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Buchbinderleim

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Eine neue Ära beginnt. Und damit meine ich weit mehr als eine Zahl hinter der 201 – genau wie jemand an Silvester auf dem Berg feststellte, wird es auch mir mit zunehmendem Alter einfach immer egaler, wenn das eine Jahr dem nächsten weicht. Silvesterdepression ist ein Ding der Vergangenheit und ich vermisse sie nicht; es bleibt mir noch immer genug Depression für etliche Menschenleben auch im Rest des Jahres.

Nein, die neue Ära ist die der gebundenen Blöcke. Ich hatte schon so lange den Wunsch, mit den Unmengen an Schmierpapier sinnvolle Dinge anzustellen – so viel kann nämlich kein Mensch verbogglen, wie da immerzu nachkommt. Also mache ich mir jetzt To-Do-Listen-Blöcke. Richtig hübsch mit Klebebindung. I know, es ist ziemlich überflüssig, dafür Ressourcen in Form von Planatol zu benutzen, wenn man die ganze Zeit bisher auch gut mit losen Papierschnipseln gelebt hat. Aber es wird so gut! Und ich kann Blöcke auf Ewigkeit verschenken. To-Do-Blöcke, Einkaufslistenblöcke, Notizblöcke, Einfach-so-Blöcke, und alles aus Altpapier. So liebe ich es. Also bestelle ich mir Buchbinderleim.

Gesagt, getan. Danke, Ebay. Und nun zum Wetter.

Wirklich jetzt, es ist sonnig. Ich bin halb durchgedreht gestern. Und ich habe vier Tage lang Sachen geschafft, selbst bevor es gestern dann zu diesem unfassbaren Sonnendurchbruch kam. Ich habe so viel geschafft. Die Wohnung sieht gut aus! Keine Wäscheberge mehr im Schlafzimmer! Bett neu bezogen, Tomaten und Melonen und Kürbis zum Vorziehen gesät, Knoblauch und Ingwer gepflanzt, aufgeräumt, alles.

Morgen kommt Basti und bleibt bis Freitag. Eigentlich wollte er heute kommen, aber er muss seine Arschloch-Chefs kleinkriegen und liest dafür Gesetzesbücher. Ich bin enttäuscht, weil er schon wieder nicht bescheidgesagt hat – hätte ich ihn nicht angerufen, wüsste ich morgen noch nicht, was los ist. Aber okay.

Zu Sophi in etwas weniger als zwei Stunden. Davor noch ein Regalbrett aufhängen. Die Winkel sind schon dran, die Löcher in der Wand markiert – ich hatte nur vorgestern vergessen, den Bohrer rechtzeitig zu laden. Die 90-Grad-Wäsche müsste noch aus dem Keller geholt werden. Ich sollte duschen.

Ich mach mich auf.

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Titel: Vergessen

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Fast habe ich es schon zu Becci geschafft. Ich sitze im Bus von Gelnhausen und warte darauf, dass er losfährt. Natürlich musste mein Zug unterwegs eine halbe Stunde stehenbleiben, sodass sich alles verzögert hat und ich es schon zum zweiten Mal in Folge nicht geschafft habe, zusammen mit JO den Zug zu nehmen. Ein Glück ist R (erkältungsbedingt) nicht dabei, er wäre schon wieder übel gestresst von den ganzen Unplanmäßigkeiten.

Aber jetzt fahren wir und ich freue mich tierisch auf die kommenden Tage. Außer JO und mir werden ab dem 31. auch Caro und Ricardo da sein, weshalb ich mich besonders gefreut hätte, wäre es R möglich gewesen mitzukommen. Ich habe mich ziemlich angestellt wegen seiner Planänderung und ihm aus dem Zug vorhin erstmal eine ellenlange Entschuldigungs- Schrägstrich Erklärungsnachricht für mein ganzes Gezicke geschrieben, die ihm hoffentlich meine Beweggründe ein wenig besser ersichtlich macht. Nichts wäre schlimmer, als ihn mit einem nicht hundertprozentig guten Gefühl alleine über Silvester zurückzulassen.

Auf mich aber wartet jetzt eine wunderbare Zeit mit ein paar meiner liebsten Menschen, die sich heutzutage viel zu selten in dieser Konstellation zusammenfinden. Auch wenn wir wahrscheinlich ziemlich viel rumhängen und nichts tun werden – dagegen hat bekanntlich niemand von uns groß was einzuwenden. Oh, ich freue mich.

Irgendwelche Welten, die eigentlich nicht da sind

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Silvester mit Waltraud. Waltraud mit „d“. Weißt du was? Jetzt kann’s nur noch bergauuf gehen. Alda lan.

Basti sagte grad, „Ich vergewaltige dich einfach, dann wirst du automatisch wach.“ Und direkt danach:“Ich häng‘ zu viel mit Schmitty rum.“ Das stimmt allerdings. Schmitty geht’s offenbar nicht gut, weshalb ich Basti, der soeben das Haus verlassen hat, sagte, er solle ihn doch hierherschleppen. Mal schauen, ob er es schafft. Ich hab‘ Absinth konsumiert und befinde mich in einem außerordentlichspeziellen Zustand. Absinth sollte man wrklich nicht unterschätzen. Das reicht erstmal. Ich schlafe jetzt.

Break these barriers down, make these walls collapse.

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So. Durch eine Reihe von Zufällen begab es sich also, dass ich den diesjährigen Silvesterabend ungeplant unverplant nach Ukumenschmanier verbringe: allein, zu Hause, und glücklich damit.

Okay, der Ukumensch und ich haben vermutlich selbst vom allein zu Hause verbrachten Silvesterabend noch unterschiedliche Vorstellungen. Soweit ich mich erinnere, holt er sich zu dieser Angelegenheit für gewöhnlich ein unverschämt teures Stück Fleisch und leckeren Wein, macht es sich gemütlich und lässt es sich gut gehen. Zumindest war es damals so, als wir uns kannten. Meine Aktivitäten momentan sehen so aus, dass ich gerade vom Spinat-Champignon-Ziegenkäse-Sahne-Sauce-Einkochen eine kleine Pause mache, während die Sahne auftaut. (Sie liegt zu diesem Zwecke bereits im Glas zusammen mit den ansonsten fertigen Zutaten im Topf bzw fließt langsam, aber sicher heraus und vermischt sich brav mit dem Rest.)

Ich habe Musik, die ich ewig nicht mehr gehört habe, auf einer Lautstärke laufen, deren Existenz (und Wirkung) ich in meinem angepassten Reihenhaussiedlungsdasein schon ganz in die letzte Ecke meiner wehmütigen Erinnerungen an andere Zeiten zurückgeschoben hatte.

Der weitere Plan sieht vor, dass ich die Sauce fertigmache, sie dann abfülle und Tomaten-Pilz-Sauce koche, um die beiden Saucen anschließend zusammen einzukochen. Dann werde ich die Küche gründlich aufräumen – überfällig, nachdem ich mich die letzten paar Wochen aus dem Küchen-Aufräum-Business dank anderer Verpflichtungen so ziemlich vollständig zurückgezogen hatte und jetzt, wo ich meinen Kopf langsam zurück ins Leben strecke, mit einigem Entsetzen den Zustand sowohl der Küche als auch meines eigenen Zimmers registriert habe.

Mein Weihnachtsbaum ist bereits abgeschmückt und mit Bastis Hilfe nach draußen verfrachtet worden. Das heißt, ich kann nachher hierdrin auch noch staubsaugen und dann die zwecks Weihnachten verlagerten Wäschetüten und Kisten mit Computerkrams wieder an ihre angestammten Plätze bringen. Danach werde ich duschen, mich hübsch anziehen und, solchermaßen den Beginn des nächsten Jahres würdigend, mich den gestern erwähnten Feinheiten meiner BA-Arbeit widmen, welche heute bisher sträflichst vernachlässigt wurde.

Ich sitze hier und höre Attack! Attack!. Ich fasse es gar nicht. Und ich habe alle drei Hinder-Alben durchgehört, die ich besitze; das letzte sogar zwei Mal, weil ich es so schlecht finde, dass ich es selbst früher kaum gehört habe, und mir dachte, ich sollte mich besser mal wieder einem ungeliebten Stimulus aussetzen, um ihm am Ende mehr Respekt entgegenbringen zu können.

Oh, wie mich dieses Album in ein völlig anderes Leben verschleppt. Ich liebe diesen Abend. Irgendwie schwanke ich kolossal zwischen übermäßig ziellos, übertrieben tatkräftig und panisch, dass mir die Zeit wegrennt, und dann ist da noch dieser überaus nervige Teil von mir, der so furchtbar nostalgisch ist und den es um jeden Preis im Schach zu halten gilt. Dafür ist diese Musik eigentlich eher suboptimal geeignet. Aber immerhin ist sie laut; sie ist laut und die Lautstärke verdrängt alles an zusätzlicher Nostalgie, die die Musik hervorruft.

Unglaublich, wie ich Basti heute eine ganze Vortragsreihe über die Redundant Nimrods gehalten habe. Mit veranschaulichenden Materialien und allem. Ich habe ihm gesagt, man sollte diese Schublade bei mir nur mit ganz viel Zeit und Geduld aufmachen. Und wir kamen wir drauf? Green Day, natürlich. Green Day steht immer am Anfang. Bei mir zumindest.

An entry a day keeps the doctor away.

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Auch wenn ich im Moment mal wirklich nicht dazu komme (lo and behold, meine Bachelorarbeit ist fertig, jetzt hänge ich an der Bibliographie und den kleinen, größeren und ganz großen Feinheiten):

Ich wusste doch schon immer, dass Schreiben was Tolles ist. Du solltest es ausprobieren.

Merkwürdiges Meerschweinchen

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Jetzt sind sie alle wieder weg, und das ist gut.

Auch wenn es wunderbar war, solange sie dawaren. Sehr sogar. Eine herrliche Zeit war das, und es hat alles so wundervoll funktioniert.

Die letzten paar Tage hatte ich mal wieder Angina des Todes. Am Anfang waren es noch drei Menschen, die mich nach bestem Wissen und Gewissen gepflegt haben – Saskia, Laura und Basti, der Luxmensch – und am Ende blieb noch der Luxmensch übrig und blieb genau bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich halbwegs wiederhergestellt war. Genau wie letztes Mal. Dieser Zeitpunkt ist in ebendiesem Moment erreicht – der Luxmensch ist vor knapp 20 Minuten zur Tür raus.

Ich hätte so viel zu schreiben. Das kriege ich gar nicht alles unter, daher lasse ich es lieber gleich.

Meine Finger sind noch taub und angeschwollen und fühlen sich an wie pralle Würste. Aber immerhin tun sie nicht mehr weh. Und meine Zunge wird auch demnächst wieder funktionieren; heute ist sie noch ziemlich unfähig, irgendetwas an Geschmackssignalen zu interpretieren, aber das wird bald wieder. Und ich habe das Kunststück vollbracht, mir vor ein paar Tagen das linke Knie zu verdrehen und es erst jetzt zu merken, weil der Verdrehungsschmerz von Gliederschmerzen übertüncht wurde. Fail.

Ich war eben mit Kepa am Namibia-Flug-Besprechen; er wollte tatsächlich auch mal sein Ticket buchen, aber es haben sich Komplikationen in Klausurform in den Weg gestellt, weshalb er jetzt damit warten muss, bis er die Person erreicht, von der er erfährt, ob er das Ding mitschreiben muss oder nicht. Jetzt beschwert er sich, dass um diese Zeit niemand bei denen ans Telefon geht und er es niemals packen wird, vor 11.30 aufzuwachen, um jemanden zu erreichen. Wenn man sonst keine Probleme hat.. Ich hab‘ ihm gesagt, er soll einfach so tun, als müsste er curlen gehen. Dafür packt er das Frühaufstehen auch ohne Probleme.

Ich brauch‘ noch eine Kartoffel (..noch eine Kartoffel brauch‘ ich). Hach, es ist herrlich, zumindest nicht mehr kotzen zu müssen. Ich musste zwar nur einen Tag lang kotzen, aber das war schon unschön genug. Und danach waren meine Geschmacksnerven weg.

Hach, es ist angenehm, wie abgestumpft ich bin. Nicht geschmacksnerventechnisch – die hätte ich am liebsten vorgestern in ihrer vollen Funktionskraft wieder, was ist denn bitte auch ein Leben ohne Geschmacksnerven – aber Kepas Deppentum könnte mir gerade (fast) egaler nicht sein. Tatsächlich habe ich auf seine Klausureröffnung eben mit so einer Whatever-Einstellung reagiert, dass sie mir bald selbst schon unheimlich war. Angenehm. Ob sich dieser Zustand wohl proportional zur (hoffentlich bald) abnehmenden Schwellung meiner Finger wieder verflüchtigt – man wird sehen.

Ich bin am Hadern mit mir selbst, ob ich nicht einfach was mit dem Luxmensch anfangen sollte. Ich habe nämlich tatsächlich das Prinzip des Rebound verstanden, und es behagt mir ganz und gar nicht. Damit musst du erstmal klarkommen, wenn du einen Großteil deines Lebens davon überzeugt warst, über sowas würdest du drüberstehen. Ha, du hättest mich mal sehen sollen gestern. Wir haben beschlossen, dass wir auf Kuschelentzug sind, und uns zusammengeschmiegt und Filme geguckt wie ein altes Ehepaar. Und hätte nicht dieses miese „Warum, warum, warum kannst du nicht Kepa sein“ in meinem Kopf gehämmert, wäre das auch wirklich schön gewesen.

Aber ich mach‘ sowas eh nicht. Als würde ich Leute als Lückenfüller missbrauchen.

Ich werde dann jetzt mal mit Mama skypen.

Hier oben im trüben Tropfenland

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So war ich nun mit meinen Eltern in Hamburg, eins der letzten Male wohl. Mir war bis heute nicht klar, dass irgendwo ihr Wegziehen aus dieser Gegend auch für mich die Konsequenz trägt, nicht nur äußerst selten noch, sondern einfach gar nicht mehr hierzusein. Hamburg war in meinem Leben so lange eine Selbstverständlichkeit. Jetzt wird es einfach zu einer weiteren fremden Stadt, in die zu reisen einen Aufwand bedeutet, ein Privileg. Ich will wirklich nicht darüber nachdenken.

Irgendwann heute Vormittag ging meine Panik für ein paar Stunden komplett weg. Ich habe es bemerkt, als Mama und ich uns gerade im Thalia herumgetrieben haben, sie mir soeben einen Namibia-Lonely Planet geschenkt hatte und wir dabeiwaren, uns nach einem Geschenk für Papa umzusehen, das ich auf die letzte Minute noch finden wollte. Auf einmal war sie weg. Das war schön.

Ich habe Papa einen Kalender mit Cartoons gekauft und dazu gleich noch für Peruaner-Pedro einen mit Zitaten, zum Geburtstag. Er hat ja schon am 13. Januar. Außerdem habe ich im Indien-Laden eine Dose Rose Petal Spread gekauft, um es Trudi mitzubringen. Mama wurde auch wieder spendabel und hat mir erlaubt, mich für 10€ mit allem einzudecken, was mein Indian-Food-fanatisches Herz so begehrt. Es war umwerfend. Ich bin nunmehr im Besitz von Gewürzmischungen, die mir fürs nächste Jahr auf jeden Fall schonmal fortwährend von köstlichen Aromen geprägtes Essen garantieren werden.

Ich hatte versucht, Nicole und Simone zu erreichen, aber nachdem keiner von beiden ans Telefon ging, bin ich einfach mit meinen Eltern zurückgefahren. Jetzt sind sie gerade unten beschäftigt mit den zukünftigen Besitzern dieses Hauses, und ich habe Zeit, mein Facebook zu pflegen und mit dem Luxmensch zu skypen. Das habe ich soeben schon getan; jetzt musste er gerade für 10 Minuten weg, aber nicht, bevor er mir eröffnete, dass er Silvester doch zu mir kommt und ein reicher Bekannter von ihm ihm die Reise bezahlt. Glück muss man haben. Und gerade er kann es wirklich gut gebrauchen.

Mit Kepa treffe ich mich am Nachmittag des 26. Der ist inzwischen auch wieder im Lande und wahrscheinlich jetzt sogar schon hier oben angekommen. Ich hab‘ Angst vor seiner Ahnungslosigkeit. Wie soll ich das nur bis Namibia aushalten. Wäre nur Namibia nicht, dann könnte ich eine meiner berühmten „Mach’s kaputt, bevor’s dich kaputt macht“-Aktionen abziehen und ihm einfach knallhart verkünden, dass ich keinen Nerv darauf habe, noch weitere Monate meines Lebens mit Panik und ungeklärten Sachverhalten zu verbringen. Ihn in die Wüste schicken, sozusagen. Dahin, wo wir uns Ende Februar aller Voraussicht nach eh zusammen rumtreiben.

Jetzt habe ich noch ein Stündchen mit Basti geredet. Ich bin einfach froh, dass es Leute gibt, die mit mir reden wollen. Und nicht nur das – die mir erlauben, sie kennenzulernen, und mir Sachen anvertrauen, die es mir leichter macht, sie zu verstehen. Es ist wirklich einfach mit dem Luxmensch. Ich muss mich nicht so furchtbar verstellen. Ich bin eh dabei, am Rad zu drehen, weil ich zu dem verdammten anderen Mensch keinen Zugang habe. Nicht den leisesten Schimmer eines Zuganges.

Silvester mit Menschen

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Wie schön! Ich habe gerade ewig mit Becci geredet. Zumindest war es für unsere Verhältnisse ewig, und ich bin glücklich, berichten zu können, dass sie wirklich mit dem Gedanken spielt, an Silvester auch zu mir zu kommen. Somit hätte ich Robert, Caro und Saskia mit einem eindeutigen Ja, Janine mit einem sehr zu Ja tendierenden Vielleicht, Becci mit einem von äußeren Umständen abhängigen Eventuell, prinzipiell aber Ja. Dazu noch Beccis Freund Chris, falls Becci kommt, und Caros Münchener Freundin Susi. Natürlich hoffe ich, dass auch Trudi hier ist zwischen den Jahren, und falls mir Peruaner-Pedro nicht einen Strich durch die Rechnung macht und mit Sarah irgendwo weit wegfliegt, auch die beiden. Lisa werde ich noch fragen, und Marie auch. Lena wird eh weg sein. Und JO muss ich noch fragen. Vielleicht Simone noch? Man kann ja nie wissen; vielleicht hat sie ja wirklich Lust und Zeit. Und Laura habe ich mit einem ganz eventuellen Ja verzeichnet, sofern sie nicht aus Russland Besuch bekommt – ich glaube, das würde den Rahmen hier sprengen.

Das sind also im schlimmsten Fall bis jetzt zehn Personen, die ich über mehrere Tage hinweg bei mir im Haus unterbringen werde – das wird lustig. Vielleicht könnten Trudi und ich Zimmer tauschen für die Zeit, ihres ist doppelt so groß wie meins und kann mindestens 6 Leute mit Leichtigkeit beherbergen, und ein paar mehr immer noch ohne Probleme. Wohingegen es bei mir drin schon mit 4en eng wird.

Wow. Wenn ich an letztes Jahr Silvester denke, wo ich am Rande der Vereinsamung in Vitoria festsaß mit der Aussicht, den Jahreswechsel entweder vollkommen allein oder aber bei Skype mit dem Ukumensch zu verbringen, was zugegebenermaßen nicht das Furchtbarste war, was ich mir vorstellen konnte, aber schon ein Unterschied zu jetzt. Kein Wunder, dass ich durchgedreht bin da unten. Daniel von EP (Wer? Uff, lange Geschichte. Aber kurz gefasst ist es ein Kanadier, den ich vor zweieinhalb Jahren bei Experience Project aufgetan und angeschrieben habe, woraufhin sich eine skurrile Unterhaltung im Halbjahrestakt entwickelt hat, bis ich auf die Idee kam, ihm meine E-Mail-Adresse dazulassen. Daraufhin bekam ich dann völlig unerwartet tatsächlich eine Mail von ihm, die ich einen Monat danach sogar bemerkte und dann zügig beantwortete; seitdem schreiben wir uns ungefähr jeden Tag Mails. Er ist interessant; mehr wie ich, weniger wie Andere) hat Recht, für mich sind meine Freunde auch die Welt und ich geh ein ohne sie, selbst wenn ich versuche, mein Glück nicht zu sehr von Personen abhängig zu machen.

Oh Shit. Ich muss ins Bett, sonst komme ich nachher nicht rechtzeitig zur Post und Lauras Brief kommt zu spät an.

Schweizer Eltern und wenig Besuch

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Ich wollte vor mehr als einer Stunde (schlafend) im Bett sein, habe stattdessen ungewollt lang an der Summer-Demo gepflückt und beschränke mich daher nun auf das Wesentliche.

Mein Vater hat den Job in der Schweiz angeboten bekommen. Falls er annimmt (und let’s face it, er wird), dann wohnen meine Eltern bald in der Schweiz. Ich freue mich. Jap, ich freue mich. Was so ein einzelner Tag einem für Hoffnungen machen kann.

Robert besucht mich an Silvester. Ich hoffe, Janine schafft es auch – dann kann einem wunderbaren Übergang von einem Jahr ins nächste schon gar nichts mehr im Weg stehen.

JO besucht mich doch nicht diese Woche. Sie zieht bald um und es wird ihr zu stressig. Das kann ich gut verstehen. Und Saskia gibt keinen Piep von sich, obwohl sie meinte, sie kommt ganz sicher im September runter. Schade eigentlich, ich hatte mich ein halbes Jahr drauf gefreut. Allerdings habe ich mich auch nicht gerade sehr fleißig bei ihr gemeldet, von daher..

Mehr Wesentliches fällt mir gar nicht mehr ein gerade; ich bin schon wieder todesfertig und will einfach nur schlafen. Tue ich das doch am besten einfach.