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Erfolg?

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Hm. Ich würde nicht sagen, dass es übel lief. Ein paar Stunden nur so semi-awkward Unterhaltung, Bier, Wein und Sex, was will man mehr. Ich darf nicht vergessen, dass ich eingewilligt habe, am Mittwoch nach Bruchsal zu fahren. Das dauert zwei Stunden, aber Zeit habe ich ja.

Ich bin immer noch betrunken und sehr müde; ich geh mal schlafen.

Fuuuuuuuuu…

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Und es ist soweit: nach ganzen zwei Monaten und dreißig Tagen habe ich es gestern erstmalig dieses Jahr verpasst, meiner Challenge gemäß den obligatorischen Eintrag zu verfassen. Alles, weil ich mit Caro am Telefonieren war und absolut nicht auf dem Schirm hatte, wie spät es schon war. Ich könnte die Zeitumstellung dafür verantwortlich machen, aber wenn ich ganz ehrlich bin – eine Stunde früher aufgelegt zu haben hätte um 1.01 Uhr eben auch nicht mehr geholfen.

Aber natürlich war es das wert. Sowieso erleben viele meiner Neurosen, die ja letztendlich auch nur selbst auferlegte Regeln sind, momentan einen Einbruch unvergleichlicher Ausmaße. Da ertrage ich es gleich gelassener, an diesem Punkt nun einmal gefailt zu haben.

Und die Müdigkeit dürfte auch ihren Teil beisteuern. Ich bin völlig im Eimer, was daran liegen dürfte, dass ich natürlich gestern Früh mein Therapeutentelefonat wahrnehmen musste. Aus diesem kam ich bestärkt und mit einem Haufen hilfreicher Bilder zurück in meinen Gammeltagesablauf und sah mich wenig später sogar in der Verfassung, paniklos einen Instant-Cappuchino zu konsumieren.

Also. Es wird.

Noch alleiner

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Jetzt ist Wolfgang weg. Ich war soeben als (wenn auch unnütze, da ich mal wieder nicht auf dem Schirm hatte, dass man da draußen ohne seinen Perso kein ganzer Mensch ist) Zeugin bei seiner Wohnungsübergabe zugegen, nachdem ich ihn heute Morgen trotz massivem Schlafmangel und unverhältnismäßiger Panik gefragt hatte, ob es noch ein Zeitfenster gibt, in dem ich zwecks Verabschieden bei ihm vorbeikommen könnte, bevor sein Taxi kommt.

Er scheint sich darüber gefreut zu haben, sicherlich aber nicht so sehr, wie ich seinen Weggang betrauere. Bereits unter normalen Umständen hätte mich das hart getroffen. So bröckelt mir mal eben mein letzter Vertrauter und dazu halbwegs regelmäßiger menschlicher Kontakt der Stadt unter den Füßen weg.

Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe, heute noch zu ihm zu fahren. Mein Tee-Treffen mit Jana ist gestern (und heute) ein wenig eskaliert; statt um drei kam sie um acht und blieb bis kurz vor vier. Es tat schon gut, sie dazuhaben, aber relativ bald wurde es auch anstrengend, sodass ich von der Aussicht, häufiger von ihr besucht zu werden, nun weniger begeistert bin als zuvor. Aber auch wenn es nicht ganz klickt – sie ist nett und dazu hochintelligent. Und sie vernichtet die gelben und orangenen sauren Weingummis, die ich nicht mag. Grund genug, sich über die Entwicklung zu freuen.

Aufgewacht bin ich jedenfalls um kurz vor elf, irgendwo zwischen komatös und panikdurchflutet, wie es nach zu wenig Schlaf zu erwarten war. Nachdem ich zu Wolfgang losgefahren bin, ist die Panik zurückgegangen und schließlich ganz verschwunden (obschon mich zwischendurch Wellen von Traurigkeit überwältigt haben, sobald ich daran dachte, dass R sich gestern den ganzen Tag in dieser Wohnung aufgehalten und beim Streichen geholfen hatte), und als ich vorhin zurückkam, konnte ich in aller Seelenruhe einen Nachschub an Schraubgläsern aus dem Keller holen, die Wäsche von gestern versorgen, Pflanzen mit den Trocknerwasser gießen und ein paar Teile in die Spülmaschine räumen.

And this is how I got here. Was ich als Nächstes tue, weiß ich nicht. Aber ich fühle mich recht stabil und werde bestimmt mit Zocken, Netflix oder Telefonieren nichts verkehrt machen.

Aktiv und kaputt

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Muss schlafen. Habe bis nachts um zwei Fleischabfälle für die Katze zerstückelt und eingetütet, was natürlich der angenehmste Zeitvertreib unter der Sonne zum idealsten Zeitpunkt ist.

Zudem war ich recht früh wach und den Tag über ziemlich aktiv. Ich scheine von innen heraus dazu angetrieben zu werden, die befähigende Wirkung von Beccis Gegenwart bis zum letzten Tropfen auszuschöpfen. Becci geht es noch immer schlecht, mittlerweile nicht mehr so sehr wegen ihres Ohres, sondern aufgrund von Regelschmerzen. Trotzdem bemüht sie sich, meinem absurden Tatendrang nicht im Weg zu stehen, und lässt sich teilweise sogar davon zu eigener Aktivität motivieren.

Mal schauen, was wir morgen alles Tolles erledigt bekommen.

What I Tell Myself

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Statt Einweihungsparty gehe ich nachher mit Becci eine Runde auf Essenssuche. Zu diesem Zweck hat sie sich gerade für einen Abendschlaf zurückgezogen und mich somit befähigt, meinen Eintrag heute trotz Besuch ganz stressfrei zu verfassen.

Es fällt mir immer schwerer, morgens aufzuwachen. Ich sollte schleunigst zumindest auf 10 mg Escitalopram herunterdosieren, um dem entgegenzuwirken. Andererseits möchte ich der Ärztin nach der Katastrophe neulich in absehbarer Zeit nicht nochmal begegnen, solange es sich irgendwie vermeiden lässt, und da ich eh nur 50 Tabletten à 15 mg bekommen hatte, wird dieser Moment der Unvermeidbarkeit früh genug eintreten.

Etwas anderes, das ich demnächst mal wieder in Erwägung ziehen könnte, ist Arbeiten. Zumindest einen kleinen Auftrag zu schaffen wäre erfreulich, da ich vorhin in bester Hamstermanier diverse Ebay-Anfragen für enorme Mengen Zitronensäure, Waschsoda und Kernseife rausgeschickt habe, um mein eigenes Geschirrspülmittel zusammenmischen zu können. Das war eine der Nachhaltigkeitsbaustellen, die noch anstanden, und aus unerfindlichen Gründen habe ich heute beschlossen, dass das geändert werden muss. Keine Tabs in Plastik mehr, nie wieder. (Warum es bei uns im Kaufland kein loses Pulver gibt, hat sich mir nie erschlossen, aber von nun an kann es mir auch egal sein.)

Beccis Bereitschaft, mit mir containern zu fahren, tut einfach nur gut. Zwar ist sie nicht selbst fähig, mich in irgendeiner Weise zu Aktivität anzustacheln, aber meine eigenen Versuche unterstützt sie. Das hilft auch. Und ihre nicht vorhandene Erwartungshaltung hilft. Und ihre Akzeptanz hilft. Was meiner Mutter nicht gelingen konnte, weil all ihre empathischen Fähigkeiten im Kontakt mit mir verpuffen, das kompensiert Becci mit ihrem grenzenlosen Verständnis.

Sie hat mir ein Rollregal mitgebracht, das Cornelia zu ihr abgeschoben hatte und welches sie selbst nicht brauchte. Für mich dagegen ist es perfekt, da größer und schöner als das (zugegeben gerade erst von Mama mit unverhohlener Abscheu akribisch gesäuberte) Sperrmüllteil, das bisher in meiner Küche steht. Ich könnte mich gerade schonmal aufmachen und den Wechsel vollziehen. Und dann etwas zu essen machen, einen Salat zum Beispiel; Mama hatte Feldsalat mitgebracht und er ist immer noch im Kühlschrank. Und was mit Kartoffeln. Ein Curry. Wuhu, ich gehe Curry machen. Wow, wie tatkräftig ich auf einmal bin. Irre müde, aber tatkräftig.

Sollen sie alle ohne mich feiern. Ich hätte eh nur wieder rumgesessen, mir die Zeit mit Essen und Biertrinken vertrieben und mich unbedeutend gefühlt, während endlos Solid-Angelegenheiten durchgekaut werden, die mich nicht jucken, weil nie jemand auf die Idee kam, mich in diese Sache irgendwie einzugliedern.

Zumindest sage ich mir das so.

Ich geh Regale umräumen.

On a positive note:

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Der zweite ohne Hammerdroge überstandene Tag neigt sich dem Ende zu. So rapide sogar, dass mir kaum Zeit für den obligatorischen Eintrag bleibt. Also beeile ich mich und schreibe drauf los, ohne zu denken.

Denken ist eh schwierig, da ich durchgehend müde bin. Ich dachte zuerst, dass es eine Nachwirkung der Trimipramin-Tropfen wäre, aber in Wirklichkeit macht sich hier wohl das hochdosierte Escitalopram wieder bemerkbar. Das kennt man ja schon; nur gut, dass ich diesmal nicht in der Uni einschlafen muss, während es sein Werk verrichtet.

Heute sind schöne Dinge passiert, auch wenn der Morgen von Panik geprägt war, die sich auch durch Beta-Blocker nicht vertreiben ließ – eine weitere Ursache der Übermüdung. Zum einen habe ich gerade zwei Stunden mit Tese geredet, die wirklich ein Goldschatz ist. Und zum anderen klingelte heute Nachmittag Marketa bei mir (die bei einem Zusammentreffen mit R in der Waschküche vor dessen Auszug über die Umstände informiert worden war) – um mich zu meiner Entscheidung, meinem Mut und meinem Selbstrespekt zu beglückwünschen. Das Gespräch begann folgendermaßen:

„Hi. Is R here?“

„No. He moved out.“

„Good.“

Dann kamen die Glückwünsche. Auf diese folgte eine ehrliche Einladung, ich solle vorbeikommen, wenn ich möchte.

Sie sagte, sie hätte mir einen Blumenstrauß bringen wollen, dann aber in der Befürchtung, R könnte noch in der Wohnung sein, die Tür öffnen und einen awkward Moment verursachen, davon abgesehen.

Ich war völlig überwältigt von dieser Begebenheit. Wie vor ein paar Tagen (Wochen? Zeitgefühl, Zeitgefühl, azal zaitez), glaube ich, bereits erwähnt, hatte ich selbst in Erwägung gezogen, mich ab und an bei ihr zwischenzulagern, um im schlimmsten Wirbelsturm eine Seele um mich zu haben, die das mir Geschehende begreifen kann. Natürlich habe ich diesen Gedanken verworfen; als würde ich mich je so aufdrängen können. Nun aber hat sie es selbst angeboten und ich gedenke darauf einzugehen.

Und wieder würde ich am liebsten für immer wach bleiben. I don’t want to lose my memory. I don’t want to lose my sanity. And yet, alas, I will.

Es werde Teelicht!

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Es wird die Liste weiter abgearbeitet: heute habe ich mich vor allem dem Teelichtergießen gewidmet. Das war eine Plackerei, lass es dir gesagt sein, aber eine schöne. Nachdem ich die letzten Tage schon während des Gilmore Girls-Guckens die leeren Metallschälchen präpariert hatte (Plättchen rausploppen, Wachs abkratzen, repeat), mussten sie nur noch mit Dochten versehen und mit eingeschmolzenen Kerzenresten neu befüllt werden.

Dabei habe ich Homesick (das Album, nicht nur das Lied; das wäre nach mehreren Stunden vermutlich sogar mir irgendwann mal auf den Wecker gefallen) auf Repeat gehört, bestimmt fünf Durchläufe lang war ich mit den Teelichtern zugange und bin streng genommen immer noch nicht fertig. In der Zwischenzeit kam allerdings R nach Hause (wie erwartet ist er die längste Zeit 2020 rauchfrei gewesen, aber ich habe davon abgesehen, ihn dafür fertigzumachen) und erklärte sich direkt bereit, mit mir ein paar unserer lang vernachlässigten CBT-Lektionen auszusitzen. Ich hatte sowieso Hunger und brauchte eine Pause. Und nun bin ich dermaßen geschlaucht, dass ich einfach keine Lust habe, mich nochmal in die Küche zu stellen.

Aber ich bin stolz, überhaupt so weit gekommen zu sein. Das war ein Monsterprojekt und wurde lange vor mir hergeschoben. Nun wurde es aber auch Zeit, da mir die Teelichter schon beinahe ausgingen. Es waren von dem ehemals gigantischen Vorrat vielleicht noch 10 Stück übrig.

Und Keyboard gespielt habe ich. Seit Ewigkeiten mal wieder.

Ich gebe mir Mühe.

Gegenverkehr und erschöpfende Einkäufe

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Seit Langem scheint dies heute mal wieder ein Tag zu sein, an dem ich denke: „Ich sollte Sachen besser machen. Ich habe alle Voraussetzungen dafür.“

Ich muss wieder mit dem Zocken aufhören. Es frisst all meine Zeit und begünstigt die zweifelhafte Coping-Strategie aus Apathie und Verdrängung, die ich perfektioniert habe.

Aber das nur so am Rande. Ich habe noch eine Stunde, bis ich den Bus zu Marthe nehme (mein Fahrradakku ist nicht ganz aufgeladen und der Regen- bzw. Hagelschauer gerade trug auch nicht unbedingt dazu bei, dass Fahrradfahren zur Verlockung wird). Bis dahin muss ich duschen, und zwar dringendst.

Ich habe bis halb zwei Uhr geschlafen – ich bin aufgewacht und konnte es kaum glauben. Wobei es Sinn macht, da wir gestern Abend beim Containern überdurchschnittlich viel gefunden haben und ich zwischendurch schon kaum noch die Augen aufhalten konnte. (Passend dazu fällt mir soeben der skurrile Traum ein, den ich hatte. In einem Abschnitt davon war ich im Auto unterwegs – nein, nicht im Auto, ich ging zu Fuß, aber war schnell wie ein Auto und lief mitten auf der Straße – der Boden war voll von Eidechsen und ich erinnere mich, dass ich eine spezielle Lauftechnik entwickelt hatte, um diese mit den Füßen beiseitezuschieben und so zu verhindern, dass ich darauf trat; es war niemand dort außer mir. Gut so, denn ich war so müde, dass ich mit geschlossenen Augen lief. Rechts von der Straße befand sich ein Abgrund. Irgendwann nahm ich in der Ferne ein entgegenkommendes Fahrzeug wahr; mir war klar, dass ich die Augen öffnen musste, um ihm auszuweichen oder vielmehr sicherzustellen, dass ich auf meiner eigenen Spur lief, aber ich war zu müde und schaffte es einfach nicht. Das Auto kam näher und näher und ich zog mit den Fingern meine Augenlider auseinander, als könnte ich mich so zum Sehen zwingen, erfolglos. Das Auto rauschte vorbei und streifte mich ganz knapp; ich war unversehrt.)

Der müde Punkt war längst überschritten, als ich um zwei Uhr nach Hause kam. R war natürlich bereits im Bett und machte keine Anstalten, dort herauszukommen, also habe ich all die Kisten und Taschen mit Essen (zwei davon für Wolfgang, eine so schwer, dass ich sie kaum hochheben konnte) möglichst geräuschlos durch die Wohnung auf die Terrasse verfrachtet und mich anschließend mit einem Glas Multivitaminsaft aufs Sofa gesetzt, um wieder zu mir zu kommen, bevor ich ins Bett ging.

Nun bin ich ausgeruht und erleichtert, dass mir in der Zwischenzeit kein Scribbr-Auftrag durch die Lappen gegangen ist. Auch das Wetter bietet allen Grund zur Erleichterung; wäre es so warm wie letzte Woche, hätte die Ausbeute von gestern den Vormittag auf der Terrasse weniger unbeschadet überstanden. So dagegen kann sie ruhig bis heute Abend dort verbleiben und darauf warten, dass R und ich unserer neu implementierten Arbeitsteilung entsprechend gemeinsam das Einräumen und Versorgen übernehmen. Nur um das Fleisch muss ich mich vorher kümmern, damit die Katze schonmal etwas zu fressen bekommt.

Nun wird aber erstmal geduscht. Und nachdem ich von Marthe zurück bin, habe ich dann durch das Nicht-Zocken Zeit für alles Weitere.

„On a new one.“

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Sieht so aus, als könnte ich wieder blogglen. Wie mich das erleichtert.

Aber nicht jetzt, wo es schon so „spät“ ist (wie sich die Zeiten, im wahrsten Sinne, doch ändern) und meine Augen Terror machen und ich erstmal schlafen sollte. Ich werde noch genug Zeit haben die Tage; der Pack-und Räumungs-Horror ist so gut wie überstanden, R ist erstmal eine knappe Woche weg und Basti hat vermutlich Besseres zu tun, als (wie heute) jeden Tag hierher zu dessen Wohnung rauszulaufen, um mit mir abends rumzuhängen. Zumal er es jetzt geschafft hat, sich nach ewiger Dürreperiode eine Freundin an Land zu ziehen, mit der er verständlicherweise auch mal abends telefonieren will.

Samstag bin ich in Heidelberg. Wohnungen anschauen.

Gnom.

Menschliches Wegsein, unmenschliches Dasein. Oder sowas.

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Im Zuge der Verwirrung von neulich rief ich mir in Erinnerung, was mir Kepa damals sagte. „Du brauchst jemanden, der immer da ist.“ Er hatte so Recht. Ich hatte keine Ahnung, wie Recht er hatte. Noch so ein unheimlicher Fall von „knows-me-better-than-I-know-myself“. (Gut, Kepatxos Indianername wäre hiermit dann auch schonmal offiziell established.)

So richtig wurde mir das eigentlich erst klar, als es Laura nochmal so präzise für mich zusammenfasste. Auch wenn ich ihr daraufhin erstmal erwiderte, dass mir beim Gedanken an R’s und Kepas Issues einfach zwei gleich rapide in die Höhe schnellende Balken in den Sinn kommen, wie sie im Fernsehen benutzt werden, um eine Statistik zu visualisieren. „Whuuuup! Und da sprengen sie die 100-Prozent-Marke!“ Laura war verwirrt, weil sie nicht wusste, dass R ebenfalls mit seinen ganz eigenen Issues zu kämpfen hat. Als wäre das überraschend; was will ich mit einem Mensch ohne Issues. Falls es so etwas tatsächlich gibt – ich habe meine Zweifel.

Wobei ich ja immer noch (mehr noch als zuvor sogar) der Überzeugung bin, dass körperliche Anwesenheit mit Dasein nicht das Geringste zu tun hat, aber das ist ja auch nichts Neues. So sue me, von manchen Überzeugungen bekommst du mich so schnell nicht weg, vor allem, wenn du mir R vor die Nase setzt, den man praktisch mit beiden Armen umfangen kann und der trotzdem erfolgreich die Gewissheit vermittelt, dass er gedanklich in irgendwelchen Sphären am anderen Ende des Horizonts verweilt, wo es zu allem Überfluss auch noch beileibe nicht so verlockend aussieht, dass man das unbesiegbare Bedürfnis verspürt, sich ebenfalls dort hinzubegeben. Wie gesagt. Ich bleibe nach wie vor dabei, dass mir ein physisch entfernter, aber gedanklich präsenter Mensch um Welten lieber ist als das genaue Gegenteil.

R derweil kam eben aus der Kneipe wieder und ist mächtig stolz auf sich, es an einem Freitagabend schon vor drei Uhr nach Hause geschafft zu haben. Ich bin nur noch wach, weil ich eben mit Caro geschrieben habe und mir dann dachte, komm, dann schaffst du auch noch eine kleine Bloggle-Abhandlung über ein random Thema. Da natürlich aber, wie immer, dieser Blog die faszinierende Eigenschaft hat, mich genau darüber reflektieren zu lassen, was zum Zeitpunkt des letzten Eintrags in meinem Kopf vorging, landete ich eben genau hier.

Und weil mir vor Müdigkeit bald die Augen aus dem Kopf fallen, gehe ich jetzt schlafen.