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Ezina Ekinez Egina

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So. Ich bin zwar nicht in Syntax, wo ich eigentlich sein sollte, habe aber dafür um vier Uhr nachts den ersten euskarischen Text meines Lebens geschrieben und mich gleich nach dem Aufwachen daran gemacht, ihn zu vertonen. Und weil ich das der Welt nicht vorenthalten kann (vermutlich zu deren Leidwesen), bekommst du jetzt hier die ultimative Roh-Memo des so entstandenen Liedes. Ich plane, das Ganze noch ein Tönchen nach unten zu transponieren (dann muss ich mich da oben nicht so abquälen), es noch irgendwie auf grobe Grammatik- oder sonstige Fehler zu checken (das wird kompliziert; wem soll ich es vorlegen?) und es außerdem vernünftig spielen zu lernen, aber dann wird das super. Hier: Esaidazu (Ezina Ekinez Egina).

Esaidazu Rohmemo

Und ich schwöre, mir ist die alliterative Natur des Titels eben erst aufgefallen. (Eben erst. Oh je.)

Aber ich finde es unglaublich lustig, dass ich jetzt tatsächlich einen Text auf Euskera geschrieben habe und bis heute noch keinen auf Spanisch, weil ich immer meinte, ich würde mich auf der Sprache noch nicht sicher genug fühlen. Haha, und jetzt komm‘ ich daher mit meinem Stümper-Euskera und schreib‘ einfach nachts um vier nen kompletten Text runter. Ich bin doch gestört. Aber seit wann ist das was Neues.

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Misshandele Victoria nicht.

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Ich war letzte Nacht noch ganz schön erfolgreich. Nicht nur habe ich endlich für ein Lied eine letzte Zeile gefunden, die seit dem neunten Oktober des Jahres 2012 auf sich warten ließ (und dabei habe ich den Rest des Songs schon so geliebt und es hat mich nicht wenig gewurmt, es so unvollendet vor sich hinexistieren zu sehen, gerade seitdem der Rest fertigwar), sondern dazu noch einen der neueren, fertigen Texte – aus Vitoria war der schon – ganz spontan mit Musik versehen. Gitarrentechnisch ist nichts wirklich Originelles dabei herausgekommen, aber mir gefällt es trotzdem sehr und vor allem mag ich die Melodie.

Somit hätte ich wieder ein Songgerüst fertig. Schade nur, dass mir noch kein Titel einfällt, sonst könnte ich ihn schon abtippen und zu den fertigen Projekten heften.

Dafür kann ich Hey There jetzt abtippen! Endlich. Wow. Endlich. Die zweite Strophe ist ja auch noch gar nicht so alt, ein paar Wochen höchstens, ach, ich freue mich, dass es fertig ist.

Außerdem habe ich letzte Nacht mal wieder mit Caro geredet, dabei interessante Dinge über ihr Leben und (wie nicht) über Şahin erfahren und war angemessen entsetzt über die neuen Informationen. Das war wieder mal höchst aufschlussreich fürs Gesamtbild.

Müde. Wir haben lange geredet. Und heute um kurz nach zehn riefen mich meine Großeltern an, weil wir ja eigentlich einen Ausflug machen wollten, aber das Wetter ist immer noch so eklig, dass wir es doch gelassen haben. Ich habe mich dann mit Trudis Freund über mein geklautes Fahrrad unterhalten. Ich scheine da am Ostersonntag um vier Uhr früh ja wirklich in meiner betrunkenen Weltuntergangsstimmung einen ziemlichen Fang gemacht zu haben. „Das schaltet sauberer als meins, und das will was heißen“, sagte er, nachdem ich es ihm ausgeliehen hatte, damit er kurz was einkaufen fahren konnte. „Pflege dieses Fahrrad. Ich mein‘ es todernst. Lass das nicht verkommen. Misshandele Victoria nicht.“

Victoria ist das Fahrrad. Ich sagte ihm dann erstmal, dass ich vorhabe, Victoria demnächst anzusprayen, um sie unkenntlich zu machen. Ihr Wiedererkennungswert ist nämlich schon nicht unerheblich. Und ein Bügelschloss soll ich mir kaufen, sagt er, ein richtig gutes. Da bin ich auch für. Und ich werde es benutzen. Nicht wie Victorias Vorbesitzer/in, der/die tatsächlich nichts Besseres zu tun hatte, als sie unabgeschlossen irgendwo an einer Hauswand stehen zu lassen, direkt an der Straße, wo es nur eine Frage der Zeit war, bis ich, vollkommen dicht und am Rande eines Nervenzusammenbruchs, vorbeikommen und – nachdem ich mich einen Kilometer bereits durchs Industriegebiet geschleppt hatte und mir eigentlich nichts sehnlicher wünschte, als einfach auf der Stelle zusammenklappen zu können – ohne auch nur nachzudenken dieses Prachtstück illegal entwenden würde. Wenn nicht ich, dann der nächste Mensch in ähnlichem Zustand. Ich weiß ja, wie es hier läuft; mir sind ja selbst in den zwei Jahren hier zwei Fahrräder abhandengekommen. Eine Schande sowas. Aber gut, das war dann wohl ausgleichende Ge(-un-)rechtigkeit.

Lichtreflexe auf Spinnweben.

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Was für ein paradiesisch ruhiger Tag. Ich habe lange geschlafen (heutzutage bedeutet das „bis 12“ – nicht mehr, wie vor Kurzem noch, „bis vier“), bin ohne Panik aufgewacht wie mittlerweile meistens, habe mich rausgesetzt auf die Terrasse und mir eine Riesenmöhre zum Frühstück in dipbare Streifen zerschnitten. Außer Möhren und Dip gab es ein paar Folgen Big Bang zum Frühstück. Entspannt.
Es ist sonnig. Ich habe nichts vor, nichts. Sarah und Sebi haben sich noch nicht gemeldet wegen heute Abend. Wenn ich mich umziehe und den Müll rausbringe, zählt das offiziell als Rausgehen? Ich will ja den Erfolg meiner Challenge nicht gefährden.

Ich habe einen Song zu memoisieren heute. Die Version von gestern hat mich nicht überzeugt; ich muss es alles nochmal machen. Aber das mache ich gerne.

Die wunderschöne Katze, die ich seit meinem ersten Winter hier kenne, lief gerade wieder auf meiner Terrasse herum. Das erste Mal, dass ich sie wiedersehe, seitdem ich wieder hierbin. Eine Schande, dass sie so scheu ist.

Bevor Susmita letzten Freitag nach Finnland gefahren ist, war ich noch bei ihr und habe (nach ein paar sehr schönen Stunden mit ihr und Nizora und definitiv zu viel Essen) die meisten meiner Sukkulenten ihrer langzeitigen Obhut entnommen. Sie bevölkern nun erneut meine Fensterbank.
Mir ist eine Überraschung widerfahren, als ich sie bei Susmita eingesammelt habe, eine sehr schöne. Die wichtigste Pflanze von allen nämlich, meinen großen Pfennigbaum, hatte ich auf ihrer Fensterbank nicht gesehen und war davon ausgegangen, dass sie gestorben war. Ich konnte mich vage erinnern, ein paar Töpfe auch bei mir auf der Terrasse zurückgelassen zu haben, weil Susmita sie später noch holen wollte. Ich dachte, vielleicht hätte sie es vergessen. Ich hatte das Pflänzchen kurz nach meinem Einzug hier draußen auf der Fensterbank gefunden; genauer gesagt waren es zwei. Das eine habe ich beim Anbruch der kalten Zeit in die Wohnung geholt, das andere, aus welchem Grund auch immer, draußen gelassen, wo es im Winter verkommen ist. Die gerettete Pflanze dagegen ist in der Zeit zwischen Ende 2011 und Sommer 2013 von wenigen Zentimetern zu einem stattlichen Baum herangewachsen. Im Sommer habe ich sie mit den anderen rausgestellt und Sonne tanken lassen. Sie wurde zu so etwas wie meinem Lebensbaum. Deshalb habe ich mich schon ziemlich gefreut, als ich sie in Susmitas Zimmer unversehrt und schlicht und ergreifend zu groß für die zugestellte Fensterbank in einer Ecke neben der Heizung gefunden habe. Dunkel, aber warm. Ich war einfach froh, dass sie nicht unwissend mein Lebenspflänzchen auf meiner Terrasse hatte eingehen lassen. Man ist ja pflegeleicht; solang es warm ist, ist alles gut.

Bernds gezuckerte Pflanze ist auch gehörig am Expandieren gerade; sie bildet einen zweiten Trieb in Richtung des Fensters. Sie hat er mir mit den Worten gegeben, er hätte etwas kaufen wollen, an dem man auch in zwanzig Jahren noch Freude hat. Dieses Ziel hat sich natürlich in derselben Sekunde bei mir manifestiert; ich hoffe, dass die verbleibenden neunzehn Jahre sowohl mir als auch der Sukkulente ein angenehmes gemeinsames Leben bringen. Bisher sieht es ja nicht übel aus.

Regen hier, Räumen da – ein Tag zu Hause.

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Unglaublich, aber wahr – heute ist ein relativ ruhiger Tag angesagt. Nachdem ich eben schon eine Dreiviertelstunde mit Lena an der Bushaltestelle in der Kälte gewartet habe, weil sie nicht sicher war, ob sie im Fernbus ihre Skier mitnehmen konnte oder nicht, und mich als Absicherung für den Notfall gebeten hatte zu kommen.. sind meine Füße nun immer noch ein bisschen durchgefroren und ich aber im Ganzen glücklich und zufrieden, so früh am Tag schon einen Existenzzweck gehabt zu haben und jemandem behilflich gewesen sein zu können. (Glaub mir einfach – „behilflich sein gekonnt zu haben“ klingt noch um einiges schlimmer – ist nicht so, als hätte ich nicht unendlich darüber nachgedacht.)

Jetzt habe ich erstmal ein paar Stündchen Ruhe. Beziehungsweise Zeit, mein Chaos in diesem Raum zum Verschwinden zu bringen, bevor Sebi am Nachmittag wegen seines Songs vorbeikommt – er kommt seit einem halben Jahr nicht damit weiter und will tatsächlich, dass ich ihm helfe. Wenn er wüsste, worauf er sich einlässt. Mit mir willst du keinen Song schreiben, lass es dir gesagt sein. Wenn ich nicht zu hundertdrei Prozent meinen Willen kriege – also, wenn es nicht alles genau so gemacht wird, wie mein autistisch veranlagtes Hirn es mir diktiert – werde ich unausstehlich und diskutiere so lange herum, bis es das arme Gegenüber endlich einsieht. Es muss so sein, nicht anders – so! Songwriting ist kein Ort für Kompromisse.
Sarah bekommt diese Unart meines Charakters schon zur Genüge zu spüren, wenn wir zusammen wieder an irgendetwas klamüsern. Nur dass es mit Sebi noch viel drastischer werden wird, weil ich ihm einfach nicht ansatzweise Sarahs songwriterische Kompetenz zutraue. Aber erstmal sehen; er hat mich in letzter Zeit auch oft genug positiv überrascht. Und es ist immerhin sein Song.

Sodenn – es wird sich an die Arbeit gemacht. Musik an – auf dass das Räumen beginne.

Sensormangel

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Es geht das Gerücht um in der Welt, dass man Sachen merkt. Nicht hört, nicht sieht, nicht gesagt bekommt, man merkt sie. Dafür braucht man nichts außer einem integrierten Sensor. Jeder Mensch kommt mit so einem Sensor.

Würde ich sagen, mein Sensor wäre kaputt, wäre das eine Lüge, denn ich besitze keinen. Außer man geht davon aus, dass ich einen habe, der bereits kaputt auf die Welt kam. (Ich höre förmlich Robert, der sagen würde „So wie du, haha, passt doch.“)

Ich habe so einen schönen Song über den Sensormangel geschrieben letztens, den ich nur leider aufgrund der Tatsache, dass ich ihn bisher nie außerhalb dieses merkwürdigen Zeitfensters zwischen zwei und halb vier Uhr nachts gehört oder gespielt habe, tagsüber zu vergessen tendiere. Aber ich weiß, dass er mich wieder überrascht hat.

Um bei der Wahrheit zu bleiben – aber das geht jetzt schon ins Analytische und ich kann mir nicht sicher sein – ein Stimmchen sagt mir, dass mein Sensor in Wirklichkeit hyperempfindlich ist und ich Überkompensation betreibe, damit das Signal nicht andauernd übersteuert. Who knows.

Gekehlköpft

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Ich werde krank. Mein ganzer Hals ist schon schmerzhaft angeschwollen. Was ich gerne wissen würde, ist, warum in dem Erkältungswust jedes Mal Kehlkopfentzündungen enthalten sind; mir ist nicht danach, meine Stimme zu verlieren. Aber wann ist es das schon.

Zumindest habe ich sie noch gut genutzt heute, um Teile verschiedener Songs auszufiguren. Und wenn sie mir jetzt abhandenkommen sollte, freut sich wahrscheinlich meine Umwelt – zumindest laut meinen Eltern war ich immer mit entzündetem Kehlkopf die angenehmste Gesellschaft. (Ich habe zu meiner Mutter auch schon ein paarmal gesagt, dass sie den Kater meiner Meinung nach vor allem deshalb so verehrt hat, weil er keine Widerworte geben konnte. Sie hat sich wahrscheinlich aus dem gleichen Anlass in Grund und Boden gefreut, wenn es mich mal wieder kehlkopfmäßig erwischt hatte.)

Bein Wegpacken der Gitarre vorhin hatte ich den Schock meines Lebens übrigens. Und zwar fiel mir auf einmal auf, dass die Finger meiner linken Hand stellenweise entsetzlich verkrustet waren, als wäre haufenweise Haut mit einer Reibe abgeschabt worden, und weißliche Blasen sich gebildet hatten. Für ein paar Sekunden habe ich überlegt, ob ich etwa allergisch auf Camerons Gitarre reagiere. Ziemlich schnell habe ich mich dann daran erinnert, dass ich vorher den Teig für das Kartoffelbrot geknetet hatte und es sich bei der Verunstaltung um Teigreste handelte. Ich würde mal sagen, das nächste Mal wäschst du dir die Hände gründlicher nach dem Backen, meine Liebe.

Ich scheine aber inzwischen gut angekommen zu sein hier, stelle ich dazu fest. Panik ist schon seit Wochen wieder weg, das Songdigging fluppt, ich kenne mich in der Stadt aus und meine Backwerte sind auch wieder auf einem normalen Level. So gehört sich das.

Groggy

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Es ist einfach keine gute Idee, am Tag zu schlafen. Ich hab mich um 12 nach der Uni wieder hingehauen und das Nächste, was ich weiß, es ist halb vier Uhr nachmittags und ich sollte schon längst im grauenvollen Deutsch-Spanisch-Übersetzungskurs sitzen. Menos mal, dass er so grausam ist, so verpasse ich wenigstens nichts Tolles.

Und dabei bin ich hochziszipliniert früh ins Bett gegangen letzte Nacht; es kann nicht viel später als halb eins gewesen sein. Vorher habe ich noch eine immense Glanzleistung vollbracht und in einem Moment geistiger Klarheit (oder Vernebelung, wie man’s nimmt) einfach mal einen halben Chorus und zwei Strophen Text raushegauen, BAM, so gefällt mir meine Arbeit. Da sehe ich auch wieder, dass es sich wirklich lohnt, es immer wieder zu versuchen.

Es ist wenig los heute Nachmittag. Meine Lebensgeister kehren langsam zurück; ich werde mal schauen, dass ich in irgendeiner Weise produktiv werde.

Jalapeño.

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Sogar dafür bin ich zu müde, schnell zu googlen, wie das Phänomen nochmal heißt, wenn man sich unfreiwillig steuern lässt, indem man bewusst einem Befehl zuwiderhandelt. Negative obedience? Positive disobedience? Dingensbums counteraction? Chinga su madre güey?

Ich habe vorgestern einen Engländer kennengelernt, der gestern nicht zu Traducción Inglés-Español kam, weil er vergessen hatte, seine Handyuhr eine Stunde zurückzustellen. Wohlgemerkt nach einer knappen Woche hier. Das muss man auch erstmal schaffen – talk about more verplant que yo.

Mein Kopf ist voll mit spanischen Wörtern.

Und Fetzen von Songs. Hey Jude macht gerade Pause, danke auch, ein paar Stunden ununterbrochene Judylosigkeit nach den knapp drei Wochen tut auch ganz gut. Ruhig ist es trotzdem nicht gerade. Irgendwie fliegt alles durcheinander. Help me help you. Das Gepfeife der Txistus vorhin in der Innenstadt, der unbenannte Spontaneinfall von vor einer Woche, Patti Smiths Cover von.. ich hab schon wieder vergessen, was. Jetzt auch das, welches momentan noch Chop the Tree heißt, obwohl (eher weil) ich daran nicht denken wollte.

Sehr bekloppt eigentlich, wie ich den ganzen Tag lang rumlaufe und tiefsinnige Beobachtungen anstelle und alles, und a la hora de redactar den – eh schon verspäteten – täglichen Eintrag schiebt sich original nichts mehr davon in den Vordergrund.

Was dagegen sehr wohl heraussticht, ist mein Bedürfnis, nun zu schlafen. Ondoloin.

Sachen handlen

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Gestern kam also die mit Freuden erwartete (nicht..) Nachricht meines Großvaters, die genauso aussah, wie ich befürchtet hatte. Nur mit dem Zusatz, die Gründe, aus denen wir so lange nichts voneinander gehört haben, wolle er in diesem Brief nicht erwähnen. Die Mail hat mich unerwartet stark mitgenommen, ist wahrscheinlich der Gesamtsituation zuzuschreiben, ich bin nicht gerade at my most stabil und war es gestern schonmal gar nicht. Immerhin hatte ich dieses Mal die Würde, ihm mein Missfallen über das unfassbar eklige Untern-Tisch-Kehren zu kommunizieren. Wenn da jetzt noch was zurückkommt, kann man schauen, ob sich eventuell doch eine Basis für einen Kontakt auftut. Sonst halt nicht. Ich lasse auch nicht mehr alles mit mir machen, auch wenn es vielleicht öfter mal den Anschein hat.

Ich wache wieder mit leichter Panik auf momentan, und sie hält sich mit bewundernswerter Hartnäckigkeit über mehrere Stunden. Hoffentlich lebe ich mich bald ein hier, dann wird das wieder weggehen, ich weiß es ja. Es nervt halt nur. Und ich habe immer beim leisesten Anflug von Panik oder schlechter Laune schon Paranoia, dass die Tabletten aufhören zu wirken. Die Spirale. Nein, Panik! Oh Shit, was, wenn das nicht mehr weggeht? Es kommt alles wieder. Oh Shit, ich hab doch Uni ab morgen. Ich werd wieder antisozial werden und mich abkapseln. Ich werd wieder nicht aufstehen können. Ich werd wieder nichts tun können. Es wird alles wieder furchtbar. Ich werd wieder ein Wrack. Selbsthass, Hilflosigkeit, Drama. Naaheeeein, Tod und Verderben werden über mich hereinbrechen.

Und in Wirklichkeit ist es halt doch nur ein bisschen Panik und alles, was ich tun muss, ist die Mauern um den Moment einreißen. Will do, will do.

Gehen wir doch weiter Gitarre spielen und an Tausenden Songs gleichzeitig arbeiten und an keinem weiterkommen. So ist es einfach gerade.

Hohwacht Syndrome

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Bei meinen Eltern besteht es darin, dass sie plötzlich zu Putzteufeln mutieren und es nicht ertragen, wenn die Wohnung eine Minute lang nicht aussieht wie aus einem Schöner Wohnen-Heft ins Leben gerufen. Meine Symptome sind weitaus positiver; mangels Internet und anderen Beschäftigungsmöglichkeiten wende ich mich dort nämlich größtenteils Dingen zu, die ich in meiner sonstigen Umgebung vernachlässige.
Nein, natürlich habe ich immer noch nicht an meiner Hausarbeit weitergeschrieben. Dafür habe ich seit Ewigkeiten mal wieder ein Buch zuendegelesen, pflichtbewusst an zwei Tagen hintereinander alle meine Vokabeln gelernt und den Rest der Zeit an Strawberry herumklamüsert beziehungsweise Wörter auf der Rückseite einer Straßenkarte notiert, während ich hier dagegen wahrscheinlich nur untätig vorm PC gehangen hätte. Ganz schön praktisch eigentlich.