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Kaffeereste

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Ich verstehe bis heute nicht, warum zwischen den Strömungen „Carpe diem“ und „Memento mori“ so eine harte Abgrenzung betrieben wird. Eines funktioniert doch nicht ohne das andere, beziehungsweise verliert jeden Sinn. Meiner Meinung nach sollte man sie eher so yin-und-yang-mäßig gegenüberstellen. Aber was weiß ich schon. Mein Semester LitWiss damals an der Hamburger Uni hat mir ja allerhöchstens dazu verholfen, danach mit Bestimmtheit sagen zu können, dass ich LitWiss im Großen und Ganzen für kompletten Schwachsinn halte. Da kann man ja gleich sagen, es würde Sinn machen, im Kunstunterricht Noten zu verteilen. Auf der gleichen Ebene bewegen sich die Literaturwissenschaften.

Ich hatte damals eine ziemlich gute Klausur geschrieben. Im Kurs das ganze Semester über kein Wort von mir gegeben und mir meine Erkenntnisse über das wunderbare „Mientras por competir con tu cabello“ von Luís de Góngora lieber für die Klausur aufbewahrt, was mir auch unverzüglich ein überraschtes „TOLL!“ daneben auf dem Klausurpapier einbrachte. Natürlich, denn nichts ist einfacher als eine LitWiss-Klausur, nachdem du ein ganzes Semester Zeit hattest, um herauszufinden, wie dein Dozent das Gedicht gerne genau interpretiert lesen würde. Viel mit eigenem Denken zu tun muss das nicht haben (ich hatte Glück, dass meine Einsicht ihn und mich gleichermaßen fasziniert hat); Hauptsache, man weiß, was sie hören wollen, und liefert das dann ab.

Eigentlich hatte ich nicht über Góngora nachgedacht, sondern über meinen Vater. Mir ist gestern schon aufgefallen, dass ich ja seit einigen Jahren sehr gern Kaffee trinke; das haben wir nun also gemeinsam. Was gestern konkret meine Aufmerksamkeit auf sich zog, war die Beobachtung, dass, wenn ich mir meine leere Kaffeetasse unter die Nase halte und den Geruch des letzten verbliebenen Tropfens Kaffee inhaliere, ich mich unweigerlich an meine Kindheit erinnere, als derselbe Geruch nach dem Frühstück der leeren Tasse meines Vaters entströmte. Ich mochte Kaffee damals noch nicht; weder geschmacklich noch geruchlich sagte er mir zu.

Auf jeden Fall dachte ich mir dann eben: Wenn mein Vater mal tot ist, wird mir dieser Geruch ganz fürchterlich wehtun. Und dann konnte ich Mama verstehen, die immer moniert, dass wir kaum je auf die Idee kommen, uns gegenseitig anzurufen.

Ende vom Lied: Ich sollte öfter mit meinem Vater reden.

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Wäre er nicht angewachsen…

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Ich wachte in der Minute auf, in der R geplant hatte aufzustehen. Verzögerte sein Aufstehen wie üblich um einige Minuten, weil ich es nicht einsah, gerade in der kalten Realität angekommen zu sein und direkt meiner wichtigsten Wärme- und Geborgenheitsquelle beraubt zu werden. Schlief wieder ein, nachdem er weg war, drückte ein paarmal auf den Wecker, supposedly um diesen dazu zu bringen, ein bisschen später erst zu klingeln, und wachte schließlich um halb elf Uhr ein zweites Mal auf. Ohne Wecker – ich kann von Glück sagen, dass mein Unbewusstes sich neun Minuten, nachdem der (von mir zuvor unwissentlich ausgeschaltete) Wecker seiner Pflicht hätte nachgehen sollen, dazu entschlossen hat, dessen Aufgabe für heute zu übernehmen.

Lag eine Weile herum und überlegte mir, welchen Bus ich nun nehmen sollte, um rechtzeitig in der Uni zu sein. Was genau „rechtzeitig“ eigentlich sein sollte, war mir selbst nicht ganz klar; ich war gestern beim Plank in der Sprechstunde und habe endlich die Unterschrift für den Antrag auf Titeländerung der BA-Thesis von ihm bekommen, sodass ich heute Früh diesen noch beim Prüfungsamt einreichen wollte. Das schließt nämlich um 12, und da ich um 11.45 Euskera hatte, musste das Abgeben definitiv vorher geschehen.

Ich kam zu keinem konkreten Schluss, war aber tendenziell überraschend unlethargisch und konnte ohne Schwierigkeiten recht bald aufstehen. Holte mir ein Medi aus der Schublade, stellte fest, dass kein Wasser im Zimmer war, und legte es auf die Fensterbank, während ich mich anzog. Nahm die Akkus des AGs aus dem Ladegerät und steckte das AG zusammen mit dem Handy in die Tasche; nach Euskera ist mein Redebedürfnis immer noch um ein so Vielfaches höher als sonst schon, da war das AG unerlässlich. Sogar an eine Speicherkarte dachte ich. Zur Abwechslung mal wieder.

In der Küche setzte ich mir Kaffeewasser auf und ging ins Bad, während es sich erwärmte. Wieder zurück, begegnete ich Trudi, welche mich mit erstaunlicher Gesprächigkeit und guter Lane begrüßte, die ich nur zu gern erwiderte. Die Momente, in denen Trudi und ich uns gut gelaunt unterhalten, kann man mittlerweile an einer Hand abzählen, vor allem weil meine Laune üblicherweise schon durch Hannes‘ Anwesenheit in den Keller verscheucht wird. Ich schnorrte mir einen Schluck Reismilch von Trudi und kippte diesen zusammen mit zu wenig Zucker und um Längen zu viel löslichem Kaffee in meine Thermoskanne. Nachdem diese in meiner Tasche verstaut war, schnappte ich mir noch schnell eine Banane und verschwand in Richtung der Haustür. Hätte dort um ein Haar vergessen, die Ladung aus unendlichen Tüten Brötchen und Salat mitzunehmen, die ich mir im Flur für genau diesen Moment bereitgestellt hatte. Setzte also die Tasche wieder ab und den Riesenrucksack, nunmehr mit Brötchen angefüllt, auf, drapierte die diversen Tüten links und rechts an meinen Armen, griff nach der Banane und verschwand, Trudi „Bis daahann!“ zurufend, durch die Tür. Kam rückwärts wieder herein, um meinen Schlüssel vom Haken zu nehmen (zu Trudi: „Scheiße, Schlüssel! Jetzt aber, bis daahann!“), und stapfte schwer beladen, aber zufrieden zur Bushaltestelle. Erwischte die 2, ohne großartig rennen zu müssen, obwohl ich nichtmal auf die Uhrzeit geachtet hatte.

Langsam fielen mir die Arme ab – man sollte kaum meinen, dass Salat so schwer sein kann, aber glaub mir, in diesen Mengen ist er es. Die eine Brötchentüte rutschte mir durch die befäustlingten Finger und ich hatte keine Gelegenheit, sie anders zu positionieren, weshalb ich ziemlich froh war, als die erste Busfahrt vorbeiwar und ich das Ganze kurz auf einer Bank absetzen konnte. Ich hatte keine Ahnung, wann der nächste Bus zur Uni kommen würde, wagte es also, meine Banane hervorzuholen (wie sich das einfach nur falsch anhört!), und hatte mich gerade meiner Fäustlinge entledigt, als der Bus, den ich brauchte, in meinem Augenwinkel erschien. Also alles wieder einpacken, Banane ungegessen in eine der Tüten stopfen und ab in den Bus. Dort bekam ich einen Sitzplatz mit zwei leeren Sitzen gegenüber, auf denen ich meine ganze Fracht richtig bequem ablegen konnte. Herrlich. Endlich war Zeit zu frühstücken. Während ich mich mit der Banane vergnügte (okay, dieses Mal war’s drauf angelegt), unterhielten sich hinter mir zwei Menschen über irgendetwas so Sterbenslangweiliges, dass ich mich jetzt schon nicht mehr dran erinnere.

An einer Haltestelle wollte noch jemand zusteigen, als der Busfahrer schon auf Weiterfahren gepolt war; der Mensch, der am dichtesten neben der Tür stand, hielt heldenhaft seine Hand in den sich rapide verkleinernden Zwischenraum, um die Tür daran zu hindern, sich komplett zu schließen. Schade nur, dass die Tür andere Pläne hatte: Der einsteigen Wollende stand verblüfft vor der geschlossenen Bustür, während wir Drinnensitzenden uns vor Lachen kaum kriegten, als die Hand des armen Helden zwischen den Gummidichtungen steckenblieb und bis zur nächsten (zum Glück nicht sehr weit entfernten) Haltestelle den um die null Grad frostigen Temperaturen außerhalb des Verkehrsmittels ausgesetzt war und die Wartenden nach Art eines aus der Limousine winkenden Weltstars begrüßte. Er musste selbst lachen, wenn auch ein wenig verzweifelt, als die Türen sich wieder öffneten und er die Hand – durchgefroren, aber unbeschädigt – ordentlich durchschütteln und mit dem Rest seines Körpers wiedervereinen konnte.

Ungefähr zur selben Zeit wurde mir bewusst, dass ich meine Tasche zu Hause vergessen hatte, als ich die Fäustlinge in selbiger verstauen wollte. Dieser Einsicht mit einem unwillkürlichen lauten „NEIN!“ Ausdruck verleihend, bekam ich erst allmählich einen Überblick über die Ausmaße meines Fails. Nein, mein Hauptproblem war nicht, dass ich keinen Ort mehr hatte, an dem meine Fäustlinge untergebracht werden konnten. Ich war auch ohne Busticket unterwegs, ohne Euskera-Mappe, ohne – ein zweites lautes NEIN!, diesmal länger gezogen, den so ewig schon auf seinen Moment wartenden Antrag fürs Prüfungsamt, ohne Stift und ohne Kaffee. Und ich war zu früh.

Nuja. Ich machte das Beste draus und ließ mir Zeit beim Einsortieren der Lebensmittel ins FairTeiler-Regal. Es kamen wie meistens schon Leute an, mit denen ich – meinem Fail sei Dank – ein bisschen plaudern konnte, während ich die Tüten ausräumte. Dann auf zum Euskera-Raum – ich war immer noch zu früh. Jemand kam mir hinterher und hielt einen meiner Fäustlinge in der Hand. Ich bedankte mich überschwänglich und steckte ihn zurück in die Jackentasche. Mir fiel auf, dass auch der andere Handschuh fehlte. Eine Kehrtwendung und ein paar Schritte später hatte ich ihn wieder; er lag direkt neben der Person, die mir den ersten hinterhergetragen hatte. Sie bemerkte mich und entschuldigte sich – sie habe den zweiten gar nicht gesehen. Ich entgegnete, ich wäre ihr schon für den ersten dankbar genug gewesen, sonst hätte ich ja nichtmal bemerkt, dass der zweite nicht da war, wo er sein sollte. Und wieder umdrehen und wieder ein Blick auf die Uhr, immer noch zu früh, natürlich – ein paar Schritte dem Euskera-Raum entgegen, bis mir das Gewicht auf meinem Rücken die Erkenntnis brachte, dass ich vergessen hatte, die Brötchen aus dem Rucksack im Regal abzuladen. Eine erneute Kehrtwendung und zurück zum Regal. Die eine, mit der ich beim Regal geredet hatte, stand immer noch da und hielt nun ihrerseits ein Pläuschchen mit einem anderen Menschen. „Die Hälfte vergessen…“ sagte ich zu ihr und fing an, die Brötchen auf dem zweitobersten Regalbrett zu stapeln.

Irgendwann war ich tatsächlich fertig und begab mich, Shakiras „Estoy aquí“ vor mich hinträllernd, wirklich mal in den Euskera-Raum, wo ich entgegen aller Gewohnheit als Erste ankam. Fand ein paar leere Blätter auf einem der Tische und war schon froh, dass ich mir zumindest kein Notizapier von den Kommilitoninnen würde ausleihen müssen. Verpflanzte mich vom Tisch auf den Stuhl, als Esti hereinkam, und war einen Moment lang überglücklich, als sie mir die beiden Ken-Zazpi-CDs hinhielt, die sie mir versprochen hatte aus dem Baskenland mitzubringen. Genau so lange, bis mir wieder einfiel, dass ich das Geld dafür mangels Tasche natürlich nicht dabeihatte. Genausowenig wie die durch einen genialen Zufall vor ein paar Wochen containerte „Kleines Dankeschön“-Milka-Schokoladenpackung, die ich ihr dazugeben wollte. Aber weil Esti eine unglaublich liebe Person ist, sagte sie nur, ich solle mir keine Sorgen machen und sie hätte eh den Bon vergessen, wir würden es einfach nächstes Mal regeln. Esti = Engel.

[Genau in diesem Moment höre ich Itsasoa gara, welches auf einem der Alben ist, die sie mir gebracht hat, und bin überwältigt, weil Itsasoa gara das Lied ist, das ich mir nie erlaubt hatte Wort für Wort zu übersetzen. Itsasoa gara habe ich drei Millionen Mal bei Youtube angehört, aber nie die Version mit spanischen Untertiteln genommen, nicht ein Mal; ich habe mir immer gesagt, „wenn du weiter Euskera lernst, wirst du dieses Lied irgendwann einfach so verstehen; es wird so sein, dass du das Lied hörst und es einfach verstehst, ohne irgendetwas dafür zu tun, und dieses Lied wird das erste sein, bei dem es dir so geht.“ Nun ist es tatsächlich der Fall. Ich bin verblüfft und hochgradig dankbar, diesen Moment zu erleben.]

Dann kam Rui und wir saßen zu zweit in Euskera; Vera kam nicht, kannst du dir das Privileg vorstellen, an der Uni zu sitzen und mit einer einzigen Kommilitonin Euskera zu lernen? Ich habe mir einen Stift von Esti ausgeliehen. Rui musste irgendwann zum International Office, also machte ich die letzten 20 Minuten mit Esti Privatunterricht. Sie ließ mich indirekte Rede üben und war beschämend begeistert von der Qualität meiner Arbeit. Es wäre unglaublich, wie korrekt meine Sätze seien. Sie konnte es gar nicht glauben. Ich war so glücklich. Am Ende habe ich sie, meiner selbst ohne Kaffee aufgedrehten Euskera-Natur gemäß, über meine Bachelorarbeit zugelabert und sie wäre bald an die Decke gegangen, als ich ihr sagte, dass ich über den Allokutiv geschrieben habe. Wie sie mich angeguckt hat. Darauf habe ich gewartet. Jetzt mag sie mich, habe ich mir gedacht, als sie sich strahlend verabschiedet hat und mir das Versprechen abgenommen hat, ihr bescheidzusagen, wann ich meine Thesis verteidige. Tengo amigas que hablan en hika! Si se lo cuento… van a flipar!

Mit einer ganz neuen Motivation erfüllt, habe ich mich zu Hause daran gemacht, mit der Präsentation für die Verteidigung zu beginnen. Mir das Medi eingeworfen, das ich natürlich in der Früh auf der Fensterbank hatte liegenlassen. Mir Argiak in den CD-Player geschmissen und mich mit Frühstück versorgt, die Sonnenlichtlampe ins Bett gestellt und angefangen zu arbeiten, bis mir auffiel, dass es eventuell sinnvoller wäre, erstmal ein paar der Präsentationen der Anderen anzusehen, bevor ich meine eigene erstelle. Dieses Projekt also richtig guten Gewissens auf nächste Woche vertagt und stattdessen diesen Monstereintrag geschrieben, einfach um einmal festzuhalten, wie dieser im Grunde so alltägliche Vormittag doch irgendwie voll war mit wunderbaren Kleinigkeiten.

Und wie ich wieder einmal gelernt habe, dass meine Art zu failen gar nicht so schlimm ist, weil man doch immer wieder durchkommt: Esti bekommt ihr Geld und ihre Schokolade nächste Woche. Niemand hat mich im Bus kontrolliert. Den Antrag gebe ich morgen ab; dafür muss ich zwar nochmal extra in die Uni, aber das ist gar nicht so schlimm, denn ich habe noch einen Karton Salat hier herumstehen, den ich heute Früh beim besten Willen nicht mehr untergekriegt habe. Der kommt dann morgen mit. Und ich habe meinen finalen Termin für die Präsentation eingetragen und ganz viel Motivation, es gut zu machen, weil Esti mir zuhören wird und weil ich den Plank mag. Spät, aber doch kam mir diese Erkenntnis. Ich habe gestern eine halbe Stunde mit ihm geredet und einen armen Menschen draußen vor seinem Büro warten lassen, obwohl ich eigentlich nur die Unterschrift von ihm brauchte. Und es ist nicht schlimm, dass ich die beiden Quellen aus der einen Fußnote in der Bibliographie vergessen habe aufzunehmen; ich hab’s ihm gestern gesagt und er meinte nur, er würde eh einfach mal kurz schauen, „ob sich das ungefähr deckt“ – oh mein Gowai. Das sind diese Geschichten, die ich mich nichtmal hier im Blog traue zu erwähnen, weil ich so viel Angst vor den Konsequenzen habe, dass ich sie vollkommen verdränge, wo es nur geht, und dann auf einmal kommt raus, es ist nicht schlimm. Ich schätze mal, das ist der Schock, den Laura bei mir vergeblich erwartet, wenn sie mir ihre dunklen Geheimnisse anvertraut. Den ich auch andauernd erwarte und der einfach ausbleibt, weil die Sachen bei einem im Kopf so viel dramatischer aussehen, als sie für den Rest der Welt sind. Ich liebe die Welt. Ich liebe meinen widerwärtigen, zu starken und zu zuckerarmen Kaffee. Ich liebe Ken Zazpi und ich liebe es, hier zu sitzen und mit den Fingern nicht hinterherzukommen, weil ich endlich, endlich mal wieder Motivation habe, mir die Seele aus dem Leib zu schreiben. Ich liebe es, wach zu sein. Ich bin so unfassbar glücklich gerade.

Theeeeeeooooooo!

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Kaffee gibt mir Motivations-Rushs. Ich habe mich soeben erfolgreich, wenn auch knapp, davon abhalten können, mir noch einen zu machen, und freue mich jetzt erstmal über meine großartige Disziplin.

Den ersten Kaffee habe ich R zu verdanken, der heute früher aufstehen musste, um zu sich in die Wohnung zu fahren. (Ja, für ihn ist das ein Ereignis, das eines erhöhten Zeit- und Planungsaufwandes bedarf, und das macht mich außerordentlich glücklich.) Jetzt, wo er weg ist, habe ich mich mit einigem Elan in den Tag hineingestürzt – selbst bevor ich den Kaffee getrunken hatte, der fertig vorbereitet für mich in der Küche stand.

Der Regen in der Nacht hat die von zwei Foodsharing-Tagen am Anfang der Woche verbleibende Reste-Kiste Brot am Treppenaufgang vor dem Haus voll erwischt, sodass ich mich gezwungen sah, vom Abarbeiten meiner To-Do-Liste erstmal Abstand zu nehmen und Teile des Brots zu einem Blech neu eingeweichter Brot-Bananen-Pampe zu verarbeiten, welche nun im Ofen vor sich hinbackt. Man wird sehen, was dabei herauskommt – ich hoffe, man kann es anderen Menschen zum Essen vorsetzen, sonst habe ich in den nächsten Tagen eine Menge Arbeit.

Als Nächstes habe ich mich daran gemacht, das Briefchen mit JOs vor Monaten hier vergessenem Handy endlich zu adressieren und abschickbereit zu machen. Ich hatte mich ewig nicht überwinden können, nachzusehen, wie ihre Adresse lautet, und habe überhaupt mit einigem Erstaunen vorhin erst registriert, dass ich sie bereits rausgeschrieben hatte und gar nicht mehr im Nachrichtenverlauf danach suchen musste. Wegen solcher behinderten Blockaden in meinem Kopf musste die Arme nun also monatelang auf ihr Musik-Handy warten. Ein Glück, dass sie nicht das telefonierfähige hier vergessen hat.

Unglaublich, wie ich gestern vor diesem Interface saß und mich einfach nicht entscheiden konnte, was ich schreiben sollte. Es kam mir alles zu viel vor und ich habe es einfach ganz gelassen, nach einigem frustrierten Starren aufs leere Textfeld. Passiert mir äußerst selten – ich lege ja nun nicht unbedingt viel Wert darauf, nur dann etwas zu schreiben, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe. Gestern aber war ich richtig schreibblockiert. Und heute komme ich kaum mit den Fingern hinterher.

Was so ein bisschen Willenskraft einfach ausmacht. Ich hätte mir genausogut aussuchen können, heute in gloomy mood aufzuwachen und mich müde und unfähig zu fühlen und bis vier Uhr nicht aus dem Bett rauszukommen. Aber nein, ich bin wach und tatkräftig. Was nicht zwingend dazu führen wird, dass ich sinnvolle Dinge tue, aber dafür habe ich ja meine Liste.

Und ich hab‘ Lust, Musik zu machen. Es kommt zurück, es kommt endlich zurück. Überhaupt kam mir vorhin der Gedanke, dass ich tatsächlich dabeibin, zu mir selbst zurückzufinden. Mein Universum wurde so voll und ganz durchgerüttelt, als ich mit R zusammenkam (und selbst davor waren die Wasser in dem runden Gefäß, das ich nunmal zu sein scheine, wenn ich mich recht entsinne, weit entfernt von spiegelglatt), und es hat sich dieser gewaltige Lernprozess in Gang gesetzt, aus dem ich mein Leben lang nicht mehr rauskommen werde. Und ich habe gelernt, genug gelernt, dass sich die in alle Richtungen verteilten Stückchen einander wieder annähern konnten, und sie fügen sich so wunderbar zusammen; das Mosaik nimmt wieder Gestalt an und ich fühle mich ganz. Ich fühle mich wie ich. Das ist ein Glücksgefühl ohnegleichen und ein Triumph über all die Teile von mir, die sich bislang so erfolgreich dem Zweifel, der Angst und dem Mauerbau verschrieben haben.

R hat auch gelernt, ich kann es mir anders nicht erklären. Natürlich hat er das, und ich bin jeden Tag aufs Neue von den Ergebnissen begeistert. Ich könnte mich tagelang darüber auslassen, wie es sich in unzähligen Kleinigkeiten widerspiegelt.

Jetzt setzt die kaffeeinduzierte Panik ein. Ganz leicht nur; ich bin froh, dass ich mich vorhin so geistesgegenwärtig in meinem Kaffeekonsum einschränken konnte. Und während ich noch alles Mögliche mehr zu sagen hätte – zu viel, was mich ja gestern schon davon abhielt, überhaupt damit anzufangen – werde ich mich trotzdem jetzt vom Computer entfernen und sinnvolle Dinge tun. Wie geplant.

Aber zuerst mach‘ ich ein bisschen Musik. Oh, wie ich mich freue.

Des Morgens Klausurenglück, des Nachmittags La-Va-Langeweile.

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Soll ich das nun glauben? Die letzte Klausur meines Pre-BA-Lebens ist vorbei, und während mir das Szenario nur allzu bekannt vorkam, das sich da heute wieder einmal direkt vor meinen ungläubigen Augen abspielte, so fühlt es sich doch jedes Mal erneut verwirrend an: Die paar zusammengehefteten Blätter, von denen ich mir so sicher war, sie würden mir heute den absoluten Untergang auf den Hals hetzen, waren wie von Zauberhand nach einer Dreiviertelstunde beantwortet, vollständig ausgefüllt, und kaum eine Stiftbewegung mit Zweifel ausgeführt.

Den Rest der Zeit saß ich da und wartete. Unter Einfluss von zu viel Kaffee, gemischt mit ein bisschen Adrenalin (ja, ich habe ein paar Klausuren in meinem Leben schon hinter mir, aber diesen Umstand lasse ich mich nicht davon abhalten, immer wieder berauscht zu sein, wenn ich sie so unerwartet und unverdient gut bearbeiten konnte), ein schwieriges Unterfangen, aber ich konnte ja schlecht auf den Fake-Migräneanfall aus der Midtermklausur einen weiteren folgen lassen.

Irgendwann war es soweit, die untätige Dreiviertelstunde vorbei und ich wieder zu Hause – R war schon weg, sodass ich nur schnell (aus dem Eintopf, den er gestern Abend gekocht hat, während ich noch dabeiwar, mir auf den allerletzten Drücker den Rest Neurolinguistik auf Lernzettel zusammenzutragen) mein Mittagessen abfüllte, einen Blumenkohl für Sarah in eine Tüte packte und mich auf in die Arbeit machte. Ich kam pünktlich und habe in einer irre kurzen Zeit irre viele Touren übersetzt, sodass ich mir jetzt eine Auszeit von dieser unfassbar öden Tätigkeit nehme und diesen Eintrag verfasse. Zwei Stunden noch, dann geht es ab nach Hause. Ich weiß gar nicht, wie ich das überleben soll – morgen komme ich wieder her, übermorgen und Freitag genauso. Nachdem ich letzte Woche zuerst wegen Krankheit, dann wegen der heutigen Klausur komplett ausgefallen bin, muss ich das ja aber irgendwie kompensieren. Um des Traumes willen. Und weil ich in zwei Wochen Susmita in Finnland besuchen werde.

Wie gut, dass ich wenigstens viermal bei Elli war letzte Woche. Ich bin zufrieden mit ihrer GFS; am liebsten würde ich sie am Donnerstag selbst halten.

Nun mache ich mich wohl oder übel aber wieder an die Arbeit. Ich betreibe heute fröhliches Island-Hopping zwischen Fuerteventura und Lanzarote und komme mir mittlerweile so vor, als würde ich jeden Stein der Kanaren in- und auswendig kennen. Es sind um die 100 Touren von diesem Anbieter insgesamt, Hälfte Balearen, Hälfte Kanaren. Ich sitze jetzt an den letzten sechs, und während ich sie bei Weitem nicht alle allein übersetzt habe, fühlt es sich trotzdem so an, als hätte ich seit Jahren nichts Anderes mehr gesehen.

Immerhin ist es bei diesen Touren ausnahmsweise meine bevorzugte Übersetzungsrichtung, in der ich arbeiten kann, von Deutsch nach Englisch. Natürlich wäre es mir auch lieber, in die andere Richtung zu arbeiten, wäre denn gewährleistet, dass die Originaltexte ein Minimum an stilistischer Schön- oder zumindest Korrektheit aufweisen; da aber bei den englischen Originaltexten mehr noch als in den deutschen keiner der beiden Faktoren gegeben ist, freue ich mich jedes Mal, wenn ich zumindest ausgehend von einem nur halbwegs grottigen deutschen Original eine englische Übersetzung verfassen kann, die die Bezeichnung „Text“ wenigstens in Ansätzen verdient.

So long; sieht so aus, als könne ich noch mehr Zeit beim besten Willen nicht mehr totschlagen. Dann gibt’s halt heute eine kaffeeinduzierte Überproduktion von meiner Seite; das wird außer mir selbst zwar niemand wertschätzen, aber im Grunde sollte mir meine eigene Wertschätzung ja auch genügen.

Heftig.

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Habe mit Neuro angefangen. Habe meinem Körper zu viel Koffeein zugeführt. Bin Basti unendlich dankbar für seine Bereitschaft, mir beim Lernen zuzuhören. Werde Klausur so oder so failen, aber fühle mich jetzt schon besser, rein gewissenstechnisch.

Nachher wieder Elli um zwei Uhr. Werde um vier ihre gesamte GFS in vier Tagen geschrieben haben, inklusive Handout. Ich kann dir alles über Hermann Hesse und sein „Unterm Rad“ erzählen, das du nur wissen möchtest. Vermutlich sogar um einiges mehr.

Der Fluss hat die unglaublichste Farbe diese Woche. Diese in etwa. Unbeschreiblich. Ein ganzer Riesenfluss in dieser unfassbaren Farbe, satt und exotisch. Wenn man über die Fahrradbrücke fährt, riecht es nach Urlaub. Ich fühle mich jedes Mal aufs Neue überwältigt während der paar Sekunden.

Mein Basilikum ist vollständig pikiert; ich habe den Rest gestern Abend erledigt. Dann bin ich lernen gegangen. Nicht bevor ich eine Stunde lang sinnloserweise ein Webinar über neurolinguistisches Programmieren angehört hatte, sollte dazugesagt werden. Aber ich habe angefangen.

Es war wunderbar, vorgestern mit R und Basti Lasagne zu machen und diese anschließend mit seinem neuen Mitbewohner zu essen. Er ist Russe und hat uns beigebracht, wie man Vodka trinkt. (Einatmen, exen, ausatmen, an saurer Gurke riechen. Spread the word; es funktioniert.)

Kaffeeloch. Hektisch und kaputt zugleich. Aber keine Panik, immerhin.

Or maybe a bit of speed.

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Paaaanik.. oder die Vorstufe von Panik.. ich hab‘ die Wahl zwischen KO und panisch, da nehm‘ ich lieber die Panik. Es ist eigentlich noch gar keine Panik, nur so eine Unruhe, die zu Panik ausarten würde, wenn ich noch eine Tasse Kaffee trinke. Wenigstens ein paar Drogen wirken bei mir zuverlässig…

Eigentlich bin ich ja am Arbeiten. Mir schräg gegenüber sitzt Sarah und ist fleißig, während ich hier sitze und es nicht bin. Jetzt aber wieder.

Nach dem, was Keyboard-Alex mir über Speed erzählt hat, will ich jetzt auch Speed. Ach Mensch.

Hunde und Katzen

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Dieser Kaffee um drei Uhr nachmittags war definitiv zu stark.

Er war wirklich zu stark. Und überflüssig außerdem.

Aber lecker. Und ich hatte den ganzen Tag blendende Laune, als die Panik erstmal wegwar.

Und ich habe mir jetzt den Wecker auf 9.56 gestellt (und sag nichts, immerhin mache ich inzwischen Schritte auf der Rolltreppe; es darf applaudiert werden. Wirklich, das war Arbeit.) und gehe dann jetzt mal ins Bett.

Und bin gut gelaunt. Leckerchen, ich liebe Leckerchen. (Die Chips waren übrigens auch grandios, auch wenn es ewig gedauert hat, sie zuzubereiten.) Wieso eigentlich liebe ich Katzen so, obwohl ich ziemlich eindeutig ein Hund bin. Oh, ich weiß – weil ich am liebsten eine Katze wäre.

Fallen Pawn’s Song: Ohne "M-kay", aber mit Kazoo. Endlich.

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Einfach mal ein Kazoo von Trudi geschenkt bekommen. Sie und ihr ehemaliger Kumpel Bassel hatten mein altes an dem denkwürdigen Abend bei Olli zerstört (Milch und Alkohol und Kazoos = gefährliche Mischung) – und jetzt habe ich ein neues, ein halbes Jahr später, genau heute, an einem dieser herrlichen motivationserfüllten Tage nach acht Stunden Arbeit und einem weiteren Aufnahmeabend – nahtlos hintereinander. (Heute ging es Hey There an den Kragen – das ist dann auch demnächst soweit.)

Weil die zwei doppelten Kaffees bei der Arbeit wie üblich ihre herrliche Pflicht astrein erfüllt und mich in einen absoluten Astralzustand versetzt haben, tat ich mit dem unerwarteten Geschenk das einzig Logische: Ich kramte ein Projekt hervor, das ich seit über einem Jahr mit ebendiesem Instrumentchen zu vervollständigen gedacht hatte, vielleicht erkennt es ja noch jemand.

Und habe einfach mal schnell ein Kazoo und ein Cajón drübergerotzt.

Und liebe es.

(Und habe bei der Gelegenheit festgestellt, dass ich keine Ahnung habe, wo die Version mit der Egänzung des Ukumenschen herumfliegt. Falls sie noch irgendwo auftaucht.)

Fallen Pawn’s Song Version Aspi

Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen

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Fliege auf dem Bildschirm.

Auf meinem Handgelenk.

Robert hatte gestern einen unserer „Wie abartig schnell vergeht die Zeit?!“-Tage, was ihn zu Anfang unseres Gesprächs nicht zum allerfröhlichsten aller Gesprächspartner machte, aber das hat sich gelegt.

Ich konnte Ewigkeiten nicht einschlafen und habe noch an Kepa-Pedros weise Worte gedacht – „Ich kann nie schlafen, wenn ich Kaffee getrunken habe.“ Und, wenn auch zu spät, um einem sarkastischen Kommentar Richtung „Oh nein, wirklich, sag an“ zuvorzukommen, die Erweiterung: „Selbst wenn ich ihn mittags trinke.“ Das kommt mir bekannt vor.

Fliege auf meinem Finger.

Der sollte wirklich mal ein Zeichen des Euskal-Herria-berriz-verlassen-überlebthabens verlauten lassen. Vor allem nachdem ich gegen meine heilige Anti-Spam-Regel verstoßen und ihm sage und schreibe zwei Nachrichten hintereinander geschrieben habe. Der Arme, jetzt ist er wieder erstmal monatelang verkannter Expatriat.

Fliege auf meiner Bettdecke.

Morgen früh aufstehen. Bürgerbüro hatte zu. Darauf hätte ich auch vorher mal kommen können – Öffnungszeiten.

Hilfe. Was ist da gerade runtergefallen?

Fliege im Rundflug um meine Ohren.

Anderes Handgelenk.

Der Internetmensch kam nicht. Zumindest nicht, während ich zu Hause war – den ganzen Tag konnte ich ja auch schlecht hier rumhängen.

Heute fiel mir auch eine Unterhaltung von Saskia und mir wieder ein. Februar irgendwan. Ich habe ihr von meiner Challenge erzählt, jeden Tag das Haus zu verlassen. Sie sagte ziemlich verwirrt, ob es nicht eigentlich der Normalfall wäre, jeden Tag aus dem Haus zu gehen. Als hätte sie mich nicht ein halbes Jahr lang in Vitoria erlebt gehabt.

Und heute dachte ich dann darüber nach, wie unendlich lange ich schon nicht mehr einen ganzen Tag in der Wohnung war. Wie ich das überhaupt geschafft habe, mein Leben in meinem Zimmer zu verbringen. Manchmal gibt meine eigene Vergangenheit mir Rätsel auf.

„Du da mit dem Pommeskopf, du da, du da“, pflegte mein Vater mir früher in den Ferien zu singen, wenn ich es wieder einmal geschafft hatte, zehn Tage lang ungeduscht und ohne mich ein einziges Mal aus meinem Schlafzeug herauszuquälen im Haus herumzulungern. „Ist der Schlafanzug schon festgewachsen?“
Was muss ich gestunken haben. Wahrscheinlich war ich einer der einzigen Menschen weltweit, der von seinen Eltern dazu aufgefordert werden musste, sich doch mal wieder duschen zu gehen. Und ich fand das kein bisschen merkwürdig. Ich habe einfach im Zimmer gelegen und gelesen und Musik gehört, kam gelegentlich raus, wenn ich zum Essen gerufen wurde, wurde aggressiv, wenn man mich ansprach, zerstritt mich mit schöner Regelmäßigkeit bis aufs Blut mit meiner Mutter über Banalitäten und kam mir nie sonderlich unnormal, depressiv oder einsam vor.
Sie mir auch nicht.

Is it just me, oder verbringe ich unfassbar viel Zeit damit, mich darüber zu freuen, welche Fortschritte in Richtung eines normal lebenden Menschen ich im Laufe der Zeit so vollbracht habe? Ich könnte stundenlang so weitermachen.

Fliege auf dem Bildschirm.

Ne var ne yok?

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Sehr, sehr müde bin ich.

Redacción Teil 1 heute Morgen war einfach. Eigentlich nicht, und der Bus war viel zu spät und ich hatte zehn Minuten weniger als die anderen, aber ich hab’s gut geschafft und bin sehr sicher, es bestanden zu haben; jetzt also nur noch der Vokabelteil nächste Woche – sie orientiert sich da wirklich sehr an der Prüfungsform des Cervantes-Instituts, ich komme mir bald vor, als würde ich doch nochmal ein DELE machen (und ich dachte schon, das C2 letzten August wäre endgültig das letzte Mal gewesen).

Phonologie war insoweit ereignisreich, als ich mal wieder nicht eingeschlafen bin, einen Applaus bitte an Instant-Cappuchino. Simone hat mir heute Nachmittag bei Skype ausführlich dargelegt, warum ich durch das Escitalopram, das ich regelmäßig zu mir nehme, auf Koffeein viel stärker reagiere als vorher. In Costa Rica habe ich ja immer noch gesagt, Kaffee macht mich nicht wach. Und später habe ich gar keinen getrunken, weil ich davon immer nur Panikattacken hatte, wie auch von Energy Drinks. Hach, das Leben ist schon schön mit Cipralex.

Srdjan war heute in Oral Proficiency dabei, ich hatte aber keine Gelegenheit, außerhalb des Kurses mit ihm zu reden. Schade eigentlich, ich hätte mich gleich ausheulen können, dass Fiona offenbar der Meinung war, ich hätte die Aufgabe des Talks von letzter Woche verfehlt und wäre zu sehr auf meine eigenen Erfahrungen eingegangen, ohne das Publikum vorher darüber in Kenntnis zu setzen. Dafür hatte ich keine Anmerkungen in den ganzen Spalten für Sprachprobleme, Grammatikfehler und so weiter.

Und vorhin, bevor ich todmüde ins Bett gekippt bin, um endlich mal was zu essen und mit Mama eine PhonetikVL durchzugehen, hat mich Susmita dazu gebracht, nochmal in die Uni zu fahren zu einem Vortrag, den eine Freundin von ihr, May, die ich letztens auch kennengelernt hatte, über die Ägyptische Revolution vom 25. Januar 2011 gehalten hat. Kluge Entscheidung, auch wenn ich dem Übermensch begegnet bin und mit ihm reden musste, denn der Vortrag war wirklich sehr gut.

Nun muss ich noch meine Türkischvokabeln zu Ende machen, damit nicht morgen Hunderte auf einmal fällig sind – außerdem schreibe ich mit Caro (schon wieder sind wir am Klären, schon wieder – und heute nachmittag habe ich über Stunden diese neuesten Vorkommnisse mit Simone diskutiert; ein unsagbar wertvoller Mensch, dieser Mensch, ich kann es gar nicht oft genug sagen und sage es noch viel zu selten).