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Music, once again I am humbled by your omnipotence.

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Ich bin noch immer wach und Denak ez du balio erscheint mir wie das größte Wunder aller Zeiten. Ich sitze herum und kann es nicht glauben, lache gestört vor mich hin und labe mich an der schieren Unwahrscheinlichkeit der mühsam, aber so liebevoll geformten baskischen Wörter aus dem Mund eines Chicagoer Musikers von Weltruhm und Weltklasse, im perfekten Einklang mit der bei aller Eindrücklichkeit so unnachahmlich beiläufig artikulierten Erststimme von Gorka, dem Muttersprachler; diese kaum zu begreifende Konstellation, diese so unvergleichlich wertvolle Geste, die Tatsache, dass Verbindungen, die das ermöglichen, durch Musik entstehen können, das ist doch ein Wunder. Eins von der Sorte, die ich absurderweise gleich mehrfach im Leben selbst genau so erleben durfte.

Geroa eta iragana ezabatuak izan dira. So komm ich mir vor gerade, genau so.

Oh, was war das überfällig, ich habe die Droge so lange nicht zu spüren bekommen. Das hat man davon, sich irgendwann im Leben mal gerafft zu haben und immer pünktlich ins Bett zu gehen. Was für eine Verschwendung von Momenten auf Droge. Und natürlich, es ist Herbst. Herbstschlaflos.

Hunger.

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Muss ich mit der Hand durch den Horizont?

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..sagte ich heute Vormittag im Schlaf, während ich mich im Gemeinschaftsraum der Linguistik noch für ein paar Minuten auf dem Sofa langstreckte und Schlaf tankte, um in Syntax nicht das Bewusstsein zu verlieren.

Ich bin nämlich wieder da. Das war schön. Anstrengend und schön und das beste Rise Against-Konzert, das ich bisher das Vergnügen hatte zu erleben. Unfassbar grandiose Setlist. Meine Güte, was sie alles gespielt haben, ich komm‘ kaum darauf klar. Alive and Well. Last Chance Blueprint. Behind Closed Doors. Hero of War, Swing Life Away und das neue Akustische, People Live Here. Hintereinander.

Und es war toll, mit den Anderen dazusein. Janine, Becci und Robert, und dazu Beccis Schwester Cornelia und Roberts Kumpel Jan, der irgendwie kaum ein Wort mit uns geredet hat, was schade war, denn er wirkte eigentlich ziemlich sympathisch. Aber allein von Robert glückselig angestarrt zu werden, als Give It All kam – und ihn glückselig zurück anzustarren – war diese ganze Reise wert. Inklusive das nächtliche Herumlungern in diversen McDonald’s von Süddeutschland, wo ich, wie nicht anders zu erwarten, einige interessante Bekanntschaften machte. So geht das nämlich. Andere haben vielleicht ausgeklügeltere Methoden entwickelt, Kontakt zu neuen Menschen zu knüpfen; ich hocke mich einfach um zwei bzw. 6 Uhr morgens todesfertig zu McDonald’s und lasse den Dingen ihren natürlichen Lauf. Der da wäre, dass ich im Laufe der Nacht mit einem Besoffenen, einem schwarzen Dreadhead (Jeli – der wollte, dass ich meine Busfahrt verschiebe und den Tag über in Freiburg bleibe, um mit ihm wer weiß was zu machen – er hat es nicht weiter spezifiziert, aber ich kann es mir denken) und einem obdachlosen Juristen (Bernhard – der mich durch das Fenster hindurch so lieb angrinste, dass ich nicht anders konnte, als zurückzugrinsen, woraufhin er reinkam und sich mit den Worten „Ich hab‘ dir nen Kalender mitgebracht – und hier, noch mehr, für deine Freundinnen, damit ihr euch nicht streitet“ zu mir setzte) geredet habe – auf so eine Quote komme ich tagsüber selten. Ich passe einfach furchterregend gut in diese Szene. Bahnhofs-McDonald’s bei Nacht, da bist du umgeben von den skurrilsten und faszinierendsten, heruntergekommensten Gestalten, bei denen du dich einfach nicht verstellen musst. Das ist endlich mal eine Welt, in der ich normaler bin als der Durchschnitt und trotzdem akzeptiert werde.

Ich übrigens weiß ziemlich genau, was Donnerstag gegen halb acht Uhr passieren wird. Da kommen Leute zu mir und – oh, gute Idee; ich sollte grad mal die Rundmail schreiben, damit auch wirklich außer Lisa und Kepatto noch jemand kommt.

So, dann wäre das geschafft. Marc, Elke, Gloria und Simón sind also auch über die Euskal Afaria informiert – allerspätestens, wenn sie meine Einladungsmail aufmachen. Ich bin gespannt, ob sie sich alle blicken lassen. Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl dabei, Simón einzuladen, weil ich außerhalb von Morfología kaum je einen Satz mit ihm gewechselt habe, andererseits kann es schlecht angehen, ihn außenvorzulassen, wenn der Rest von Enaras in der Stadt anwesenden ehemaligen Original-Vacas sich hier zusammentut. Immerhin kennen sie sich ja untereinander, und wir „möchtegern-euskaldun berriak“ kennen uns. Und ein bisschen haben sich die Gruppen ja auch schon vermischt, in Form von Kepas und meiner, äh, Freundschaft und seiner und Lisas Bekanntschaft, und Rini ist ja auch sowohl Lisa als auch mir nicht gerade die fremdeste Person aller Zeiten.

Ich sollte irgendwie doch wirklich mal mit ihm reden. Ich weiß zwar auch nicht konkret, wie, und über was überhaupt, aber wenn ich es nicht mache, bleibt mir nur die herrliche Aussicht, zu einer Mischung aus Sarah und Trudi zu mutieren. Zwei Formen der Akzeptanz entsetzlichster Ohnmacht und Hilflosigkeit, die ich mir beim besten Willen eigentlich nicht erlauben kann. Das Problem ist, wenn ich erstmal rausfinde, was das nun eigentlich sein soll hier, habe ich nicht mehr die Ausrede, es einfach nicht zu wissen, und kann eigentlich nur vom Regen in die Traufe kommen, sprich, ich bin jetzt Sarah (die sich einfach die ganze Zeit Hoffnungen macht und wartet, dass es irgendwann doch noch was wird) und werde dann zu Trudi (die einfach wie Dreck behandelt wird, das ganz genau weiß und trotzdem nicht aufhören kann, sich dran zu klammern).

Mein Nacken. Wie weh er tut. Wie weh überhaupt meine Oberkörpermuskulatur tut. Es war wirklich ein gutes Konzert.

Itzaletatik entzun…

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Ich sollte seit drei Ewigkeiten schlafen. Stattdessen höre ich Itxaropena.

Es hat so schnell gewirkt, wie ich es im Leben nicht für möglich gehalten hätte. Gerade mal einen halben Tag hat es gedauert und mein ganzer Organismus war wie neu geboren.

Ich gebe zu, dadurch, dass es so schnell ging, komme ich mir vor wie auf Drogen. Vom Ding her war es aber sogar ähnlich wie damals, auch wenn es beim ersten Mal viel gemächlicher von Statten ging (was verständlich ist, weil ich damals mit Hilfe von Tropfen die Dosierung ganz langsam hochgeschraubt habe, statt wie jetzt den bereits an den Wirkstoff gewöhnten Körper dem vollen Ruck einer halben Tablette auszusetzen). Diesmal hat es einfach reingehauen. Ich war auf dem Weg in die Uni und es kickte ein wie.. wirklich, wie eine Droge. Bloß dass das, was da eigentlich genau einkickt, das reine Nichtvorhandensein depressiver Gedankenströme ist. Und eine Gewissheit, dass alles gut wird. Die ganz besonders.

Und als hätte mein Tag es geahnt, wurde alles gut. Die MT-Hausaufgaben waren wirklich zu schaffen, nachdem Lisa mir geduldig erklärt hat, was ich machen muss. Das Wetter war auf einmal wunderschön warm und sonnig. Ich kam nach Hause und Caro hatte mir geschrieben, dass Rise Against im Herbst auf Tour sind – mit Pennywise! ..und Emily’s Army. (Die Band von Billies Sohn. Wer hätte gedacht, dass ich noch mehr Mitglieder der Familie Armstrong mal live sehe.) Robert, Becci und Janine waren bei Skype, alle auf einem Haufen. Ich habe für Janine und mich schonmal RA-Tickets bestellt; Robert und Becci holen sich ihre nachher beim Ticketschalter. Ich habe mit Sarah geredet und Kopenhagen geplant, mit Pedro geschrieben und Euskadi geplant und mit Saskia geredet und erstmal überhaupt nichts mehr geplant, weil sie erst einmal einen obligatorischen zweistündigen Redeschwall auf mich hat herabregnen lassen, bevor wir dazu kamen, in drei Sätzen abzusprechen, dass sie dann wohl von Berlin aus fliegt und sich also jetzt auch für um den 5.-15. August herum einen Flug besorgt. Der Wohnungsmensch bestätigte mir nicht nur, dass wir die Wohnung fest haben, sondern noch dazu, dass er den Mietbeginn auf meine Anfrage hin um einen Monat nach hinten verschiebt, wir die Wohnung aber ab dem 15. Juli schon nutzen können und bis zum 5.10. Zeit haben, die zweite Hälfte der Kaution zu zahlen. Meine Mutter schrieb mir „Gute Nacht, du Kotzbrocken“ bei Skype, was wohl so viel bedeutet wie einen baldigen provisorischen Frieden. Und Itxaropena.

For just a moment or two.

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Ich habe es so ewig nicht mehr gehört, dass ich schon etwas ganz Anderes im Kopf hatte und zuerst gar nicht glauben konnte, dass sich die Original-Version wirklich so anhört.

Aber wie auch immer, es ist meiner Meinung nach einer der besten Songs überhaupt.
[Lyrics]

Ich kann mich erinnern, wie ich ihn Caro gezeigt habe, August 2011, in einer sehr dramatischen Zeit und der irrsinnigen Hoffnung, sie würde die Wahrheit erkennen, die dahinter steckt, und sie auf sich selbst beziehen. Sie weiß vermutlich nicht mehr, dass sie es je gehört hat. Tragisch.

Textfindungsprobleme

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Hach je, ein paar Stunden noch und ich habe meinen Einzeltermin beim SQ-Seminar in der Uni, zu dem man einen Text mitbringen soll, anhand dessen man dann unter Anleitung der Seminarleiterin seine Vortragstechnik verbessern kann. Natürlich schaffe ich es mal wieder nicht, einen Text auszusuchen, weil ich zu viel denke. Jetzt gerade bin ich wieder am Überlegen, doch einfach, meiner ersten Intuition folgend, The Approaching Curve zu nehmen. Weil das Lied eh größtenteils aus gesprochenem Text besteht und noch dazu unglaublich gut ist und mich immer mal wieder zu dem Gedanken veranlasst, dass Tim eigentlich Kurzgeschichten schreiben sollte. Ich habe ja irgendwann bereits mal erwähnt, wie unmenschlich eloquent er ist.

Jedenfalls würde ich das gerne langsam mal klären, damit ich den Rest meines Tages bis 4pm nicht in diesem Wahn aus Stressgefühlen verlebe. Außerdem habe ich mit Nicole verabredet, heute zu skypen, wenn sie aufsteht. Wann das ist, keine Ahnung.

Oh je, ich drehe durch, ich finde nichts. Das ist ja schlimmer als das Gefühl, das man manchmal hat, wenn man sich Sachen zum Anziehen raussucht.

Aber gerade bin ich auch auf die Idee gekommen, mir von Mama die mir vom Vorlesewettbewerb in der Sechsten noch bestens bekannte Seite 83 von „Ihr kennt mich nicht“ schicken zu lassen (in der Amazon-Preview gibt es zwar die Seiten 81, 82, und 85, nicht aber die 83. Wäre ja auch zu einfach gewesen) und es einfch mit der zu versuchen. Ist ja im Endeffekt auch egal; es geht ja eher um das Wie als das Was.

Und weil mich Lena gestern Abend noch spontan für heute zu Janas Geburtstag eingeladen hat, gehe ich heute Nachmittag nach der Uni direkt dorthin. Gut, dass sie mal eine Bemerkung über ein Paar Ohrhänger von mir gemacht hat – solche hätte sie sich mal in Paris gekauft und dann aber verloren – und ich hatte damals zwei Paar davon hergestellt, so habe ich sogar ein eigenes Geschenk für sie. Ich könnte noch kurz bei Facebook ihre Augenfarbe stalken, dann wäre auch die Entscheidung einfacher, welches davon ich ihr gebe.

Ich kann mich aber immer noch nicht wirklich konzentrieren; gut, dass dieses Textfindungsdrama bald vorbei ist. Und was frühstücken gehen und mich fertigmachen könnte ich mal, das dürfte auch helfen.

Rise Against und Shoppingerfolge

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What’s the most personal song on Endgame for you and why?
I like “This Is Letting Go” as a personal song because it was a song that attempts to differentiate the differences between giving up on something and letting go of something. Giving up on something is a negative thing. You don’t want to give up on anything, but at some point it becomes letting go and something that you let go of, and that becomes a very positive thing. If we can define those things in our lives that we need to be persistent and keep going with, and the things we need to let go of, then we can figure out the things that are a weight on our shoulders and the things that are lifting us up.

Das ist ein Extrakt aus diesem Interview mit Tim McIlrath, Rise Against-Sänger. Bin ich gerade drüber gestoplert, fand das Interview wunderbar und seine Wortwahl schonmal eh, der Mensch ist allgemein übertrieben eloquent; man merkt es ja schon alleine an RA’s Texten.

Ich habe This Is Letting Go immer geliebt und es war sogar das einzige Lied von Endgame, mit dem ich mich wirklich auf Anhieb zu hundert Prozent gut verstanden habe. Irgendwann suche ich nochmal die Liste mit ersten Eindrücken, die ich damals beim ersten Hören angefertigt habe. (Sahin hat auch eine gemacht, die müsste ich auch noch haben, warte, er hat sie zu Pastebin gepackt und vielleicht sollte ich sie da rauskopieren, bevor der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass er sie rauslöscht.)

Und jetzt höre du This Is Letting Go und gelange so für ein paar Minuten in eine um Längeren schönere Welt.
Kann ich dir irgendwie begreiflich machen, dass diese Band die Mühe wert ist, die es dir macht, schnell die Lyrics zu googlen und vielleicht einen Wiki-Artikel, und dir noch ein paar Songs anzughören, vielleicht unter Anleitung von jemandem, der sie schon besser kennt? Wahrscheinlich nicht, aber ich gebe mein Bestes.

Ich glaube nicht, dass das hier die Albumversion ist – irgendwas ist daran merkwürdig, anders, aber es kann auch daran liegen, dass ich einfach nun auch schon seit ziemlich langer Zeit Endgame nicht mehr gehört habe. Ich würde dir eh empfehlen, das Album sowie alles Andere, was RA noch hat, im Original zu kaufen 😉

Gerade beim Lesen dieses Absatzes zu This Is Letting Go in diesem Interview habe ich mich nur mal wieder gefragt, ob ich nicht eventuell generell im Leben Letting Go mit Giving Up verwechsele bzw gleichsetze, das würde einiges erklären.

Zu meinem heutigen Tag kann ich nur noch sagen, ich bin wirklich froh, dass ich erst nach knapp fünf Monaten dieses Zustandes das Frustshopping endeckt habe, sonst sähe mein Kontostand glaube ich inzwischen etwas anders aus. (Ein paar mehr Nullen. Am Wichtigsten dabei die Null an erster Stelle.) Du glaubst ja nicht, was ich mir geholt habe.

  • •Eine CD von einer Band namens Opeth. Ich kannte sie zwar nicht vorher, aber sie sind nicht schecht, muss ich sagen.
  • • Die Schuhe!
  • • Ein herrliches halb langärmliges Oberteil und drei BHs bei H&M. (Die BHs waren echt nicht geplant, aber sie waren zufällig in meiner Umkleide und ich dachte mir, oha, die passen sogar, nimm sie halt auch mit)
  • • (So, jetzt kommt’s eh) Eine umwerfende rot-schwarz gestreifte Hose aus dem Punk-Goth-Laden in der Shoppingpassage gegenüber von H&M.

—Ehrlich, ich wollte nur in den Laden, weil ich die ekligen Deichmann-Plastikschnürsenkel meiner neuen Schuhe sofort durch schöne ersetzen wollte! Stattdessen erfülle ich mir plötzlich den Lebenstraum einer herrlichen rot-schwarz gestreiften Hose, macht ja nichts, hat auch nur 39,99 gekostet und ich hab ja Geld wie sonstwer und äähm. Dafür hat mir der Verkäufer ein Bier gratis dazu geschenkt. (Und mir dann erklärt, dass die Schnürsenkel nebenan in ihrem Schuhladen zu finden wären, sprich ich hätte diesen Teil des Ladens nichtmal betreten müssen, um an die Schnürsenkel zu kommen.) Ich dann ab nach nebenan, wo mich die Verkäuferin auf meine Frage nach den Schnürsenkeln hin im Zeitlupentempo so lethargisch anstarrte, um dann ihren Blick auf die einen Meter von uns entfernten an der Wand hängenden Schnürsenkel zu richten – ich kam mir vor wie der komplette Volltrottel, der ich ja eh tatsächlich auch bin – aber sie waren alle nicht so hübsch und da warte ich lieber, bis ich wieder an meine Zugangsdaten zu meinem Konto komme (habe ich zu Hause vergessen, da liegen sie nun bis April nutzlos in meinem Zimmer).—

  • • Last, but OMG-so-totally-definitely-not-least EIN THE USED TICKET für München! Whuhuu, ich fange jetzt erst an, es zu begreifen.

Ich glaube, wenn ich zurück zu Hause bin, besorge ich mir wirklich mal wieder ein-zwei Nachhilfeschüler, dann können solche Aktionen bei mir gerne öfter mal vorkommen.

Man lebt.. immer noch

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Bin ich schon wieder müde.
Habe bis eben gerade mit Robert und Janine geredet. Du glaubst es ja nicht, es war wirklich ziemlich erfüllend und schön. Janine hat mich um diese außerordentlich elementäre Erfahrung bereichert:

und bevor sie dazukam, hat Robert mich richtiggehend fröhlich gemacht, indem er The Dirt Whispered komplett durchgesungen hat – ein menschliches Wesen singt Rise Against mit mir, das ist so ziemlich das Schönste, was man überhaupt für mich tun kann. Ich habe gleich mal ausprobiert, ob meine Synchron-über-Internet-Sing-Skills nach dem knappen halben Jahr, seitdem Ritual abgesetzt wurde, noch in Ansätzen vorhanden waren. Ich wollte natürlich mein Glück nicht überstrapazieren, sonst hätte ich Robert gesagt, dass wir schnell ausprobieren sollten, um wie viel Skype eigentlich genau verzögert. Generell ist die Verzögerung bei Skype nämlich schlimmer als bei ooVoo. Was ja einer der Gründe war, wieso wir damals.. egal.

Ich bin schon ziemlich dumm; ich habe mir die Nägel lackiert und dabei kann ich doch auf Ollis Gitarre nicht mit Pick spielen. Vermutlich wird also spätestens morgen der linke Teil meiner rechten Daumenlackierung dran glauben, als auch die rechte Seite vom linken Ringfingernagel. Aber was soll’s. Ich hatte halt heute Lust darauf. Genauer gesagt saß ich am Tisch, mitten in einem der wunderbaren random Heulanfälle und gleichzeitig dabei, eine Einkaufsliste zu erstellen, und hatte zwischendurch einen zehnsekündigen klaren Moment, sagte laut zu mir selbst „Ich könnte mir die Nägel lackieren.“ Und weiter ging das Heulvergnügen.

Ich habe aber auch wesentlich produktivere Sachen gemacht heute, als nur zu heulen und mir die Nägel zu lackieren, und zwar habe ich vor dem Frühstück schon die Vocals von STDFFT neu versucht (ob’s was geworden ist, muss ich noch nachhören, aber ich hoffe doch sehr) und dann gleich nochmal für Reminder – was für Lungen man haben müsste, um das alles in einem Stück durchzusingen, will ich nicht wissen. Das war vielleicht eine Arbeit. Aber ja, das Zoom H4n wurde nochmal schön genutzt. Oh, und dann habe ich sogar versucht, für Down To Bogotá eine Klavierstimme auszufiguren. Es ging überraschend gut, auch wenn ich an manchen Stellen ja selbst noch nicht weiß, was ich da eigentlich genau spielen soll. Habe aber ein bisschen nochmal an den Akkorden gefeilt; es neigt sich jetzt wirklich langsam, aber sicher der kompositorischen Vollendung zu.

Für Anyway – ein ganz alter Schnipsel, von 2007 oder so dürfte das noch gewesen sein – habe ich auch noch die Akkorde festgelegt. Es ist doch unglaublich, wie produktiv ich auf einmal bin. Oder eher wie unproduktiv ich all die Jahre eigentlich war.

Außerdem habe ich geduscht und war einkaufen (damit, jetzt wo ab morgen das Haus auch wieder von Leuten bewohnt wird, die normale Ansprüche an dessen Mindestausstattung haben, auch wieder was zu Essen im Schrank ist). Bei Plaza für 32,75 Euro, so eine unfassbare Abzocke dieser Laden. Stell dir vor, ich habe dort zufällig diese Apfelzerteildinger gesehen, von denen ich mir eins bei Penny für einen Euro geholt habe – nur bei Plaza kosten sie über drei Euro. Es ist doch nicht zu glauben.

Gehe ich lieber mal Zähne putzen und ein bisschen in den Aufnahmen von heute Morgen stöbern, ich sollte heute früh ins Bett gehen, damit ich morgen, bevor Oma&Opa kommen, noch das Haus halbwegs präsentabel herrichten kann. Und den Kuchen muss ich noch machen.

Iiiiih, wie meine äußere Kniekehle zuckt. Es hört einfach nicht mehr auf. Langsam bin ich nichtmal mehr sicher, ob das was mit dem psychischen Stress zu tun hat oder ob es nicht einfach nur zufällig vor viereinhalb Monaten angefangen hat, so wie der Konstanzer Winter.

Oh übrigens, Mama hat aus Lanzarote angerufen und anscheinend ist alles super und sie kommen prächtig miteinander aus und alles ist wunderbar und sie vermisst auch ihre Rescue-Tropfen nicht. („Die brauch ich nicht.“) Das läuft ja wesentlich besser, als ich befürchtet hatte.

Ah, aber wie es zuckt. Ekligst.

RA-Aufnahmenschnibbeln!

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Pflücke gerade die RA-Aufnahmen auseinander. Es macht Spaß wie immer, aber man merkt ihnen schon teilweise an, wie fertig ich war vom gerade überstandenen Kampf gegen den Tod.
Nimm Re-Education. Ich singe kraftlos, aber leider die ganze Bridge durch direkt ins AG rein, ohne es zu merken.
Nimm Survive. Mitten in der Mitte ist eine Stelle – vermutlich die erste von vielen -, da wird die Aufnahme plötzlich „muffelig“ und undefiniert: Ich konnte meine Arme nicht mehr hochhalten.

Aber generell bin ich begeistert von der Qualität der Aufnahmen. Man lernt ja nie aus, und ich bin eh ganz am Anfang erst, was meine Sound Recording- Kenntnisse angeht. Immerhin habe ich mittlerweile die geniale Idee gehabt, dass man ja doch nicht unbedingt mit Low Gain aufnehmen muss, sondern es durchaus reicht, die Sensibilität ein bisschen zu verringern und bei Middle Gain zu bleiben. Obwohl ich ja gerade erst einen Artikel gelesen habe, dass leiseres Recorden zu besser Qualität führen kann.. ach, ich weiß ja auch nicht. Jetzt, wo ich ein halbes Zoom H4n (!!! ! Whuaa!) besitze, wird es eigentlich mal Zeit, sich ordentlich damit auseinanderzusetzen. Alles Andere wäre ja Verschwendung.

Neuester Stand.. mehr oder weniger interessant

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War das nicht so klar – wie immer nach Konzerten bin ich mal wieder richtig ordentlich krank. Ist nur Schnupfen, aber trotzdem extrem nervig. So viel Klopapier habe ich in meinem ganzen Leben zusammen noch nicht verbraucht, wie in den letzten beiden Tagen. (Uägh.. doch, wahrscheinlich schon)

Habe heute schon wieder zwei Paar herrlicher Feder-Ohrhängerchen produziert, mit Loro- und Pavofedern. Nun habe ich wieder keine Hängerchen mehr und muss warten, dass mir die nächsten hoffentlich bald genauso auf wundersame Weise zugeflogen kommen wie diese letzten beiden, die Mama mir gestern entgegenhielt. Ich muss sie noch fragen, wo sie die eigentlich herhatte.

Höre Endgame in meinem Zimmer (wo sonst) und würde es gerne meiner Mutter zu hören geben, aber sie ist nicht in der Stimmung und ich muss warten, bis es überhaupt Sinn macht, ihr so ein Projekt vorzuschlagen.
Oder vielleicht lasse ich es auch einfach ganz.

Gleich – ENDLICHENDLICHENDLICHENDLICH – geht dann auch (endlich) mal meine musikalische Hälfte zum Hausarzt, um sich wegen der Karpaltunnelgeschichte auf den Neurologen überweisen zu lassen – endlich – endlich – endlich! Nachdem ich vorgestern Abend ja angefangen habe, Once zu gucken (was wir eigentlich letzte Woche zusammen machen wollten, aber es kam ja so Einiges dazwischen dann), und mir dann diese Aussage entgegenploppte – „..er bekam Athritis und hat sich daraufhin umgebracht“ – bin ich noch panischer gewesen als vorher. Also eines ist jedenfalls sicher; wenn meine Hälfte sich umbringt, kommt die andere gleich hinterher.
Vor allem meinte er ja letztens selber noch, hätte sein Vater ihm damals wirklich aus Versehen die Hand abgetrennt, „stell dir vor, mein Leben wäre einfach so vorbeigewesen, zack“ – nicht etwa die Hand wäre abgewesen, oh nein, das ganze Leben gleich mit. Ich versteh´s ja. Und deshalb, ja, ich freue mich jetzt.

Jaja, ich weiß… [IMPORTED FROM URALTBLOG]

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…ich war schon wieder Ewigkeiten nicht da. Wahrscheinlich brauche ich wirklich den Antrieb, „erwartet“ zu werden oder zu „erwarten“, dass Andere etwas geschrieben haben, um regelmäßig (bzw meistens ja sogar mehr als das..) irgendwo vorbeizuschauen.
Naja. Abi ist jedenfalls durch – und es war nicht so schlimm, wie wir alle dachten.
Und die liebe scd hat eine neue Band aufgetan – neu für sie, natürlich – Rise Against gibt es ja schon ein wenig länger 😀
Ich bin restlos begeistert von ihnen und scheine jeden Besuch bei Saturn mit einem weiteren ihrer Alben zu beenden (aktuell bin ich im Besitz von dreien… aber das wird sich bald noch ändern, da bin ich ganz zuversichtlich xD), und außerdem will ich unbedingt im Juni nach Bielefeld zum Konzert – nur leider hab ich keinen, der mitkommt -.- VERDAMMT, ich will da HIN.. am Ende geh ich noch alleine, ich seh´s schon kommen.. voll der Freak o.O
Wie damals am 7.4.07 beim MCR-Konzi (auch known as ILLUMINATION night), wo Lena so freundlich war, mir ihr bereits bestelltes Ticket zu überlassen (ich hatte natürlich auch schon eins.. oO), da sie es anscheinend für wichtiger befand, in den Skiurlaub nach Finnland zu fahren, um sich dort im Kunstschnee zu vergnügen, sodass ich tatsächlich alleine ging (OK, meine beiden Eltern waren auch da, irgendjemand musste ja schließlich die Tickets verwerten), was sich als die beste Entscheidung meines Lebens herausstellte, weil ich, wie gesagt, illuminiert wurde (Gerard Way… o.O) und dementsprechend den Heulkrampf meines Lebens hatte, gefolgt von einem halben Jahr komplett abartigen Verhaltens (ich war der Meinung, ich könnte allem und jedem für alles Mögliche vergeben, und war total von der Rolle)… aber das ist eine andere Geschichte (und soll ein andermal erzählt werden.. ich liebe die Unendliche Geschichte 🙂 ).
Nein. Ich denk nicht, dass mir sowas noch jemals passieren wird. Ich war vermutlich einfach nur komplett fertig, weil er halt genauso aussah wie BJ, und habe also unbewusst die ganze jahrelange Infatuation auf ihn projiziert, der Arme aber auch. 😀
Gut, dass ich letztes Jahr bei meinen drei GD-Konzerten schon ein bisschen älter war (was nicht heißt, dass ich das BJ-Problem inzwischen komplett in den Griff bekommen hätte, aber immerhin war ich schon soweit, dass ich mir zutrauen konnte, 1) nicht in Ohnmacht zu fallen und 2) eventuell sogar am Leben zu bleiben. Letztendlich ist mir ja wirklich beides geglückt. Wobei das mit dem Sterben irgendwie vorher echt knapp war) – und um so besser, dass ich dieses Jahr NOCH älter bin, wenn ich mit meiner Hyperiosity (eigens für diese Zwecke kreiertes Wort^^) Hannover und Mainz unsicher mache. WIE ICH MICH FREUE. Ich könnte schon wieder anfangen, unkontrolliert zu grinsen und so komische Geräusche zu machen. Ich lass es aber glaub ich lieber. Man kann damit so schwer wieder aufhören.
Ach ja. Die Tickets für Hannover sind übrigens schon da 🙂
Und auch die für Zebrahead/ Attack! Attack! im April hier in HH. Ich freu mich! (Aaber.. (Wir gehen ja wegen Attack! Attack! vor allem.) Wenn sie diesmal wieder nicht Lost for Words spielen.. passiert was, schließlich haben sie´s mir versprochen o.O)