Schlagwort-Archive: Pflanzen

Two Weeks Ago…

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[Edit: Jawoll, ich habe es tatsächlich geschafft, mich selbst von meinem eigenen Blog fernzuhalten, indem ich es vorletzten Mittwoch nicht auf die Reihe bekam, den Eintrag am gleichen Tag fertigzustellen, und dann dem schlechten Gewissen und der Vermeidungsstrategie das Feld zu überlassen. But not anymore! I can do this!]

Und schon ist Becci wieder weg. Unglaublicherweise ist sie gestern Abend dann aus ihrem Komazustand erwacht und war zu erfüllender Interaktion fähig, sodass wir verschiedene Dinge tun konnten wie unsere nächste Reise planen (von Santiago de Compostela übers Baskenland Richtung Frankreich – ich wollte dieses Jahr eigentlich ja beim besten Willen nicht mehr weg, aber was soll ich machen – ich kann nicht nein sagen, wenn mich Becci darum bittet und meine ohnehin auf wackeligen Füßchen stehenden Vorsätze durchkreuzt) und ihr einen neuen Computer bestellen (den ich bezahlt und damit allerhand über Jahre angehäufte Urlaubsschulden beglichen habe).

Nun ist es schon wieder brütend heiß draußen, sodass ich mich zum Pflanzenfotografieren im Bikini auf der Terrasse herumgetrieben habe. Langsam neigen sich die bestimmbaren und zeitgleich fotografierenswerten Exemplare dem Ende zu. Dafür werden die Tomaten immer größer – irgendwann kann also die Sortenbestimmung losgehen.

Die heutige Ansammlung:

51 – 55

Salweide (Salix caprea – Salicaceae)
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Lauch (Allium ampeloprasum subsp. ampeloprasum – Amaryllidaceae)
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Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas – Dryopteridaceae)
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Bacopa (Sutera cordata var. ‚Blutopia‘ – Scrophulariaceae)
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Bunter Hohlzahn (Galeopsis speciosa – Lamiaceae)
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Kein Peil (und trotzdem am Leben)

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Das war mal wieder ein Wochenende der besonderen Sorte, nicht unwesentlich aufgemischt durch meine bodenlose Verpeiltheit. Aber letztendlich hat alles so funktioniert, wie es sollte – wenn auch anders als geplant.

Samstag war das (durch mich lethargiebedingt bis zur letzten Sekunde verdrängte) Eintagesfestival in Wiesbaden, zu dem Beccis Mutter Karten gewonnen hatte und dann nicht hinwollte, während Becci mit der Arbeit auf Freizeit war, sodass das Vergnügen mir und Cornelia zuteil wurde. Es wurde ein toller Tag mit einem wunderbaren (wenn auch mit 70 Minuten eindeutig zu kurzen) Frank-Turner-Konzert als Abschluss. Der Mensch hat eine der beeindruckendsten Ausstrahlungen, die mir je untergekommen sind, und wird noch dazu gefühlt von Tag zu Tag schöner. Das ist absolut nicht normal. (Cornelia, die in solchen Dingen immer hervorragend informiert ist, eröffnete mir, dass er wohl mittlerweile verlobt ist, was mir zugegebenermaßen so ein bisschen meinen Plan B für mein Leben zerstörte.)

Sonntag war Bürgerentscheid bei mir zu Hause, und da ich die Briefwahl zwar beantragt, aber dann leider die Unterlagen nicht aus dem Briefkasten geholt hatte, durfte ich Samstag Nacht entgegen des Plans wieder heimzockeln, um zur Wahl präsent zu sein.

Ich hatte mir – unwahrscheinlich motiviert, wie ich zur Zeit wundersamerweise bin – bereits ein Busticket gekauft, um im Anschluss wieder nach Hessen zu fahren und an Cornelias Geburtstagsfeier teilzunehmen. Leider war ich zu dumm, den richtigen Bus zu identifizieren, und wartete eine halbe Stunde lang auf den falschen (während der richtige vor meinen Augen ein- und wieder abfuhr). Das veranlasste mich dazu, erneut den Plan zu ändern und wieder nach Hause zu fahren, wo ich den mir unverhofft geschenkten Tag dazu nutzte, um die Wohnung in Ordnung zu bringen und insbesondere das Bett im kleinen Zimmer freizuräumen, damit Becci, mit der ich eigentlich ja dann von Cornelia aus hierher fahren wollte, darin würde schlafen können.

Becci kam dann auch tatsächlich, aber in einem fürchterlichen Zustand, da sie sich auf dem Weg mit ihrem relativ frisch gebackenen Sowas-wie-Freund zerstritten hatte, der eigentlich kurz mit reinkommen wollte, sodass ich ihn hätte kennenlernen können, bevor er mit Bus und Zug weiter nach Karlsruhe fuhr, dann aber stattdessen beleidigt draußen an der Bushaltestelle stand, während Becci todesfertig allein in die Wohnung kam.

Ich habe uns dann, ohne lang zu fackeln, eine Flasche Brombeerlikör vor die Nase gesetzt und mich daran gemacht, die Situation zu durchdringen. Ergebnis (abgesehen davon, dass ihr Spezialfall augenscheinlich hinsichtlich seiner Bipolarität Jekyll und Hyde in nichts nachsteht) ist, dass Becci nun verkatert neben mir auf dem Sofa hängt. Ich dagegen habe mich von dem (nicht unbeachtlichen) Betrunkenheitslevel erfolgreich durch Schlafen kurieren können und heute bereits produktiv in der Wohnung gewirkt, Wäsche gemacht, Altglas weggebracht, Kaffee gemacht, Frühstück gegessen, Pflanzen bezubbelt, Pflanzen fotografiert, Pflanzen bestimmt.

A propos. Das regnerische Intermezzo der vergangenen Woche ist lang vorüber; es ist wieder sommerlich heiß und die Sonne lässt es zu, dass ich mit der Dokumentation meiner zahlreichen Spezies fortfahre. Tue ich dies doch.

46 – 50

Garten-Senfrauke (Eruca sativa – Brassicaceae)
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Türkischer Drachenkopf (Dracocephalum moldavica – Lamiaceae)
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Löwenmäulchen (Antirrhinum majus – Plantaginaceae)
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Topinambur (Helianthus tuberosus – Asteraceae)

Himbeere (Rubus idaeus – Rosaceae)
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Getting. Stuff. Done.

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Ich kann es nicht abwarten, Scorpion mit R zu gucken. Dessen Persönlichkeit oszilliert nämlich aspektweise noch wesentlich krasser als meine zwischen normalsterblich, Genie und Wahnsinn, und im Gegensatz zu mir hat er (soweit ich weiß – wäre es aber doch der Fall, so wäre dies besorgniserregend in Anbetracht seines aktuellen Entwicklungsstandes) nie besonders hart daran gearbeitet, seinem von Natur aus unterentwickelten EQ auf die Sprünge zu helfen. Und da diese Thematik ja einen beträchtlichen Teil der Serie ausmacht, wird es unwahrscheinlich lustig werden, ihm das vorzusetzen. 

Gerade bin ich aber erstmal stolz auf mich, weil ich nach der Frühstücks-Folge die Kurve gekriegt und mich vom Sofa geschwungen habe, um ein wenig Ordnung in mein Wohnzimmer zu bringen. Ich habe mir das erste Delta-Goodrem-Album angemacht und Papierschnipsel sortiert, während die letzten Ausläufer meiner Kindheit – in der Musik konserviert, als hätte ich sie damals eingeschweißt und vakuumisiert – sich mit den Schallwellen im Raum verteilten.

Da ich gerade so gut dabei war und es mir erstmals seit (gefühlt) langer, langer Zeit völlig natürlich vorkam, mich in der Wohnung zu bewegen und im Vorbeilaufen Dinge zu tun, habe ich meinen Keller-Eimer genommen und mit Bildern von einem neulich vom Sperrmüll aufgesammelten großen Kalender von 2014 beklebt, wie ich es seit Jahren tun wollte. Es handelt sich bei dem Eimer um ein Pappbehältnis mit bunter ‚Party Chips‘-Aufschrift, den Wolfgang (inklusive Inhalt) zu meiner ersten Geburtstagsfeier in dieser Wohnung mitgebracht hatte. Seitdem verwende ich ihn, um Dinge in den sowie aus dem Keller zu transportieren, und habe bis heute auf den Moment gewartet, in dem ich motiviert genug sein würde, um ihn ästhetisch ansprechend zu gestalten. Es fühlt sich gut an, dass dieser Moment heute eintrat.

Pflanzen habe ich ebenfalls schon fotografiert. Es sieht aus, als hätte ich ein kleines Zeitproblem mit meinen täglichen Bestimmungen – ich bin nun auf der Hälfte angekommen und langsam gehen mir die Kandidaten aus, die sich gerade zum Dokumentiertwerden anbieten. Ich habe etliche schwierige Fälle, die sich unmöglich bestimmen lasen, bevor sie nicht blühen – was aber besonders im Fall der zahlreichen Mystery-Mitbringsel aus verschiedenen Teilen der Welt aller Voraussicht nach dieses Jahr (noch) gar nicht der Fall sein wird. Und dann gibt es die Tomaten, die bisher noch allesamt grün und unfertig sind, und die Paprika bzw. Chilis, die noch nicht einmal blühen. Sag du mir mal, welche Sorte Chili ich habe, ohne dass du die Frucht dazu siehst.

Naja. Man wird sehen. Ein paar Tage komme ich noch so über die Runden.

41 – 45

Ringelblume (Calendula officinalis – Asteraceae)
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Süßkirsche (Prunus avium – Rosaceae)
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Feige (Ficus carica – Moraceae)
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Kurkuma (Curcuma longa – Zingiberaceae)
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Tradeskantie (Tradescantia fluminensis)
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Plants Before Work

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Und schon kommen die nächsten fünf. Ich habe soeben trotz einschlägigem Motivationsdefizit einen Auftrag angenommen, an dem ich bis heute Abend sitzen werde, und da ich kein bisschen Lust habe, damit anzufangen, werden jetzt erstmal Pflanzen aufgelistet.

36 – 40

Ficus (Ficus benjamina – Moraceae)
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Rosmarin (Rosmarinus officinalis – Lamiaceae)
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Blaue Lampionblume (Nicandra physalodes – Solanaceae)
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Ackermelde (Chenopodium album – Amaranthaceae)
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Grüne Minze (Mentha spicata – Lamiaceae)
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mal wieder

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Es wird mal wieder Zeit. Zwar habe ich das Wochenende über meine überragenden Bestimmungskünste nicht verkommen lassen, aber um fünf Bezeichnungen zu sammeln, hat es dann doch an keinem Tag gereicht. Dafür aber jetzt wieder:

31 – 35

Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia – Brassicaceae)
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Efeu-Ehrenpreis (Veronica hederifolia – Plantaginaceae)
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Kartoffel (Solanum tuberosum – Solanaceae)
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Hornveilchen (Viola cornuta – Violaceae)
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Kleines Leinkraut (Chaenorhinum minus – Plantaginaceae)
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Das war’s auch schon wieder von meiner Seite. Motivation hält sich in Grenzen. Mal wieder.

Saving(s) – auf ein Neues

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Soeben kam ich aus der Stadt zurück, wo ich mich mit Marthe in einem zentral gelegenen Café zum Unterricht getroffen habe. Ihre Wohnung ist gerade belegt, aber sie wollte – was ich sehr löblich finde – nicht schon wieder einen Termin ausfallen lassen. Letztendlich saßen wir statt der üblichen Stunde anderthalb da, ich bekam die halbe Überstunde und meinen Kaffee bezahlt und wurde im Allgemeinen reichlich dafür kompensiert, dass ich auf dem Hinweg von Regenfällen überschüttet wurde. Oh, wenn mein Berufsleben doch nur aus Sophis, Ulrikes und Marthes bestünde. Ich könnte mir kein besseres Leben vorstellen.

Der Unterricht mit Marthe führte auch zu dem glücklichen Umstand, dass meine neulich bis auf den letzten Schein geplünderte Bargeldkasse wieder Geld enthält. Ich hatte beim letzten Schweizbesuch alles, was sich über Jahre dort angesammelt hatte, meinem Vater übergeben, damit er für mich Aktien kauft. Mein Vater kann sowas. Seitdem war ich cashmäßig pleite. Das war ein komisches Gefühl und ich bin froh, dass es vorbei ist – ich besitze nunmehr Bargeldersparnisse von 25 Euro und in meinem Portemonnaie befinden sich 4,48. (Nur falls jemand auf die Idee kommt, mich auszurauben – es lohnt sich zur Zeit ziemlich eindeutig nicht.)

R geht heute Abend nochmals mit Daniel trinken. Scheint, als täte die Tatsache, dass Daniel ihn nicht mehr mag, ihrem gemeinsamen Weggehen keinen Abbruch. Vielleicht wird das ja auch wieder. Trotzdem werde ich es nie verstehen, wie man in der Auswahl seiner Kontaktpersonen so anspruchslos sein kann, dass man jemanden zwar (und sei es nur temporär) nicht ausstehen kann, aber trotzdem mit ihm saufen geht. Oh well. Sollen sie mal.

Und nun zum chlorophylligen Teil:

26 – 30

(Ich verzweifle an den verschiedenen Salatsorten und habe ehrlich gesagt nicht die leiseste Spur einer Ahnung von Salat, daher mache ich es mir lieber einfach, statt am Ende eh alles falsch zu bestimmen. Hilfe von außen ist immer willkommen.)

Gartensalat – Sorte 2 (Lactuca sativa – Asteraceae)
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Gartensalat – Sorte 3 (Lactuca sativa – Asteraceae)
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Gartensalat – Sorte 4 (Lactuca sativa – Asteraceae)
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Schnittlauch (Allium schoenoprasum – Amaryllidaceae)
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Berg-Flockenblume (Centaurea montana – Asteraceae)
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Ein Tag zum Ausnüchtern

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Uff, das war gestern heftig. Ich habe mit Mike am Fluss gesessen und ein Bier nach dem anderen verschlungen – wie man es mit Mike halt so macht. Dann kam ich heim (frag mich nicht, wie ich Fahrrad gefahren bin – es erstaunt mich immer wieder, wenn ich in solch einem Zustand heile und bester Laune nach Hause komme) und erhielt von R Abendessen und noch ein Bier. Oh je.

Für heute hatte ich gar nichts geplant (welch Überraschung). Höchstens das Übliche – Arbeiten, Scorpion, Arbeiten… das kennt man ja inzwischen. Stattdessen kam mich Daniel besuchen, der bis nächste Woche in der Stadt ist. Das verhalf mir nicht nur zu unerwarteter Gesellschaft, sondern auch zu genug Motivation, um die Wohnung zu saugen (dringend nötig, erst recht nachdem Daniel mit seinen Socken den gesammelten Dreck des Balkons in mein Wohnzimmer geschleppt hatte) und ein wenig aufzuräumen. So produktiv war ich lange nicht mehr in meinem Haushalt (traurig, aber wahr).

Ich habe mich (wie bereits das letzte Mal, als er mit Yannick vorbeikam) wirklich gefreut, von Daniel besucht zu werden. Zumal er sich mit R gar nicht mehr sonderlich gut versteht und ich ja eigentlich eben bloß die Freundin von seinem Kumpel war.

Aber es freut mich nicht nur, dass er an mich gedacht hat, sondern besonders, wie positiv er sich entwickelt hat. Ähnlich, nur noch wesentlich krasser, ist es mir mir Oscar ergangen, R’s bestem Konstanzer Kumpel, den ich früher mit Leib und Seele verabscheut habe. Nachdem ich ihn drei Jahre nicht gesehen hatte, ist mir neulich bei unserer Stippvisite im alten Zuhause die mentale Kinnlade zu Boden gesackt, als ich feststellen durfte, was für ein (vollkommen anderer – freundlicher, rücksichts- und verantwortungsvoller, beinahe bedächtiger, absolut nicht verabscheuungswürdiger) Mensch aus ihm geworden ist. Was so ein paar Jährchen ausmachen können. Auch bei Daniel. Den mochte ich zwar immer schon, aber er hat auch mittlerweile enorm an Reife zugelegt. Aber es macht Sinn, wenn man bedenkt, welch junge Spunde sie beide waren, als ich sie kennengelernt habe.

Nun bleibt mir noch ein Weilchen, bis R nach Hause kommt, falls er tatsächlich noch mit Daniel was trinken gehen sollte, der mich goldigerweise um Erlaubnis gebeten hat, ihn heute Abend zu entführen. Die Erlaubnis wurde erteilt; ich gehe eh nicht davon aus, dass R werktags groß Lust auf Eskapaden hat. Also noch ein paar Folgen Scorpion für diesen unheilbaren Seriensuchti.

Und, nicht zu vergessen, die Pflanzen des Tages. Die Fotos habe ich glücklicherweise schon gestern gemacht; heute kam (lang ersehnt) mal wieder etwas Regen runter.

21 – 25

Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris – Carophyllaceae)
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Wilde Malve (Malva sylvestris – Malvaceae)
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Zitronenmelisse (Melissa officinalis – Lamiaceae)
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Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor – Rosaceae)
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Bataviasalat (Lactuca sativa var. ‚capitata nidus tenerimma‘ – Asteraceae)
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Earrings for the world

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Ich habe noch gar nicht erwähnt, dass R mir eine Ohrhänger-Website baut. Da er sich gerade HTML beibringt, kann er das Projekt perfekt zu Übungszwecken nutzen – Win-Win für alle. Und wenn es noch Jahre dauert, bis sie fertig ist – ich bin einen großen Schritt näher dran.

Nun aber schnell zur nächsten Runde Pflanzen, damit ich meinen Tag mit einem leckeren Frühstück und einer Scorpion-Folge einläuten kann.

16 – 20

Indisches Blumenrohr (Canna indica – Cannaceae)
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Zitrone (Citrus × limon – Rutaceae)
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Weißfilziges Greiskraut (Jacobaea maritima – Asteraceae)
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Silbrigblättriges Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus – Asteraceae)
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Zitronengras (Cymbopogon citratus – Poaceae)
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(Dieses gedeiht weitaus besser, seitdem 1) ich es nicht mehr irrtümlicherweise als Wasserpflanze halte und 2) es an einem katzenunzugänglichen Ort, namely der Balkonmauer, steht. Man lernt halt wirklich nie aus.)

Der Zwiebel dienen

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So. Nachdem ich gestern leider arbeiten – Scorpion gucken – arbeiten – Scorpion gucken – arbeiten – zocken – Boggle spielen musste, blieb leider keine Zeit fürs tägliche Pflanzenauflisten. Dafür heute wieder:

11 – 15

Echter Thymian (Thymus vulgaris – Lamiaceae)
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Walderdbeere (Fragaria vesca – Rosaceae)
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Marokkanische Minze (Mentha spicata var. ‚Marokko‘ – Lamiaceae)
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Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium – Asteraceae)
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Nelken-Leimkraut (Silene armenia – Carophyllaceae)
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Ich kann dahingehend außerdem berichten, dass heute die erste Blüte meiner Canna aufging und ich mich freue wie nur was – sie ist so prächtig, ich bin so froh, sie zu haben, und die Samen gehen bei Ebay weg wie warme Semmeln.

Ich bin allgemein ziemlich froh. So, wie’s grad läuft, kann es ruhig weiter laufen – ich komme mit meiner Arbeit klar, mit meiner Mutter, mit R sowieso, mit meinem Dasein im Allgemeinen. Der Therapeutin hatte ich vorhin jede Menge Positives zu berichten. Der Rest fällt kaum ins Gewicht. Meine Motivation für Tasks außerhalb des Notwendigen hält sich in Grenzen, aber (Achtung, Sarah-Lesch-Referenz) immerhin hält sie sich. Ich hab‘ von Şahin geträumt, aber das ist mir auch egal. Heute ist alles ganz ruhig.

Nun widme ich mich allerdings mal wieder meiner etablierten Routine: Scorpion gucken und dabei frühstücken – arbeiten – Scorpion gucken – arbeiten.

Sonntag. Meiner.

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Seitdem ich dem grausamen Dahinsiechen, das ein enormer Teil der Menschen als unausweichlich und eigentlich auch nicht so dramatisch empfindet und welches gemeinhin als simple Unterteilung des Lebens in Werktage und Wochenende betitelt wird, in die von finanzieller Miserie geprägte, aber an Freiheit umso reichere selbstbestimmte berufliche (Un-)Tätigkeit entflohen bin, kann ich sowohl Montagen als auch Sonntagen besser ins Auge sehen.

Ich hatte mir für heute vorgenommen, bei Yannick im Garten arbeiten zu gehen. Er hat den Firmengärtner gefeuert, da dieser „nicht durch Kompetenz und Motivation überzeugt“, und dafür in die Runde gefragt, wer für 15 Euro die Stunde helfen kommen will. Das ist natürlich mehr als verlockend und ich habe gleich zugesagt, aber nachdem ansonsten niemand sonst heute mitmacht, auch meine Mitfahrgelegenheit in Form von Wolfgang nicht, habe ich kurzerhand beschlossen, dass heute nicht der Tag ist, an dem ich damit anfangen sollte. Nächste Woche dann.

Außerdem gehe ich nächsten Monat für knappe zwei Wochen die Pflanzen meiner Eltern hüten und werde auch dafür fürstlich entlohnt. Meine Mutter ist halt doch eine gute Seele, das ist absolut nicht zu bestreiten, und hat mir in dem Wissen, dass bei uns das Geld fließt wie beim Ochsen die Milch, diesen dankbaren Job angeboten, statt – was ganz sicher möglich gewesen wäre – unter ihren Bekannten jemanden zu suchen. Sogar die Reisekosten erstattet sie mir, sodass ich problemlos einen Bus nehmen kann, der direkt in die Schweiz durchfährt.

Und wo wir schon bei Pflanzen sind:

6 – 10

Cherimoya (Annona cherimola – Annonaceae)
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Rote Lichtnelke (Silene dioica – Caryophyllaceae)
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Petersilie (Petroselinum crispum – Apiaceae)
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Jungfer im Grünen (Nigella damascena – Ranunculaceae)
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Oregano (Origanum vulgare – Lamiaceae)
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