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Restaurationsarbeiten

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Mein Ohrwurm von „Tuyo“ ist wieder da.

Y cuales deseos me vas a dar, oooh, dices tú, mi tesoro, basta con mirarlo… y tuyo será… y tuyo será…

Und der Titel des orangenen Buches ist mir eingefallen, One Day, nachdem ich seit Tagen mit der deutschen Übersetzung – Wie ein einziger Tag – im Kopf gelebt hatte. Oh Hirn. Dazu kam dann auch gleich Dexters Nachname – Mayhew? – und die Erkenntnis, dass – jetzt, wo ich so drüber nachdenke – das Buch auch permanent in Sichtweite im Regal stand. Aber seit wann macht man es sich so einfach.

Ich habe heute einiges vor mir. Das Ausmaß der containerten Schätze, die es nach einem Ausflug wie dem gestrigen zu versorgen gibt, erinnert an einen Schweizer Monatseinkauf in Konstanz (bloß dass mir am Ende niemand die Mehrwertsteuer zurückgibt). Außerdem ist die Wohnung dreckig wie sonstwas und muss dringend gesaugt werden. Eigentlich ja gestern schon, aber da habe ich mich nunmal erfolgreich durch das Vergangenheitsdurchwühlen vom gegenwärtigen Leben abgehalten.

Immerhin scheint heute wieder die Sonne.

…und hier und da gibt’s sogar nette Leute.

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Ach verdammt. Jetzt hatte ich mich seit Wochen mal wieder gerafft, um Leben in diese Blogwüste zu bringen (wobei das Fehlen neuer Einträge der unheimlichen Aktivität der bloglikenden Bots keinen Abbruch tut; I’m not amused, but really couldn’t care less at the same time, wobei dieser letzte Nebensatz wirklich hinter so ziemlich alles gehängt werden kann, was ich in letzter Zeit so fühle, wenn man von der Dankbarkeit, von R geliebt und von meinen Freunden unterstützt zu werden, mal absieht), da muss ich in 40 Minuten schon wieder los und werde dann auch noch durch einen Anruf von R und diverse Facebookgeschichten davon abgehalten.

Jetzt aber zum Glück nicht mehr. Ich hätte zwar mit der Kommilitonin Barbara, welche heute migränegeplagt zu Hause hängt und demzufolge gleich auch nicht mit auf den Weihnachtsmarkt kommt, wohl noch eine Weile weiter schreiben können – ich mag Barbara -, aber da ich ja eh schon wusste, dass um 19 nach mein Bus fährt und ich noch den Eintrag zustandebringen wollte, habe ich die Unterhaltung entgegen meiner Art frühzeitig beendet. „Du, ich bin mal weg.“ Ein Satz, den man von mir nicht oft hört; ich bin kaum je in der Lage, eine menschliche Interaktion von meiner Seite aus zu beenden. Meistens habe ich nicht das Bedürfnis dazu, in einigen wenigen Spezialsituationen fehlt mir einfach das Durchsetzungsvermögen (ich denke an den unvergesslichen Moment am Ende des Wochenendes, an dem Saskia mir die Dreads gemacht hat, Ende 2013 in Vitoria – dieser unfassbar viel redende Mensch stand nach 18 Stunden Schwerstarbeit (endlich – endlich – endlich im Begriff zu gehen) in meiner Wohnungstür und schaffte es, eine geschlagene halbe Stunde dort zu verweilen und von Hölzchen auf Stöckchen auf Hunde auf Katzen auf Mäuse etc. (you get the picture) zu kommen, während ich mir nichts sehnlicher wünschte, als endlich ins Bett zu kommen und mit Janine und Robert zu skypen, welche gewiss seit Stunden sehnsüchtig auf mich warteten).

Wie dem auch sei. Heute ist ein guter Tag. Das mache ich daran fest, dass ich heute die Sonne zu sehen bekam, und dieser Tatsache wiederum ist ein abruptes Abflauen der Lethargie geschuldet, in der ich momentan beheimatet bin. Wirklich, ich bin sehr charakterschwach momentan. Ich kann mich zu nichts, aber auch gar nichts bewegen und verzocke mein Leben auf dem Sofa. Das genaue Gegenteil von R, der sich so richtig am Riemen reißt gerade, einen Job im Call-Center angenommen hat (und von den Kollegen dort schon jetzt als der liebenswerte, nerdige Crack erkannt wurde, der er ist), vorhat, sein Studium zu Ende zu machen, wenn das Geld dafür erstmal da ist, und nicht mehr der Illusion erliegt, Arne, dieser hoffnungslose Fall, würde es jemals gebacken bekommen, diese Firma aufzubauen, in die er das letzte Jahr seines Lebens investiert hat.

Ein paar Sonnenstrahlen aber war heute alles, was benötigt wurde, um mir einen Funken Tatkraft einzuhauchen. Ich habe nicht sonderlich viel getan dann, aber allein dieses Gefühl, es theoretisch zu können, war erhebend. Ich hätte sogar bei dem Psychiater angerufen, wie ich es eigentlich schon letzte Woche Montag vorhatte, aber ich kam erst um drei Uhr aus Uni und Baumarkt zurück (ich habe Holzleisten von 2,40 Metern Länge im Bus hierher transportiert, ein Glück war der Busfahrer so tolerant und hat mich mitfahren lassen – auch wenn er meinte, ich bräuchte einen Lastwagen, nicht den Bus) und dachte mir dann, dass die Sprechzeiten des Psychiaters bestimmt nicht so lang sind. Sollte ich morgen tatkräftig und motiviert sein, werde ich anrufen. Es wird knapp; mein Medi-Vorrat ist praktisch aufgebraucht und ich bezweifele, sofort einen Termin zu bekommen. Und um Himmels Willen, ich brauche meine Medis. So oberflächlich gleichgültig sie mich auch machen. Außerdem trage ich, solange ich nicht endlich dort anrufe, bestimmt weiterhin den Fanny-van-Dannen-Ohrwurm mit mir herum: Ich brauche einen – neuen Psychiater.

So. Jetzt soll erstmal die Katze was fressen, bevor ich mich auf und davon mache.Vielleicht habe ich Glück und wir bleiben länger als eine Stunde auf dem Marktplatz, dann kann ich im Anschluss beim Gemüseladen vorbeifahren und schauen, ob die nette Besitzerin mal wieder was Essbares vor die Tür gestellt hat.

Long Way to Happiness

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…a long way to go. Ich bin offiziell wohnungslos. Hat alles geklappt soweit. Außerdem bin ich offiziell unfassbar dicht. Waltraud hat drei Flaschen Sekt geopfert. R kauft ihr offenbar morgen neue, so genau habe ich das in meinem Zustand nicht mehr mitbekommen. Ich habe auch eine neue Brandwunde zu bestaunen, die ich mir eben beim Tortellinikochen zugezogen habe. Mein Ohrwurm vor und nach der Wohnungsabnahme erklärt sich vermutlich von selbst. Ich bin unfassbar dicht, wie ich war, noch containern gegangen. Ich bin froh darüber. Alles passte in den Kühlschrank. Das beeindruckt mich. Wir werden wunderbare Sachen essen morgen. Und heute. Und übermorgen. Oh herrliches Leben.

Ach Shit, ich habe vergessen, den Keller zu fegen. Dann muss das am Montag noch gemacht werden. Unbedingt.

Komm, fahr die Wände um…

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Was für ein Ohrwurm to wake up to.

Und ich bin immer noch begeistert, wie geschickt sie ihre wandzerstörerischen Nachrichten in Meditationsmusik verkleiden. Genau wie von der Tatsache, dass die Europäer ihre Weihnachtslieder – Siiilent night… – offenbar von jahrtausendealten indischen Melodien gecovert haben.

Bainan honela… ez zen gehiago txoria izango.

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Ich bin zu faul, um einen eigenen Eintrag zu schreiben, aber möchte doch zumindest einen Bruchteil von meinem Innenleben auch heute der Außenwelt mitteilen, daher paste ich nun einfach das, was ich eben dem Kanadier geschrieben habe. (Erwähnte ich ddosdall? Falls nicht, tue ich es wann anders; jetzt werde ich einfach die Mail hier hereinfügen.)

Hey, see, this is what happens to me when uni starts.. I take ages to reply. I have no idea how you manage. Sure, I don’t have a smartphone, that doesn’t exactly help. I’m still shocked – where did all the time go?

I think the transition is not as hard as you think. I used to find it impossible, too, but it’s really quite easy, at least it is if you feel you and the person you’re trying to get to know have enough in common and enough to talk about so it won’t get awkward. In fact, even when you have nothing in common, you could learn from each other. I don’t know if I’d bother getting to know someone without any common basis, but that’s up to everyone.. It comes much more naturally when you do have one, of course. I feel so lucky because things are this easy for me nowadays. I mean, I’m not exactly the most popular person ever, but I never intended to, either. I think I could help you with that, but I need a concrete case and some background info on the respective people. 😀

My mom did the same with me, staying at home to raise me. She didn’t go to university either, mainly because of her working-class family backgrounds – both my parents were the first ones in their families to even get the Abitur degree, so uni seemed kind of out of perspective. My mom would have loved to study Arts and English, but chose to be a banker instead to satisfy her parents. She gave up a pretty decent career for my sake, which she claims not to regret. Of course, my dad was always working so they never had that much of a financial problem. (No need to worry about a potential lack of problems though; my parents being themselves, they will never run out of problems.)

I’m excited to report that my voice is almost back. 🙂 Oh, and congratulations on your 66%, that’s pretty good for a subject you hate, isn’t it. I mean, it’s only logical that others got better grades; they probably don’t hate it as much and didn’t have to work as hard as you in order to obtain them. That’s how I feel about my grades in Linguistics. I’m rarely among the best ones there, but at least I know that what I do get is the product of some kind of effort which has to be made when dealing with something your heart isn’t totally set on.

Oh, the German educational system is way complicated. I could explain it to you in detail, but then, with all the changes going on at the moment, what I know is probably already outdated. They’re drawing funds away from education though, that’s for sure, and they pretend it’s for the children’s good when really it’s only good for clearing their debts. I really am thankful for getting out before all this happened. At least my class was the last to have the system I told you about, the one where you specialize in some subjects which then account for a higher percentage of your final (Abitur) grade. Younger generations of sudents don’t have this choice anymore, they can only choose between a couple different types of so-called profiles (scientific, linguistic, social and what not), each of which has a fix set of subjects. Poor them. And that’s only the Gymnasien, the most academically oriented schools which take the longest time to finish. (It’s so difficult to translate things into English when there’s no exact concept to match them with.) There used to be.. oh whatever, it would take ages to explain and I’m sure you’d be bored to death by the time you’re done reading.

So glad I’m getting around to writing to you eventually. The last couple of evenings I just kind of fell into bed and did nothing but sleep immediately. Today, I technically had a day off, but went to uni for a one-on-one practice session with my Basque teacher, which lasted 3 hours. (We meet up once a week just so I can practise speaking a bit. He’s amazing, I can’t believe he does this for me. Outside uni, I’d have to search for ages to even find someone that speaks Basque, and then pay them a fortune for, say, half an hour of conversation. He does it for free, and he offered the rest of the class to come along, but sure enough, no one but me was motivated enough.) Then I went to work, and the day was over just like that. Now I’m in bed with my computer and a bottle of my favorite wine. Life is wonderful.

Maybe I’ll go play the guitar for a bit. It’s only 9pm here (the same it is in Tuscany), so I can still be noisy for a while 🙂
I’ve been meaning to ask you what kind of music you like. It is such an essential part of my life, and I recall you said you really love it too.

Nice Guys Finish Last

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Taking what you need, bite the hand that feeds… In Anbetracht meines durch nunmehr bereits zwei von drei Ratten attackierten Fingers ein wirklich nicht unpassender Ohrwurm. Aber ich mag sie trotzdem. Ich könnte nur durchdrehen, dass sie mir noch nicht mehr vertrauen. Auch wenn ich ja weiß, dass ich nur geduldig sein muss; das wird schon. Irgendwann verstehen sie, dass ich kein Monster bin.

Wie erwähnt – dass man seine Vertrauenswürdigkeit zuerst unter Beweis stellen muss, ist mir klar. Das heißt nicht, dass es mir gefallen muss. In der Welt meiner idealistischen, unrealistischen, aber so erstrebenswerten Vorstellung sollte Vertrauen die Grundeinstellung sein. (Was erklären könnte, warum mir am laufenden Bande unabgeschlossene Fahrräder gestohlen werden. Wenn die Welt nicht reif für dein Ideal ist und du aber trotzdem darauf beharrst, es so gut es geht einfach trotzdem schonmal für dich zu leben, bleiben solche Rückschläge nicht aus.)

Pudding

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Manche Songs habe ich seit Urzeiten nicht mehr gehört und erwische mich trotzdem immer wieder dabei, sie zu singen. Rise Againsts This Is Letting Go, beispielsweise. Immer wieder. Irgendwo im Hintergrund lungert es immer, und more often than not komme ich aus meinem Zimmer und verbringe den Weg in die Küche oder ins Bad singend:

Go on alone
Cause I won’t follow
This isn’t giving up, no, this is letting go
Out with the old
dreams I’ve borrowed
The path I carve from here on out will be my own
The path to take me home.

Immer wieder. Ich kann mich nichtmal erinnern, wann ich Endgame das letzte Mal durchgehört habe.

Ich bin mit Jane Eyre fertiggeworden, heute Morgen um kurz vor vier; da hat der Plan, jeden Tag ein Kapitel zu lesen und so bis zum Ende meines Hierseins etwas davon zu haben, doch noch versagt und ich habe mich durch das letzte Fünftel in einem Rutsch durchsaugen lassen – um auf diese Art also doch noch das Erlebnis des Verlegers nachzuvollziehen, der damals das Manuskript zugeschickt bekam und, die Lektüre einmal begonnen, es bis zum Morgengrauen nicht aus den Händen legen konnte.

Es hat mich nur einmal mehr daran erinnert, dass es Gelegenheiten gibt, in denen das Unmögliche Realität wird. Ich kann es mit Sicherheit sagen; ich hatte schon das Glück, Wunder zu erleben. Wie privilegiert kann man eigentlich sein? Die Antwort, in meinem Fall, ist einfach: Sehr, sehr, sehr. Wie Janine sagen würde, un-fucking-fassbar sehr.

Eine Nacht den Drogen

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Ich habe es von einem auf den anderen Tag geschafft, wieder normal zu werden? Oder ist das jetzt der Schlafentzug, çiğdem, „die Droge“, deren Wirkung bekanntlich Selbstüberschätzung und übersteigerten Optimismus mit einschließt?
Nicht übel jedenfalls, so oder so.

Ich plane, den halben Tag zu verschlafen (widerwillig), dann die Wohnung zu putzen – nachdem ich letztes Wochenende meine Pflicht zugunsten des Spontanurlaubs vernachlässigt habe, bin ich diese Woche dran und wünschte nur, ich hätte es letzten Samstag noch gemacht, bevor wir gefahren sind – und den Abend mit Essen, Filmen, Charlie und Fine und Saskia in deren Wohnung zu verbringen. Es verspricht der Tag also zumindest schön und gammelig auszuklingen.

Ich sollte mit Susmita reden. Nicht nur haben wir eh viel zu ewig nicht geredet, sondern sie muss als Verkörperung des Songs, für den ich jetzt Wörter suche, vor meinem geistigen Auge präsent sein. Sie und ihr ganzes Wesen. Ihre zeitweise Sehnsucht nach Indien.

Ta non ezkutatzen zinen.. -Das kann doch nicht wahr sein. Jedes Mal, wenn ich das Konzertplakat an meiner Schrankwand angucke, kommt der gleiche herrliche Ohrwurm wieder. (Dabei haben sie es nichtmal gespielt.) Bueltatzen, oh, Bueltatzen, dass ich wirklich so lange gelebt hatte und dieses Lied nicht kannte. Unvorstellbar.

Isiltasuna

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Ich habe so einen Ohrwurm von Sarahs kaum existentem Lied. Fill your heart, your mind with silence, will you please.

Mein Jobinterview heute hat zwei Minuten gedauert und wird morgen fortgesetzt; Enara hatte (mal wieder) vergessen zu erwähnen, dass ich nur vier Monate bleibe, und eigentlich wollen diese Sprachakademien immer Leute für einen ganzen Kurs mindestens. Also ein Jahr. Aber einen Konversationskurs könnte ich eventuell bekommen, bis ich im Februar wieder gehe. Meine Güte, da bekommt man ja fast Lust, seinen Aufenthalt um ein halbes Jahr zu verlängern. (Und das von mir, ich weiß.)

Zwei Übersetzungen muss ich noch machen bis morgen um drei Uhr, ansonsten bin ich mit allem Unikram fertig. Simultánea heute war wieder herrlich. Hrm. Aber ich muss sagen, ich habe mich wirklich von hyper- zu moderat grottig verbessert. Wenn das so weitergeht, werde ich am Ende des Semesters eventuell nur noch ziemlich schlecht sein. Hoffen kann man ja. Und arbeiten.

Lena kommt in drei Tagen. Völlig aus der Welt kommt mir das vor. Dann Sarah hinterher. Dann das Berri Txarrak-Konzert (für das ich mir allerunbedingtst noch ein Ticket holen muss). Dann ist der Oktober fast um.

Oh, und ich habe heute meine langgeplante „Verschenk’s“-Vitoria-Facebookgruppe aufgemacht, es sind schon unendlich viele Menschen beigetreten und es hat sogar schon jemand einen Staubsauger reingestellt. (Okay, „jemand“.. William war’s, mein Mitbewohner, der seinen ganzen Haushalt in dieser Wohnung versucht unterzubringen und daran kläglich scheitert – sein Zimmer sieht übrigens auch immer noch aus wie Bombe, zwei Monate nach seinem Einzug.)

Das ist doch wundervoll.

Wie gut, dass Euskara diese Woche ausfällt, da muss ich am Donnerstag nur um 3 kurz in die Uni und kann die Zeit vorher zum Aufräumen nutzen und eventuell noch was Leckeres zu essen machen für den Abend. Oha, ich bekomm Besuch, ich glaube es gar nicht. Ich liebe Besuch. Solange er pflegeleicht ist wie Lena oder Sarah und Verständnis hat, wenn ich mein Leben einfach weiterlebe in der Zeit und nicht 24/7 drumherumschwirren kann. Das ist das Wundervolle mit Leuten, die zwischendurch auch mal gern Zeit für sich verbringen und das auch brauchen. So wie ich jetzt; nach dem Wochenende bin ich schon wieder froh, bis Donnerstag nichts vorzuhaben.

Oh, aber wie ich mich freue, wenn Sarah kommt. Dann sammeln wir alles an Instrumenten aus dieser WG zusammen und es wird wunderbar.

Und so weiter und so bla. Bevor ich anfange, mehr Sinnlosigkeiten zu ramblen, versuche ich ein bisschen, Sarahs Text Folge zu leisten. Ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Ich kann ja kaum mehr gerade gucken, so aufgewirbelt ist alles.

Jalapeño.

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Sogar dafür bin ich zu müde, schnell zu googlen, wie das Phänomen nochmal heißt, wenn man sich unfreiwillig steuern lässt, indem man bewusst einem Befehl zuwiderhandelt. Negative obedience? Positive disobedience? Dingensbums counteraction? Chinga su madre güey?

Ich habe vorgestern einen Engländer kennengelernt, der gestern nicht zu Traducción Inglés-Español kam, weil er vergessen hatte, seine Handyuhr eine Stunde zurückzustellen. Wohlgemerkt nach einer knappen Woche hier. Das muss man auch erstmal schaffen – talk about more verplant que yo.

Mein Kopf ist voll mit spanischen Wörtern.

Und Fetzen von Songs. Hey Jude macht gerade Pause, danke auch, ein paar Stunden ununterbrochene Judylosigkeit nach den knapp drei Wochen tut auch ganz gut. Ruhig ist es trotzdem nicht gerade. Irgendwie fliegt alles durcheinander. Help me help you. Das Gepfeife der Txistus vorhin in der Innenstadt, der unbenannte Spontaneinfall von vor einer Woche, Patti Smiths Cover von.. ich hab schon wieder vergessen, was. Jetzt auch das, welches momentan noch Chop the Tree heißt, obwohl (eher weil) ich daran nicht denken wollte.

Sehr bekloppt eigentlich, wie ich den ganzen Tag lang rumlaufe und tiefsinnige Beobachtungen anstelle und alles, und a la hora de redactar den – eh schon verspäteten – täglichen Eintrag schiebt sich original nichts mehr davon in den Vordergrund.

Was dagegen sehr wohl heraussticht, ist mein Bedürfnis, nun zu schlafen. Ondoloin.