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Banane in mein Ohr

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Was ich aber auch immer für ein Drama veranstalte.

Ich denke zu viel. Mein Leben ist gut und ich selbst mein einziges nennenswertes Problem.

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Des Morgens Klausurenglück, des Nachmittags La-Va-Langeweile.

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Soll ich das nun glauben? Die letzte Klausur meines Pre-BA-Lebens ist vorbei, und während mir das Szenario nur allzu bekannt vorkam, das sich da heute wieder einmal direkt vor meinen ungläubigen Augen abspielte, so fühlt es sich doch jedes Mal erneut verwirrend an: Die paar zusammengehefteten Blätter, von denen ich mir so sicher war, sie würden mir heute den absoluten Untergang auf den Hals hetzen, waren wie von Zauberhand nach einer Dreiviertelstunde beantwortet, vollständig ausgefüllt, und kaum eine Stiftbewegung mit Zweifel ausgeführt.

Den Rest der Zeit saß ich da und wartete. Unter Einfluss von zu viel Kaffee, gemischt mit ein bisschen Adrenalin (ja, ich habe ein paar Klausuren in meinem Leben schon hinter mir, aber diesen Umstand lasse ich mich nicht davon abhalten, immer wieder berauscht zu sein, wenn ich sie so unerwartet und unverdient gut bearbeiten konnte), ein schwieriges Unterfangen, aber ich konnte ja schlecht auf den Fake-Migräneanfall aus der Midtermklausur einen weiteren folgen lassen.

Irgendwann war es soweit, die untätige Dreiviertelstunde vorbei und ich wieder zu Hause – R war schon weg, sodass ich nur schnell (aus dem Eintopf, den er gestern Abend gekocht hat, während ich noch dabeiwar, mir auf den allerletzten Drücker den Rest Neurolinguistik auf Lernzettel zusammenzutragen) mein Mittagessen abfüllte, einen Blumenkohl für Sarah in eine Tüte packte und mich auf in die Arbeit machte. Ich kam pünktlich und habe in einer irre kurzen Zeit irre viele Touren übersetzt, sodass ich mir jetzt eine Auszeit von dieser unfassbar öden Tätigkeit nehme und diesen Eintrag verfasse. Zwei Stunden noch, dann geht es ab nach Hause. Ich weiß gar nicht, wie ich das überleben soll – morgen komme ich wieder her, übermorgen und Freitag genauso. Nachdem ich letzte Woche zuerst wegen Krankheit, dann wegen der heutigen Klausur komplett ausgefallen bin, muss ich das ja aber irgendwie kompensieren. Um des Traumes willen. Und weil ich in zwei Wochen Susmita in Finnland besuchen werde.

Wie gut, dass ich wenigstens viermal bei Elli war letzte Woche. Ich bin zufrieden mit ihrer GFS; am liebsten würde ich sie am Donnerstag selbst halten.

Nun mache ich mich wohl oder übel aber wieder an die Arbeit. Ich betreibe heute fröhliches Island-Hopping zwischen Fuerteventura und Lanzarote und komme mir mittlerweile so vor, als würde ich jeden Stein der Kanaren in- und auswendig kennen. Es sind um die 100 Touren von diesem Anbieter insgesamt, Hälfte Balearen, Hälfte Kanaren. Ich sitze jetzt an den letzten sechs, und während ich sie bei Weitem nicht alle allein übersetzt habe, fühlt es sich trotzdem so an, als hätte ich seit Jahren nichts Anderes mehr gesehen.

Immerhin ist es bei diesen Touren ausnahmsweise meine bevorzugte Übersetzungsrichtung, in der ich arbeiten kann, von Deutsch nach Englisch. Natürlich wäre es mir auch lieber, in die andere Richtung zu arbeiten, wäre denn gewährleistet, dass die Originaltexte ein Minimum an stilistischer Schön- oder zumindest Korrektheit aufweisen; da aber bei den englischen Originaltexten mehr noch als in den deutschen keiner der beiden Faktoren gegeben ist, freue ich mich jedes Mal, wenn ich zumindest ausgehend von einem nur halbwegs grottigen deutschen Original eine englische Übersetzung verfassen kann, die die Bezeichnung „Text“ wenigstens in Ansätzen verdient.

So long; sieht so aus, als könne ich noch mehr Zeit beim besten Willen nicht mehr totschlagen. Dann gibt’s halt heute eine kaffeeinduzierte Überproduktion von meiner Seite; das wird außer mir selbst zwar niemand wertschätzen, aber im Grunde sollte mir meine eigene Wertschätzung ja auch genügen.

Traumleben und ein schlechtes Gewissen

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Ich bin immer noch krank, aber langsam geht es wieder. Zumindest gut genug, dass ich heute in die Uni konnte und eine Stunde lang sinnlos mit dem Fahrrad durch die brütende Hitze gefahren bin (andere Geschichte). Ich sollte Neuro lernen, stattdessen recherchiere ich Basilikum. Ich liebe Basilikum. Hätte ich nicht schon so viel (meine Samen keimen prächtigst!), müsste ich mir dringend Saatgut der Sorte African Blue bestellen, welche man der Legende nach sogar überwintern können soll. Außerdem – es wächst in Strauchform! Ich liebe Kräuter in Strauchform; sie sind so robust und abundant.

So heiß ist es, dass sogar ich mich drinnen aufhalte. Eigentlich ja, um Neuro zu lernen (ich erwähnte), aber dann musste ich ja wie gesagt das Basilikum recherchieren und habe nebenbei R bei Facebook geschrieben, ob man ihm irgendwie beim Einräumen seiner neuen Wohnung helfen kann (die ich immer noch nicht zu Gesicht bekommen habe, und dabei hat er den Mietvertrag letzten Donnerstag schon unterschrieben – zugegebenermaßen tue ich aber auch nicht sehr viel dafür, dass sich das ändert, denn die Strecke zwischen meiner Wohnung und seiner ist mir bei den Temperaturen zu lang und zu bergig, um sie mir ohne triftigen Grund anzutun). Er meinte, er wäre soweit fertig, würde noch kurz ein Sixpack holen und in einer halben Stunde bei mir aufschlagen. So viel zu Neuro. Das ist schon die zweite Klausurenphase, in der mir seine Anwesenheit einen Strich durch die ohnehin schon nicht sehr motiviert angelegte Rechnung macht. Leider zog sie sich dieses Mal auch durch das gesamte bisherige Semester, sodass meine Chancen verschwindend gering stehen, noch einmal so unverdient glimpflich davonzukommen wie letztes Mal. Wirklich, ich fühle mich nicht mehr, als würde ich überhaupt studieren. Ich treibe mich einen Tag in der Woche ein paar Stunden lang an der Uni rum, ja, sicher, aber die restliche Zeit meines Lebens verbringe ich damit, zu arbeiten oder (häufiger) meinen Haushalt und meinen Garten zu einem Grad zu betütteln, den keiner von beiden eigentlich nötig hätte, und mit den wunderbaren Menschen, die bei mir ständig ein- und ausgehen. Außerdem rette ich Essen, verarbeite und verzehre es und informiere mich nebenbei beständig nach natürlichen Alternativen für bisher verwendete Haushalts- und Pflegeprodukte. So ein Dasein könnte ich mein Leben lang führen. Wenn ich könnte. Oh, wenn ich nur könnte.

Ich muss jetzt Neuro lernen, sonst bestehe ich die verdammte Klausur nicht.

Pendel und Presswürste

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Also.. ich will wirklich nicht behaupten, ich hätte über die Zeit verteilt nicht eine ganze Sammlung merk- und denkwürdiger Unterhaltungen mit Kepa geführt, aber sie scheinen nur noch besser zu werden, seitdem er mich abgesägt hat. Ich hatte eigentlich nie die Chance, ihn wirklich gut kennenzulernen – ich habe ihn ja überhaupt erst kennengelernt, als wir (von kurzen Unterbrechungen mal abgesehen) zum ersten Mal überhaupt, seit ich vier war, nicht mehr am gleichen Ort lebten.

Das muss man sich eigentlich erstmal vorstellen. Wie so ein Riesenpendel, das sich langsam einschwingt – jedes Mal ein bisschen weniger versetzt.

Dass er in Oldesloe geboren wurde und eine halbe Stunde von dort entfernt aufgewachsen ist, ist jetzt an sich nicht das riesenspektakuläre Drama; zumindest über seinen Vater weiß ich, dass er schon ewig in der Gegend gelebt hat. Meine Eltern dagegen sind nichtmal ansatzweise norddeutsch, alle beide nicht. Ich kam von Berlin aus nach Oldesloe, als ich gerade vier Jahre alt war, mein Vater in Hamburg eine neue Arbeit antrat und zusammen mit meiner Mutter das Haus gekauft hatte, das erst seit ein paar Tagen niemand von uns mehr bewohnt. Ich solle in einer ländlicheren Gegend aufwachsen, hatten die beiden befunden, und das damals noch etwas idyllischer und weniger heruntergekommen anmutende Kleinstädchen in praktischer Pendlerlage zwischen Hamburg und Lübeck wurde ihren Ansprüchen dafür genau gerecht. Derweil hing der achtjährige Peter (dass er mal zu einem Kepa werden würde, konnte damals ja noch niemand ahnen) in einem Haus direkt am See bei seiner Familie rum und wurde vermutlich damals schon von seinem Vater mit der Lebensweisheit indoktriniert, ein Mensch sei nur dann ein Mensch, wenn er unternehmerisch denken könne.

Dann gehen wir studieren, einmal quer durchs Land an die gleiche Uni.

Dann landen wir bei Enara. Er in ihrem ersten Lehrjahr, ich im zweiten. Er wollte ja unbedingt Baskisch lernen, nachdem ihm irgendwann mal dieser merkwürdige Fußballverein aufgefallen war, Athletic Bilbao, bei dem – ganz konsequent – ausschließlich Basken spielen dürfen. Also fuhr er spontan mal hin, um das Treiben da unten genauer ins Visier zu nehmen, und verliebte sich in das Land. So kann’s kommen. Ich hatte keine Ahnung von nichts, als ich den Kurs bei Enara anfing; ich hatte einfach nur in meinen Linguistik-Vorlesungen ein paar Bemerkungen über den einzigartigen Status des Baskischen gehört und dachte mir, hey, schau dir das doch mal an. Dann lernte ich Ilargia kennen. Und ab da war es nicht mehr weit, bis ich Enara – hyper bis zum Gehtnichtmehr – die Nachricht überbrachte, dass ich meinen Erasmus-Platz in Vitoria bekommen hatte.

Und dann ist Exkursion nach Vitoria mit insgesamt 20 Teilnehmern aus Enaras verschiedenen Kursen, und ich lerne Kepa kennen. Im Baskenland, wo auch sonst. Faszinierend, wenn man sich das alles in einem rasend schnellen Wirbel vorstellt und in dem Moment auf Stop drückt, in dem ich Kepa verkünde, dass ich das Buch, welches ich eben im Elkar gekauft habe (das erste, das mir in die Finger kam, dessen Titel ich ganz verstanden habe), irgendwann vorhabe lesen zu können.
Egia esan. Ebendieses Buch liegt gerade neben meinem Laptop und ich betrachte es halb ungläubig aus dem Augenwinkel. Ich sollte wieder mal reinschauen; es ist schon viel zu lange her.
Vor allem amüsiert mich, wie ich damals den Titel eigentlich nicht wirklich verstanden habe. Sicher, egia esan heißt die Wahrheit sagen, genau wie ich dachte. Aber viel mehr als das bedeutet es eigentlich „um ehrlich zu sein“, „um es mal so zu sagen“. Ich hätte dieses Buch eigentlich gar nicht haben dürfen. Wer weiß, welches an seiner Stelle rechtmäßig hier neben mir liegen sollte. Wer weiß.

Naja. Darum geht es ja eigentlich gar nicht. Überhaupt war doch eigentlich alles, was ich sagen wollte, dass ich unheimlich gute Gespräche mit Kepa hatte, seitdem er mich abgesägt hat. Zwei Stück an der Zahl nun bereits in ja doch recht kurzer Zeit. Das erste war direkt dabei, bzw dann danach. In diesen paar Stunden habe ich mehr Einblicke in sein Innenleben bekommen als in den anderthalb Jahren davor zusammen. Überhaupt in ihn. Überhaupt in sein Leben.
Und heute wieder. Über Stunden haben wir geschrieben, wie schon lange nicht mehr. Über alles Mögliche. Über alles Mögliche Wichtige. Zwischen dem ganzen Unsinn, der unseren Umgang miteinander ausmacht. Ich fühle mich privilegiert, ihn wieder ein Stück besser kennengelernt zu haben.

Irgendwo war es unglaublich gut, dass er mich abgesägt hat. Es hat so viel Transparenz mit sich gebracht. Ich höre zwar deshalb nicht auf, mich furchtbar in ihn zu verlieben, aber das macht überhaupt nichts. Es ist alles so einfach, wenn die Verhältnisse geklärt sind.

Bleibt zu erwähnen, dass sich wieder mal die Haut von meinen Händen ablöst, ich soeben einen beachtlichen Teil meines linken Daumens verdrückt habe und irgendwie befürchte zu wissen, warum mein rechter Zeigefinger seit Tagen wehtut, den Eindruck macht, als wolle er seinen Nagel aus dem Bett sprengen, und sich wie eine Presswurst anfühlt. Er ist eine Presswurst. Eine viel zu hohe Anzahl meiner Finger sind Presswürste, eingequetscht in einer Hautschicht, die längst kein Teil von ihnen mehr ist. Wie eklig.

Egunero Fail of the Day: Special Night Edition.

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Laura hat es mal wieder geschafft: The fail is on.

Ich war eben pünktlich wie die Bahnhofsuhr beim Döbele und wollte sie abholen, nur um festzustellen, dass der Bus, der da ankam, eigentlich zwei Stunden Verspätung hatte und sie natürlich nicht drinsaß. Nachdem sie nicht an ihr Handy ging, habe ich ihr eine Nachricht draufgeredet und es nach einer Weile nochmal versucht. Es ging dann ein mir völlig unbekannter Mensch dran und ich war schon überzeugt, mich verwählt zu haben, bis er mich auf einmal an Lauras Bruder weitergab, welcher mir verkündete, dass die Gute ihr Handy bei ihm hatte liegenlassen. Wie auch nicht.

Nachdem ich ja zum Glück vorhin schon mit dem einen Busfahrer geredet habe, werde ich wohl dann jetzt einfach gleich wieder lostingeln, gegen drei am Döbele sein und hoffen, dass dieser Bus in absehbarer Zeit mal aufkreuzt.

Die Anderen schlafen seit Stunden schon friedlich vor sich hin. Wir hatten einen sehr schönen, gemütlichen Tag mit viel, sehr viel Schnee und leckerem Essen, Black Stories und Alkohol. Außer Janine natürlich, Janine ist weiterhin standhafte Nichttrinkerin und nicht einmal Roberts und mein Einfluss wird das jemals ändern.

Saskia kommt dann heute Abend noch an (hoffentlich pünktlich oder mit Handy) und wird unsere kleine, aber feine Runde vervollständigen.

Ich mach‘ mich super, muss ich sagen. Ich habe zwar wirres Zeug geträumt letzte Nacht, aber die Gegenwart der Anderen tut mir wahnsinnig gut. Den letzten Durchhänger hatte ich wirklich, bevor Robert, Janine und Becci ankamen. Das führte natürlich dazu, dass die Wohnung (und ich, leider) zum Zeitpunkt ihrer Ankunft nicht wirklich in dem Zustand waren, in dem ich sie (und mich) gerne gehabt hätte, aber es wurde mir großzügig verziehen (dabei hatten zwei Drittel der Eintrudler noch nichtmal von meinem pseudomärtyrerischen Abgewürgtwerden efahren).

Becci war zu betrunken vorhin und wurde deprimiert. Ihre Beziehung macht sie auch schon seit Ewigkeiten mehr unglücklich als sonstwas. Die Arme, diese Arme.

Jetzt geh‘ ich los. Auf ein Neues!

Einige erfreuliche Neuigkeiten

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Erstens. Es ist Wochenende. Ich werde nichts machen. Das ist so ungemein wertvoll.

Zweitens. (Das wird die – obschon zweifellos hochgeschätzten, mit diesem Thema wohl eindeutig überschwallten – Leser weniger erfreuen, mich dafür umso mehr.) Nachdem sich meine Anlage nunmehr aufgebaut in meinem Zimmer befindet, habe ich angefangen, mal wieder meine CDs zu benutzen, mir im Rahmen dieses Projektes Ken Zazpis Atzo da bihar vorgenommen und zu meinem großen Erstaunen festgestellt, dass ich beträchtliche Teile der Lieder einfach verstehe.
Wie unglaublich ist das bitte. Ich bin überglücklich. Zumindest Ken Zazpi-Vokabular habe ich also mittlerweile drauf.

Drittens. Tasche ist aufgetaucht. Stein vom Herzen, ich sag’s dir – und ich kann mein unermessliches Glück mal wieder nicht glauben. Es scheint alles noch drinzusein. Inklusive CDs, Häkelnadel und – ja – auch meinem Geldbeutel. Dienstag habe ich Zeit, sie abzuholen. Bei der Gelegenheit kann ich mich auch gleich mit meinem frisch zurückerstandenen Perso ummelden gehen, bei der Gelegenheit gleich auf selbigem meine Adresse ändern lassen und meinen ebenso frisch zurückerstandenen Reisepass gegen meinen neuen eintauschen. Das wird ein lustiger Nachmittag im Bürgerbüro.

Viertens. Ich habe vorhin mit Susmita geredet. Sie ist zwar gestresst und erkältet, aber hört sich halbwegs positiv an, was ihre Erfahrungen in Finnland angeht. Es tat gut, mit ihr zu reden. Wir haben Ewigkeiten telefoniert.

Fünftens. Am 2. September gibt’s endlich ordentliches Internet.

Sechstens. Ich scheine aus dem gröbsten Chaos rauszusein. Mein Zimmer ist fertig eingerichtet, ich habe schon anfangen können, ein bisschen im Garten zu werkeln, bin regelmäßig, aber nicht übertrieben viel in der Arbeit und fühle mich wohl mit meinem Leben. Daniel fährt nächste Woche nach Spanien runter, sodass die Euskera-Stunden vorerst wegfallen (an sich ja nicht die beste Nachricht aller Zeiten, aber immerhin bringt mir das einen Vormittag mehr Zeit und Ruhe), und Sarah geht Mitte des Monats nach Bolivien, was mir zwar (ebenfalls nicht erfreulich, natürlich) eine meiner liebsten Personen hier für geraume Zeit wegnimmt, aber andererseits auch wieder Ruhe und Zeit verschafft. Ich hoffe, es diesen Sonntag endlich mal wieder zum Foodsharing-Treffen zu schaffen.

Siebtens. Meine Medis wirken grandios; ich fühle mich ziemlich gut und habe weder Katastrophenstimmung noch übermäßig oft Panik. So muss das sein. Auch wenn die Euphorie von vor dem Absetzen nicht mehr da ist, aber das ist ganz in Ordnung so. Das hat mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, die Aktion. Da bin ich nicht so gerne, aber es ist auch besser, als jeden Bezug zur Realität zu verlieren. Schätze ich.

Achtens. Menschen schreiben mir. Ich habe nie das Gefühl, dass niemand an mich denkt momentan. Und ich verbringe so viel Zeit außerhalb von Facebook, dass gar nicht erst die Möglichkeit besteht, wie so oft alle drei Minuten vorbeizuschauen und dann von der leeren Inbox irrational frustriert zu sein. Dieses Gefühl ist so überflüssig. Mir wird gerade erst klar, wie viele Menschen sich dem wohl (so aktiv wie unbewusst) aussetzen, einfach indem sie viel zu oft ihr verdammtes Facebook checken, so, wie ich es auch mache, wenn Zeit dafür da ist. Wie sagte ich damals ergänzend zu diesem Video, „to the waiting, an eternity.“ (Ich vertrau‘ einfach mal darauf, dass ich das richtige Video erwischt habe – unser vorläufiger Router macht uns inzwischen manchmal selbst das Laden von Bildern unmöglich, von Videos gar nicht erst zu reden.)

So sieht’s aus. Das ist doch schön, das alles.

Diesen Zustand muss man ändern…

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..dieser Zustand ist nicht gut.

Das war ja noch lustig gestern. Mir wurde ein Taxigutschein ausgestellt, mit dem ich mich durchs halbe Bundesland nach Hause befördern lassen habe. So geschlaucht war ich lange nicht.

Nun bin ich irre froh, wieder zu Hause zu sein, aber meine Laune ist trotzdem entsetzlich. Ich habe eben – was ich nicht hätte tun sollen – Cipralex-Absetzerscheinungen gegooglet; das hat zwar all meine Unzufriedenheit mit diesem beklagenswerten Zustand wieder relativiert (im Grunde ist es ganz unfassbar; keine der wirklich häufigen Nebenwirkungen sind bei mir aufgetreten), aber trotzdem, ugh, nee. Ich dachte schon, ich wäre übel dran, dabei habe ich gar nichts außer ein bisschen dramatisch schlechter Laune. Die Stromschläge sind auch wieder weg mittlerweile, die mich ein paar Tage lang wie Blitze durchzuckt haben. Die hat auch jemand Anderes in seiner Beschreibung erwähnt. Von Schwindel, Kopfschmerzen und Dergleichen bin ich ja komplett verschont geblieben. Ein wenig nach Kotzen zumute ist mir seit Tagen, aber das hatte ich auf die diversen Fahrten quer durchs Land geschoben.

Sie sind sich fast alle einig – die Absetzerscheinungen sollen so schlimm sein, dass sie einem übereinstimmend raten, das Zeug gar nicht erst zu nehmen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Ich dagegen bin einfach mal kurz davor, das Projekt Entzug in den Wind zu schießen. Ich will so nicht leben. Das kommt mir viel zu sehr vor wie vorher. Lieber nehme ich es mein Leben lang durch. Das mag zwar für meine Lebenserwartung nicht das Tollste sein, aber dafür würde es ein tolles Leben werden.

Ich würde mich so gern zusammenrollen und alles vorbeiziehen lassen.

Im Zuge meiner Zugfahrt..

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Frankfurt Hauptbahnhof.

Schon ein kleines Wunder, dass ich bald zu Hause bin.

Ich hab’s wirklich nicht so mit Zugfahren. Vor allem habe ich es an mir, ab und an den verkehrten zu erwischen. So wie heute Nachmittag, als ich in Hamburg – in Eile, weil mein RE Verspätung gehabt und ich mich ganz genau pünktlich zur Abfahrtszeit zum richtigen Gleis durchschlagen können hatte – ohne mich großartig umzusehen in den Zug nach München statt den nach Basel gehüpft bin. Es hatte schon zur Abfahrt gepfiffen und ich war froh genug, überhaupt reingekommen zu sein.

Es dämmerte mir erst nach und nach. Mir ist immer noch nicht ganz klar, wie das nun genau vor sich gegangen ist; es war ganz eindeutig Gleis 14. Mein Zug fuhr von Gleis 14. Ich schwöre, alda lan.
Jedenfalls bin ich dann lieber in Fulda ausgestiegen, statt mich ganz in die falsche Richtung verschleppen zu lassen. Von dort aus plante ich irgendwie nach FFM zu kommen und mich dann bezüglich weiterer Verbindungen neu zu orientieren.
Der Zug Richtung Frankfurt, den ich in Fulda nahm, endete dann unplanmäßig in Hanau, wegen Bauarbeiten. Wenn uns das mal nicht bekannt vorkommt – nicht das erste Mal, dass ich ohne es eigentlich zu wollen in Hanau lande. Aber das eigentliche Wunder geschah kurz bevor ich ausstieg, in Form der Ansage aller erreichbaren Anschlusszüge, in denen mein Originalzug – der ICE Richtung Basel – erstaunlicherweise auch vertreten war. Zehn Minuten gewartet und er trudelte ein.

Züge sind heute recht überfüllt – ich hab‘ von Hanau hierher erstmal auf dem Boden gesessen mit meinen ‚zig Taschen und Tüten (wenn ich von meinen Eltern komme, sehe ich immer aus, als würde ich umziehen). Ich hatte eh keine Reservierung und war schon heilfroh, im Münchener ICE noch einen von Hamburg bis München (was mich eigentlich stutzig hätte machen können, hm) reservierten Abteilplatz erwischt zu haben, den irgendein anderer Reisender so gnädig gewesen war nicht in Anspruch zu nehmen. Aber dafür, dass ich eigentlich sogar 1. Klasse gebucht hatte, war ich eben in Hanau doch nicht wirklich erfreut darüber, in diesem Zug hier nicht einmal einen Sitzplatz zu bekommen. Aber gesegneterweise ist ja FFM ein nicht unwesentlicher Knotenpunkt in den Plänen vieler Zugreisender, und somit landete ich eben – fünf Stunden zu spät, aber immerhin – doch noch wohlbehalten auf einem bequemen Platz der 1. Klasse, Steckdose für meinen Laptop und (gut funktionierendes) WLAN inklusive. Ich freue mich.

Zugegebenermaßen war ich, bevor dieses Wunder sich ereignete, schon ein bisschen ins Überlegen gekommen, ob überhaupt noch ein Zug in meine Richtung fahren würde, wenn ich erst einmal hier angekommen wäre. Aus München habe ich in der Richtung nicht die allerbesten Erfahrungen gemacht, wenn ich an das The Used-Konzert damals zurückdenke. (Seitdem weiß ich auch, dass der Ulmer Hauptbahnhof kein idealer Ort zum Übernachten ist und als einzige Schlafmöglichkeit mit halbwegs akzeptablen Temperaturen eine Fotokabine bietet. Oh memories.) Deshalb hatte ich schon den wunderbaren Plan entworten, zu JO zu fahren und bei ihr zu schlafen, falls es mit dem Nachhausekommen schwierig geworden wäre. Sie und Bernd wären vermutlich aus allen Wolken gefallen, vor allem, weil 1) mein Handy natürlich keinen Akku hat und 2) ich ihre Nummer sowieso nicht mehr habe, seitdem sie aus Argentinien zurückist und offenbar Schwierigkeiten hatte, ihre alte SIM-Karte in ihrem neuen Handy zu integrieren.

Und wir fahren! Oh, was ist das schön. Die Silhouetten der Bürogebäude in der Sonne. Ich mag es hier. Und ich freue mich über das Gefühl, jemanden zu haben, sollte ich einmal hier stranden. Doch, Frankfurt ist toll. Wer war es noch, der zu mir meinte, hier würden zu viele Banker herumlaufen? Irgendein ahnungsloser Mensch auf jeden Fall. (Ich glaube, Pedro war’s. In dem Fall würde ich ihm Unrecht tun mit dem Attribut.)

Verspätung. Wenn ich jetzt noch wegen dieser 25 Minuten die letzte Schwarzwaldbahn in Offenburg verpasse, lache ich mich wirklich aus.

Endlich wieder Itxaropena hören und mich fragen, wie solche Perfektion nur existieren kann.

Edit II: Es wird nicht ganz so simpel werden mit dem Nachhausekommen. Aber mir soll alles recht sein, solange ich morgen um vier Uhr nachmittags das Licht meiner potenziellen Wohnung erblicke.

Meine Arbeit, die ist herrlich…

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…meine Arbeit, die ist schön.

Wer hat schon das Glück, als unfertiger, unqualifizierter, un-alles-er Student in seinem Traumberuf arbeiten zu können.

Natürlich zahlen sie mir nicht gerade das, was einem fertigen, offiziell qualifizierten Übersetzer gebühren würde, aber – oh well, ich bin nunmal nicht fertig und offiziell qualifiziert.

Ich habe heute von 10.30 bis 18.00 ohne großartige Pausen durchgearbeitet – einerseits weil ich das ganze Zimmer für mich alleine hatte (Sarah hat sich heute Urlaub genommen, weil sie übers Wochenende mit Freunden aus ihrer Heimat nach Italien gefahren ist und erst ganz spät heute zurückkommt), andererseits weil der große Tag bald kommt, an dem die Website online geht und im Idealfall alles fertig wäre, und außerdem, weil es schlicht und ergreifend herrlich ist.

Ich habe so viele City Sightseeing-Hop-On Hop-Off-Touren heute übersetzt, dass mir mein Kopf am Ende geschwirrt hat wie nichts Gutes. Genauer gesagt war ich nach einem halben Blech meiner mitgebrachten Pizza, einer halben Tüte Kaufland-Fake-NicNacs, zwei Riesenkaffees aus der büroeigenen Maschine und gefühlten dreißigtausend Touren so dermaßen auf Drogen, dass ich wie bescheuert an meinem Schreibtisch vor mich hingegrinst habe und meine Finger nur so über die Tastatur flogen. Man kann sich also auch in Ekstase übersetzen – der heutige Nachmittag und ich sind der lebende Beweis.

Mit meinem Dasein vollkommen zufrieden, kam ich dann aus dem Büro – ich durfte im Angesicht der Stresssituation und nahenden Deadline allein dableiben, als Gian nach Zürich zurückmusste, habe pflichtbewusst den Stecker der Kaffeemaschine aus der Steckdose und die Tür hinter mir ordentlich zugezogen und kam mir so unglaublich toll vor – in die brütende Hitze hinaus. Hier unten sind wir bislang von jeglichen Unwettern verschont geblieben, fragt sich, wie lange noch. Jedenfalls trug das nur zu meiner grandiosen Stimmung bei und ich konnte mal wieder nicht glauben, dass es ein Leben so wunderbar wie meins überhaupt geben kann. Ich kann es bis jetzt kaum glauben. So wie ich es einen Großteil meiner Existenz über momentan nicht glauben kann.

Wer hätte gedacht, dass dieses überzeugte Negativseherchen nochmal zum größten Optimist der Geschichte wird. Aber natürlich – es sollten vielleicht Sachen erst einmal gut laufen, damit man den Optimismus lernen kann. Heutzutage sehe ich über alles Fehlende in meinem Leben größtenteils tolerant hinweg und huldige dafür allem, was sich so an Schönem in meiner Reichweite befindet. Morgen ist offiziell der letzte Medi-Tag – da ich aber danach noch ein Drittelmedi übrig haben werde, verschiebt sich das Ende des Segens um einen Tag. Ein Drittelmedi hier rumfliegen zu haben muss ja nicht sein. (Ich komme mir fast vor wie so ein Raucher, der aufhören will. Das Päckchen aber noch zu Ende, das geht doch nicht.)

Eben habe ich mit meinem Vater ausgemacht, dass ich nächste Woche überraschungsmäßig zum Geburtstag meiner Mutter hochfahre. In meinem leicht angetrunkenen Zustand (das war merkwürdig vorhin, ich sah irgendwelche Wein- und Sektreste rumstehen und verspürte auf einmal so einen Reflex, es mir einfach alles in einem Zug reinzukippen – es war toll) kommt mir das wie eine grandiose Idee vor, auch wenn Papa meint, dass Mama einen Herzinfarkt erleiden wird, wenn ich auf einmal wie aus dem Nichts am Morgen nach meiner heimlichen Ankunft die Wendeltreppe von meinem alten Zimmer hinunterkomme.

Zuerst einmal wird aber nach Luxembourg gefahren. (Habe ich auch übersetzt heute, die Luxembourg-Tour. Jetzt freue ich mich noch mehr darauf.) Ich hab‘ zwar noch keine Idee, wie ich hinkomme – meine Mitfahrgelegenheit fährt nun doch nicht – aber das wird schon. Und dann sehe ich Against Me! – welch zweifelhaftes Vergnügen.

Jetzt kam Saskia gerade wieder online, vielleicht können wir jetzt ja weiterreden. Sie arbeitet momentan noch als AuPair in Vitoria und wir hatten vorhin kurz geredet, bis sie essen musste. Oh wie ich mich gefreut habe, sie zu hören. Es war so lange her.

Außerdem freue ich mich ziemlich auf das Flohmarktwochenende. Und darauf, dass Laura kommt, die ich dann zum ersten Mal wieder sehen werde, seitdem sie nach Russland gegangen ist. Meine Güte, wie die Zeit fliegt. Und Trudi bekommt LSD und wir können es dann zusammen nehmen, der Traum de siempre. Ich hab‘ nicht das allergrandioseste Gefühl, was das angeht, aber grandios genug, um es (vermutlich) in jedem Fall zu versuchen. Jetzt habe ich schon so lange geduldig gewartet, bis ich endlich die Medis abgesetzt habe. Wenn sich die Gelegenheit doch jetzt schon ergibt, was soll ich da noch ein halbes Jahr warten, bis das ganze Zeug endlich aus meinem System verschwunden ist.

Ich habe langsam (oder schneller) den Eindruck, dass ich irre mitteilungsfreudig bin gerade. Wunderbar, wie sich Alkohol und Kaffee vermischen und meine Laune und Kommunikativität explosionsartig in die Höhe treiben. Aber schade für meine geschätzten Bots, die den Unsinn hier durchkämmen.

Ich höre auf.

Gehiago entzuten, aukeratzen…

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Ein bisschen schneller und unstrukturiert heute; ich muss „früh“ aufstehen und möchte nicht riskieren, wieder ohne es auch nur zu bemerken meinen Wecker um halb zehn Uhr einfach auszuschalten. Was für ein Luxusproblem.

Mein Wochenende war ausgezeichnet. Freitag Abend der Foodsharing-Kennenlernabend – nicht ganz so toll wie letztes Mal, aber immerhin eine Gelegenheit zu lernen, und ich hatte so oder so ein paar interessante Gespräche. Samstag ein Ausflug zum Flohmarkt auf die Reichenau mit Sarah, wo ich nicht nur ein paar schöne und praktische Kleinigkeiten gefunden habe, sondern, sehr unplanmäßig, an der Straße im Gebüsch auch noch ein Fahrrad. Somit bin ich aktuell stolze und glückliche Besitzerin zweier fahruntüchtiger Fahrräder.

Das Fahrrad von der Reichenau zu Sarah zu bekommen war nicht unbedingt das müheloseste Unterfangen, da es eine Acht im Vorderreifen hatte und über weite Teile der Strecke nichtmal möglich war, es zu schieben. Aber irgendwann ein paar Kilometer weiter war es geschafft. Ich blieb so lange bei Sarah, bis ich losmusste, um mein eigentliches Fahrrad abzuholen. Ein Kumpel von Serj machte mir den Keller auf; das Rad war noch da, wenn auch korblos, auf beiden Reifen platt und im gleichen erbärmlichen Zustand wie vor einem halben Jahr, nur ein bisschen verstaubter. Immerhin konnte ich mich (anders als zu früheren Zeiten) problemlos an die Kombi des Zahlenschlosses erinnern und es mit nach draußen nehmen. Dieses Exemplar war sogar schiebefähig. Ich brachte es zur Wohnung der Person, zu der ich nachher gehen werde, um mich ihr als Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen; sie macht seit Neuestem eine Ausbildung zur Auraheilerin und sucht Übungsob(- oder eher -sub)jekte. Ich habe zwar keine Ahnung, was sie genau mit mir anzustellen gedenkt, aber es klingt interessant, und ich mag interessante Dinge. Und Auren mag ich auch, zumindest die Vorstellung davon. Vielleicht finde ich nun endlich heraus, ob es wohl wirklich welche gibt. Und vielleicht kann ich ihr meine Theorie erzählen, dass die Auren je nach Situation schrumpfen oder wachsen.

Dann jedenfalls waren Sarah und ich im Irish Pub, wo es Livemusik gab, und hatten mit pitcherweise Cider und Kilkenny’s und Nachos und guter Laune einen herrlichen Abend. Hach, was war das schön. Auch wenn ich um ein Haar meine geliebte Häkelnadel in einer Ritze der Bank verloren hätte. Aber weil ich mich einfach geweigert habe, die Bergungsarbeit aufzugeben, hatte ich sie irgendwann wieder.
Es war gerade Zeit für den letzten Bus, als wir rauskamen. Weil wir aber noch containern wollten, ließen wir uns Zeit und wanderten durch die halbe Stadt zu Sarahs neu entdecktem Spot, einer reinsten Goldgrube. (Im Fall von gestern Nacht eher Chiligrube. Aber es gab auch schier unendliche Mengen an Tomaten und Auberginen, und ein paar Äpfel und einen Granatapfel haben wir auch noch gerettet.) Ich habe dann bei Sarah geschlafen und wir haben den gestrigen Tag mit Essen, Musikmachen und Sonnetanken verbracht. Ein Traum, ich sag’s dir.. Wobei natürlich meine Träume um einiges konfuser und weniger angenehm zu durchleben sind; ich hab‘ da ja schon wieder einen Müll geträumt, es ist gar nicht zu glauben.

Vorhin war dann reguläres Sonntags-Foodsharing-Treffen und hinterher war ich noch Bärlauch pflücken an der Fahrradbrücke. Eine Premiere; ich habe noch nie zuvor etwas mit Bärlauch gemacht, nicht ein Mal im Leben. Aber man lernt ja nie aus; ich hab‘ mich gerade eben noch in die Küche gestellt und ein wunderbares Bärlauch-Oliven-Salz hergestellt, das nun im Ofen vor sich hintrocknet. Und es riecht so umwerfend, das Zeug.

Und jetzt wird es wirklich mal Zeit zu schlafen.

Ach Shit, ich glaub‘, ich hab‘ gerade Schwachsinn geschrieben. Ich wollte eigentlich Pedro mitteilen, dass ich ständig nur draußen bin, und habe.. was denn, „etxeraz“ geschrieben, wenn es eigentlich „etxeaz“ heißen müsste? Oder ist es etwa keins von beidem und ich leite mir wieder mal nichtexistente Formen aus Berri Txarrak-Texten ab?
Etxeren kanpo“ dann vielleicht? Aaaaah, ich habe keine Ahnung.
Jedenfalls bin ich der einzige Mensch in meiner Bekanntschaft, der dermaßen durchdreht, wenn er glaubt, sich irreversibel vertippt zu haben. Der allereinzigste.