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My Fingernail Phase

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Natürlich hänge ich jetzt hier und muss The Used hören, während ich eigentlich sonstwas Sinnvolles tun könnte. Aber seit wann gehe ich in meinem Leben nach Sinnvoll und Sinnlos.

Überraschend gut geht’s mir heute. Okay, ich war nicht in der Uni, aber das ist mehr auf meine mittlerweile ins Unendliche wuchernde Faulheit als auf wirklich ernsthaft depressive Verstimmungen zurückzuführen. Soweit sich das unterscheiden lässt zumindest. Und es regnet nicht mehr. Meine Pflanzen sind versorgt, die gröbsten Überschwemmungen behoben.
Bei der Tafel war ich selbstredend vorhin, und dann bei Marie, wo wir (wie es mit ihr in letzter Zeit meistens der Fall ist) hochgradig erfüllende Gespräche führten, bis ich losfuhr. Auf dem Nachhauseweg begegnete ich Basti und Lisa, die sich selbst gerade zufällig getroffen hatten. Da ich vorher noch gegenüber von Maries Wohnung containern gewesen war, konnte ich Lisa eine Artischocke schenken. Ich habe selten erlebt, dass jemand über ein Lebensmittel so unendlich glücklich war. Ich bin immer noch gerührt.
Basti ging dann zu Bektaş, weil endlich der Benzinschlauch angekommen war, den er bestellt hatte, um dessen Auto zu reparieren. Ich bin unmotiviert und kann mich nicht dazu durchringen, irgendetwas Sinnvolles zu machen. Ich schaffe es nichtmal, meinen Samstag Nacht erstandenen Subwoofer auszuprobieren, den ich gestern schon in der Küche aufgestellt habe. Es ist so eine lange Kette an Dingen, die man dafür tun müsste. Ich habe bis heute noch nicht meine ganze Musik auf dem Ipod, da fängt’s ja schon an. Ich brauche Hilfe. Jemand muss hiersein und mir beim Arbeiten Gesellschaft leisten, wovon ich dann meine Produktivität abhängig machen kann, anders funktioniert es bei mir nicht. Ich bin müde und es ist grau draußen. R war übrigens wirklich nicht so entsetzt wie ich wegen seines WG-Zimmers. Er sucht einfach weiter. Wie’s aussieht, kann er die ganze Woche nicht runterkommen, was mir einiges an Zeit gibt, mich um Sachen zu kümmern, um die ich mich eigentlich permanent kümmern müsste. Uni zum Beispiel. (Wenn ich doch nur anfangen könnte.) Er kommt dann nächste Woche wieder. Mittlerweile fühlt er sich da oben so unwohl, dass er jede Gelegenheit nutzt, da rauszukommen, also kommt er einfach jedes Mal runter und ich muss gar nicht mehr hochfahren. Optimalstzustand eigentlich.

Gawd, wie gut es einfach ist. Imaginary Enemy war ein Flop, aber meine Güte, das passiert halt. Die Absicht war gut, was nichts daran ändert, dass das Album grottig ist, aber ich werde nicht anfangen, darüber ihre eigentliche Genialität zu vergessen.

Imaginary Enemy

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Diesmal ist es offiziell, irreversibel und absolut nicht zu leugnen: The Used hat ein Flop-Album herausgebracht.

Ich weiß, ich weiß – als Vulnerable rauskam, war ich auch zuerst enttäuscht, und damals sogar noch richtig entsetzt. Für Entsetzen bin ich mittlerweile zu abgebrüht (oder eher betäubt von Cipralex, das mir Entsetzen über Dinge von diesem geringen Grad an Entsetzlichkeit nicht mehr wirklich erlaubt – ein Grund, aus dem ich mich freue, es demnächst abzusetzen – ich komme mir zu abgebrüht vor, das ist verkehrt, ich kenne mich nur hysterisch und überempfindlich), aber die Enttäuschung ist eindeutig vorhanden.

Ach, eigentlich bin ich nichtmal wirklich enttäuscht. (Cipralex, was hast du mit mir angestellt?!) Es war ein Versuch. Ein an sich lobenswerter Versuch, sich in das Weltgeschehen einzumischen und mit einem politik- und sozialkritischen Album die Köpfe der Leute wachzurütteln. Problem ist, es ist nicht gut geworden. Nicht im Geringsten. Es ist nicht The Used. Der erste Song ist gut, „Revolution“. Der Rest ist, ich zögere anstandshalber noch ein bisschen, aber sage es am Ende trotzdem, Müll. Lobenswerter Versuch, wirklich, aber das Resultat ist unmöglich. In die Schiene gehört ihr einfach nicht. The Used hat mit Kopfsachen nichts zu tun. The Used ist Artwork. In Love and Death. The Used. Vulnerable. Lied for the Liars. Alles, aber nicht dieses Album. The Used ist – war mal – rohe Emotion; man verstand sie nicht mit dem Kopf, sie resonierten in der eigenen geschundenen (oder nicht geschundenen) Seele. The Used was a remedy, applied where the internal battles were fought, not the external ones. Sie sind für so etwas nicht geschaffen.

Und sie plagiarisieren sich selbst. Das war der größte Schock. „Cry“, Track 2. (Oh, wie schön, ein Reim.) Hör das an. Jede andere Band hätte ich für diesen letzten Teil des Songs brutal in Grund und Boden fertiggemacht – wie könnt ihr es wagen, das ist einfach mal Wort für Wort The Used, das ist Buried Myself Alive, wie billig kann man sein, was ist nur mit der Welt heutzutage verkehrt – wirklich, Wort für Wort? Leider waren sie es selbst, und ich bin mir noch nicht sicher, ob das es nun besser macht oder eher noch schlimmer.

Dir das auch nur zu sagen, fühlt sich fast wie Verrat an. Als würde ich sie auf ihre Fehler reduzieren. Ich kann es zwar kaum mit ansehen, was sie da tun. Aber oh well, lass dir gesagt sein, dass die Band durch dieses schreckliche Album und vor allem diese.. seien wir lieb und nennen es Rekursivität einzelner Songteile (was erwarten sie eigentlich – denken sie, niemand, der sich sowas anhört, besitzt ihre früheren Alben? Nicht ganz abwegig, der Gedankengang, muss ich sagen, aber dann vergessen sie offenbar die Existenz loyaler Fans wie mir) zwar (hoffentlich) temporär ihren Status als Über-Lieblingsband bei mir verloren hat, nicht dagegen aber den als den einer über alle Maßen bewundernswerten Band, die man für ihre grandiosen restlichen Werke gefälligst immer noch hochgradig zu schätzen hat.

There All Along

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Wunderbare News des Tages: Es gibt endlich mal ein gescheites Lyrics-Video zu diesem herrlichen Song, und noch besser, die GEMA hat es bisher noch nicht gesperrt. Unfassbar. (Wieder mal bleibt mir das Einbetten verwehrt, schaust du also hier.)

Moving On

[Edit: Irgendwann wurde es doch gelöscht; ich muss also notdürftig mit einem qualitativ nicht ganz meinen Vorstellungen entsprechenden, aber immerhin meines Erachtens typo-freien Video nachrüsten.]

Hach ja, Bert, mein lyrischer Seelenverwandter. Schwer vorstellbar, wie entsetzt ich zuerst von dem Album war. Gerade vorhin ist mir noch ein alter Eintrag begegnet, in dem meine anfängliche Abneigung ganz gut zum Ausdruck kommt. Aber so ist es ja meistens – gerade, habe ich manchmal den Eindruck, mit den ganz genialen Werken – erstmal immer schön dagegen.

Einmal Frankfurt & zurück

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So, ich bin wieder zurück von einem sehr, sehr schönen Wochenende in derjenigen Stadt, in deren Einzugsgebiet mittlerweile mehr meiner Freunde an einem Fleck zu finden sind als irgendwo anders.
Mich plagt ein unwahrscheinlicher, zerrungsähnlicher Muskelkater – bislang der einzige Beweis für meine aktive Beteiligung am wunderbaren The Used-Konzert; ich habe zu meiner immensen Enttäuschung bei Youtube noch kein einziges Video von dem Abend gefunden. Dementsprechend muss mich jeder, dem ich heute auf meiner Quer-durchs-Land-Rückreise unter die Augen gehumpelt bin, für eine unglückselige Gehbehinderte gehalten haben und ich bin einfach nur froh, bis morgen Früh nicht mehr für längere Zeit aufstehen zu müssen.

Gestern dafür bin ich noch ordentlich gelaufen, nämlich durch die Stadt mit JO und Robert und Janine – welche mir zuerst mit ihrer ganz anders als durchs Mikro und somit vollkommen unbekannt klingenden Stimme unweigerlich Angst eingeflöst hat, bis ich den Schock überwunden hatte und wir uns alle uneingeschränkt über die Gegenwart der jeweils Anderen freuen konnten. Robert war ziemlich begeistert von seinem Klo-Buch aus dem Nanu-Nana, und ich bin noch froher als vorher, das noch gefunden zu haben. Bis halb zehn haben wir uns in Frankfurt herumgetrieben, uns im Mosch-Mosch und Starbucks und Sexshops getümmelt (was erwartest du; es sind wir und Robert, natürlich mussten wir in einen Sexshop.) und am Ende nochmal richtig stilvoll Janines Zug geradewegs vor unserer Nase ein- und ausfahren lassen, bis uns auffiel, dass wir uns auf dem falschen Gleis befanden, sodass JO und ich mit Janine noch eine Stunde länger auf den nächsten Zug gewartet haben.

Eine weitere außergewöhnlich erfolgreiche Aktion des Wochenendes war es, JOs Schrank aufzuräumen – was ich seit Urzeiten vorhatte und im Zuge derer ich auf einen Schlag so viele Sachen geerbt habe, dass ich kaum wusste, wie ich meine Tasche noch zubekommen sollte. Und Bernd hat mir ein wunderschönes Aloe-Pflänzchen geschenkt, das aussieht, als wäre es mit Zuckerrändern besetzt. Eine Pracht, ich sage es dir.

Meine Mutter hat Stunden damit verbracht, mich zu überzeugen zu versuchen, keinen Kontakt mit Caro mehr aufzunehmen. Ich kann sie vollkommen verstehen; ich an Stelle jedes anderen Menschen würde mich auch für wahnsinnig erklären. Stattdessen sieht es so aus, als würde sie nun tatsächlich auch auf telefonischem Wege mit mir reden wollen; jetzt habe ich erstmal noch Zeit, bis ich mein Mikro umgetauscht habe, und werde mich bis dahin daran gewöhnen müssen, dass mein Facebook in regelmäßigen Abständen Plopp-Geräusche von sich gibt, obwohl ich nicht im Chat on bin, und mir eine neue Nachricht von ihr zeigt. Sieht so aus, als wäre ich noch selbstmörderischer veranlagt, als ich eh schon dachte.

Dass ich das noch erlebe..

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„Ich würde gerne MIT dir reden.“

Ich habe zwar seit Ende letzter Woche keine Nacht mehr als fünf Stunden geschlafen, aber wenn man sich anguckt, was sich dafür so getan hat.. Respekt an meine Panik, sie ist weg. Und Respekt an meine Würde, sie ist wieder da. Und Respekt an meine Menschlichkeit, die ist nämlich auch noch da und lässt sich weder vom Einen noch vom Anderen vertreiben. Ich bin neben meiner weiterhin anhaltenden hochgradigen Verwirrung und Ratlosigkeit und gelegentlicher Verzweiflung voll von einer geradezu verblüffenden inneren Ruhe. Solange niemand Şahin erwähnt; solange ich sie nicht frage, wie es ihr geht. Solange ich sie nicht frage, was sie am Wochenende macht. Solange ich sie überhaupt nicht danach frage, was sie macht. Aber immerhin, so lange geht’s. Da gucke ich auf eine ganze Unendlichkeit von Sachen zurück und es bleibt auf einmal der Horror aus, der vorher darinsteckte – fast, als wäre gar nichts dahinter, als wäre da nichts, was mich sofort überfällt, wenn ich einmal nicht aufpasse.

Jetzt weiß ich gar nicht, über was für eine Strecke ich nachher nach Frankfurt komme. Wenn ich über die Orte mit den Geistern fahre, Strecke Karlsruhe – Heidelberg – S3 (Abfahrt in Heidelberg übrigens, zumindest nach 2011er Fahrplan, um 7.38 bzw .48, je nachdem, ob Werk- oder Samstag), wäre das eine gute Möglichkeit, herauszufinden, ob sich von ihnen der Horror zufällig auch gelöst hat.

Ich muss jetzt schlafen. Wie gut, dass das Zoom – die Venue, wo ich morgen The Used sehe (ich weiß, ich hätt’s einen Tick früher erwähnen können) – direkt an der Zeil liegt, so kann ich vorher schnell irgendwo Energy Drinks beschaffen.

Am Samstag wollen wir Roberts Geburtstag nachfeiern; bei der Gelegenheit werde ich tatsächlich auch Janine mal persönlich treffen und sie wird gleich noch JO dazu kennenlernen.

Ich muss wirklich schlafen, Ich bin nicht mehr ansatzweise denk- oder tippfähig.

Glänzende Gitarren, Musik und rote Früchte

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Unglaublich: Jetzt war ich die ganze Zeit so überfüllt mit irgendwelchem profunden, irre bedeutsamen und nicht gerade fröhlichen Gedankengut, dass nun gerade sogar mir mal die Lust darauf vergangen ist und ich mich stattdessen darauf konzentriere, einen Namen für meine Gitarre zu finden. Nachdem der Neuzugang den seinen noch am gleichen Abend bekommen hat – ich habe sie spontan, kreativ wie ich bin, Strawberry genannt (sie ist, nunja, rot – was nicht gerade dazu geführt hat, dass ich mich sofort auf sie gestürzt hätte, als ich sie sah. Aber als ich sie dann nunmal hatte, war irgendwie schon klar, dass sie einen Früchtenamen brauchte) – nehme ich einfach mal an, dass die Ovation sich aufgrund ihrer bisherigen Namenlosigkeit vernachlässigt oder gar diskriminiert fühlen könnte. Also überlege ich.

Bei der Karamellfarbe wäre ja Honey ganz angebracht. Problematischerweise ist für mich Honey schon besetzt von dem Pumaweibchen, das vor einem Jahr und ein paar Monaten ins Centro de Rescate kam. Und Caramel ist zu lang.. weißt du was, sie heißt jetzt Pearl, das verkörpert wenigstens schön ihre runde Form und den zeitlosen Glanz. (Dementsprechend wäre Shiny die andere Option, die aus eventuell nachvollziehbaren Gründen an dieser Stelle nicht weiter in Betracht gezogen wird).

Wo ich aber gerade schonmal bei Shine bin:

(Lyrics) (-Siehst du, was ich hier für einen Aufwand betreibe, damit du auch ja alles gut verstehst – mindestens vier Versionen hab ich durchgeguckt, und wie 99% der im Internet veröffentlichten Texte hatten drei davon die irrsinnigsten Fälle von ridiculously misheard Teilen)

Sie haben’s übrigens in München gespielt. Als ich dawar. Bert sagte, sie hätten es vorher nur ein einziges anderes Mal gespielt.

Damals, als ich Vulnerable zum ersten Mal durchgehört habe, war ich hiervon noch so viele Lichtjahre weg. Irgendwie denke ich, ich bin immer noch Lichtjahre weg. Aber der Weg ist schonmal geglättet. Schöne Erkenntnis pünktlich zum Sommeranfang. Und was das Wichtigste ist, der Wille ist meistens da.

Make a Choice. Shine on.

Leben in Punkten, mehr geht grad nicht

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So, ich habe gerade beschlossen, morgen das SHE-Tutorial nochmal ausfallen zu lassen, sonst habe ich ja nie eine Chance, an mein Oral Proficiency-Assignment zu kommen. Die Office hour der Dozentin überschneidet sich genau mit dem Tut.

Abgesehen davon hätte ich wohl ein paar interessante Sachen zu berichten, aber ehrlich gesagt kann ich kaum tippen gerade, geschweige denn mich konzentrieren, um vernünftige Sätze zustandezubringen. Für ein paar unartikulierte Punkte wird’s aber reichen (Dank sei dem letzten Bodensatz des Rescue-Sprayfläschchens.) Es sind ja sogar ganz tolle Sachen dabei.

  • Roberts Klausur ist irgendwann im August, nicht wie befürchtet am 1. September – er kann zu Rock am See kommen und hat schon sein Ticket! Fehlt nur noch Laura zur Komplettierung der Survivors*, wenn sie endlich mal von irgendwoher das Geld beschaffen könnte. (*Redundant Survivors, das, was heute von den RNs übrig ist)
  • • Ich dachte, ich hätte eine akzeptable ganze Version vom Come&Go-Dingens aufgenommen – zum ersten Mal ganz durch ohne grobe, äh, Abweichungen von der mentalen Repräsentation – was sich hinterher als nicht ganz korrekt herausstellte. Muss ich wohl weiter dran arbeiten, es endlich zu lernen.
  • • Zwischendurch schnell (aber gewissenhaft) die Hausaufgabe für Phonology I gemacht und bestanden mit 97%. Es war aber auch entsetzlich einfach. Obwohl ich nicht in der letzten VL dabeisein konnte. Und ob /u/ und /i/ sowie deren offenere Entsprechungen (hab hier ja keinen IPA-Font zur Verfügung) im Arabischen nun Phoneme sind oder in komplementärer Distribution stehen, war für mich und meinen kopfschmerzgeplagten Denkapparat aus dem Beispiel einfach nicht ersichtlich. Nichtmal Google konnte mir da helfen; die Artikel, die ich zu den arabischen Vokalen gefunden habe, haben im Gegenteil nur mehr Verwirrung und Kopfschmerzen hervorgerufen. Also betrug die Chance 50/50, und natürlich habe ich es geschafft, das Falsche auszuwählen – es ist die komplementäre Distribution. Schade.
  • • Ich bekomme das HAG nächste Woche. Oder zumindest wird es nächste Woche losgeschickt.
  • • Die neue Mitbewohnerin ist wieder da und hat gleich zwei Badematten und zwei Regale mitgebracht. Wir werden ein Bad haben, das gemütlicher ist als so manches Wohnzimmer. Was für ein Luxus.
  • • Scheiße. Ich hasse mich selbst.
  • • The Used kommt later this year WIEDER. SIE KOMMEN WIEDER. SIE KOMMEN WIEDER. Richtig, SIE KOMMEN WIEDER. Wie praktisch, dass ich JO Lies for the Liars gegeben habe (auf ihren Wunsch hin) – vielleicht ist sie ja bis dahin soweit, mit mir zusammen auf eins der Konzerte zu fahren.
  • • Den HAG-Kram zu regeln hat mir nicht so gut getan. Daran sehe ich aber auch, wie sehr es sich vorher schon wieder gebessert hatte, was unglaublich ist und mich sehr freuen wird, sobald ich demnächst mal wieder motivierter bin.
  • • Vielleicht wird es ja besser, wenn ich jetzt schlafen gehe. Ausprobieren kann nicht schaden. Ich bin irre müde und kann überhaupt nicht mehr denken.

Glücklichmachend: The Used-Konzert.

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„Life’s greatest questions have always been: Who am I? Where do I come from? Why am I here? Where am I going? -You are about to see and hear one of the most significant messages given to us from God.“
Knack. 
Take It Away.

Sag mir, wie um Himmels Willen ein The Used-Konzert besser anfangen könnte als mit dem Intro & wunderbaren 1. Song meines langzeitigen Favorite Album ever. (In Love and Death wurde von der Position allein durch das Erscheinen von Artwork sanft heruntergeschoben.)

Ich war da und habe jede Sekunde davon geliebt. (Bis auf die paar, in denen ich nicht atmen konnte, weil die Luft so zugenebelt war mit Nebelmaschinennebel und aller Sauerstoff verbraucht war von dem herrlichen Publikum. Ich dachte, ich müsste rausgehen und einmal richtig durchatmen, um nicht umzukippen. Aber genau ein paar Minuten, nachdem das anfing, kam ein Schwall frische Luft durch die anscheinend zuvor außer Kraft gesetzte Belüftungsanlage.) Ich war so richtig befreit und glücklich. Noch mehr als damals bei ADTR (da diesmal kein Nervenzusammenbruch dabeiwar). Ich habe eh das Gefühl, seit dem allen auf Konzerte wieder viel intensiver zu reagieren. Oder ich war seit dem allen einfach auf exeptionell guten Konzerten. Die Hypothese unterstütze ich sogar noch mehr. Und seit dem Konzert geht’s mir auch wieder irgendwie besser. Oder jedenfalls ist gerade eine angenehm gefestigte Phase. Gerade heute war es sehr gut. Ich will dem nicht übermäßig trauen, aber es freut mich in jedem Fall für den Moment.

Ich habe vom Konzert schon einen kleinen Bericht geschrieben, den ich mal einfügen werde, um nicht noch mehr doppelt und dreifach zu schreiben. Das Allerallerelementarste (wenn auch in für meine Verhältnisse kaum Review zu nennenden Ausmaßen) ist drin enthalten. Und zwar:

 

So war das.

Ich bin jetzt noch mehr der Meinung, mit Bert seelenverwandt zu sein, jetzt wo ich festgestellt habe, dass er einer von 0,1% aller Menschen ist, vor dem ich einfach mal keine Angst habe.
Und weil er so toll ist. Haha. -Er könnte theoretisch meine „tolle“ Hälfte sein. (Und, wie mir da auffällt, auch – erst recht sogar – eine musikalische Hälfte. Um einiges mehr und besser und musikalisch-hälftiger sogar als die, die ich mal hatte. Oh ja; schade, dass die Umstände es mir nie erlauben werden, mich mit dieser speziellen potenziellen Hälfte anzufreunden. Naja, ich bin da, sofern irgendeine andere Art von Hälfte sich zu mir gesellen möchte, kann sie das gerne tun; ich habe noch einige Andockstellen zu besetzen.)

Ich bin nur mal gespannt, ob Mama meinem Rat gefolgt und heute ins LOGO gegangen ist. Ich würde sie so beneiden. Sie sollte es besser getan haben, für ihr eigenes Seelenheil. Wenn sie schon irgendwann einfach The Used ohne mich angefangen hat zu hören, soll sie wenigstens jetzt die Konsequenzen ziehen und ohne mich in ihr Konzert gehen. (Gegangen sein; es ist jetzt schon seit Ewigkeiten vorbei. Die Münchener Show hat gerade mal 1h23 gedauert.)

Es hat sogar so kurz nur gedauert, dass ich in München den (letztendlich vor allem wegen mir, weil ich angerannt kam und die Bahn-Mitarbeiterin hektisch gefragt habe, ob mein Ticket, das für den 18. ausgestellt war, eventuell trotzdem schon gelten könnte) um ein paar Minuten verspätet abfahrenden IC nach Ulm Hbf um 23.01 erwischt habe. Statt dem ICE um 3.25, wie ich das geplant hatte. In Ulm stellte ich dann fest, dass zwischen 1 und 5 leider kein Zug nach Friedrichshafen fuhr, sodass mir der ganze Vorsprung nichts gebracht hatte – die nächsten vier Stunden verbrachte ich zusammengekauert und mit allem an Anziehsachen übergezogen, das ich dabeihatte (inklusive meinen zwei neuen The Used-Shirts), und hochgestelltem und festgebundenem Mantelkragen in einer Fotokabine am Ulmer Bahnhof, wo ich mich verzweifelt darum bemühte, meine Körpertemperatur halbwegs überm Gefrierpunkt zu halten. Die halbe Fahrt bis Friedrichshafen wurde ich immer noch nicht wieder richtig warm.

Zwischendurch hatte ich in Ulm die Gelegenheit, anhand der Beispielbilder für die neuen Passbildanforderungen in der Fotokabine ein bisschen Türkisch zu lernen: Immerhin weiß ich jetzt unauslöschlich aus dieser Nacht das Wort für Kopf. Baş. (Man beachte das Häkchen. Ich habe mir gestern endlich mal einen Schnellzugang zur türkischen Tastatur unten in die Sprachleiste gemacht und müsste jetzt im Grunde genommen erstmal alle Einträge durchgehen und alles mit Häkchen versehen, was eigentlich ein Häkchen haben sollte. Ob ich dazu die Geduld und Nerven aufbringe, sei mal dahingestellt.)

Ein sehr lü- oha, das war jetzt keine Absicht, ich meinte lustiges Wort ist auch das für „im Gesicht“. (Die haben ja nen Lokativ, herrlich.) Und zwar.. vergessen, aber irgendwas mit verdammt vielen ü’s. Fängt mit yüz an, haha. („Gesicht“ – für die noch-weniger-Bewanderten-als-ich, falls vorhanden, unter uns.)

Das war jetzt zwar längst nicht alles, was ich zu dem Thema theoretisch noch sagen könnte, aber ich überlege mir gerade, wenn ich jetzt mal ins Bett gehe, könnte ich mich eventuell morgen schon wieder etwas ausgeschlafener fühlen als heute (und ähm, gestern. Wie ich einfach in der SGRom-VL saß und nicht wusste, wie ich es schaffen sollte, nicht einzuschlafen.)

Aber in jedem Fall, es war so herrlich und wunderbar und erfüllend und lebensqualitätserhöhend, ich würde es jederzeit wieder machen. Sogar wenn ich wieder eine halbe Nacht in einer Fotokabine hocken müsste. Ich habe mich ja nicht einmal erkältet, es ist doch unglaublich. Gedankt sei auch dem zweiten The Used-T-Shirt, das ich nachher über den Teil meiner Beine breiten konnte, der nicht vom Mantel bedeckt wurde. Oh, und was für ein wohltuender Moment, als ich im Zug saß und meine Schuhe ausziehen und die Füße zwischen den Kniekehlen wärmen konnte. Aber gut, ich höre auf.

Oh. Wow. Es fühlt sich so komplett weird und merkwürdig und falsch und alles an, nach der ganzen Zeit einen Eintrag mit „Hälftendasein“ zu taggen.

Morgen: THE USED

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So ganz ist es immer noch nicht eingesickert, aber mit großer Wahrscheinlichkeit befinde ich mich morgen um diese Zeit entweder in der Münchener Backstage-Halle, eingequetscht in einer Meute drängelnder Menschen, gruppiert um einen zu kleinen Merch-Stand, in dem Bestreben, mir ein T-Shirt zu holen (diesmal erledige ich das nämlich auf jeden Fall hinterher; ich habe ja wirklich genug Zeit bis kurz vor halb vier, wenn mein Zug zurück fährt), oder sogar schon auf dem Weg zurück zum Hauptbahnhof. (Irgendwoher meine ich mal gehört zu haben, dass The Used eher kurze Shows spielen.)

Also. Woran muss ich noch denken?

Gleich lese ich noch einen Teil des Kapitels für SGRom. Damit hatte ich ja vorbildlichsterweise schon vorgestern angefangen.

Dann muss ich morgen Früh unbedingt die guten Akkus aufladen, und, weil die mich beim Sunrise Ave-Konzert so grausam im Stich gelassen haben, auch die alten „Hannover-Akkus“. (Oh übrigens, für den 30.5. dieses Jahr habe ich einen Termin zur 2. Zeckenimpfung. Irgendwie ein Abfall der Lebensqualität im Vergleich zu den letzten beiden Jahren.)
(Ich weiß zwar gerade nicht mehr, was letztes Jahr am 30.5. so los war bei mir, aber besser als eine Zeckenimpfung war es allemal. Wobei ich sagen muss, die heute Nachmittag war nicht so tragisch, ich hatte nur ein unpraktisches Shirt an, dessen Ärmel man nicht hochziehen konnte, sodass ich mich halb aus meinen Klamotten wrigglen musste.)

Und ich muss mir für morgen den Handywecker stellen, denn mein richtiger Wecker steht bei meinen Eltern zu Hause und Mama sagt, statt mir den schicken zu lassen, soll ich mir lieber einen neuen kaufen.

Dann werde ich in die Uni gehen und von da aus wieder nach Hause, um dann mit dem Bus um 14.17 zum KAT zu fahren, dann finde ich dort hoffentlich rechtzeitig den Ticketautomaten und komme pünktlich für meinen Anschlusszug nach Friedrichshafen. Gesegnet sei das Studienstiftungs-Auswahlseminar damals, sonst würde ich vollkommen orientierungslos da herumlaufen (as opposed to „verdammt orientierungslos, aber mit einer Chance, am richtigen Ort anzukommen“) und mir vor Panik schon halb überlegen, wieder nach Hause zu gehen und die Bahn- und Konzerttickets verfallen zu lassen. Oh hätte ich nur jemanden, mit dem ich zusammen hingehen könnte. Solche Unternehmungen sind so lustig zusammen mit Anderen, und so (vergleichsweise) langweilig und unerfüllend alleine.

Also, nur falls es jemanden interessiert; am 30.5.2011 habe ich laut CR-Büchlein 3 meine externe Festplatte, die mir Vanny verkauft hat, bekommen und Pläne angestellt, am darauffolgenden Tag nach Tilarán zu Yara zu fahren. Beats Zeckenimpfung immer noch um Einiges, wenn du mich fragst.

Busy, for a change.

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Auf geht’s, einkaufen für meine Oster-Cupcakes. Ich finde jetzt schon den Link nicht mehr, sonst hätte ich dir gezeigt, welche ich vorhabe zu machen.
Draußen sind’s 5.5 Grad- ich habe keine Lust, das Haus zu verlassen. Wenn es in zwei Wochen nicht bedeutend wärmer ist, erfriere ich ja in München, während ich auf meinen Drei-Uhr-Zug warte.

Wo ich schon dabeibin, mir ist gerade aufgefallen, dass Vulnerable es tatsächlich geschafft hat – es ist so einfach, es zu mögen, wenn man erstmal die Erwartungshaltung ablegt. Ich habe das ganz gut hinbekommen, indem ich mir irgendwann gedacht habe, versuch doch mal, zu vergessen, dass es The Used ist. Und während das natürlich nicht hundertprozentig funktioniert, habe ich doch den Verdacht, dass ich, wäre es das Werk einer mir zuvor völlig unbekannten Band, von dem Album restlos begeistert wäre.
Also. Ich arbeite drauf hin. 😉