. Er wollte ja eigentlich, dass ich ihm eine Karte für diese alternative Halloween-Party schenke, wo wir Montag Abend hinwollten (bzw. wo er hinwollte – mein Enthusiasmus gegenüber dem abendlichen Rausgehen war ja von jeher nie sonderlich ausgeprägt und hat sich mittlerweile vollkommen verflüchtigt), bloß war die Veranstaltung dann zu schnell ausverkauft, als dass wir da noch irgendetwas hätten reißen können. Sogar die Frau, von der wir Sonntag mit Arne unser Hochbett geholt haben, konnte daran nichts mehr ändern, obwohl sie dort wohl etliche Finger im Spiel hat und mir versprochen hatte, es noch zu versuchen. Hat sie auch, es hat nur nicht funktioniert. Ein Segen, ich hätte ja eh keine Lust gehabt. Und R war letzten Endes auch nicht so enttäuscht, also habe ich ihm stattdessen besagten Kuchen gebacken, er hat einen Kumpel herzitiert und wir haben zu dritt in seinen Geburtstag hineingechillt. Die Meute war von dem Kuchen sehr angetan, allen voran Waltraud, welche wir unentwegt davon abhalten mussten, sich das gute Stück komplett einzuverleiben.

Ja. Das Brot aber war auch super jetzt. R hat es gekauft, sodass ich nicht schon wieder welches selbst backen musste. „Musste“ – ich habe meine Vorliebe für Zwiebelbrot neu entdeckt und uns letzte Woche gleich zweimal mit welchem verköstigt. Dazu hatte ich noch ein kleines Glas Olivenpaste. Es war ein Traum, ich sag’s dir. Ein Glück mag R keine Oliven und ich hatte das ganze Glas für mich allein.

Demnächst werde ich, wenn alles gut geht, wieder häufiger Brot haben – ich bin endlich dazu gekommen, mich für eine Einführungsrunde Foodsharing anzumelden. So läuft das hier – du hast deine ein-zwei Einführungsabholungen, bevor du dich dann selbstständig aufmachen kannst, das Essen der Welt zu erretten. Da ich das Foodsharing mit jeder Faser meines Körpers vermisst habe, bin ich mehr als glücklich, das nun endlich in die Wege geleitet zu haben. Sonntag, 13.11. ist es soweit. Dann habe ich ein halbes Jahr ohne Essenretten gelebt und bin mir schon jetzt nicht mehr sicher, wie ich das eigentlich überstanden habe. Ich träume regelmäßig vom Containern, es ist bald nicht mehr auszuhalten. Wenn ich nun noch Containerspots auftreibe, bin ich endlich angekommen und wieder ein vollständiger Mensch. Drück mir die Daumen.

Allgemein bin ich unsagbar erleichtert, nun endlich im Besitz eines gültigen Semestertickets zu sein. Der Wisch hat mich zwar 160€ gekostet, deckt aber ja immerhin auch ein paar Meter mehr Bahn- und Busnetz ab als das Konstanzer Gegenstück, welches für um die 50€ erworben werden kann. Jetzt ist Ausnutzen die Devise. Das habe ich natürlich schon den halben Oktober lang getan – den Berg hier mit dem Rad hochzufahren entspricht nicht meinen körperlichen Fähigkeiten, oder zumindest nicht dem, was ich an Verausgabung noch für tolerabel halte -, jetzt aber endlich auch ohne Angst, kontrolliert zu werden. Ich bin mobil! Endlich! Endlich!

Waltraud macht sich neben mir auf der Sofalehne lang. Seitdem wir Lucy vorübergehend zu den Nachbarn gegeben haben, ist sie aus ihrer vollkommenen Verstörung zurück unter die Lebenden gekommen. R ist überglücklich, seine Monsterkatze wiederzuhaben. Ich bin glücklich darüber, wie R sich freut, und auch selbst nicht ganz unerfreut über Waltrauds unmittelbares Wiederaufleben nach Lucys Umzug, allerdings hätte ich meine Teddykatze schon gern wieder hier. Wir werden nach ein paar Wochen die Andere wieder zu uns holen und Waltraud nach drüben geben; ich bin gespannt, ob das genau so reibungslos abläuft wie die erste Übergabe jetzt mit Lucy.

So, genug geramblet, jetzt wird gezockt.

Vierundzwanzig

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Was für einen schönen Geburtstag ich hatte. Und das Allerbeste daran: Es war nichtmal so ein großartiger Unterschied zu anderen schönen Tagen meines Lebens, was im Grunde ja wohl bedeutet, dass mein Leben sich häufiger mal so benimmt, als hätte ich Geburtstag. Was gibt es Besseres.

Aber ein paar Nuancen merkte man schon heraus. So viele liebe Glückwünsche von so unsagbar lieben Menschen, die ich alle das Privileg habe zu kennen. Ich glaube, ich habe noch nie so eine Menge an ehrlichen, rührenden verbalen Zuwendungen an einem Geburtstag bekommen – man sollte meinen, die Leute werden einfallsloser mit der Zeit, aber von wegen, von wegen.

Und es hört bei Verbalem ja nicht auf. R und ich hatten um kurz vor Mitternacht beschlossen, uns den Rest des (auf Save the lettuce von mir detailreicher gewürdigten) Käsekuchens einzuverleiben, sodass er um Punkt 12 mit einem Teller Kuchen und einem Teelicht darauf ins Zimmer kam, das er irgendwo in der Küche aufgetrieben hatte. Ach, was sah das wunderbar aus. Er hat mir außerdem ein drittes Carcassonne geschenkt, nachdem ich irgendwann vor ein paar Monaten auf die glorreiche Idee kam, meinem ersten Exemplar noch ein zweites hinzuzufügen und die beiden zu einem Monster-Carcassonne zu vereinen. Super Idee an sich, aber durch den gesteigerten Zeitaufwand nicht gerade etwas für den kleinen Hunger zwischendurch. Jetzt verfügt unser Haushalt also als wohl einziger der Welt über drei vollständige und aktiv genutzte Carcassonne – die Jäger und Sammler, und wir können uns wieder aussuchen, für welche Variante wir gerade Zeit haben.

Er hat mir zuliebe außerdem, was mich zugegebenermaßen am meisten gefreut hat, seine Nachmittags-TeKo gecancelt und somit Zeit gehabt, mit Basti und mir in der Küche zu sitzen und das Kilkenny zu vernichten, das Basti mir geschenkt hat. (Sie haben mir die Augen verbunden und ich sollte die Biermarke erraten; natürlich habe ich kläglich gefailt, was vielleicht auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich Kilkenny aus der Flasche zuvor genau ein Mal in meinem Leben getrunken hatte. Zum Glück machte Basti seine Drohung, er würde, wenn ich es nicht errate, den Rest wieder mit nach Hause nehmen, aber nicht wahr. Wer hätt’s gedacht.)

Jetzt habe ich erstmal das Wochenende für mich; Basti ist mit ein paar Leuten gerade auf dem Weg nach Frankreich und R ist bis Mittwoch mit Arne auf Weltverbesserungsreise. Ich mache mir ein bisschen Sorgen, weil der Grad meiner Passiv-Aggressivität im Bezug auf R’s Arbeitsverhalten momentan recht ansehnliche Ausmaße annimmt und ich irgendwie befürchte, im Stil meiner Mutter in diese hochgradig gefährliche Mentalität zu verfallen, die einen dazu bringt, für nichts mehr wirklich dankbar zu sein, weil man der Ansicht ist, das wäre einem jetzt eh geschuldet, nach allem, was einem sonst verwehrt bleibe / zuvor verwehrt blieb. Falls das verständlich ist; für mich ist diese Attitüde leider Gowais seit Ewigkeiten Teil meines Daseins und bedarf keiner weiteren Erklärung. Da ich am Beispiel meiner Mutter genau erfahren durfte, wohin diese Art Denke führen kann (in ihrem Fall zu einem völlig deformierten Welt- und Realitätsbild und Verhaltensweisen, die zu dulden ihrem Umfeld teilweise übermenschliche Anstrengungen abverlangt), beobachte ich diese Entwicklung bei mir mit Schrecken und versuche mit aller Kraft, dagegenzuwirken (etwas, das meiner Mutter nicht eine Sekunde lang einfallen würde; wenigstens das habe ich ihr voraus. Wobei ich ehrlich gesagt der Meinung bin, ihr bezüglich der Einsicht in meine und ihre mentalen Defekte so ungefähr die Welt vorauszuhaben.)

Ich sollte mal schauen, eigentlich, ob sie mir nochmal geschrieben hat, wann sie Zeit hat zu reden. Da sie gerade auf Madeira weilt (wo ich auch in knapp drei Wochen mit Caro bin!), hat sich das Reden an meinem Geburtstag trotz aufwändiger Planung als unmöglich herausgestellt; gestern war ich arbeiten, also hoffe ich, dass sich heute die Gelegenheit ergibt, mir von Mama noch nachträglich gratulieren zu lassen. Sie wolte so gern mit mir reden und ich habe es einfach nicht gebacken bekommen.

Wie schön, dass ich geboren bin; mein Leben hätt‘ sonst wenig Sinn.

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Viel mehr feiere ich aber heute die Tatsache, dass ich es durch neun Semester Uni, Bachelorarbeit und heftigstes Wintertief aller Zeiten hindurch in eine neue Periode des Lebens geschafft habe; was die mir bringt, wird sich zeigen. I’m going with the flow, as always. Wieso mich anstrengen und in irgendeine festgelegte Richtung streben, wenn das Leben mit Tausenden davon um mich herumwirbelt. Ich wirbele mit. Planlos, aber immer bereit, mich auf alles Mögliche einzulassen.

Huch, es ist ja Februar.

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Meine Güte, ich hab‘ morgen Geburtstag und es könnte meinem Bewusstsein ferner kaum sein.
Jetzt habe ich soeben einen Aufruf an elf oder zwölf Menschen gestartet, sie sollen sich doch morgen Abend zu einer gemütlichen Runde bei mir einfinden, und hoffe einfach mal, dass ich das kopftechnisch gebacken kriege und nicht bis morgen Abend wieder vergessen habe. Spontanere Geburtstagsunternehmungen habe ich selten hingelegt, wenn überhaupt.

Ich bin ja mal gespannt, wer kommt. Ich tippe auf Lisa, R, Sarah, Pedro, Trudi, Marie, Lena safe. Johanna vielleicht. Rini, Kepa und Nicole eher nicht. (Wenn Nicole aus Hamburg runterkäme, nachdem wir praktisch seit Jahren nicht mehr dazu kamen, miteinander zu reden.. traurig, aber wahr.. das wäre jedenfalls wirklich mal was. Und Kepa fragte zwar gestern noch, ob ich an meinem Geburtstag was mache, aber er wird trotzdem nicht extra dafür aus Kempten herkommen. Und Rini hat sehr wahrscheinlich keine Zeit, die gute verplante Seele.)

So, in zehn Minuten kann ich schon bei der Tafel anrufen. Ich hoffe, sie haben mal wieder ein bisschen was zum Retten da. Ich habe zwar noch türkisches Fladenbrot, aber würde schon gern noch ein paar Vorräte aufstocken.
Und ich stinke zum Himmel, ich sollte duschen.
Und danach schreibe ich Türkisch. Vielleicht. Ansonsten nächste Woche. Aber ich glaube schon, dass wir heute schreiben. Man wird sehen. Jedenfalls sollte ich heute hingehen.

So ist das alles.