Schlagwort-Archive: Redundant Nimrods

Abstrusität des Tages:

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Anna hat meinen Blog gefunden und mich daraufhin nach Jahren der Funkstille kontaktiert. Was mich nur in meiner Annahme bestätigt, dass das Konzept „Redundant Nimrods“ uns weit über die zeitlichen Grenzen der tatsächlichen Existenz der Gruppe hinaus… irgendwie innewohnt. Natürlich kann ich für jeden von uns Kernmitgliedern nicht sprechen und will es auch gar nicht, dennoch: ich bin der Überzeugung, dass dieser Teil der Vergangenheit nicht allein für mich ein entscheidender war, mit dessen Auswirkungen, so subtil sie auch sein mögen – in meinem Fall sind sie alles Andere als das – sich etliche von uns bis heute Tag für Tag konfrontiert sehen.

Und ich bin dankbar wie nichts Gutes für die Freude, mit der ich in jeder Form, in der sie mir bislang zuteil wurde – und es sind ja derer nicht wenige – die Gegenwart gewordene Vergangenheit, wie es meine geschätzte Leserin Monia einmal ausdrückte, in meiner Existenz begrüßen und integrieren möchte und kann.

Abgesehen davon: Becci gruselt sich neben mir vor ihrem Krimi (es geht um Haut, was soll man da noch zu sagen), meine gestern auagebrochene Erkältung hat mich heute dazu ermutigt, mal eine Pause einzulegen, ich habe demzufolge bis 3 geschlafen und bin zuversichtlich, morgen wieder auf dem Damm zu sein, sodass wir ganz sicher abends die Höhlenhippies im Hügelland nördlich der Stadt besuchen können. Der Regen hat sich zum Glück wieder verzogen, das war ja auch kein Zustand. Vor mir steht eine Tasse Anisschnaps. Salud!

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Musik: Essentials.

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Entweder ist es Leo, aus dessen (wohlgemerkt am anderen Ende der Wohnung gelegenen) Zimmer mich Eminem in ohrenbetäubender Lautstärke beschallt, oder der in der Küche arbeitende R ist jetzt vollkommen und unwiderbringlich auf der dunklen Seite der Macht angekommen. Ich behelfe mir mit ein bisschen The Used. Wohltuend. Ach, das ist noch untertrieben.

Ich habe über den vorgestrigen Abend und den gestrigen Nachmittag verteilt ein Dokument für Becci angefertigt, die mich gebeten (oder eher „mir erlaubt“?) hatte, ihren Horizont ein wenig zu erweitern. Da wir diesbezüglich gigantische Teile unseres Horizontes teilen – mehr eigentlich, als irgendjemand anders je mit mir gemeinsam hatte – war die Arbeit nochmal ein Stück einfacher, denn besagte gigantische Teile brauchte ich nicht einmal mehr zu erwähnen. The Used kennt und liebt sie ebenso wie No Use For A Name, Billy Talent und Rise Against, von Green Day gar nicht erst zu reden (ich weise nur darauf hin, dass wir beide einst zu den RN-Gründungsmitgliedern zählten), und selbst mein geheiligtes Bueltatzen hat – zwar durch meine indirekte Einwirkung, aber ansonsten ohne mein Zutun – wie von Geisterhand gesteuert den Weg auf ihre Liste wochenlang auf Repeat gehörter Lieder gefunden. My Chem’s „The Black Parade“, dasjenige Album, welches seinerzeit dazu führte, dass ich ein halbes Jahr lang herumlief in der felsenfesten Überzeugung, von Gerard Way erleuchtet worden zu sein (es waren schwierige Zeiten, das zu meiner Verteidigung), hat sie so intensiv gesuchtet wie ich. Selbst Once hat sie gesehen.

Viel blieb also gar nicht mehr übrig, das ich ihr nahebringen konnte. Es war trotzdem eine sehr schöne Tätigkeit, diese Zusammenstellung anzufertigen. Sie hatte mir ausdrücklich zugesagt, dass erklärende Texte dazu willkommen sind – das habe ich ausgenutzt bis hin zum Live-Dramareport aus der Zeitreise, auf die mich Summertime schickt.

Ich rede zu wenig über Musik in letzter Zeit, habe ich den Eindruck, und daher bekommst du nun die Gelegenheit, an Beccis Horizonterweiterung teilzuhaben.

 Also.

Ach, ich bin aufgeregt. Jemandem seine wertvollen Bands pitchen ist immer so ein Ereignis. Es kann so viel davon abhängen. 😀

Ich werde das so handlen, dir zu den jeweiligen Bands nen (hoffentlich) kurzen Kommentar dazuzuschreiben und dann einen Link oder zwei beizufügen.

Fang aber um Himmels Willen erst an, wenn du den Holländer genug gesuchtet hast, sonst wird das Bedürfnis, ihn zu suchten, alle Grandiosität der hier präsentierten Werke untergraben. Also suchte!

Götz Widmann ist der bereits erwähnte „Kiffermusik“-Singer-Songwriter, der am Samstag im Contrast spielt. Er war früher in einem Duo namens „Joint Venture“ aktiv, bis sein Kollege an einem Herzschlag starb. Tragische Sache. Seinen eigenen Lebensgeist hat er aber trotzdem behalten. Ich liebe ihn wie keinen anderen deutschschreibenden Musiker!

Zöllner vom Vollzug abhalten auf der A4
Homo sapiens

The Swell Season (Glen Hansard & Markéta Irglová)

Obschon der Once-Soundtrack zu den prägendsten musikalischen Werken meines Daseins zählt, hatte ich mich ironischerweise nie mit der Band als solche beschäftigt, bis ich eines Abends im Jahre 2014 auf die Idee kam, es doch zu tun. Das Album „Strict Joy“ hat mich nicht sonderlich vom Hocker gerissen, aber mittendrin begegnete mir… das hier. Meines Zeichens magnetgleiche Attraktion für Situationen dieser Art, befand ich es ohne Umschweife für atemberaubend. Atemberaubend und zutreffend. (Vorsicht, das Lied.. haut rein. Ich wäre ungern dafür verantwortlich, dass du die nächste Stunde zusammengekringelt unter der Decke verbringst, kann andererseits kaum damit leben, dir deshalb das Lied vorzuenthalten. Entscheide du.)

Once kennst du, aber ich muss das an dieser Stelle einfügen, just because.
Minds Made Up

Und, guck mal, ich hab irgendwann ein grottiges Cover von „The Hill“ angefertigt, vielleicht willst du das ja auch hören 😀

Disturbed

Eine dieser wunderbaren Bands, die sich über die Alben immer treu bleiben und dadurch zwar dem ungeübten Ohr leicht das Gefühl vermitteln, dass sich „alles irgendwie gleich anhört“, einen aber auch nie enttäuschen und verlässlich mit dem so vertrauten wie lebensnotwendigen Nagel-auf-Kopf-Hochgefühl versorgen… mich zumindest. Seitdem mir vor zehn Jahren das Album „Ten Thousand Fists“ in die Hände fiel, höre ich Disturbed immer genau dann, wenn ich mich nicht entscheiden kann, was ich hören soll. Und nicht ein Mal habe ich diese Taktik bereut. Tatkraft und gute Laune bekomme ich davon immer. So eine gewaltige Energie in ihren Songs.

So. Ich saß hier in etwa eine Stunde, um zu entscheiden, welches Lied ich dir gebe. Ursprünglich sollte es „Voices“ werden, was aber an der bescheuerten Zensur in den hochgeladenen Versionen scheiterte. Ich wollte dir kein Lied andrehen, bei dem das Wort „shit“ jedes Mal ausgeschnitten ist. „Pain Redefined“ fand ich dann doch zu wenig gute-Laune-induzierend, „Another Way to Die“ musikalisch zu speziell als ersten Eindruck, „Darkness“ (ansonsten erste Wahl) zu wenig repräsentativ und „Innocence“ trotz grandiosem Text nicht musikalisch ansprechend genug. Also wurde es letztendlich das ebenso wie all die zuvor Genannten wunderschöne quasi-erste Lied ihres letzten Studioalbums, Asylum. Schwere Geburt, ich sag’s dir. Aber während der Text (wie die meisten Disturbed-Texte) von furchtbaren Qualen erzählt, versprüht es eben doch irgendwie diese riesige Positivität. Frag mich nicht. Vielleicht bin ich auch einfach komisch und der einzige Mensch, der von der deprimierendsten Musik immer hyper wird.

Ken Zazpi ist ja nunmal meine liebste Band der Welt, sodass ich trotz Sprachbarriere einfach hoffe, dass die Bedeutung des Textes durch die Musik mit durchsickert. Itxaropena („Hoffnung“) befindet sich auf ihrem irrsinnig guten Album „Argiak“ („Lichter“). Das Album (wie so viele andere, aber dieses nochmal im Speziellen) ist meiner Meinung nach das achte Weltwunder und beherbergt mit die überwältigendsten Songs, die ich je das Privileg hatte kennenzulernen. Da Ken Zazpi eh einen Großteil meiner heutigen Verbundenheit mit der baskischen Sprache angerichtet hat (konkret durch dieses kleine Geschenk an die Menschheit), ist es nur konsequent, dass ich guten Gewissens behaupten kann, Euskera schon allein deswegen zu lernen, um diese Texte verstehen zu können.
Übersetzung und jegliche andere Information, falls gewünscht, liefere ich dir mit dem größten Vergnügen. Würde mich nicht die Befürchtung, dich komplett zu überladen, davon abhalten, hätte ich sie vermutlich gleich mit eingefügt. 😀

A Day to Remember (bei uns „ÄDR“) war neben Once so ungefähr der letzte lebensdefinierende Bestandteil, den Şahin in mein Dasein brachte. (Lustig genug, dass das Oktober-Drama später im Jahre 2011 auch nicht unerheblich durch die Band verschuldet wurde.)

Ich saß also in Costa Rica am Computer und er schickte mir zwei Songs, zuerst 2nd Sucks und danach You Be Tails, I’ll Be Sonic. Ersteres fand ich damals zwar gut, aber nicht berauschend. Nummer zwei allerdings verursachte bei mir einen im gesamten Jahr noch nicht dagewesenen hysterischen Flash, der mich besorgt durch die weit offene Tür zu den Nachbarn hinüberschielen ließ, weil ich fürchtete, diese zu beunruhigen. Umso mehr habe ich das Lied ein paar Monate später schätzen gelernt, nachdem ich tatsächlich in der Lage war, es Wort für Wort nachzuvollziehen (Achtung, auch dieser Song hat seine Tücken. Für mich war er aber meistens eher heilsam – brutal, aber heilsam, daher: Versuch es).

Mein Lieblings-ADTR-Album (und gleichzeitig mein erstes) ist aber „Homesick“, auf dem sich auch unten genanntes „If It Means A Lot To You“ und zahlreiche andere Goldschätze befinden. Für mich unweigerlich mit Costa Rica verbunden; ich sehe mich heute noch das Album hörend den Bus von der Arbeit in die Stadt nehmen und über die sandigen Straßen nach Hause tingeln. Das kommt davon, exzessiv ein Album zu hören. Dir muss ich das vermutlich nicht sagen 😉

Fun Fact: Auf dem Oberhausener Konzert vom 29.10.11 hingen T-Shirts zum Verkauf aus, von denen eins die Aufschrift „ADTR. Ruining lives since 2003“ trug, ein anderes eine Zeile aus meinem oben verlinkten Flash-Lied: „There’s a hole in my heart where you used to be“. Ich legte mir Letzteres zu. Şahin indes holte sich ein Gummi-Wristband mit dieser markanten Zeile aus 2nd Sucks: „Get the fuck over it“.

Ach ja, Fun Fact II: Ein weiteres ADTR-Juwel ist dieses Liedchen, das dieser wandelnde Inbegriff der Aufmerksamkeit immerzu unbedingt mit mir covern wollte, als ich in Costa Rica war – „das passt so gut“.

NoFX

Ich verlinke mal wieder auf einen Blogeintrag, da der praktisch aus einem (wenig informativen, aber hoffentlich überzeugenden) Loblied auf diese Band besteht. Das dort verlinkte Konzert ist durchaus zu empfehlen. Ich muss es wissen, ich war da. Ansonsten:

Idiots Are Taking Over
Linoleum
All His Suits Are Torn
…or basically anything NoFX.

Dass My Chem keiner großartigen Hymnen bedarf, damit du dich ihnen gerne zuwendest, weiß ich ja. Trotzdem hier nochmal ein paar grandiose Lieder von ihren ersten beiden Alben; vielleicht verlocken die dich ja, dich doch nochmal intensiver mit diesen auseinanderzusetzen:

You Know What They Do To Guys Like Us In Prison vom 2. Album
Headfirst for Halos, eins meiner allerliebsten vom 1. Album

…und obschon man eine Weile braucht, um es zu akzeptieren, hat auch Danger Days so seine Lichtmomente. (Ehrlich gesagt hat Bulletproof Heart bei mir eher schon einen Supernova-Strahlemoment-Status.)

Vielleicht einfach die Erwartungshaltung ändern, vergessen, dass es ein altes My Chem gab, und schon steht einer neuen Liebe im Prinzip nur noch die (bei mir zugegebenermaßen extrem) eingefleischte Abneigung gegen alles übertrieben Elektronische im Wege, welche sich aber durchaus vertreiben lässt. Und wenn man das dann erstmal geschafft hat… dann feiert man auf einmal betrunken auf dem Sofa so Lieder wie Planetary. Verdreht auf dem Sofa liegend „You’re unbelievable, yeah, so unbelievable, yeah“ zu grölen gehört zum Standardrepertoire eines klassischen Post-2012-Caro-Aspi-Absturzes.

Und dann hört man die unendliche Schönheit aus Songs wie Summertime (Text darunter ist grausam falsch, beware! Selbst die anderen, die man googlen kann, sind falsch. Die gröbsten Schnetzer behebt dieses Bild, das ich grad aus Verzweiflung gefunden habe.) und lässt es einen völlig übermüdet dreißigmal hintereinander überrieseln, während grad ein Stockwerk unter einem die letzten Reste der Illusion „Familie“ in ohrenzerfetzenden Schreien seelischer Grausamkeit zusammenkrachen, nachdem man mal wieder über Webcam mit jemandem den Sonnenaufgang angeschaut hat, von dem man denkt, er versteht einen.

Whoa. Wann lerne ich endlich, nicht das Lied zu hören und dabei zu schreiben. Kommt nur Drama raus. Oh well, I warned you. 😀

Und dann gibt es noch jemanden, den ich fast vergessen hätte – unverdienterweise: Frank Turner.
Frank Turner hat das unvergleichliche Talent, die Hälfte seiner Songs so zu schreiben, dass ich nicht anders kann, als sie zu suchten, wohingehen die andere Hälfte so furchtbar ist, dass ich nicht anders kann, als ihn auszulachen. Caro, welche mich seinerzeit auf ihn brachte, tendiert dazu, diejenigen Songs zu suchten, über die ich mich lieber lustig mache. So waren wir schon immer, selbst bei Green Day. Jedenfalls empfehle ich dir von ihm unter vielen anderen dieses Stück Perfektion (Strophe 1 ist dann die, bei der ich immer wieder ein ungutes Gefühl bekomme und Parallelen zu meinem aktuellen Leben befürchte) und, unbedingt sogar, dieses.

So, ich glaub, das reicht so langsam, oder? Ich hoffe, dir deinen Internettag mit halbwegs akzeptabler Hintergrundmusik versehen zu haben, und freue mich auf dein Feedback.

Break these barriers down, make these walls collapse.

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So. Durch eine Reihe von Zufällen begab es sich also, dass ich den diesjährigen Silvesterabend ungeplant unverplant nach Ukumenschmanier verbringe: allein, zu Hause, und glücklich damit.

Okay, der Ukumensch und ich haben vermutlich selbst vom allein zu Hause verbrachten Silvesterabend noch unterschiedliche Vorstellungen. Soweit ich mich erinnere, holt er sich zu dieser Angelegenheit für gewöhnlich ein unverschämt teures Stück Fleisch und leckeren Wein, macht es sich gemütlich und lässt es sich gut gehen. Zumindest war es damals so, als wir uns kannten. Meine Aktivitäten momentan sehen so aus, dass ich gerade vom Spinat-Champignon-Ziegenkäse-Sahne-Sauce-Einkochen eine kleine Pause mache, während die Sahne auftaut. (Sie liegt zu diesem Zwecke bereits im Glas zusammen mit den ansonsten fertigen Zutaten im Topf bzw fließt langsam, aber sicher heraus und vermischt sich brav mit dem Rest.)

Ich habe Musik, die ich ewig nicht mehr gehört habe, auf einer Lautstärke laufen, deren Existenz (und Wirkung) ich in meinem angepassten Reihenhaussiedlungsdasein schon ganz in die letzte Ecke meiner wehmütigen Erinnerungen an andere Zeiten zurückgeschoben hatte.

Der weitere Plan sieht vor, dass ich die Sauce fertigmache, sie dann abfülle und Tomaten-Pilz-Sauce koche, um die beiden Saucen anschließend zusammen einzukochen. Dann werde ich die Küche gründlich aufräumen – überfällig, nachdem ich mich die letzten paar Wochen aus dem Küchen-Aufräum-Business dank anderer Verpflichtungen so ziemlich vollständig zurückgezogen hatte und jetzt, wo ich meinen Kopf langsam zurück ins Leben strecke, mit einigem Entsetzen den Zustand sowohl der Küche als auch meines eigenen Zimmers registriert habe.

Mein Weihnachtsbaum ist bereits abgeschmückt und mit Bastis Hilfe nach draußen verfrachtet worden. Das heißt, ich kann nachher hierdrin auch noch staubsaugen und dann die zwecks Weihnachten verlagerten Wäschetüten und Kisten mit Computerkrams wieder an ihre angestammten Plätze bringen. Danach werde ich duschen, mich hübsch anziehen und, solchermaßen den Beginn des nächsten Jahres würdigend, mich den gestern erwähnten Feinheiten meiner BA-Arbeit widmen, welche heute bisher sträflichst vernachlässigt wurde.

Ich sitze hier und höre Attack! Attack!. Ich fasse es gar nicht. Und ich habe alle drei Hinder-Alben durchgehört, die ich besitze; das letzte sogar zwei Mal, weil ich es so schlecht finde, dass ich es selbst früher kaum gehört habe, und mir dachte, ich sollte mich besser mal wieder einem ungeliebten Stimulus aussetzen, um ihm am Ende mehr Respekt entgegenbringen zu können.

Oh, wie mich dieses Album in ein völlig anderes Leben verschleppt. Ich liebe diesen Abend. Irgendwie schwanke ich kolossal zwischen übermäßig ziellos, übertrieben tatkräftig und panisch, dass mir die Zeit wegrennt, und dann ist da noch dieser überaus nervige Teil von mir, der so furchtbar nostalgisch ist und den es um jeden Preis im Schach zu halten gilt. Dafür ist diese Musik eigentlich eher suboptimal geeignet. Aber immerhin ist sie laut; sie ist laut und die Lautstärke verdrängt alles an zusätzlicher Nostalgie, die die Musik hervorruft.

Unglaublich, wie ich Basti heute eine ganze Vortragsreihe über die Redundant Nimrods gehalten habe. Mit veranschaulichenden Materialien und allem. Ich habe ihm gesagt, man sollte diese Schublade bei mir nur mit ganz viel Zeit und Geduld aufmachen. Und wir kamen wir drauf? Green Day, natürlich. Green Day steht immer am Anfang. Bei mir zumindest.

Mir fehlt ein Stück vom Daumen, aber sonst ist alles gut.

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Uff, was war das bitte für ein desaströser Abend.

Meine Stimmung ist wieder im Normalbereich. Das habe ich der Reihe nach Robert, JO und Caro zu verdanken, die mich etliche Stunden lang verlässlich und geduldig ertragen haben (sowie vermutlich ein klein wenig der Tatsache, dass 1) noch Kokosmakronen dawaren, die ich in mich reinstopfen konnte, und 2) sich der arme Kerl, auf den momentan mal wieder all meine Zustände irgendwie projiziert werden, am Ende doch noch gemeldet hat und ich somit beruhigt ins Bett gehen kann).
Ich habe gestern während der Autofahrt zurück nach Hause erst wieder festgestellt, dass unter meinen sprichwörtlich an einer Hand abzählbaren guten Freunden, am heutigen Tage, wenn ich wollte, mit Leichtigkeit eine Quote von bis zu 100% Redundant Nimrods bzw. RN-relateden Personen anzusiedeln wäre. (Welch abstruse Windungen das Leben doch aufweist.) Da ich aber zu privilegiert für diese Welt bin, habe ich mehr als fünf exeptionelle Freunde und erachte es für weder nötig noch sinnvoll, unter ihnen noch Hierarchien aufzustellen.

Statt das weiter auszuführen oder anderweitig zu philosophieren anzufangen, sollte ich jetzt allerdings mal schlafengehen, um die Wunder der Syntax nachher in halbwegs wachem Zustand erleben zu können.

Muffins und Arbeit

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Sofies Mutter hat mich eben angerufen und mir stellvertretend für Sofie für heute abgesagt – sie bleibt heute in der Schule und beobachtet ihre Küken beim Schlüpfen; dass da keine Zeit für Klavierunterricht bleibt, ist ja verständlich. Ich hab‘ mich außerdem sehr gefreut, weil mich dies dazu befähigt hat, ein weiteres Halbstündchen sinnlos herumzugammeln und mir Videos von der RNs-Muffinaktion 2011 anzusehen. Wenn ich schon endlich wieder ohne Probleme RN-Videos ansehen kann. (Oh herrliches Leben, oh wunderbares Leben. Für das, was ich der Zeit und dem Leben dafür entgegenbringe, ist Dankbarkeit noch untertrieben.) (Naja, oder fast ohne Probleme; der Player hängt sich andauernd auf, was das Ansehen doch irgendwie schwieriger macht, als es sein könnte. Aber das liegt ja nunmal an Linux, nicht an irgendwelchen Deppen in den Videos und schon gar nicht an mir.)

Ich werde dann heute hoffentlich mit Gians Auftrag fertig; gestern habe ich es tatsächlich geschafft, mich zum Anfangen zu bewegen, und so viel ist es eigentlich gar nicht. Würde man denn einfach daran arbeiten.

Weißt du was, ich geh‘ arbeiten.

Lang ist’s her.

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Das hier hat Caro seinerzeit nach dem RN-Treffen 5 erstellt. Ich habe es seit ewigen Zeiten das erste Mal wieder ausgegraben und freue mich über die uneingeschränkt gute Laune, die es mir seit noch Längerem wieder vermittelt. Ein Hoch auf die Zeit. Sie lebe hoch!

Besuch in Vitoria – die Erste!

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So. Da ich jetzt erstmal zwei Wochen lang offiziell kaum Zeit habe, gibt’s fürs Erste nur noch random Aufnahmen. Die hier ist vom Sommer 2011, RN-Treffen 7 – man stelle sich einen Haufen piña-coladisierte Redundant Nimrods (mit einer Gitarre, einem Aufnahmegerät und definitiv ohne Kopfhörer) auf einer ins Meer hereinragenden brückenähnlichen Konstruktion vor (was ist das Wort?) – und hat mir heute gute Laune gemacht (Sachen gibt’s..), also, here goes.

30 Poprocks & Coke

Was sie bloß alle gegen unsere Macy’s Day Parade-Stümperversionen hatten.

Wie ich die Zeiten vermisse manchmal, die RN-Ära. Alles.. Alle. (Obwohl ich diejenige bin, die heute noch.. oder wieder.. mit den meisten von ihnen Kontakt hat.) Aber jetzt nicht, jetzt hab‘ ich keine Zeit, jetzt muss ich meine Wäsche in die Maschine stecken, mein Zimmer kurz durchsaugen, meine Muffins aus dem Ofen und dann Lena von der Busstation holen.

(Un-)Erbaulichkeiten

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Und auch gestern war wieder sehr erbaulich. Ein wirklich schöner Nachmittag.

Weniger erbaulich war, dass meine Eltern sich mitsamt den meisten Vorräten aus dem Kühlschrank nach Hohwacht verzogen und mich gemüselos hier zurückgelassen haben, was mich um halb ein Uhr, als ich beabsichtigte, mir etwas zu kochen, nicht sehr erfreute. Das kommt davon, wenn man übers Memoisieren und Telefonieren und (Hausarbeit-) Prokrastinieren das Abendessen zu normaleren Zeiten vergisst.

Oh je, die Memo. Mir wurde irgendwann später bewusst, während die gähnende Leere des Kühlschranks mir entgegenblickte, dass meine Heimatlosigkeit erneut zugeschlagen und sich einen weiteren Text gekrallt hatte, in dem ich sie beim besten Willen nicht geplant hatte unterzubringen. Vielleicht bekomme ich sie ja wieder herausamputiert.

Von irgendwoher kam mir gestern eine Aufnahme vom letzten RN-Treffen über den Weg gelaufen. Oh jolly ol‘ times. Akzent-Battle mit JO („aröünd„) hat auch immer wieder was. Whey, ich freue mich auf nächste Woche!

28 When I Come Around

Nicht hyperventilieren! – die II.

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„Hier muss irgendwo ein Fächer liegen, ich weiß genau, dass ich hier nen Fächer hatte!“

„Aspi… Renn dreimal um den Block.“

Gut gemeinter Rat von Robert, dem meine etwas sehr gute Laune gerade wohl zu viel war.

Ich habe dann – „ja, warte.“ – auf halbem Weg um den Block herum gemerkt, dass die Blöcke dieser Siedlung aus fünfhundert Meter langen Gruppierungen von Reihenhäusern bestehen. Weil meine Kondition, sagen wir mal vorsichtig, auch nicht die beste ist, war ich schon fix und alle, nachdem ich mich ob dieser Feststellung zum direkten Umkehren entschlossen hatte.

Nunja, es war trotzdem wohltuend – dafür bade ich jetzt aber auch in Schweiß, habe zerquetschte Felsenbirnen-Beeren an den Füßen und irgendwie ist eine eingependelte Stimmung auch was anderes. Aber solange es zu gute Laune ist – da muss Robert nun wohl durch.

Lustig aber auch, wie ich zu einem anderen Menschen werde, sobald ich mich im Zimmer verkriechen und einfach in Ruhe leben kann. (Internet funktioniert wieder! Überlebenschancen steigen!)

Und zum Abschluss noch ein paar random Spekulationen darüber, warum sich Ilhan (ehemaliger ehemaliger RN und somit gemeinsamer Bekannter von uns) so zum Positiven verändert haben könnte.

Robert: „Ein Linker mit Glatze..“
Ich: „Jeder kann ne Glatze haben.“
Robert: „Also die Bilder, die ich gesehen habe…“
Ich: „Er soll sich aber wirklich total geändert haben.“
Robert: „Vielleicht nimmt er keine Drogen mehr?“
Ich: „Vielleicht ist er ausgezogen und hat keine Probleme mehr mit seiner Familie?“
Robert: „Oder er nimmt mehr Drogen. Bewusstseinsverändernde.“

Was ich in dem Moment eben zwar sehr lustig fand, bis mir auffiel, dass es so abwegig dann doch nicht ist, siehe meine kleine Wenigkeit. Hmpf. Aber ich mag „bewusstseinserweiternde Medikamente“ lieber. Auch wenn meine Mom den Ausdruck „Chemie“ bevorzugt, oder aber „Hammerdroge“. Macht mir überhaupt nichts, solange sie sich demnächst in den Club glücklicher Konsumenten eingliedert. Angeblich hat sie sich sogar schon um eine Therapeutin gekümmert. („nicht ohne ärztliche Behandlung“.. blaaaa bla – alles nur Rausgeschiebe.)

Aber in meiner eigenen Welt ist alles bestens; ich hab‘ noch zwei Wochen für meine Hausarbeit, lerne nun halt hier (statt in Perú), mit meiner Quena umzugehen, kann Transgerman Collaborations mit einem „ultra-hardcore!.. ultraaffentittengeil – nee, besser nicht.. Nimm wahnsinnig!“ (sowas kommt dabei raus, wenn man Janine nach einem ordentlichen Synonym für „sehr“ fragt) faszinierenden Musiker anfertigen und werde mein Möglichstes geben, um alles andere auszublenden.