Schlagwort-Archive: Müde

Antriebslos, oder auch nicht, oder aber doch.

Standard

Na, die Motivation für die wiederaufgenommene BA-Recherche hat ja lang angehalten. So sehr ich Bastis und Roberts Arschtritt auch brauchte und schätze, die Wirkung lässt nach geschlagenen zwei Tagen schon wieder zu wünschen übrig.

Wenn ich nur nicht so müde wäre.

Sarah kommt gleich zum Proben. Warum nur habe ich ihr nicht abgesagt, warum nur nicht. Ich will nicht proben. Ich will überhaupt nichts tun.

Und genau darin besteht das Problem. Ich weiß schon, warum ich ihr nicht abgesagt habe. Das hätte geheißen, mich meiner Lethargie zu ergeben.

Warte mal, ich geh absagen.

Okay, Fail. Also bedingt Fail, bedingt Win: Ich habe Sarah abgesagt mit der Begründung, ich sei hochmotiviert, die Recherche für meine BA-Thesis in genau diesem Moment wieder aufzunehmen, und wurde über meine Motiviertheitsbeteuerungen wieder richtig wach und gut gelaunt; jetzt habe ich soeben Sarah abgesagt, weil ich mich zu schlapp und lethargisch für Bandprobe gefühlt habe, und bin aber nunmehr vollkommen un-schlapp und un-lethargisch und könnte eigentlich ohne Probleme proben und die Recherche danach betreiben – R arbeitet eh bis zehn und ist dann so gegen halb elf da, bis dahin hätte ich also Zeit. Okay, aber ich könnte es genausogut jetzt hinter mich bringen und dann noch in aller Ruhe kochen und mit Basti chillen, falls der noch kommt heute.

Ich merke so langsam, wie die Motivation wieder nachlässt. Scheiße.
🙄

Werbeanzeigen

Ich will doch nur schlafen.

Standard

So, jetzt treibt sich also mein Couchsurfer irgendwo hier bei mir rum, während ich mich zurückgezogen habe, um weiter die Präsentation anzufertigen. Er hat heute auch die letzte BA-Klausur seines Lebens geschrieben (ist allerdings im Unterschied zu mir mit der dazugehörigen Thesis auch schon fertig) und weiß eine unglaubliche Menge über Minderheiten in Spanien, war mal zum Surfen in Hegoalde und liebt Barcelona über alles. Wir haben zusammen gegessen (ich hab‘ Giersch-Pesto gemacht und es ihm mit Nudeln vorgesetzt, es war wunderbar) und uns so gut es ging mit diesen Themen über Wasser gehalten, aber jetzt bin ich auch wirklich froh, dass ich wieder meine Ruhe habe. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, weil er jetzt wer weiß wo hängt und sich eventuell nicht traut, hier reinzukommen, weil er denkt, ich brauche meine Ruhe, dabei hätte er sich ruhig zu mir ins Zimmer gesellen können. Jetzt sitzt er irgendwo und ich hoffe einfach, dass er sich nicht unwohl fühlt. Ich habe ihm natürlich gesagt, dass ich arbeiten muss, aber aaargh, es ist so schwierig. Es widerspricht komplett meiner Gastgebernatur. Je weniger gut ich die Leute kenne, die mich besuchen, desto schwieriger fällt es mir, mich nicht komplett drüberzustülpen. Den Anderen traue ich es ja zu, sich zurechtzufinden oder sich zu melden, wenn sie irgendetwas möchten oder brauchen. Aber um so einen Fremden, der da jetzt seelenruhig bei mir im sich allmählich verdunkelnden Garten sitzt und liest, bin ich viel zu besorgt.

Jetzt arbeite ich aber wirklich an der Präsentation weiter. Der Akku steckt schon im Computer, sehr gut – nicht dass ich den nachher vergesse und dann ohne Strom da stehe. Am besten lade ich das fertige Ding auch nochmal auf einen USB-Stick, nur für alle Fälle.

Etymologische Betrachtung. Ich springe die ganze Zeit zwischen dem Eintrag hier und der Präsi hin und her und vergesse währenddessen, was ich eigentlich im Browser zu suchen hatte.

Jetzt überlegen, ob ich die Synkretismen drinlasse. Dafür, dass sie eigentlich gar nicht wirklich reinmüssen und ich eh nur in Ansätzen verstehe, was sie überhaupt sollen, sollte ich sie vielleicht wieder rausnehmen.

Ich sollte außerdem die Musik ausmachen. Musik im Hintergrund unterbindet, wie ich gerade mal wieder festgestellt habe, bei mir jegliche etwaige formulatorische Fähigkeit. Was richtet sie dann erst mit meiner Fähigkeit an, Präsentationen zu einem Thema zu erstellen, über das ich nicht das Geringste weiß.

I’m doomed.

So kommt wenigstens R auch mal dazu, das Bett in seinem Zimmer auszuprobieren. Bestimmt will er nie wieder hier schlafen, wenn er erstmal den Unterschied erlebt hat, den ein halber Meter Breite für seinen kaputten Rücken so ausmacht.

Ich muss noch Graziellas vier Folien einfügen. Ein Glück hat sie so wenige gemacht; ich darf sie erstmal alle aus dem .pdf als Screenshots abstrahieren und dann als Bild in meine .odp einfügen, weil das gute PowerPoint von meinem LibreOffice so schlimm verzerrt wurde, dass es ihre ganze Formatierung beim Konvertieren auseinandergesprengt hat.

Ich habe ein Riesenloch in meinen oberen Zähnen und sollte wirklich dringend mal zum Zahnarzt. Nachdem ich mich vier Jahre davor gedrückt habe, kann ich es jetzt offenbar nicht mehr vermeiden. Schade eigentlich. Ich dachte, mit Oil Pulling und Supirivicky komme ich da drumrum.

Müde, sehr. Aber ich kann nicht schlafen; zuerst muss ich die Präsi fertigstellen und dann kommt Basti irgendwann noch. Argh.

Paniklos at work, wheeey.

Standard

Uni und Arbeit heute unfassbar gut überstanden. Dadurch, dass ich schnell arbeite, kann ich mir zwischendurch immer ein bisschen Facebook erlauben. Das hat sehr geholfen. Kepa ist mit seiner gesamten juristischen Ausbildung jetzt fertig und macht sich innerhalb der nächsten Tage auf in Richtung Euskadi. Bis zum ersten Juli hat er Zeit und will bis dahin eine halbe Weltreise unternehmen. Direkt fahren wäre ja öde. Und das Autoli (welches schon bessere Tage gesehen hat) wird nach der großen Reise dann wohl verschrottet.

Ronny hat mir geschrieben. Wohl der dümmste Mensch, mit dem ich freiwillig bei Facebook befreundet bin. Ich mochte ihn nie sonderlich, aber rechne ihm trotzdem an, dass er einer der Wenigen war, die im CRLP damals überhaupt mit mir geredet haben. Ich hatte wirklich nicht viel Auswahl.

Jetzt holt mich die Müdigkeit ein, rapide at that. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut ich heute Früh aus dem Bett kam. Ich bin mitten in der Nacht unter dem strömendsten Regen ever von Basti nach Hause gefahren; ich hatte mit ihm zusammen gegessen und Monopoly gespielt, während R anderweitig beschäftigt war. Der kam dafür dann um halb vier morgens an und klopfte an mein Fenster, weil er nicht in der Lage gewesen war zu bemerken, dass ich ihm vorne an der Haustür den Schlüssel rausgelegt hatte. Also aufstehen und aufwachen. Er fiel ins Bett und war weg; ich lag ewig und drei Tage herum und konnte nicht mehr einschlafen. Optimal gelaufen. Dafür half mir seine noch immer anhaltende Komatosität vier Stunden später beim Aufstehen. Um meine Disziplin ist es nicht sonderlich gut bestellt (oh welch eine Feststellung, denkst du dir jetzt), und es fällt mir wesentlich leichter, aus dem Bett zu kommen, wenn anstelle eines Lebendkuscheltieres eine reglose Katerleiche da liegt.

In der Uni war ich heute insofern ungemein und ungewohnt erfolgreich, als ich gefühlt zum allerersten Mal in meiner nunmehr bald achtsemestrigen Laufbahn etwas wirklich Nützliches zu einer Vorlesung beigetragen habe (Vorlesung, wohlgemerkt, kein Seminar, nein, eine Vorlesung), was umso erstaunlicher ist, wenn man bedenkt, dass es Neurolinguistik war und ich nicht den leisesten Schimmer habe, was der Mensch von uns eigentlich will, aber aus irgendeinem Grund beschloss mein Leben, dass heute der Tag gekommen war, an dem ich mich in einer Vorlesung zu Wort melde und sage: „Ich habe mir überlegt, dass man Nullderivate untersuchen könnte. Dann fällt dieser Unterschied in der Wortlänge und so weiter schonmal weg.“

Alter, wie er reagiert hat. „Nullderivate, ja, das ist clever. Damit kann man ordentlich was machen, das seh‘ ich.“ Und dann in die Runde: „Was Nullderivate sind, wissen alle? Ja? Ja? Nein? Ja… Ja. Hat noch jemand was? Okay, ich würde auch sagen, wir bleiben bei den Nullderivaten.“

Oh. Mein. Gowai. Das erste Mal in meinem Leben habe ich mit Fachterminologie kommuniziert und den Verdacht erweckt, irgendjemand unter den Kommilitonen könnte eventuell nicht wissen, was damit gemeint ist. Ja, sicher, Neuro ist ein Seminar aus einem niedrigen Modul, das für gewöhnlich von Zweit- bis Viertsemestlern besucht wird, aber hey, ich bitte um galantes Ignorieren dieser Tatsache. Irgendwo muss man doch anfangen. Vor allem bleibt zu bedenken, dass ich die ersten sieben Semester eher gestorben wäre, als in einer Vorlesung in einem Hörsaal aus freiem Willen meinen Senf dazuzugeben. Das habe ich heute gefeiert und fand Neuro für den Rest der VL gleich viel erträglicher.

Arbeit, wie gesagt, lief sehr gut. Paniklos heute. Keine Ahnung, wieso nun genau, aber mir ging’s besser als sonst. Zwischendrin habe ich noch versucht, für Laura bei dem Therapeuten anzurufen – ich habe mir extra von R nochmal ihren Terminplan durchgeben lassen, den ich mir zu Hause auf einem Zettel notiert hatte, nur um festzustellen, dass der Mensch bis zum 3. Juli nicht zu erreichen ist. Dafür habe ich den neuen Auftrag bekommen, morgen mit seiner Vertretung zu reden. Ich bin’s ihr schuldig, immerhin habe ich jetzt einen Termin zum EKG und Routinelabor. Bei welchem Arzt, muss ich zwar noch herausfinden, da ich versäumt hatte, Laura zu erklären, dass sie den Termin bei meiner Hausärztin machen sollte, aber das wird schon. Sprechstundenhilfe wird es mir schon sagen. Oh je.

Nach der Arbeit habe ich mit Basti hier zu Hause gehangen, beim Pilzehäuten Ugly Americans geguckt und danach bei einer Folge Fringe ein paar Brötchen und Chips gegessen. Herrliches Leben. R ist wahrscheinlich gerade erst mit der Arbeit fertig und trifft sich jetzt erstmal noch mit einem Kumpel, den es von Suizidgedanken abzuhalten gilt. So leid es mir tut, ich schlaf‘ jetzt. Ich falle langsam, aber sicher zusammen. Man darf auch nicht die Anstrengung unterschätzen, die das Containern von unseren Grillzutaten für Donnerstag dargestellt hat; etliche Kilo Gemüse durch die Gegend zu karren und wieder zurück (wenn der Spot nunmal auf dem Weg zur Arbeit liegt..) schlaucht irgendwie.

Ade.

Zombiehirn auf Toast. Nein, warte, auf Pause.

Standard

Fuck, was soll das nur werden. Vier Stunden Schlaf vor mir und um 8.15 ein Seminar, das zu schwänzen oder in dem den dringendst benötigten Schlaf nachzuholen so verlockend wie selbstmörderisch wäre, wenn man bedenkt, dass es Morphologie II ist und ich mir eventuell Mühe geben sollte, dem Plank nicht so ganz sofort als hochgradig inkompetent und dazu noch faul ins Auge zu springen. Auch wenn es leider genau den Tatsachen entspricht.

R hielt mir vor ein paar Stunden in der Absicht, zu helfen, einen seiner halbstündigen Monologe über auf seinem eigenen Erfahrungsschatz in der Sache aufbauende Überlebensstrategien in Planks Morph-II-Kurs, die leider allesamt zumindest zu gewichtigen Teilen auf der Annahme beruhen, der zu überleben Versuchende habe irgendetwas an fachlicher Kompetenz vorzuweisen. Ich bin ja nun mit seiner Redegewalt bestens vertraut, konnte aber nicht umhin, mich trotzdem davon geringfügig frustrieren zu lassen. Er, der Abbrecher von uns beiden. Hält mir linguistisch fundierte Vorträge, für die ihn diverse Unis vermutlich bezahlen würden. Effizienter konnte er mir kaum seine eigene hochhaushohe Überlegenheit darlegen, und das in Bezug auf Linguistik im Allgemeinen, Morphologie im Speziellen, Unierfahrung und selbst noch Eloquenz und Rhetorik. Seine Steckenpferddisziplinen nannte er Syntax und Morphologie, diejenigen, die ihn an seinem Studium wenigstens ein bisschen interessiert hätten.

Das Ganze endete irgendwann abrupt mit dem Ausruf „Bier!“, den ich daraufhin, als ich tatsächlich mal wieder zu Wort kam, als das Motivierendste klassifizierte, das er innerhalb der letzten Dreiviertelstunde von sich gegeben hatte. Er hatte dann ein schlechtes Gewissen. Dabei wollte er eigentlich nur helfen. Leider auf eine Art, die mir meine Unfähigkeit nur nochmal deutlicher vor Augen führte. Er kann ja aber auch nicht ahnen, wie unfähig ich bin, wenn es um wissenschaftliches Arbeiten geht. Pfui Teufel; es graust mir davor so sehr, dass ich mich immer mal wieder frage, was genau ich nochmal auf der Uni eigentlich zu suchen habe. Ich weiß es ja selbst. Ich gehöre in eine Selbstversorgerkommune, nicht auf eine verfickte Uni.

Aber gut, was will man machen.

Man könnte damit anfangen, das überschlafmangelte Zombiehirn für ein paar Stündchen auf Pause zu schalten.

Namibiara joan ez nintzen eguna

Standard

Jawoll. Ich habe es geschafft; ich bin mit meinem Entwurf (und, leider, gleichzeitig der Ausarbeitung) meines Textes fürs Barnetegi-Stipendium fertig. Nach über zwei Monaten Zeit und einen Tag vor Deadline, so lob‘ ich mir meine Arbeitsmoral.

Da ich sehr, sehr fertig bin und gleichzeitig sehr, sehr stolz, dass ich es endlich fertiggebracht habe, diesen riesigen, enormen Text auf Euskera zu schreiben, hier, sieh ihn dir an. Ich geh in der Zeit schlafen und wache hoffentlich rechtzeitig wieder auf, um mich nachher ins Neurolinguistik-Tutorium schleppen und danach zu Daniel ins Büro gehen zu können, um das folgende Möchtegern-Meisterwerk mit ihm von den gröbsten Schnetzern zu befreien.

Namibiara joan ez nintzen eguna

„Ezer ez da gertatzen pensatu dudan bezala“, Ken Follett-en nire zitazioirik kuttunenak dioenez. Egia esan, uste dut baldin badagoela esaera horien benetakosuna berresten duen adibide perfekto bat, oraintxe kontatuko dizuedan historio dela.

Urteko bidairik luzeena aspaldi planeatutakoa zen. Helbidea Namibia izan zen – Frankfurtetik Windhoekera joango nintzen hegazkinez, eta han geldituko nintzen astebetez. Orduan, lagun bat iritsiko zen -– Kepa du izena eta aspaldiko lagunak gara –- nirekin iparraldera bidaiatzera.

Lehen astean Windhoeken gelditzeko ideia izan zen Couchsurfing interneteko komunitateko kide batekin bizi. Bidaia-hasiera baino bi aste lehenago Namibiako neskak jakinarazi zidanean bere planak aldatutakoak zirela eta ezinezkoa izango zela harekin gelditu, ni oraindik ez nintzen kezkatu. Horrelakoa da bizitza, pensatu nuen; beste pertsona bat aurkituko dut, seguru. Baina jende-piloari galdetu arren, Windhoek hiri guztian inork ez zuen ni ostatatu ahal otsailko aste horietan. Beraz, otsailaren 19an, hegazkia aireratu baino ordu gutxi lehenago, nire lagunik hoberenaren urte-mugako jaia utzi nuen, haren logelan ordenagailu aurretan instalatu nintzen eta ostatu bilatzeari ekin nuen.

Goizeko 4:50etan, Frankfurterako trenera igo nintzen. Gaua lo egin barik pasatutakoa nuen, baina nire burua oso ondo prestatutakoa nuela iruditzen zitzaidan. Nire gauza guztiak ekartzen ari nintzen, pasaportea eta gutzi, eta nora joan Windhoekera helduko nintzenean, ere banekien. Hegazkiak 9:25etan utziko zuen, edo dela, denbora gehiegi geratzen zen Frankfurten iristeko. Baina, nola ez, hainbeste zorte ona ezin zen betirako iraun.

7:20etan, ia-ia aireportura heltzeko garaia etorri zen, eta esna mantentzen ninduen gauza bakarra izan zen hegazkinan lo egingo nintzen sendotasuna.

7:25etan, trena gelditu zen. Bost minutu geratzen ziren aireportaino.

– Bonba-alarma dago aireportuko geltokian, esan zuen ahotsa bozgorailu batetik. Ezin gara zuzenean jarraitu. Itxarongo gara hemen – ateak zabalduko dizuet, erre nahi baduzue.

Ordu-erdiaz egon ginen, mugitu gabe. Trenak erretzailen kearekin eta neguko hotzarekin betetzen ari zen. Giroa desatsegina bihurtzen ari zen. Bidaiari batzuk kexatu zinen. Ni ikaragarri nekatuta nengoen.

7:55etan itzuli zen bozgorailuko ahotsa.
– Zoritxarrez, ezin da aireportura sartu une hauetan. Beste bide batez segiko gara, baina oraindik ez dugu jarraitzeko baimenarik jaso.

8:50etan, esnatu nintzenean, trena duela asko martxan zegoen berriz.
– Geltoki hurrengoa: Mainz, entzun nuen bozgorailutik.
Kaka zaharra. Galduta nengoen.

Noski, adorea oraindik ez nuen galdu. Trenetik jaitsi nintzen Mainzen, eta bira handi-handi bat eman nuen, hurrengo trenan Frankfurtera bueltatuz. Aireportura iritsi nintzen 9:26etan.

Hegazkia jadanik ez zegoen.

Wunder, oh Wunder.

Standard

So. Caro ist weg, R ist weg, ich geh‘ arbeiten. Rede heute Abend mit Laura, die mich gefragt hatte, ob ich Lust hätte, spontan vom 2. bis 6. irgendwo hinzufahren. Und mit Caro, bevor die morgen nach Portugal entfleucht. Unwirklich. Sonntag bin ich dann wohl in München; R schien für seine Abreise vorhin einen ähnlichen Grad an Begeisterung aufzuweisen wie ich, und mir passt es super in den Kram, schonmal ein Stück weiter oben zu sein, wenn ich ab dem 2. eh mit Laura unterwegs bin. Von München aus bin ich im Zweifel schneller da, egal wo es uns am Ende hinverschlägt.

Es wird jedes Mal schlimmer mit diesem Kerl, oder eher damit, ihn wieder weggehen zu lassen.
Ein einziges Rätsel, das alles. Ich habe im Lauf der letzten Tage noch einige der skurrilen, einzigartigen, bemerkenswerten Gestalten kennengelernt, die er in dieser Stadt zu seinen Freunden zählt, und frage mich wieder einmal, wie um alles in der Welt ich da reinpasse. Ich bin dieser formlose Mensch zwischen all den herrlichen Ecken und Kanten und Mustern und Farben. Aber ich werd‘ mich nicht beschweren; wenn er meint, ich kann da mithalten, dann ist dem offenbar so. Auch wenn ich mal wieder nicht die geringste Ahnung habe, wie ich das mache. Und dann ist er derjenige, der singt, „es gibt doch sooo viele Männer.. Warum gerade ich, frag ich mich“ – frei nach Funny van Dannen. Versteh einer diese Welt.

Ach, ich hab‘ so keine Lust, arbeiten zu gehen. Argh. Ich bin müde wie Teufel. Die letzte Woche war einfach nur wunderschön. Genau wie die davor. Und Caro geht es besser.
ABER ICH BIN SO MÜDE. Ich pack‘ niemals acht Stunden Arbeit heute. Trudi verkündet mir, dass man beim Kaufland jetzt Jamie-Oliver-Grillsachen für seine Treuepunkte bekommt. Ich bin davon nur mäßig beeindruckt, was vermutlich verständlich ist, wenn man bedenkt, dass ich in diesem Leben hoffentlich nie mehr dazu kommen werde, eine derart horrende Menge an Kaufland-Treuepunkten anzusammeln, dass ich sie gegen Jamie-Oliver-Grillsachen eintauschen könnte.

Ach Fuck. Which reminds me, ich muss noch beim Großhandel vorbeifahren, um für Basti das Tomatensuppenpulver einzusammeln, welches er gestern dort gesehen und dann aber keine Kapazitäten hatte mitzunehmen. Shiiit, ich muss mich fertigmachen. ICH BIN DOCH SO UNGLAUBLICH MÜDE.

Mein Zimmer sieht aus wie Sau. Naja, es könnte schlimmer sein, aber dass ich vor drei Tagen hier Großputz veranstaltet habe, glaubt mir bei dem Anblick definitiv niemand. Caro vielleicht, die dabeiwar. Sonst womöglich noch Kepa, dem das Vermüllungsgesetz ja auch zur Genüge bekannt ist. Mit dem sollte ich auch die Tage mal reden; jetzt ist er zwar erstmal in Köln, aber irgendwann muss ich doch auch mal Details über Namibia erfahren. Meine Namibia-Reise, die er letztendlich ohne mich unternommen hat. Während ich überglücklich zu Hause hing. Ein Hoch auf abstruse Zufälle.

Gewissen, Berichte und Komatosität

Standard

So sah das aus, als ich Kepa von R berichtet habe. Unglaublich, wie er einfach aus diesem konfusen Wust an Wörtern erkannt hat, was ich ihm sagen wollte.

Ich
2015/01/29 12:36
Und mein Fail war eigentlich kein Fail in dem Sinne, sondern eher ein mit Überforderung kombinierter Win, der sich als Monsterfail tarnte. Vielleicht aber auch ein Monsterfail, der sich als sich als Win tarnender Monsterfail ausgibt. Fürs Erste geh‘ ich von Zweiterem aus. Man wird sehen; ich werde berichten, wenn ich selber schlauer bin.
Kepa
2015/01/29 12:36
Oh, das kapier ich nicht so ganz
Ich
2015/01/29 12:37
Das macht gar nichts, da sind wir schon zwei^^
Kepa
2015/01/29 12:39
Also hast du dir wen angelacht oder irgendeine super idee
Ich
2015/01/29 12:41
indeed, indeed, indeed
Kepa
2015/01/29 12:41
Oder beides
Ich
2015/01/29 12:41
Eher zu viel Ersteres und zu wenig Letzteres
Kepa
2015/01/29 12:43
Oh nein

…So war das nämlich.

Mehr schaff‘ ich jetzt nicht mehr; ich bin einen gefühlten Mykrometer entfernt vom Umkippen. Und ich muss noch Zähne putzen. Und das Attest besorgen nachher. Und dann containern mit Basti und dann nach München. Ich konnte heute besser mit R telefonieren. Es kamen Gefühle durch seine Stimme.

Ich weiß nicht, was ich mit Basti anstellen soll. Es ist wirklich nicht einfach. Es kann für ihn auch nicht einfach sein. Wenn ich vergleiche, wie wir während der ersten Fringe-Folge aufrecht nebeneinandersaßen, und wie er inzwischen wieder wie damals um Neujahr herum meine Schulter als Kissen benutzend mir über den Arm streicht – das war heute wieder neu, das und die andere Hand oberhalb meines Handgelenkes – Gewissen, es bringt mich um. Andererseits, was soll ich tun. Die Fronten sind geklärt. Es unterliegt alles seiner alleinigen Bereitschaft, sich dem auszusetzen. Ich bin ja nicht Şahin. Ich streichele ja nicht zurück. Es geht ja von mir nichts aus. Er muss das selber wissen. Rede ich mir ein. Aber es ist trotzdem nicht gerade Balsam für mein Gewissen. Ich bin zu empfänglich für die Nuancen. Ich erinnere mich zu gut. The longing, oh, the longing.

Ich muss jetzt schlafen. Ich bin schon die ganze Zeit am Einpennen.

Mundua ikusi nahi dut.

Standard

Ta non izkutatzen zinen orain arte – urte luzeegi hauetan, agertu gabe? Helduidazu eskutik, estu arren; ilun dago ta ez dakit bueltatzen.

Beno, ez dago hain ilun, egia esan, eta beraz, badakit bueltatzen.
Was das alles noch viel besser macht. Ich bin noch längst nicht dabei, ihm gedanklich Songs wie diesen zu widmen; ich habe nicht das Gefühl, ihn in irgendeiner Hinsicht zwingend in meinem Leben zu brauchen; er hat zwar ein Stückweit seine Fänge in mein Leben geschlagen, aber es sind glatte Fänge, ganz elegant gebogen, ohne Widerhaken – ganz wichtig, ohne Widerhaken. Jetzt kann ich nur hoffen, dass sich die nicht noch irgendwann unmerklich ausfahren.

Meine Couch-Hostess in Windhoek hat mir abgesagt; ich hab‘ mich schon um Ersatz gekümmert bzw. bin dabei.

Ich habe mich soeben dazu zwingen können, mir meine Türkischmappe ins Bett zu holen, um mir das r-Präsens für morgen zu Gemüte zu führen. Eigentlich hätte ich seit einer Stunde mindestens geschlafen, aber ich musste mich noch mit meinem Drucker und R’s Mietvertrag auseinandersetzen. Außerdem habe ich gerade aus irgendeinem unerfindlichen Grunde beschlossen, dass ich nichts Besseres zu tun habe, als jetzt erstmal zu ihm zu fahren – die Macht der Gewohnheit kann so schnell zuschlagen. Mein Türkischzeug nehm‘ ich mit, dann kann ich morgen Früh lernen, während er arbeitet, und muss mich nicht um zehn Uhr schon aus dem Staub machen.

Klarkommen. Irgendwie.

Standard

Wie durch ein Wunder hat mein Instinkt den Weg zu meinem fast vergessenen Allheilmittel gefunden. Ich sitze also Artwork hörend im Bett, bei geschlossenen Fensterläden – schon wieder einer dieser Menschen, die von Licht aufwachen und es daher vorziehen, in komplett dunklen Räumen zu schlafen. Nur dass Kepa letztendlich doch immer sagte, ich solle nicht extra noch rausgehen und die Dinger zumachen – damit hatte R dagegen kein Problem.

Ich habe das furchtbarste Nesselfieber seit vorgestern Abend. Das ist stressbedingt und ich hatte es davor nur ein einziges Mal, an meinem neunten Geburtstag nämlich. Damals, weil ich so aufgeregt war, dass ich Geburtstag hatte. Am Ende musste meine Mutter meine Gäste nach Hause schicken, weil ich in schrecklichen, juckenden Pusteln gebadet war.

Panik, Panik. Und müde. Artwork macht mich ruhig, und die verbleibende Panik macht mich müde – ich will schlafen.

Klausuren. In einer Woche. In einer Woche. WARUM?

Okay. Haha, es wird immer noch absurder. Moritz, mit dem Sarah und ich Musik machen, hat mich grad spontan zu sich eingeladen, nachdem ich ihm sehr ungeplanterweise von meinem verwirrten Zustand berichtet habe (selber schuld, wenn er fragt, was ich treibe.. nicht wirklich, natürlich) – ein Mensch, den ich fast nicht kenne. Auf einmal tut er das. Das ist.. Gowai, das ist so unfassbar lieb von ihm. Ich seh’s kommen, ich fang an zu heulen, wenn ich da bin. Oder so. Vielleicht ja nicht, zu hoffen wär’s.

Jetzt habe ich Artwork durch und somit Motivation, aufzustehen und mich fertigzumachen und zu Moritz zu fahren. Ja, dann werde ich das wohl jetzt mal tun. Peruaner-Pedro hab‘ ich gerade noch geschrieben, ob er immer noch heute mit zur Tafel will – das hatte er mir angeboten letzte Woche, da er ja gerade Urlaub hat und irgendwann auf die Idee kam, wir könnten doch mit dem Auto fahren, dann müsste ich mich nicht so kolossal abschleppen.

PANIK. Ich will weiter Artwork hören. Aber ich kann ja mein Leben schlecht ab jetzt Artwork hörend im Bett verbringen. Auch wenn es wenig gibt, das ich lieber täte.