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Aquí no hay grenadines

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Uägh, in 4.5 Stunden wird schon wieder aufgestanden. Da der Zug nach Barcelona um 6.45h aber nur halb so viel kostete wie die späteren, mussten wir dieses Übel wohl (oder eben übel) in Kauf nehmen. Wir können dann ja auch im Zug weiterschlafen. Naja, der erste Teil der Strecke wird eh mit Schienenersatzverkehr befahren – da schlafen wir dann eben im Bus. Ich habe mich ewig und drei Tage mit der App vom RENFE herumgeschlagen, bis wir irgendwann mit Hilfe der freundlichen Rezeptionistin Marta doch die Tickets lieber ausgedruckt haben. Direkt danach fand ich dann auch heraus, wie man beide Tickets auf der App abrufen kann, en plan „doppelt hält besser“ und so.

Granada war jedenfalls schonmal fantastisch. Mir ging es heute, ein Glück, schon wieder ein ganzes Stück besser; das ganze Schlafen und Gammeln gestern hatte mir gutgetan und so war ich wieder für Unternehmungen zu haben. Wir sind in unserer bereits etliche Tage andauernden Suche nach Humus endlich erfolgreich geworden, was in einem lang ersehnten köstlichen Abendessen resultierte. Und wir waren mit einem random Deutschen in Richtung Sacromonte unterwegs, wo die Menschen in Höhlen im Berg leben und sich ein ganz ansehnliches Panorama auf das Nest Granada bietet.

(Bild rüste ich nach, da es sich ums Verrecken nicht vom Handy aus hochladen lassen möchte. Edit: Aber jetzt!)

(Ich muss gestehen, dass ich von der Kameraqualität dieses Handys ziemlich beeindruckt bin – wenngleich ich natürlich nach wie vor brav meine Nikon mit mir herumschleppe.)

Nun sollte ich wohl besser schlafen. Eigentlich wollte ich ja bloß den Handyakku leerzocken, um ihn über Nacht laden zu können, aber das ist auch schon wieder anderthalb Stunden her und das verdammte Ding hält immer noch. Was für ein Luxusproblem.

Schrieb’s und stellte fest, dass das Handy zwar bildqualitäts-, nicht aber uploadzeittechnisch mit anderen Medien mithalten kann, und vertagte die Veröffentlichung dieses Eintrags auf den nächsten Tag. Wir sind schon seit Ewigkeiten unterwegs und haben vorhin eine unserer Hostelbekanntschaften wiedergetroffen, einen Hamburger, welcher, wie ich eben feststellen durfte, im Deutschen eins zu eins wie Kepa klingt. Es ist so absurd, ich kam kaum darauf klar. Jetzt ist er im gleichen Zug wie wir, aber in einem anderen Wagen. Becci und ich hören Mando Diao und harren der verbleibenden 5 Stunden Zugfahrt.

Aber jetzt. Publiquemos.

Franzbrötchen, ich komme.

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Das Eine, worauf ich mich bezüglich des morgigen Tages am meisten freue: Franzbrötchen. Mir war nie klar, was die norddeutsche Kultur eigentlich an bemerkenswerten Dingen hervorgebracht hat, bis ich dann weg war und feststellen musste, dass so etwas wie Franzbrötchen hier unten einfach mal nicht existiert.

Es wird meine erste Aktion nach der Ankunft sein: vom ZOB zum Hauptbahnhof zockeln und mich bei Franz & Friends mit Frühstück in Form einer großzügigen Menge köstlicher Exemplare ausstatten. Oh Himmel, ich kann es kaum erwarten. Allein dafür lohnt sich dieser Ausflug.

Halbe Stunde, dann sollte ich mich aufmachen. Der Bus fährt zwar erst um halb elf, aber zum Hbf muss man ja auch noch irgendwie hinkommen.

Um es nur kurz noch zu erwähnen: Meine Wohnung hat heute ein gutes Stück Vollendung erfahren. Im rosa Zimmer hängen jetzt die letzten zwei Regalbretter und mehrere Ansammlungen von Bildern, der Ohrhänger-Fensterrahmen und der Spiegel sowie die zweite der Bambusmatten, die ich damals vom Sperrmüll gerettet hatte. Im Flur hängen die anderen beiden Spiegel. Nur zum Saugen bin ich schon wieder nicht gekommen.

Aber dafür habe ich nach einem unerträglichen und zeitintensiven Kampf mit meinem Computer endlich die Wireless-Funktion meines neuen Multifunktionsgerätes konfigurieren können und habe sämtliche Materialien, die ich für Stewart am Montag lernen muss, als stolzen Beweis meines Erfolges ausgedruckt in meiner Tasche dabei. Ich hoffe einfach, dass ich dazu komme, sie auch zu lesen. Ich spekuliere auf die Rückfahrt morgen mit Kepa im Transporter, bis er mich irgendwo absetzt, und die darauffolgende Zugfahrt nach Hause. Weil, jetzt im Nachtbus werde ich kaum andere Dinge tun als Schlafen. Das ist ja gerade das Wunderbare.

Ich will doch nur schlafen.

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So, jetzt treibt sich also mein Couchsurfer irgendwo hier bei mir rum, während ich mich zurückgezogen habe, um weiter die Präsentation anzufertigen. Er hat heute auch die letzte BA-Klausur seines Lebens geschrieben (ist allerdings im Unterschied zu mir mit der dazugehörigen Thesis auch schon fertig) und weiß eine unglaubliche Menge über Minderheiten in Spanien, war mal zum Surfen in Hegoalde und liebt Barcelona über alles. Wir haben zusammen gegessen (ich hab‘ Giersch-Pesto gemacht und es ihm mit Nudeln vorgesetzt, es war wunderbar) und uns so gut es ging mit diesen Themen über Wasser gehalten, aber jetzt bin ich auch wirklich froh, dass ich wieder meine Ruhe habe. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, weil er jetzt wer weiß wo hängt und sich eventuell nicht traut, hier reinzukommen, weil er denkt, ich brauche meine Ruhe, dabei hätte er sich ruhig zu mir ins Zimmer gesellen können. Jetzt sitzt er irgendwo und ich hoffe einfach, dass er sich nicht unwohl fühlt. Ich habe ihm natürlich gesagt, dass ich arbeiten muss, aber aaargh, es ist so schwierig. Es widerspricht komplett meiner Gastgebernatur. Je weniger gut ich die Leute kenne, die mich besuchen, desto schwieriger fällt es mir, mich nicht komplett drüberzustülpen. Den Anderen traue ich es ja zu, sich zurechtzufinden oder sich zu melden, wenn sie irgendetwas möchten oder brauchen. Aber um so einen Fremden, der da jetzt seelenruhig bei mir im sich allmählich verdunkelnden Garten sitzt und liest, bin ich viel zu besorgt.

Jetzt arbeite ich aber wirklich an der Präsentation weiter. Der Akku steckt schon im Computer, sehr gut – nicht dass ich den nachher vergesse und dann ohne Strom da stehe. Am besten lade ich das fertige Ding auch nochmal auf einen USB-Stick, nur für alle Fälle.

Etymologische Betrachtung. Ich springe die ganze Zeit zwischen dem Eintrag hier und der Präsi hin und her und vergesse währenddessen, was ich eigentlich im Browser zu suchen hatte.

Jetzt überlegen, ob ich die Synkretismen drinlasse. Dafür, dass sie eigentlich gar nicht wirklich reinmüssen und ich eh nur in Ansätzen verstehe, was sie überhaupt sollen, sollte ich sie vielleicht wieder rausnehmen.

Ich sollte außerdem die Musik ausmachen. Musik im Hintergrund unterbindet, wie ich gerade mal wieder festgestellt habe, bei mir jegliche etwaige formulatorische Fähigkeit. Was richtet sie dann erst mit meiner Fähigkeit an, Präsentationen zu einem Thema zu erstellen, über das ich nicht das Geringste weiß.

I’m doomed.

So kommt wenigstens R auch mal dazu, das Bett in seinem Zimmer auszuprobieren. Bestimmt will er nie wieder hier schlafen, wenn er erstmal den Unterschied erlebt hat, den ein halber Meter Breite für seinen kaputten Rücken so ausmacht.

Ich muss noch Graziellas vier Folien einfügen. Ein Glück hat sie so wenige gemacht; ich darf sie erstmal alle aus dem .pdf als Screenshots abstrahieren und dann als Bild in meine .odp einfügen, weil das gute PowerPoint von meinem LibreOffice so schlimm verzerrt wurde, dass es ihre ganze Formatierung beim Konvertieren auseinandergesprengt hat.

Ich habe ein Riesenloch in meinen oberen Zähnen und sollte wirklich dringend mal zum Zahnarzt. Nachdem ich mich vier Jahre davor gedrückt habe, kann ich es jetzt offenbar nicht mehr vermeiden. Schade eigentlich. Ich dachte, mit Oil Pulling und Supirivicky komme ich da drumrum.

Müde, sehr. Aber ich kann nicht schlafen; zuerst muss ich die Präsi fertigstellen und dann kommt Basti irgendwann noch. Argh.

Abend in Oldesloe

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Um mich rum spielen sie Phase 10. Mir hängt irgendwelches Essen in einer Zahnlücke und bringt mich um den Verstand. Wir wollten eigentlich nach Hohwacht heute, fahren nun aber doch erst morgen, nachdem sich uns diverse technische Probleme in den Weg gestellt haben (in erster Linie ging es darum, die Fotos und Videos von Sarahs und meinem Auftritt heute Früh an einem zentralen Ort zu versammeln und nebenbei ein Zugticket für meine Mutter auszudrucken).

Sie haben Musik an und wollen gleich noch Cocktails machen. Ich habe vorhin kurz mit R geredet und warte ehrlich gesagt darauf, dass er mich mal zurückruft, weil wir eigentlich abgemacht hatten, dass ich ihn kurz anklingele, wenn ich wieder Zeit habe. Die Idee, es einfach schnell nochmal zu probieren, schwirrt mir zugegebenermaßen auch im Kopf herum, aber letztendlich wird dieser Vorgehensweise von meiner heiligen Anti-Spam-Regel entgegengewirkt sowie von der Tatsache, dass so viele Menschen drumrumsitzen, die mich dabei beobachten würden, selbige zu brechen.

Ich hätte gern, dass die Aufnahmen jetzt alle zu Dropbox geladen sind, um ihm mal den Link zu dem Ordner schicken zu können; er sagte vorhin, er würde sich drüber freuen. Ich bin geistig abwesend. Das hier ist gerade ein harter Stream of Consciousness. Jetzt allerdings nicht mehr, weil ich blockiert bin. Ich habe mich bisher unheimlich gut mit Mama vertragen. Und heute war halb Oldesloe bei ihrer Vernissage und ich habe mich extrem gut geschlagen mit den ganzen alten mehr oder weniger be- oder beziehungsweise erkannten Gesichtern.

Ich muss diese Zahnlücke jetzt zahnseiden gehen; das macht mich wahnsinnig. Jetzt wurde ich außerdem gerade von Sarah gefragt, was ich hier eigentlich mache.

„What are you doing?“
„I’m, uh.. typing. But I will be done typing in a second.“

So sei es.

Hiç Bitmez Bu Masal

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Probieren wir es doch nur aus Interesse mal wieder mit dem Videoeinbetten.

Edit: Versuch fehlgeschlagen, demzufolge muss ich dir die Unannehmlichkeit bereiten, hier Klick zu machen.

Edit II: Ach wie ich die Band vermisse bei dem Lied, da wird man glatt nostalgisch. Ungeachtet jeder allzu lebendigen Erinnerung an Sebis Unfähigkeit, beim Chorus mit meiner Zweitstimme zurechtzukommen und nicht ständig in nicht existierende Drittstimmen zu verfallen.