Schlagwort-Archive: Nachtbus

So much stuff. So little sleep.

Standard

So komatös, wie ich bin, schreib‘ ich heute gar nichts mehr.

Außer vielleicht: Ich lebe, aber ich muss ins Bett; Lörrach im Endstadium (Hazel Brugger hatte Recht, aber sowas von) und eine relativ gute Chance, dass ich morgen in aller Herrgowaisfrühe von meiner verschnupften, aber nicht aufzuhaltenden Mutter geweckt werde, um das Meditieren zu erlernen, sind beides Faktoren, die dafür sprechen.

Reliving, but alive.

Standard

Hier bin ich nun. Fast unerwartet erscheinen Erinnerungen an Fahrten von Hamburg nach Heidelberg runter, nicht bedrohlich, nicht verkrüppelnd, fast harmlos-nostalgisch, ich habe die letzte Reihe für mich allein, es ist noch vor Mitternacht und Şahin ruft mich an, wir sehen uns morgen: aber heute ist heute und wir müssen noch Ritual machen; er bietet an, allein zu singen, aber mir ist egal, ob ich im Bus bin, Ritual machen wir zusammen, also singe ich.

Heute, selbstredend, singe ich nicht; vielmehr plane ich, gleich zu schlafen und am anderen Ende der Reise frisch und vergnügt wieder aufzuwachen. Aber zwischendurch – jetzt – muss ich doch wenigstens noch mein Smartphone und das damit verbundene Internet zelebrieren (oder eher gesagt, das mit selbigem verbundene Smartphone). Das sowie die Tatsache, dass die Geister der Strecke ihr zerstörerisches Potenzial verloren haben.

Franzbrötchen, ich komme.

Standard

Das Eine, worauf ich mich bezüglich des morgigen Tages am meisten freue: Franzbrötchen. Mir war nie klar, was die norddeutsche Kultur eigentlich an bemerkenswerten Dingen hervorgebracht hat, bis ich dann weg war und feststellen musste, dass so etwas wie Franzbrötchen hier unten einfach mal nicht existiert.

Es wird meine erste Aktion nach der Ankunft sein: vom ZOB zum Hauptbahnhof zockeln und mich bei Franz & Friends mit Frühstück in Form einer großzügigen Menge köstlicher Exemplare ausstatten. Oh Himmel, ich kann es kaum erwarten. Allein dafür lohnt sich dieser Ausflug.

Halbe Stunde, dann sollte ich mich aufmachen. Der Bus fährt zwar erst um halb elf, aber zum Hbf muss man ja auch noch irgendwie hinkommen.

Um es nur kurz noch zu erwähnen: Meine Wohnung hat heute ein gutes Stück Vollendung erfahren. Im rosa Zimmer hängen jetzt die letzten zwei Regalbretter und mehrere Ansammlungen von Bildern, der Ohrhänger-Fensterrahmen und der Spiegel sowie die zweite der Bambusmatten, die ich damals vom Sperrmüll gerettet hatte. Im Flur hängen die anderen beiden Spiegel. Nur zum Saugen bin ich schon wieder nicht gekommen.

Aber dafür habe ich nach einem unerträglichen und zeitintensiven Kampf mit meinem Computer endlich die Wireless-Funktion meines neuen Multifunktionsgerätes konfigurieren können und habe sämtliche Materialien, die ich für Stewart am Montag lernen muss, als stolzen Beweis meines Erfolges ausgedruckt in meiner Tasche dabei. Ich hoffe einfach, dass ich dazu komme, sie auch zu lesen. Ich spekuliere auf die Rückfahrt morgen mit Kepa im Transporter, bis er mich irgendwo absetzt, und die darauffolgende Zugfahrt nach Hause. Weil, jetzt im Nachtbus werde ich kaum andere Dinge tun als Schlafen. Das ist ja gerade das Wunderbare.

Guara-na-na-ná

Standard

Die haben meine Nachtbuslinie gecancelt. Das kann doch wohl nicht wahr sein. Ich bin aufs Fürchterlichste erschüttert. Mir fehlen die Worte. Wie kann man so grausam sein. Diese Welt ist ein schlechter Ort, und das Wegfallen der Eurolines-Nachtbuslinie zwischen Mannheim und Hamburg hat sie definitiv nicht besser gemacht.

Fuck, man. Die eine Sache, auf die man sich einfach verlä… Oh. Es wird jetzt von FlixBus abgedeckt, Touring kann mich mal. Na das war ja mal ein Schock. 19€ nach Hamburg und noch ne Stunde länger schlafen, als würde ich den für 25€ nehmen, der später losfährt und früher ankommt. Hah.

Okay, ich hab dann mal mein Busticket gebucht. Kepa braucht zum Glück nur am Sonntag dann Hilfe, er scheint sich also zumindest so weit berappelt zu haben, dass er morgen sein Zimmer alleine leergeräumt kriegt. Also kann ich Samstag Nachmittag containern gehen, was mich sehr freut, und morgen in aller Ruhe zu Hause gammeln. Yay.

Ich habe heute das unsagbare Glück gehabt, in die Uni zu kommen und festzustellen, dass der Spanischkurs ausfällt. Oh yes, ich hatte die Übersetzung schon wieder nicht gemacht. Während Englisch saß ich mit Barbara herum; wir haben uns über Tod und Katzen unterhalten, unter Anderem. Schon die zweite meiner Kommilitoninnen, die ich unglaublich mag, welche in so jungen Jahren schon mit Tod in der Familie konfrontiert wurde. Ich fühle mich mit meinen Problemchen dann immer so fehl am Platz, so unbedeutend.

Dafür habe ich ihr Guaraná-Pulver mitgebracht und nochmals versichert, dass es Wunder wirkt. Ich erfahre dies gerade erst wieder am eigenen Leib, nachdem ich das gute Zeug viel zu lange vernachlässigt auf dem Küchenregal hatte stehen lassen. Jetzt habe ich meine morgendliche Guaraná-Weizengras-Shot-Tradition wieder aufgenommen und bin hellauf begeistert, wie gut ich mich auf einmal fühle. Es hat im Bus zur Uni angefangen zu wirken und ich fühlte mich unwillkürlich grinsen und sagte mir fröhlich, oh, ich liebe Drogen.

Und es ist wirklich wahr. Ich liebe Drogen.

Das nur so als random Schlusswort.