Schlagwort-Archive: Schlafen

The Power Of Denial

Standard

Es ist komisch. Heute ging’s mir ganz gut, ziemlich sogar, aber gestern dachte ich schon, ich würde den Verstand verlieren. Ich war ganz kurz davor. Und Freitag habe ich kurzzeitig überlegt, mich einweisen zu lassen. Ich war so sinnentleert.

Ich bin es immer noch, aber meine Verdrängkünste haben sich wieder an die Arbeit gemacht. Und ich weiß oder vermute zu wissen, woran ich eigentlich arbeiten sollte. Aber jetzt warte ich erstmal darauf, dass R mit Duschen fertig ist, um ihm noch ein paar Minuten was vorzulesen und dann zu schlafen. Schlafen geht ja zum Glück immer.

Werbeanzeigen

Sahne auf Käsekuchen

Standard

Und schon wieder Nacht. Ich habe mir eins meiner Käsekuchengläser aufgemacht und verspeise aktuell dessen Inhalt zusammen mit Apfelmus und Sprühsahne. Zuverlässig erinnert mich dies an den dicken Drachen, Desipio, der einst von mir wissen wollte, ob ich die Kombination von Käsekuchen und Schlagsahne für geschmacklos halte. Und an Metronomy-Bernd, dessen Sohn vielleicht, vielleicht aber auch nicht irgendwann mal mit Käsekuchen nach meinem weltbesten Rezept verköstigt wurde.

Das waren schon komische Charaktere, die beiden. Jeder von ihnen hat meinen Blog über eine kurze Zeit hinweg heimgesucht, sogar intensivst (im Falle des Drachens), und sich im Anschluss wieder vom Acker gemacht, genau so plötzlich, wie sie hereingeschneit waren. Schon merkwürdig, wie die Leute manchmal so aus dem Nichts auftauchen, einmal kurz ein Stichflämmchen entfachen und dann in dasselbe dunkle Nichts hinein auf Nimmerwiedersehen wieder verschwinden. Aber dafür ist das Internet schließlich prädestiniert.

Ich sollte ins Bett. Seit Tagen stelle ich mir den Wecker auf 9.56 Uhr und schlafe jedes Mal am Ende doch bis zwölf. Das kann so nicht weitergehen.

Grießpudding und Salat

Standard

Obwohl ich dringend ins Bett muss, wenn das nachher nicht wieder so enden soll wie gestern (aufgewacht um 2.35pm und mich gewundert, dass ich mich so ausgeschlafen fühle, bis ich die Uhrzeit erblickte und es einfach nicht glauben konnte – ich dachte, die Zeiten wären fürs Erste vorbei?!): Mir geht’s blendend.

Warum?

  1. Ich habe einen Container-Spot. Nach einem halben Jahr Entzug endlich wieder einen Spot. Das habe ich Becci zu verdanken und meiner endlich zurückgekehrten Motivation.
  2. Ich habe die sensationellsten Freunde ever.
  3. Possibly sogar den sensationellsten Freund ever.
  4. Den sensationellsten besten Kumpel, um nicht zu sagen: nebatxo, ever.
  5. Eine ganze Familie, mit der ich Weihnachten feiern werde.
  6. Unendliche weitere Privilegien.
  7. Zusammenzufassen ist das alles vermutlich mit „verdammt viel Glück“.

Ade, ich gehe schlafen.

Miau.

Standard

Leider wurde das Nesselfieber, das mich seit Samstag Abend heimsucht, heute so schlimm, dass ich fast nicht wusste, wie ich in die Uni kommen sollte. Zum Glück war es besser, als ich erstmal dort war. Ich habe das 8.15-Seminar geschwänzt – wunderbar gemacht, letzte Stunde vor der Klausur schwänzen hat doch eh immer was, erst recht, wenn’s dasjenige Seminar ist, das der Prof leitet, bei dem du BA schreiben willst und den die Klausur dementsprechend nicht allzusehr entsetzen sollte.

Naja. Aber dafür habe ich bis um die 12 geschlafen und kam mir endlich mal nicht mehr so sehr wie ein Zombie vor. Sanskrit wieder unvorbereitet überlebt, in Euskera kurz aufgeblüht und dann ab nach Hause, wo ich mich todesfertig daran machte, mein lang geplantes Semmelknödel-im-Glas-Projekt in die Tat umzusetzen und nebenher etwas zu essen. Wurde Zeit; der Mensch ist halt nicht dazu gemacht, auf der Basis eines mickerigen, aus einer Banane und einem Löffelchen Schokoeis, Wasser und Milchpulver bestehenden Shakes über den ganzen Tag zu kommen.

Gestern hat sich ja noch alles Mögliche Schöne ereignet. Ich habe nach einem wenig fruchtbaren Gespräch mit Mama über meine Lage (wer hätte es gedacht; was hätte da auch Anderes als eine totale Katastrophe rauskommen sollen) mich dann schnellstens auf zu Moritz gemacht, bei dem ich dann immerhin noch eine knappe Dreiviertelstunde Zeit hatte rumzuhängen. Und das war wirklich schön. Chrissi, sein Mitbewohner, war auch da, und während wir auch nicht dazu kamen, die Thematik anzuschneiden, war ich einfach nur total glücklich, dasein und mich so unkompliziert und erfüllend mit diesen beiden lustigen, lieben Zeitgenossen unterhalten zu können.

Natürlich war ich ein kleines bisschen zu spät zurück – Peruaner-Pedro rief mich vom Parkplatz vor meiner Haustür aus an, da war ich noch nichtmal beim Bahnübergang unten vor dem Berg. Die von der Tafel sagten mir, als ich sie eine Minute danach anrief, dass sie absolut nichts dahatten, das ich hätte abholen müssen, und mit dieser Nachricht begrüßte ich Pedro, der mir daraufhin vorschlug, doch einfach ein bisschen zusammen um den Bodensee zu fahren. Gesagt, getan. Er hatte auch ein paar Sachen auf dem Herzen, aber den Großteil der Zeit verbrachten wir natürlich mal wieder mit meinem Kram. Und natürlich schaffte ich es nicht zu Türkisch um viertel nach drei, vielmehr fand ich mich irgendwann in Pedros Zimmer vor einem gigantischen einfarbigen Spiralenpuzzle wieder, an dem wir in ungefähr einer Stunde ungefähr fünf Stücke weiterkamen (und uns darüber nen Keks freuten). Dann wollte Pedro containern gehen – es geschehen noch Zeichen und Wunder. Natürlich ließ ich mir das nicht zweimal sagen – Containern mit dem Auto, gibt es etwas Luxuriöseres?
Der richtige SuperGAU kam dann aber, als wir nach an sich schon recht erfolgreichem Beutezug noch zu Sarah fuhren und mit ihr zusammen unsere letzte Station anpeilten. Ich glaube, ich habe selten in meinem Leben so einen Fang gemacht wie gestern. Das war nichts Anderes als völlig absurd. Also, mein Kühlschrank, Gefrierfach und begehbarer Kühlschrank aka Bereich vor unserer Gartentür sind jedenfalls gut gefüllt.

Irgendwann war dann endlich alles fertig und ich habe

…war ich dabei zu schreiben, dann tauchte ein unfassbar niedlicher bekiffter R eine Stunde früher als erwartet bei mir auf und ich sah mich gezwungen, die Veröffentlichung dieses Eintrags auf später zu verschieben, genauer gesagt, auf jetzt.

Er hat Trudi und Hannes kennengelernt und gleich mit ihnen gebondet, nachdem er feststellen durfte, dass die beiden auch zur Gattung der Graskonsumenten zählen, und Trudi ihm natürlich gleich anbot, mit ihnen noch einen durchzuziehen. Ich hatte inzwischen schon die tiefgreifende Erkenntnis gehabt, dass stoned R in etwa das Goldigste ist, das mir je unter die Augen gekommen ist, und war glücklich, dass er die Gelegenheit hatte, noch mehr von dem Zeug zu inhalieren. Wirklich, ich kam mir fast selbst vor wie auf Drogen, solche Lachflashs hatte ich gestern. Was für wunderbaren Schwachsinn er einfach redet. „Leg dich andersrum, bitte, mich überfordert dein Gesicht aus dieser Perspektive. Wirklich jetzt, du solltest dich umlegen. Also, ich will dich nicht umlegen, und du sollst dich auch nicht umlegen, aber bitte leg dich um!“

Was ist noch passiert, abgesehen davon, dass ich augenscheinlich anfange, mich in meinen Freund zu verlieben, und das auf Basis von Gras? Hm. Vorhin rief mich Peruaner-Pedro an, um zu fragen, wann er bei mir vorbeikommen soll, und ich war todesverwirrt, weil wir überhaupt nichts ausgemacht hatten und er mir aber einreden wollte, wir hätten etwas ausgemacht, und da mein Verstand noch nicht wirklich dawar, habe ich sogar wirklich gezweifelt. Jedenfalls muss ich noch Maialens Probeklausur machen und herausfinden, was ich heute Abend tue, um R bescheidsagen zu können, ob ich nach der Uni zu ihm komme. Daran sollte ich mich jetzt wirklich mal machen, bevor Pedro hier aufkreuzt.

Das Nesselfieber ist immer noch da. Und es tut weh. Trudi hat mit ihrer Mutter geredet und mir etliche Ratschläge von ihr übermittelt, mir Medikamente aus Harz und Heilpflanzen zur Verfügung gestellt und mir Shea-Butter zum Einreiben gegeben, was wirklich lieb von ihr war.

Und ich muss jetzt ganz dringend aufstehen und mein Kokosöl ausspucken, und das eigentlich schon seit mindestens zehn Minuten.

Unblocking stuff

Standard

Ich hab‘ auf einmal das Gefühl, dass es alles..

Schrieb’s und hatte keine Ahnung mehr. Gut wird? Unkomplizierter ist, als ich denke? Mich überfordert? (Das eh.) Sich irgendwie entwirren wird? (Vermutlich auch das.) Abstrus ist? (Ein wenig.)

Da ich in den vergangenen Tagen ein bisschen zu viel darüber nachgedacht habe, dass ich mich irgendwie fürchte, aber dank großartigster Verdrängungsleistungen mal wieder nicht wirklich einen Plan habe, wovor, gehe ich jetzt alles, das als Grund in Frage kommt, auf einem Blatt Papier sammeln. Ich versuche selten genug, mir irgendwas Verdrängtes bewusst zu machen; das wird reinhauen. Und helfen.

Wahnsinn. Wenn ich gleich schlafen gehe, kann ich um kurz nach acht aufwachen und Sachen machen. Vielleicht schaffe ich es ja wirklich schon um 10 in die Arbeit.

Regentag, Regentag…

Standard

…den man nur verschlafen mag.

(Möglichst ohne zu träumen, jemand wolle einen vergewaltigen. An sich ist es ja ganz erfreulich, dass mein Unbewusstes mir inzwischen offenbar ausreichend physische Attraktivität zuschreibt, um überhaupt als Vergewaltigungsopfer in Frage zu kommen, aber an sich war der Traum mehr verstörend als alles Andere.)

Gedacht, getan – der Bus zur Uni hat heute früh auf Grund von Überfüllung niemanden mehr hereingelassen und wäre wahrscheinlich vor den Augen der Wartenden gnadenlos durchgerauscht, hätten nicht ein paar Menschen dort das Ziel ihrer Reise erreicht und so die Überfüllung zumindest ein klein wenig erträglicher gemacht, wenn auch noch nicht erträglich genug, um Frischfleisch hereinzulassen.

Meine Motivation, überhaupt hinzugehen, ließ sich davon bereitwillig in den Keller scheuchen, sodass ich um halb zehn schon wieder im Bett war und meinen Tag somit gerade zum zweiten Mal beginne.

Und es erwarten mich erfreuliche Dinge. Zuerst werde ich seit Langem mal wieder Klavier unterrichten; Sofie hat sich neulich völlig aus dem Nichts gemeldet – ich dachte schon, ich würde in diesem Leben nichts mehr von ihr hören. So aber gehe ich um halb sechs zu ihr. Relativ direkt im Anschluss ist Bandprobe. Wenn man die weniger freudige Erwartung von Sebis Unfähigkeiten mal beiseitelässt, ist das nach wie vor ein sehr freudiges Ereignis.

Morgen ist schon Abreisetag meiner Großeltern. Das ging schnell. Es war auch wirklich schön mit ihnen, sobald ich einmal akzeptiert hatte, dass sie ständig und immerzu alles für mich bezahlen. Letztendlich bringt es ja nichts, jedes Mal Energie aufs Protestieren zu verschwenden. Wenn’s sie glücklich macht.. Gestern haben Susmita, Trudi und ich noch Chicken Tikka Masala gekocht (plus eine vegetarische Version, natürlich) und uns mit Oma & Opa zusammen darüber hergemacht. Lustig war’s, das Essen war köstlich (wie nicht) und die Sprachbarriere war gar nicht so dramatisch wichtig, hatte ich den Eindruck. Sie war halt nur ein bisschen ruhig. Aber ich drehe jedes Mal durch, wenn ich sie ein paar Brocken Deutsch reden höre, weil es sich so niedlich anhört und ich stolz auf sie bin, warum auch immer, ist ja nicht so, als wäre sie hier seit über einem Jahr und würde immer noch standhaft am Englisch festhalten.

Oh erhab’ne Morgenstund.

Standard

Hah. Wie immer, wenn ich es ausnahmsweise mal vor zwölf Uhr aus dem Haus schaffe, fühle ich mich phänomenal. Es ist ironisch eigentlich. Einerseits habe ich mir im Laufe der letzten Jahre eine ausgesprochene Unfähigkeit angeeignet, früh aufzustehen (fast als hätte ich sie von Şahin übernommen, dessen (bei mir) berühmter Ausspruch, wenn er schlafe, sei er „… nicht Şahin“ – man konnte praktisch anstellen, was man wollte, er wurde und wurde nicht wach. Bis zu dem Moment, als ich darauf kam, ihm Disturbed in voller Lautstärke ausschüttende Kopfhörer aufzusetzen – das wirkte. Blendend. Und noch dazu wachte er auf diese Art mit wunderbarer Laune auf.) – aber immer, wenn ich es doch schaffe, denke ich mir, dass es eine einzige Verschwendung ist, nicht jeden Tag vor acht Uhr aufzuwachen. Besonders wenn die Sonne scheint, wie heute.

Ich war also vorhin beim Arzt und habe ganz locker-flockig verkündet, dass ich meine Medis gern absetzen würde. Er war damit einverstanden – jetzt nehme ich für acht Wochen noch die halbe Dosis, dann kann ich probeweise ganz aufhören und einmal feststellen, ob ich eigentlich selbständig lebensfähig bin.

Ein wenig skeptisch war er, unerwarteterweise, muss ich sagen. Dafür, dass ich das Zeug schon so übertrieben lange nehme, hätte ich eigentlich vollste Zustimmung erwartet; eigentlich dachte ich, er würde überzeugter sein als ich von dem Vorhaben. Stattdessen hat er mich nochmal gefragt, wie ich mich noch gleich vor Oktober 2011 gefühlt habe, woraufhin ich natürlich dann zugeben musste, dass es davor auch nicht unbedingt so herrlich lief, die ganzen 19 Jahre – und habe ihm wie schon so oft gesagt, dass ich erst mit den Medis eigentlich das Gefühl hatte, ich selbst zu sein. Ich selbst zu sein und zu leben. Ich bin ja noch im Aufbau. Das dauert auch noch eine ganze Weile, ich weiß ja, aber einfach versuchshalber würde ich es eben nun mal auf mich allein gestellt probieren.

Die Ratten schlafen. Bei Alnatura gab’s heute wieder nichts abzuholen; das dritte Mal schon, dass ich dort angerufen habe. Die Tafel scheint nicht wählerisch zu sein diese Woche.

Ich bin auch nicht wählerisch. Rajas Hirse-Möhren-Mus schmeckt eigentlich nicht so dolle, aber ich packe es nichtsdestotrotz auf mein Brot. Es kann ja nicht sein, dass sie sich die Mühe umsonst gemacht hat. Und überhaupt, die gute Hirse. Ich mache auf dem Brot eine Grundlage aus Mus, lege dann Salat drauf und darauf noch ein-zwei Streifen eingelegte Paprika oder Pilze. Gestern erst habe ich wieder ein Riesenglas Pilze und Zucchini eingelegt. Was gibt es Köstlicheres… Und den Ratten gebe ich die Reste; Hälfte Ratten, Hälfte Kompost, und in die Erde aus dem Kompost pflanze ich meine Morning Glory-Keimlinge. Mittlerweile kann man ja schon fast Pflänzchen dazu sagen. Vierzehn Stück habe ich; das wird aussehen bei mir im Sommer, oh je, ich sag’s dir. Wie gut, dass ich gerade noch zwei kleine Plastiktöpfchen gefunden habe (zusammen mit einer alten Klappmatratze, die konnte ich wirklich sehr gut gebrauchen).. jede zusätzliche Kapazität ist mir willkommen.

Bana-na-na-na: I’m back.

Standard

Zurück von der zweifellos wunderbarsten Reise des Jahres – bis jetzt.

Was für eine Woche. Meine Füße waren zwischendurch über jede Schmerzgrenze hinaus vom Laufen verstümmelt, verklumpt, aber natürlich konnte man unmöglich nicht laufen. Nicht in Barcelona.

Wir haben eine gute Auswahl an wirklich interessanten Bekanntschaften gemacht. Der Satz „Are you reading Isabel Allende?“ hat sich ganz mühelos einen Platz unter meinen gern und öfter als erwartet gehörten Äußerungen erarbeitet; dabei war ihre Autobiographie eigentlich nur spontaner Ersatz für die hier vergessene Jane Eyre, eine meiner ersten Besorgungen in der Stadt. Ich habe festgestellt, dass der benebelten Realitätswahrnehmung meiner Mutter nicht zu viel Bedeutung beizumessen ist, dass mein Grad an Sozialunfähigkeit immer auch vom Gegenüber abhängt, dass Sarah und ich urlaubstechnisch kompatibel sind, dass es Brasilianer gibt mit unheimlich gutem Englisch, deren Jugend von Green Day geprägt wurde und die Salingers verbotene Biographie lesen; Franzosen mit einer ungewöhnlichen Art, anders zu sein als der Rest der Menschheit; Australier mit zu viel Weed; kontaktfreudige Kolumbianer mit wenig Sinn für Zurückhaltung und dem typischen herrlichen Dialekt; Deutsche ohne viel Mitteilungsbedürfnis; Amerikaner mit fragwürdigen Prinzipien (weil das so etwas Neues ist, natürlich) und ein indispensables „Hola BCN“-Ticket für 30€€ mit einer Gültigkeit von 5 Tagen und unbegrenzter Nutzung in Zügen, Bussen (Nachtbusse ausgenommen), Tram und Metro.

Ich habe noch weitaus mehr festgestellt, aber bin von der vergangenen Woche, gelinde gesagt, ein wenig KO und sollte mich daran machen, ein bisschen Schlaf zu bekommen.

Morgenstund‘

Standard

14 Stunden. Ich habe ohne Scheiß 14 Stunden geschlafen. Das nenne ich mal ein effizient ausgelebtes Erholungsbedürfnis.

Dementsprechend habe ich auch heute bisher nicht sehr viel erlebt. Chips gefrühstückt und dabei Robert, der morgen über Silvester zu seinem besten Kumpel fährt, Packtipps gegeben. (Er beschwert sich, dass seine T-Shirts zu groß sind und asozial viel Platz wegnehmen, woraufhin ich nicht umhinkonnte, ihn zu erinnern, dass eben dies auf deren Besitzer genauso zutrifft.) Gerade telefoniere ich mit Simone, die mir ein Weihnachtsgeschenk zukommen lassen wollte, was gnadenlos wieder zurückgeschickt wurde – war wohl gerade keiner zu Hause hier, und statt dass sie auf die Idee kommen, es bei Nachbarn abzugeben..

Und Sarah schrieb mir vorhin, dass sie für knapp 260€€ nach Barcelona kommen würde – wir hatten überlegt, Anfang Januar nochmal einen kleinen Urlaub zusammen zu unternehmen, bevor sie am 13. ihren unfassbaren Wunderjob antritt (andere Geschichte – schöne Geschichte – Glück muss man haben!). Daher suche ich demnächst mal für mich nach einer Mitfahrgelegenheit in den schönen Osten und für uns beide nach einer Couchsurfing-Unterkunft. Wenn das klappt! Barcelona ist doch so wunderschön, und ich würde mich freuen, auch sein Wintergesicht einmal kennenlernen zu können. Dann sehe ich vielleicht auch endlich einmal die Sagrada Familia, wozu ich das letzte Mal ja tatsächlich nicht gekommen bin. Dumm natürlich, dass Pedro am 2. herkommt und ich mich mit dem ja eigentlich auch nochmal zusammensetzen wollte (da wir unsere lang geplante Insomniac-Talknight über Facebook schlecht hinzubekommen scheinen) – darauf hatte ich mich gefreut, aber wenn Sarah und ich am 3. schon fahren.. möp. Aber gut, er wird eh in seinen 5 kurzen Tagen Euskadi-Suchtbefriedigung andere, euskadischere Sachen zu tun haben, und irgendwann schaffen wir es schon.

Und ich bin über einen Eintrag gestolpert, den ich Laura widme. Aus Gründen.

warten

Edit: Wir geeeehen nach Barcelooona, nach Baaaarcelona gehn wiiiir! Aaaaawh, ich freue mich!!!

Sentsurik gabe

Standard

„Sentitzen dut, baina ez dut sentsurik.“

Welche Weisheiten der gute Kepatto, mein zwar nicht ganz euskadischer, dafür aber hochenthusiastischer Euskara irakaslea, der keiner ist, heute wieder von sich gibt.

Ich glaube irgendwie, er hat sich vertippt und wollte eigentlich sagen, dass ich keinen Sinn mache (beziehungsweise das, was ich gerade gesagt hatte), nicht dass er keinen macht, aber im Endeffekt ist das auch egal, weil wir eh 99% der Zeit beide keinen machen und somit uns gegenseitig sinnfrei ergänzen.

Bevor ich anfing, meiner Natur gemäß mal wieder keinen Sinn zu machen, habe ich den Großteil des freien Freitags verschlafen. Man kann ja nicht jeden Tag – wie ich gestern – nach fünf Stunden Schlaf von alleine aufwachen und, unglaublicher noch, aufstehen, zu einer Uhrzeit, die man für gewöhnlich nicht mit wachen Augen erlebt, und daraufhin einen produktiveren Morgen verbringen, als es normalerweise seine gesamten Tage sind.

Und ich hatte die weirdesten Träume. Wie in letzter Zeit allgemein üblich – und so viel davon, dass ich mir komplett abgewöhnt habe, irgendetwas davon zu dokumentieren; dabei würde der Rest des Tages auch noch draufgehen. Abgesehen davon, dass der Ort, an dem ich mit ein paar Freunden Urlaub gemacht habe, zerbombt wurde und bösartige Soldaten sich in der Stadt eingenistet haben, ich von einer unglaublich lieben Händlerin zwei kleine Instrumente aus aneinanderklackenden Holzwürfeln geschenkt bekam, weil ich ein Didgeridoo auf dem Rücken hatte und sie sich darüber gefreut hat, und durchs Meer gelaufen bin, obwohl Feuerquallen drinwaren.. und Tausende Geschichten mehr.. waren da wieder so abstruse Fragmente, dass man sich wirklich fragt, wie das alles dem eigenen Kopf in den Sinn kommt. Aber wahrscheinlich ist es genau das; durch meine generelle Sinnfreiheit ist mein Kopf den Schranken des Sinns völlig entbunden und tut und lässt einfach, was er will.

Es ist ja auch interessant zu beobachten.