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Keine Brücken

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Hilfe! Um ein Haar hätte ich vergessen, meinen Eintrag für den Tag zu schreiben. Sehr viel Zeit bleibt mir nun auch nicht mehr dafür, daher nur kurz das Gröbste.

Meine Mutter wäre nicht meine Mutter, wenn wir länger als zwei Tage ohne absurdes Drama zusammenleben könnten. Heute war es demnach fällig und heute ist es geschehen; hätte es mich überrascht, wäre ich enttäuscht (und nicht ganz dicht).

Auch hier sind es unüberbrückbare Differenzen, die zwischen uns stehen und alle Bemühungen zunichte machen.

Bliebe mir mehr Zeit, würde ich ausführen. Zum Glück bleibt sie mir nicht.

They Come And Go

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Man lästert über Basti in der Konstanzer Veganen Hochschulgruppe, wie R mir gestern eröffnete. Offenbar redet Basti nämlich schlecht über R (was diesem natürlich durch den hervorragend ausgebauten Inter-City-Buschfunk zu Ohren kommt) und nennt ihn einen Poly-Missionar. R sieht sich selbst nicht als Poly-Missionar und ich kann dem nur beipflichten; egal, wie man es dreht und wendet, missionieren will er nicht. Er blickt (soweit ich das durchschaue, da wir aus Gründen über das Thema nur höchst selten reden) auf Mono-Menschen mit der gleichen Verachtung herab wie ich auf religiöse, und genau wie ich in meiner Sparte, so bemüht auch er sich in der seinen im seltensten Fall um dieser Unwürdigen Seelenheil. Er lässt sie einfach machen und hasst sie im stillen Kämmerlein. Ab und an erfolgt ein kleiner bis mittelschwerer Ausbruch, aber in der Regel eben nicht. Ich glaube, das ist der Punkt, der einzige Punkt, der mir in unserer nunmehr dreijährigen Beziehung nach wie vor schrecklichste Sorgen bereitet. Wenn ich denn mal darüber nachdenke. Wir verdrängen gemeinsam.

Ich würde ihn – Basti jetzt – unter normalen Umständen drauf ansprechen, wie ich es immer getan habe, wenn wieder jemand über ihn herzog aufgrund irgendeiner unbedachten Aussage. „Das ist unreflektiert.“ „Pass auf, was du sagst, wem du es sagst, wie du es sagst.“ Und sei es nur, ihm den Tipp zu geben, nicht in Konstanzer linksgerichteten Gruppierungen über R zu lästern – das kann nur uns Auge gehen.

Aber natürlich tue ich das nicht, da ich ja seit mehreren Wochen nichts von ihm gehört habe. In den meisten Momenten macht mir das nichts aus, denn er hat es wirklich gründlich vermasselt. Manchmal bin ich allerdings traurig. Vorhin fiel mir ein, dass während unseres letzten Telefonates am Mittwochnachmittag er jemandem in der Stadt über den Weg lief, der ihn fragte, mit wem er reden würde, und entgegnete: Mit meiner besten Freundin.

Und ward nie mehr gesehn. Vielleicht macht mein Kopf auch ein größeres Ding daraus, als es eigentlich ist. Darin ist er nicht gerade unbegabt. Andererseits hat er bereits Bekanntschaft mit unerwarteten menschlichen Abgründen gemacht und würde sich vermutlich weniger wundern als der Rest von mir, sollten die von ihm angenommenen Ausmaße der Geschichte tatsächlich der Realität entsprechen.

Aber man ist ja nicht mehr so kaputtbar wie ehemals. Ein bisschen Fatalismus habe ich jedenfalls mittlerweile dazugelernt.

The other side

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Tja. Jetzt bin ich in der Wohnung meiner Eltern und durfte schnell mal wieder feststellen, dass Dysfunktionalität leider nach wie vor deren Existenz bestimmt und somit auch meine für die Dauer meines Hierseins. Ich werde das jetzt überleben, heute Abend mit Sarah die Vernissage musikalisch untermalen und dann wieder verschwinden, genau wie geplant.

Aber es könnte schöner sein.

Eigentlich wollte ich zurück nach Hause, sobald ich hier ankam. Einzig das Wissen um R’s mannigfaltige Pläne für den heutigen Tag hat mir genügend Vernunft eingebläut, beim Vernehmen der knochendurchdringenden furchtbaren Geräusche, der reinsten Essenz von Schmerz und Verzweiflung, die unten aus dem Schlafzimmer kamen, nicht sofort meinen Vater zu zwingen, mich zurückzufahren. Das und die Tatsache, dass es nicht lange dauerte. Ich ertrage das heutzutage nicht mehr. Ich habe es früher genau so wenig ertragen, aber bevor ich den Abstand hatte, dachte ich, es müsste so sein.

Ich gehe mal schauen, ob sich von diesem Tag noch irgendetwas retten lässt. Als die Stabilere von uns sollte ich meiner Mutter den Gefallen tun und von mir aus auf sie zukommen, wenn ich irgendeine wenngleich kurzzeitige Besserung hier erzielen will. Auf auf zum fröhlichen Ins-Messer-rennen.

Laberplage, Gefühls(ab)lage, Schmerzfreiheit.

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Revenge. Wie lange habe ich dieses Album nicht mehr gehört. Es ist so ewig her. Und natürlich kommt es mir trotzdem so vor, als wäre kein Tag vergangen.

R kam eben herein und berichtete überglücklich von seinen Fortschritten mit seinem Python-Altersrechner, den er heute angefangen hat zu erstellen, um sich das Programm und seine Bedienung nun, ein halbes Jahr nach dem dann ja doch eher abrupten Ende seines Studiums, wieder präsent zu machen. Da ich mit meiner Antipathie gegen alles Informatik Betreffende dafür mal so überhaupt keine Begeisterung aufbringe, habe ich mich mittlerweile in mein Zimmer verkrümelt, um Musik zu hören, nachdem ich den Tag mit Containern, Gemüseschnibbeln, Kochen und Bastis Wäsche verbracht habe. Zwischendurch habe ich mir natürlich Zeit für ein-zwei ausführliche Rundgänge durch den Garten genommen, wo meine Melonen mittlerweile in Scharen reifen und bald wieder neue Tomaten nachkommen, die Süßkartoffeln fröhlich vor sich hinwuchern und die kleinen Blüten der Paprikapflanzen den Anschein machen, als wollten sie sich tatsächlich dieses Jahr doch noch irgendwann öffnen. Mein Basilikum wertet inzwischen jede x-te Mahlzeit auf, und Waltrauts ehemalige Herrschaft über das kleine Stückchen Land zeigt ihre Spuren in einem vor Birnen bald überlasteten Baum und einer Laube voller Trauben.

Ja. Statt im Büro zu verzweifeln, habe ich also diesen Tag damit zugebracht, Essen zu prozessieren und meinen Fortbestand für die nächsten paar Monate zu sichern. Ich war damit ziemlich alleine, da sich R bereits während meines Frühstückmachens kommentarlos in seine eigenen Computer-Machenschaften abkapselte und, abgesehen von einem derart dreisten Kommentar, dass es mir bald die Sprache verschlagen hätte (Kontext: Ich, wie immer überempfindlich, verletzt, da mich ignoriert fühlend, fange an, herumzuwuseln und mich mit mir selbst und Vor-mich-Hingesinge bei Laune zu halten; er, vertieft in sein Doku-Video einer Nazi-Aktion, weist mich zurecht, er würde „hier gern ein bisschen was hören“ wollen, was ihm eine kurz vorm Heulen gelagerte Standpauke meinerseits einbrachte, die er bedrückt zur Kenntnis nahm und ihn zu einer ehrlichen Entschuldigung veranlasste, nicht aber dazu, sich von seinem Computer abzuwenden), auch so schnell keine Anstalten machte, daraus wieder hervorzukommen. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich vermutlich den ganzen Tag darauf gelauert, er könne vielleicht doch irgendwann noch anfnagen, mir mit meiner Arbeit behilflich zu sein, zumindest nachdem der wenigstens augenscheinlich wichtige Teil seines Treibens abgehandelt war und bevor er sich dazu entschloss, sich Python wieder beizubringen.

Oh well. So ist das. Ich bin dann halt auch nicht in der Lage, ihn irgendwie darauf aufmerksam zu machen, dass ich Hilfe gebrauchen könnte. Victim-Blaming-Alarm, badakit, aber mehr als subtile, freundliche Bemerkungen bringe ich beim besten Willen nicht zustande. Ich bin einer von den unfassbar nervigen Menschen, die immer verlangen, dass ihre Vertrauten sie verstehen, ohne dass Worte dafür fallen müssen. Mama würde sagen, „du denkst immer, wir sind alles Hellseher.“ Aber das findet sich bei mir an vielen Stellen; ein Großteil von dem, was mir über den Tag hinweg an verbalen Äußerungen begegnet, erscheint mir überflüssig. Talkshows: überflüssig. Labernde Politiker: überflüssig. Ohne Inhalt ist alles überflüssig. Mich selber vermutlich, nein, definitiv eingeschlossen. Ich: überflüssig. Ich sehe meine neue, mit Schafen und Pfeilen bedruckte Frühstückstasse schon vor mir, in der mir R meinen Kaffee ins Zimmer bringt. Sie sagen so vieles, was einfach schon so unfassbar klar ist. Wozu das Ganze dann nochmal sagen, nochmal und nochmal, und am besten, weil’s so schön war, gleich nochmal?

Abschließend möchte ich berichten, dass es meinem entwurzelten Zahn nunmehr wieder gut geht. Das war nicht immer der Fall; gestern habe ich die entsetzlichsten körperlichen Schmerzen meines bewussten Daseins erfahren und, wie seit Anbeginn meiner Erinnerung nicht ein Mal, das Bedürfnis erlebt, vor Schmerzen zu weinen. Habe es dann verständlicherweise mit Schockzustand übertüncht und auf dem Nachhauseweg von der Zahnarztpraxis nachträglich ausgelebt. Der Zahn, welcher theoretisch keinen Mucks mehr hätte von sich geben sollen, hat mich bis zum Abend so hartnäckig geplagt, dass ich mein eigenes köstliches Curry nicht essen konnte und frustriert wie nichts Gutes Caro und Janine bei Skype über diesen Umstand die Ohren zujammerte. Umso erstaunlicher daher die Wendung, die sich in der Nacht vollzogen haben muss: als ich aufwachte, war jeglicher Schmerz verschwunden. Gesegnet sei das Leben ohne Horrorqualen. Das heißt dann hoffentlich, dass sie den Zahn am Donnerstag endgültig fertig machen wird und („hoffentlich“ Ende) ich mich auf eine Rechnung freuen kann, die das Ausmaß meiner Schmerzen wohl in ihrer Scheußlichkeit nur geringfügig unterbietet.

Ade, liebe Welt. Morgen bin ich wieder arbeiten und werde also vermutlich wieder ein bisschen Zeit haben, diesem Blögchen etwas mehr an Gelaber zuzuführen.

Recht random Reflektionen (wenn du mich fragst).

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Ich denke mal, wenn ich schon nichts schreibe, sollte ich wenigstens kurz erklären, wieso ich nichts schreibe. Zur Not eben hier. Schriftlich. Es leben die Widersprüche.

Nein. Also. Ich bin gestern Abend wiedergekommen, war dann erstmal bei Elisa, um mit ihr und Raja Klamottentausch zu veranstalten und natürlich köstliches Abendessen zu konsumieren, und habe danach recht lange eigentlich noch am Computer gehangen, aber es ergab sich nicht. Nuja.

Es ist wunderschön sonnig und warm heute. Ich bin begeistert; ich erinnere mich schlagartig wieder daran, wie es ist, die Tür nicht immer so entsetzlich schnell zumachen zu müssen, wenn man reinkommt. Den Müll wieder in die Eimer vor der Tür zum Garten schmeißen zu können, ohne sich in der einen Sekunde halb den Tod zu holen. Chrysanthemen und Primelchen auf dem Tisch stehen zu haben; blühende, gerettete, wunderschöne Blumen. Sonne. Wärme. Sonne. Wie mir das gefehlt hat.

Caro kommt morgen. Ich werde bereits erwähnt haben, dass sie Ende dieses Monats auf vorerst unbestimmte Zeit nach Portugal auswandert, auch wenn ich mich nicht dran erinnern kann – so wie ich mich an kaum einen Eintrag von denen erinnern kann, die ich dieses Jahr bisher verfasst habe. Aber es muss sie gegeben haben; irgendwas war da manchmal.

Arbeiten war ich heute, zum ersten Mal seit genau einem Monat. Ich hatte schon nach zwei Stunden wieder genug und wollte raus, welch enorme Überraschung. Mir ist heute so klar und deutlich wie noch nie bewusst geworden, dass ich nicht als Übersetzerin qualifiziert bin und nichtmal ein Bedürfnis danach habe, es zu sein. Ich glaube, we’re back to Perspektivenlosigkeit.

Basti kommt nachher vorbei, damit wir endlich Fringe weitergucken können. Ich glaube, ich hätte das nicht anfangen sollen, dieses Seriengucken zusammen, das kann doch nicht gut ausgehen. Nach dem Drama in Oldesloe erst recht. (Kurz gesagt hat mich Basti zur falschen Zeit / im falschen Zustand auf das falsche Thema angesprochen, was ein – laut ihm; ich kann mir das gar nicht vorstellen.. ich will mir das nicht vorstellen – zweistündiges Prachtexemplar meiner allseits berühmt-berüchtigten betrunkenen Heulanfälle hervorgerufen und dazu geführt hat, dass sich mein Gewissen bis jetzt noch am liebsten auf der Stelle suizidieren würde.)

Jetzt wird mir aber doch ein bisschen kalt. Ich sollte wieder ein bisschen mehr herumwuseln, dabei weiter aufräumen, Heizung anmachen und mich allgemein auf Wintermodus umstellen. Ich weiß eh nicht, wie ich es noch schaffen soll, alles zu erledigen, bis Caro morgen Nachmittag hier ist. Aber ich kann auch nicht gescheit aufräumen, wenn ich gerade feststelle, dass Frank Turner ein resignierter Mensch ist, der aber alles, was ich weiß, in Worte fasst und, noch schlimmer, alles, was ich am liebsten überhaupt nicht wüsste. Jetzt mache ich mir darüber Gedanken, wie resigniert man eigentlich sein sollte, und ob ich irgendein Recht habe, resigniert und verschreckt durch die Weltgeschichte zu laufen, nur weil ich Dinge für irgendeinen nahen oder fernen Punkt in meiner Zukunft als unvermeidlich und als Gewissheit annehme, die meisten davon, ohne dass mir je jemand gesagt hätte, dass sie sich ereignen werden. Irgendwann dachte ich doch noch, ich wäre harmlos und naiv. Wunschdenken. Die Überkompensation hat längst zugeschlagen. Schlägt man da nun zurück, um sich zumindest eine Chance zu geben, den Moment als solchen zu leben, oder nutzt man das als Möglichkeit, sich gegen das Übel der Welt zu wappnen? Oder lässt man es einfach nach Tagesform variieren, so, wie ich das so wunderbar schaffe, und merkt förmlich, wie man von Tag zu Tag abgefuckter wird, weil man nur noch zwischen den Extremen hin- und herspringt?

Na, nicht so dramatisch hier, bitte. Ist ja nicht so, als wäre das jetzt eine neuere Entwicklung. Überkompensation ist mein zweiter Vorname, seitdem ich angefangen habe, meinen Abgründen etwas entgegensetzen zu wollen. Ich gehe jetzt weiter aufräumen.

Alda lan, bin isch voll fertig, du Opfa.

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Lisa ist so eine Liebe. Ich kann mich glücklich schätzen, sie zu kennen.

Mama hat mir Rescue-Tropfen gegeben, nachdem ich ihr gesagt habe, dass die Panik mich müde macht. Sie sagte daraufhin, ich würde gar nicht panisch aussehen.

„Du, das sieht man auch nicht.“
„Bei mir sieht man das.“

Na toll. Na dann. Wieder mal gewinnt derjenige, der es einfach nicht schafft, sich gescheit zu verstellen. Diese Haut ist eine Katastrophe; wenn ich weiter darin feststecke, drehe ich wirklich noch durch.

Wenn ich zu Hause bin, rede ich mit dem Rank. So kann es ja schlecht weitergehen. Ich muss eh demnächst das Rezept für die Medis verlängern lassen und kann mir bei der Gelegenheit ja gleich einen Termin machen. Der wird auch schön blöd gucken, wenn ich da ankomme und sage, „Ich werde immer depressiv, wenn ich verliebt bin. Und ich mache mir alles kaputt, indem ich zu viel denke. Was soll ich tun?“

Natürlich wird er nicht blöd gucken. Er ist wunderbar, ein Mensch, der seinem Beruf alle Ehre macht, und wird sanft und konstruktiv mit mir reden. So ein Glücksgriff, der. Ich bin so zerstört grad, ich heule gleich, weil ich daran denken muss, wie wunderbar es ist, wenn der Rank mit einem redet. Sowas Tröstliches hat die Welt noch nicht erlebt. Da vergisst man auf der Stelle, was man eigentlich für ein Problem hat, und verkündet strahlend, dass es einem super geht und man zufriedener nicht sein könnte. Irgendwie auch nicht unbedingt Sinn der Sache, wie ich gerade feststelle. Ich sollte mir wirklich vorher eine Liste machen.

Edit: Caro sagt:

So ist das.

Und das sind doch wirklich mal wahre Worte.

Ach Fuck.

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Ich hätte also, wäre ich wie du, diesen Kontakt schon aufgegeben, bevor er überhaupt wirklich angefangen hat. Die Kriterien hätten jedenfalls gestimmt – ich war panisch, verwirrt und definitiv überfordert. „Wer bin ich, dass ich mich so auf jemanden einlasse […]?“

Sagst du.

Gut zu wissen, dass es dir demzufolge nie in den Sinn kam, dich zu fühlen wie ich – permanent. Aber da haben wir wieder genau die Frage – wie sollte ich auch in der Lage sein, jemanden zu verwirren, ja, zu überfordern?

Gut, dass deine Sicht klar ist – und du nicht die Art Mensch bist, die ich eigentlich haben wollen sollte – die Art, die mehr ist wie ich, die das Gespräch über das zu beendende Uniprojekt stellt und es tatsächlich unvollständig abschickt, ohne Reue, weil wir dabeiwaren, über wichtige Dinge zu schreiben. Nicht der Mensch, der länger aufbleibt, als es gut für ihn ist, um die Unterhaltung noch zuendeführen zu können.

Ich bin eine eigene Kategorie Mitmensch für dich. Es gibt Freunde, Bekannte.. und Pumuckl. Wenn ich aber dich in meiner Antwort „Eber“ nenne – und das aus Gründen – weißt du die Gründe nicht, weil du das dazugehörige Gespräch natürlich vergessen hast.

(In dem dazugehörigen Gespräch, nur falls du es doch nochmal wissen wollen solltest, hattest du mir eröffnet, dass du als Kind das Futter in Streichelzoos selbst gegessen hast. Du hast immer „eins für dich, zwei für mich“ mit den Tieren gemacht. Ich habe darauf geantwortet, dass die Sachen, die an dir heute verkehrt sind, also eventuell auf eine Überdosis Wildschweinfutter zurückzuführen sein könnten. Daraus ergab sich das Wildschwein, daraus danach der Eber und erst daraus – wenn ich mich richtig erinnere – überhaupt erst deine Pumuckl-Kreation.

Ja, ich erinnere mich richtig. Ich sagte dann nämlich, „so ist das Leben eben. Eber.“ und du daraufhin, darf ich zitieren? – „meister eber und sein pumuckl“.
Aber so ist das Leben eben. How quickly they forget.)

Und wenn ich mich beschwere, dass es langweilig ist, Insider mit mir selbst zu haben, weil sich kein Schwein mehr dran erinnert (das Wortspiel für mich selbst mit einem eingeklammerten „haha“ würdigend, weil es sonst wahrscheinlich keiner tut), entgegnest du mir mit einem von deinen eigenen Witzen à la „ich hätte gerne mal mit dir einen insider, höhöhöhöhööö“, was mich dann wieder zu Tode verwirrt, vor allem ein paar Sekunden nach der Verkündung der klaren Sicht und der Feststellung, dass nichtmal du mit deinen angeblich so zur Romantik neigenden Gedanken je auf die Idee gekommen wärst, „uns“ auch nur ansatzweise in dieser Richtung anzusiedeln.

Seriously? At least have the decency to stop fucking with my mind if you don’t actually plan on fucking any other part of me.

Todesverwirrung komplett, darf’s sonst noch was sein?