Schlagwort-Archive: Green Day

Break these barriers down, make these walls collapse.

Standard

So. Durch eine Reihe von Zufällen begab es sich also, dass ich den diesjährigen Silvesterabend ungeplant unverplant nach Ukumenschmanier verbringe: allein, zu Hause, und glücklich damit.

Okay, der Ukumensch und ich haben vermutlich selbst vom allein zu Hause verbrachten Silvesterabend noch unterschiedliche Vorstellungen. Soweit ich mich erinnere, holt er sich zu dieser Angelegenheit für gewöhnlich ein unverschämt teures Stück Fleisch und leckeren Wein, macht es sich gemütlich und lässt es sich gut gehen. Zumindest war es damals so, als wir uns kannten. Meine Aktivitäten momentan sehen so aus, dass ich gerade vom Spinat-Champignon-Ziegenkäse-Sahne-Sauce-Einkochen eine kleine Pause mache, während die Sahne auftaut. (Sie liegt zu diesem Zwecke bereits im Glas zusammen mit den ansonsten fertigen Zutaten im Topf bzw fließt langsam, aber sicher heraus und vermischt sich brav mit dem Rest.)

Ich habe Musik, die ich ewig nicht mehr gehört habe, auf einer Lautstärke laufen, deren Existenz (und Wirkung) ich in meinem angepassten Reihenhaussiedlungsdasein schon ganz in die letzte Ecke meiner wehmütigen Erinnerungen an andere Zeiten zurückgeschoben hatte.

Der weitere Plan sieht vor, dass ich die Sauce fertigmache, sie dann abfülle und Tomaten-Pilz-Sauce koche, um die beiden Saucen anschließend zusammen einzukochen. Dann werde ich die Küche gründlich aufräumen – überfällig, nachdem ich mich die letzten paar Wochen aus dem Küchen-Aufräum-Business dank anderer Verpflichtungen so ziemlich vollständig zurückgezogen hatte und jetzt, wo ich meinen Kopf langsam zurück ins Leben strecke, mit einigem Entsetzen den Zustand sowohl der Küche als auch meines eigenen Zimmers registriert habe.

Mein Weihnachtsbaum ist bereits abgeschmückt und mit Bastis Hilfe nach draußen verfrachtet worden. Das heißt, ich kann nachher hierdrin auch noch staubsaugen und dann die zwecks Weihnachten verlagerten Wäschetüten und Kisten mit Computerkrams wieder an ihre angestammten Plätze bringen. Danach werde ich duschen, mich hübsch anziehen und, solchermaßen den Beginn des nächsten Jahres würdigend, mich den gestern erwähnten Feinheiten meiner BA-Arbeit widmen, welche heute bisher sträflichst vernachlässigt wurde.

Ich sitze hier und höre Attack! Attack!. Ich fasse es gar nicht. Und ich habe alle drei Hinder-Alben durchgehört, die ich besitze; das letzte sogar zwei Mal, weil ich es so schlecht finde, dass ich es selbst früher kaum gehört habe, und mir dachte, ich sollte mich besser mal wieder einem ungeliebten Stimulus aussetzen, um ihm am Ende mehr Respekt entgegenbringen zu können.

Oh, wie mich dieses Album in ein völlig anderes Leben verschleppt. Ich liebe diesen Abend. Irgendwie schwanke ich kolossal zwischen übermäßig ziellos, übertrieben tatkräftig und panisch, dass mir die Zeit wegrennt, und dann ist da noch dieser überaus nervige Teil von mir, der so furchtbar nostalgisch ist und den es um jeden Preis im Schach zu halten gilt. Dafür ist diese Musik eigentlich eher suboptimal geeignet. Aber immerhin ist sie laut; sie ist laut und die Lautstärke verdrängt alles an zusätzlicher Nostalgie, die die Musik hervorruft.

Unglaublich, wie ich Basti heute eine ganze Vortragsreihe über die Redundant Nimrods gehalten habe. Mit veranschaulichenden Materialien und allem. Ich habe ihm gesagt, man sollte diese Schublade bei mir nur mit ganz viel Zeit und Geduld aufmachen. Und wir kamen wir drauf? Green Day, natürlich. Green Day steht immer am Anfang. Bei mir zumindest.

Werbeanzeigen

Moving In with Billie

Standard

Nachdem ich mich nun auch einmal angefangen habe über Alternativen zum in Kürze versterbenden blog.de zu informieren, habe ich mich dem Trend angeschlossen (dass ich das noch erleben darf) und mich für einen Umzug zu WordPress entschieden. Was sollte ich auch Anderes tun, wo der Name der aktuellen Version schon so effektiv meinen unterschwellig vermutlich auf Lebenszeit bestehen bleibenden Green Day-Fanatismus triggert.

Green Day Community

Standard

Das ist merkwürdig. Ich hatte so viele Jahre jetzt – ziemlich genau acht an der Zahl sind es jetzt, unbegreiflicherweise – Green Day in meinem Leben, bin aber nie darauf gekommen, mich bei der GDC zu registrieren. Bis jetzt, vor ein paar Stunden, als ich über Facebook festgestellt habe, dass sie ein paar Covers zu einer Trilogie zusammenstellen wollen und man sich melden kann, wenn man mitmachen möchte. Das war mir den Sign-Up dann doch wert und ich habe mich ein bisschen dort eingelesen und umgeschaut und gemerkt, wie viel ich da eigentlich verpasst habe. Sowas hätte ich zu Prä-RNs-Zeiten mal gebrauchen können, so mit 14-15. Vielleicht wäre ich mir dann nicht so verloren vorgekommen damals. Vielleicht hätte das auch meine Einstellung zu den RNs, als es uns dann gab, relativiert und so letztendlich sich irgendwo lindernd auf meinen Weltuntergang nach dem Zusammenfall der Gruppe ausgewirkt – man kann’s nicht wissen.

Wie auch immer, das war ein interessanter Weg, den Tag anzufangen – das Nächste, was ich tue, sollte vorzugsweise etwas mit Schlafen zu tun haben, damit ich Translation und die PhonetikVL nachher gut überstehe und nicht wieder darin einschlafe.

Ach..

Standard

Wechselhafter Tag heute. Ich bin um acht Uhr aufgewacht, konnte nicht mehr einschlafen und war um kurz vor halb zehn schon in der Stadt, um mir TRÉ zu holen. Weil ich so früh dranwar – die neuen CDs gibt’s ja erst ab 10 – habe ich sogar noch ein bisschen Zeit im Kaufland vertrödelt und mich dort mit Puderzucker (für meine demnächst geplante Dominostein-Häuschen-Produktion), braunem Zucker (kann ja nie schaden) und Eiern eingedeckt. Welche mich danach auf den ganzen restlichen Ausflug zu Müller begleitet haben, treue Seelchen, und sie haben es sogar heile überstanden.

Selbst danach war ich noch zu früh und habe erstmal ein Weilchen herumlungern müssen, bis ich dem eigentlichen Zweck des Ausfluges nachgehen und dem gerade die Neuheiten einsortierenden Mitarbeiter das Album direkt vom Rollwagen schnappen konnte. Ich muss aber sagen, dass es mich nur geringfügig weniger enttäuscht hat als die anderen Teile dieser desaströsen Trilogie. Naja, OK, immerhin ist The Forgotten drauf, das kompensiert schon für einen ansonsten eher einfallslos (meine Erster-Eindruck-Notizen sind besorgniserregend dicht gespickt mit Namen anderer Green Day-Songs) anmutenden Gesamteindruck.

Es hat sehr viel geschneit heute, was meiner nicht idealen Grundstimmung auch nicht zuträglich war. Aus irgendeinem Grund werde ich von diesem Märchenschnee immer schrecklich nostalgisch und deprimiert. Naja, ich schätze, es hat auch etwas mit Vergänglichkeit zu tun. Das wird’s sein.

Weil ich schon so früh wach war, wusste ich ziemlich bald schon nicht mehr genau, was ich noch tun sollte. Türkisch und Baskisch habe ich natürlich gemacht, aber war irgendwann zu müde, um weiter zu lernen. Ich habe dann mitten am Tag einen Film geguckt und vorhin noch einen (der ziemlich schön war, Leap Year) und dazwischen mit Caro das Album beredet und mit meiner Mutter geredet – wir haben uns schon wieder in die Haare gekriegt, was mich kurzzeitig wirklich fertiggemacht hat, bis ich dann zu Beruhigungszwecken Leap Year geguckt habe. Danach musste ich natürlich auch noch mit Robert TRÉ besprechen und außerdem das neue Stone Sour-Album, das er mir heute morgen geschickt und welches ich gerade davor noch schnell gehört hatte. Insgesamt war mir das jedenfalls sympathischer als irgendwas von dem Kramsch, den Green Day momentan so (über)produziert.

Richtig gut gelaunt bin ich bis jetzt immer noch nicht wieder, deshalb denke ich mal, ich werd gleich einfach ins Bett gehen und schauen, ob morgen wieder besser wird. Kann es ja eigentlich nur, ich fahre ins Nachbarkaff, Gläser abholen mit Sarah, und es wird bestimmt schön. Hoffe ich.

The Forgotten

Standard

So, ich habe schnell ein Grotten-Keyboardcover von The Forgotten produziert. Ganz unkompliziert, mit dem Wok auf dem Stuhl als Kindersitzersatz und dem AG auf dem Oberschenkel, wie damals die Keyboard-Version von Still Too Depressed. Ich bin mir nicht wirklich sicher, was Lyrics/ Reihenfolge der Elemente/ Melodie/ Variationen der Melodie angeht, aber selbst wenn es sich insgesamt wahrscheinlich nicht wirklich anhört wie The Forgotten, hat es trotzdem Spaß gemacht, es aufzunehmen. Ein paarmal habe ich mich ganz arg verspielt; das eine konnte ich zum Glück rausschneiden und mit dem armen „like soldiers fight a long lost war“ muss man halt leben..

The Forgotten (oder so)

Das wird eine dieser raren Aufnahmen werden, die ich nicht mehr zu hören ertragen können werde, sobald ich das Original ein paarmal mehr gehört habe und es tatsächlich kenne.

I Don’t Feel Strange, It’s More Like Haunted

Standard

Okay. Bis jetzt habe ich heute…

– wie durch ein Wunder noch gerade so pünktlich zum Baskisch-Fototreffen einen Bus bekommen, nachdem ich schon dachte, ich hätte keine Chance mehr, rechtzeitig in die Uni zu kommen
– mich glücklich schätzen können, dass ich meine Vokabeln alle gut konnte, sie hat uns abgefragt – wie in der Schule!
– den letzten Rest Tee aus meinem Thermoskannendeckel mit Schwung über meine Baskischmappe und den Tisch gekippt, als ich, in der festen Überzeugung, es wäre nichts mehr drin, ihn zurück auf die leere Kanne schrauben wollte
– schonmal Reis und Blumenkohl fürs Abendessen gekocht
– in der Zeit einen dieser supersinnvollen Monodialoge mit imaginären Personen gehalten (irgendwie muss man die Zeit ja rumkriegen und sich dabei so effizient wie möglich selbst fertigmachen)
The Forgotten auf dem Keyboard gelernt (es ist die erste Single vom Album ¡TRÉ! (und gleichzeitig wohl Teil des neuen Twilight-Films, was mich ein bisschen verstört, aber gut, müssen sie wissen.), und nach Oh Love der erste Green Day-Song, den ich dieses Jahr vor der Veröffentlichung des entsprechenden Albums angehört habe)

…und bis jetzt gerade mit Janine telefoniert, die mir eben ein unglaublich schönes Lied geschickt hat – lange nicht mehr so geflasht worden. Wenn man den Anfall, den The Forgotten ausgelöst hat, mal dezent ignoriert, aber das kann man auch wirklich nicht vergleichen.

Schau es dir an:

iUNO!

Standard

Jetzt habe ich mir nichts mehr dazwischenkommen lassen. Mit Hilfe von ein paar Orangensaft/Blue Curaçao/Batida de Coco-Wasser-Drinks war es eigentlich ganz gut zu ertragen. Zwischendrin habe ich zwar kurz geheult, aber das war nur spontan und ging schnell wieder weg. Robert und Janine haben die (Nach-/)Wirkungen meiner Cocktails (übrigens die wunderschönste Farbe aller Zeiten), nachdem ich fertigwar mit Hören, zu spüren bekommen, und jetzt sind sie beide ins Bett gegangen. Robert, um seine Erkältung auszukurieren, und Janine, um morgen für die Bio-Arbeit ausgeschlafen zu sein. Und Laura steckt wer weiß wo und lässt sich nicht blicken; verständlich nach der letzten Nacht. Da würde ich auch erstmal eine Erholung brauchen. Immerhin musste sie, wie’s aussieht, heute nicht arbeiten.

Also, das Album. Ich fand es nicht sehr gut. Es war OK, aber bestimmt nicht im Entferntesten Green Day-Standard. Ich freue mich auf ¡DOS!, da ist wenigstens Stray Heart drauf und es besteht daher für das ganze Album noch Hoffnung. Was müssen sie aber auch unbedingt eine Trilogie herausbringen. Ich habe das Album gehört und dachte mir größtenteils, das kommt also dabei heraus, wenn eine Band nicht gezwungen ist, ihre Auswahl neuer Songs auf das Beste vom Besten zu reduzieren, um sie auf ein (einziges) Album zu packen, sondern sich ihnen vielmehr die Möglichkeit bietet, die zweite und dritte Wahl auch noch draufzupacken. Wäre ich nicht inzwischen gezwungenermaßen ein bisschen verändert, wäre ich glatt durchgedreht beim Anhören dieses zweifelhaften Werkes. Rusty James mochte ich ganz gerne (ihre Art, moll-Akkorde da unterzubringen, wo jemand anders wahrscheinlich Dur genommen hätte, klickt sehr gut mit meiner eigenen in dem Song), und Stay the Night (lange nicht gehört.. zum letzten Mal, als damals das Video von dem Soundcheck, bei dem sie es das erste Mal öffentlich gespielt haben, auf der GDA war), Fell For You (von dem Robert mir schonmal gesagt hatte, dass er es mochte, und mir die Preview gezeigt hatte, die BJ eigens von seinem Handy bei dem einen Intervoew geleakt hat), und Sweet Sixteen sind mir spontan als „gut“ in Erinnerung gebliegen. Außer Konkurrenz natürlich Oh Love, das kennt man ja bereits. Und Let Yourself Go, das ich nach dem einen Mal, das ich es bei Rock am See gehört hatte, schon wiedererkannte und mitsingen konnte.

Hach, mal schauen. Vielleicht wird es ja besser, wenn ich es öfter höre. Vielleicht werden ja die Texte mit der Zeit sinnvoller und die Melodien origineller und die ganzen Songs irgendwie ansprechender..

Es ist so früh. Was soll ich bloß machen, ich habe Lust, Gitarre zu spielen, aber dafür ist es nicht mehr früh genug. Auch wenn Susmita lauthals in ihrem Zimmer am Telefonieren ist; Sarah ist erkältet und will bestimmt lange schlafen, da kann ich ja schlecht noch Lärm machen.
Wenigstens ist mir schön warm.

Ich habe Robert gesagt, er soll aufpassen, dass ich nicht noch zur Alkoholikerin werde hier. Am liebsten wäre ich eh in so einem dauerbeschwipsten Zustand. Hach, was wäre das ein schönes Leben. Andererseits wäre das eine viel zu große Mühe, die man sich immer machen müsste, um sich nicht zu vertippen. (Dacht’s und tippte „vertppem“.) Also lieber doch nicht..

"Today is a good day!"

Standard

– auch wenn ich dann doch nicht dazu kam, iUNO! zu hören, Robert hat Recht – „Von Daten tyrannisieren lassen is eh mega doof“. Und wenn man von Caros „Nervebzusammenbruch!!!“ (Originalzitat, inklusive Typo), von dem ich zudem ja noch gar nichts wusste um diese Zeit, und der „Sie hat Schluss gemacht…“-SMS gegen neun Uhr abends, die vor einem Jahr wohl die entscheidendsten Ereignisse meines Tages ausgemacht haben und sich mir am diesjährigen Achten eigentlich nicht mehr oder weniger als sonst auch – eher noch weniger – selbständig in Erinnerung riefen, mal absieht, kann ich tatsächlich auch seine andere Äußerung zum Thema für wahr erklären: „Today is a good day!“

Es war gar nicht so dramatisch. Ich bin früh aufgewacht, ohne Panik! – und hatte irgendwas sehr Şahiniges geträumt, das aber schon mit dem Aufwachen ins segensvolle Oblivion wegdriftete – der erste derartige Traum, glaube ich, an den ich mich nicht detailreich erinnern kann, ja noch nichtmal stückchenweise.

I then proceeded to do eine nicht endende Menge sinnvoller Sachen; gelobt sei meine To-Do-List, die ich eigens für den Zweck am Tag davor noch angefertigt hatte. Geduscht habe ich. Mein Portemonnaie repariert habe ich. (Das ist umso ironischer, als sogar das unschuldige Ding eine Geschichte hat, dank der es mir eigentlich nicht angeraten gewesen wäre, es heute auch nur anzugucken.) Die Fransen an den Schal habe ich gemacht. (Mein erster selbstgestrickter Schal ist fertiggeworden! Was lange währt.. wird endlich fertig. Und wunderschön!) Den Koffer habe ich zu Ende ausgepackt. Mit dem AG habe ich geredet. (Sogar das stand explizit auf der Liste, weil ich bisher wieder mal einen merkwürdigen Redeunwillen aufgewiesen habe, seitdem ich zurückbin.)

Und zwischendrin war ich noch in der Uni und habe mir mein Studi-Ticket geholt. Und habe erleichtert erfahren, dass der Computer von Susmita, der indischen Mitbewohnerin, jetzt einwandfreie Internetverbindung hat – ich war schon in Hut und Mantel, um mit ihr in die Stadt zum Computerladen zu fahren. Meine unbegründete Abneigung gegen sie ist inzwischen schon sehr zurückgegangen. Ich glaube, sie verhält sich einfach nicht so vorteilhaft, wenn sie gestresst ist. Jetzt am Abend haben wir sogar alle drei zusammen in der Küche gewerkelt mit unseren jeweiligen Essen – Susmita hat sich zum ersten Mal selbst an indischem Dal versucht und ein wirklich akzeptables Resultat erzielt, während Sarah und ich mit unseren Broten schon Ewigkeiten fertigwaren, und uns in der Zeit von der Mythologie der bengalischen Hindus und indischen Festlichkeiten zu Ehren der Götter erzählt. Und wenn sie besser kochen kann, sagt sie, gibt sie uns was von ihrem indischen Essen. Und ich habe eingeworfen, dass ich demnächst mal wieder Muffins machen wollte. Und Sarah meinte was von wegen Apfelkuchen oder so. Es hört sich ganz danach an, als würde uns eine kulinarisch wertvolle Woche erwarten.

Und dann haben sich sogar die Silvesterpläne endlich richtig zusammengefügt. Ich kann zu Simones Geburtstag und es bleibt trotzdem schön viel Zeit für die Survivors und Janine – es ist perfekt.
Auch wenn sich „die Survivors und Janine“ irgendwie diskriminierend anhört. Oder aber wie einer von diesen alten Bandnamen.

Vorhin am Abend hatte ich mich gerade von Robert überzeugen lassen, doch iUNO! jetzt zu hören, und war sogar schon dabei, es auf den Computer zu spielen, als ich beschloss, zuerst aber das Geld fürs Zoom H4n & Zubehör zu überweisen, wie gesagt, damit das weg wäre. (Ich kann mich dunkel entsinnen, dass ich mich enthusiastischer angehört habe, bevor ich die erste Hälfte überwiesen habe.) Die Kontodaten habe ich tatsächlich noch gefunden, ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt; was dagegen verschwunden war, war meine TAN-Liste fürs Onlinebanking. Schock des Jahrtausends. Vor allem weil – ich weiß, Horror und fatalster Fehler ever – natürlich auch noch meine Zugangsdaten auf dem Zettel stehen. Bis ich den Zettel nach ca zwei Minuten dann wiedergefunden hatte, war ich so fertig mit den Nerven, dass ich lieber nach dem Überweisen erstmal abendessen gegangen bin. So kam es, dass ich das Album immer noch nicht gehört habe.

Und natürlich, wie sollte es anders sein, hat sich die GDA genau den Moment meiner Rückkehr an den Computer ausgesucht, als ich gerade angefangen hatte, mit Robert und Janine zu reden, um die erste Single von iDOS! bekanntzugeben.

Wenn ich das mal so sagen darf, „This dog is desperate to go home to your heart“ macht mehr Sinn als das „As always just you go home to your heart“, das wir damals aus dem Livevideo, über das jemand die gowai-wer-weiß-wie-misheard Lyrics gelegt hatte, übernommen hatten. Ich habe ja schon immer daran gezweifelt.
Aber, Stray Heart. Ich meine, sie wären geisteskrank, wenn sie es nicht auskoppeln würden. Aber. Stray Heart.. Warum gerade jetzt, warum gerade jetzt. Fair ist das nicht. Ich jammere zwar schon wieder, aber bis hierhin hat eh niemand durchgelesen, da bin ich mir relativ sicher. Also, who cares.

Davon mal ganz abgesehen: Stray Heart wird die schönste Green Day-Single seit Jahrzehnten. Mark my words.
Ich denke mir seit anderthalb Jahren, dass ich das Lied covern müsste, bevor es die ganze Welt kennt. Und bald ist es zu spät. (Unsere Rum-Aufnahme zählt nicht.)
Aber wenn die Welt es kennt, vielleicht nimmt das ein bisschen was von den Schmerzen aus dem Song. Vielleicht kommen meine Weisheitszähne ja auch irgendwann mal raus, dann könnte ich es unter Zahnlückenschmerzen hören und auf diese Weise wunderbar dissoziieren.

Nicht hyperventilieren!

Standard

Eigentlich eine ziemlich gute Umschreibung der nunmehr fast vergangenen Woche. (By the time I get to post this, wird sie eh schon ganz vergangen sein, außer ich habe mich im Laufe meiner einwöchigen Quasi-Computer-Abstinenz zur übernatürlichen Schnelltipperin und -denkerin entwickelt. Was ich dann doch bezweifele.)

Ja. Nun. Das war doch mal eine Woche. Easily meine schönste des bisherigen Jahres. Von allem etwas dabei, aber vor allem Schönes. Ganz viel davon. Hyperventilation. Fails. Randomness. Herrliche skype-lose, visuelle, taktile, unabgehackte Koexistenz mit den lieben Survivors. Sonne. Richtig unglaublich unerwartet schön viel Musikmachen. Unwetter. Und Muffins. Und ein paar Schocks und ein bisschen Panik und seit so Langem dann doch mal wieder eine Flasche Rescue-Tropfen, aber größtenteils heilsamste Ablenkung. Und Green Day. Und heute früh waren sie alle schon wieder weg und mein Zimmer kommt mir richtig riesig vor ohne das ganze unheilbare Chaos, das vier Leute und ihr ganzer Kram zusammen auf einem ~12-Quadratmeter-Boden so anrichten.

Nun hoffe ich, dass Laura gut nach Hause gekommen ist und nicht ihre bloße Anwesenheit in dem Auto ihrer Mitfahrgelegenheit schon dafür gesorgt hat, dass es, nachdem auf den ersten 20 Metern schon der Wohnwagen von der Befestigung abgegangen ist, noch zu weiteren Fails auf der Strecke kam. Mit JO und Robert habe ich schon telefoniert, als sie fast angekommen waren; ihnen scheint’s schonmal gut zu gehen und Robert war vorhin auch in Skype on, aber wir haben nicht mehr geredet. (Anders gesagt, ich bin schnell off gegangen, weil ich noch halb geschlafen habe und mich zu matschig für Kommunikation gefühlt habe.)

Mal sehen, was ich morgen so mache. Zuerst wäre es von Vorteil, sich wieder ordentlich bewegen zu können und diesen unmenschlichen Muskelkater loszuwerden. Das kommt davon, wenn man mal nicht im Gewühl steht, sondern auf der Tribüne direkt am Geländer. Und freiwillig noch dazu. Man hat viel zu viel, nämlich durchgehend, Gelegenheit, sich die Seele aus dem Leib (und in meinem Fall, leider, die Ohrstecker aus dem Ohr) zu headbangen. (JO sagt dazu, „Du weißt doch, wie manche Leute in der Luft mit ihren Händen Drums spielen? Aspi macht das mit ihrem Kopf.“) Ich kann praktisch alles, was im Entferntesten mit Kopf-, Hals- und Rückenbereich zusammenhängt, nicht benutzen, außer ich beabsichtige, große körperliche Qualen durchzustehen.

Und ich muss es mal schaffen, jetzt wo der ganze Hype vorbei ist, trotzdem noch (/wieder) gute Laune zu haben. Ich geb‘ mir redlich Mühe. Du hast ja keine Ahnung, was ich schon wieder alles hätte schreiben können jetzt, aber damit warte ich einfach, bis der Drang zu jammern wieder so groß wird, dass man dagegen nichts mehr unternehmen kann.
Bis dahin – Gnom.