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Wie eine Wand vor dem Abgrund.

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„Wenn ich eins gelernt habe“, sagte R vorhin, „dann, dass ich ohne mein Aspi nirgendwo hingehe.“

Und: „Weißt du, dass du eine unglaubliche Ausstrahlung hast?“

Und: „Ich kann nur aus meiner Sichtweise sprechen, aber die Typen, die dich sitzen lassen haben.. die haben zum Glück einen riesigen Fehler gemacht.“

Ich bin immer wieder am Verzweifeln, weil ich mich nicht fallen lassen kann. Unentwegt eigentlich. Bis auf so ein ganz paar traumhafte Momente, in denen ich das Gefühl habe, es doch zu können. Aber Scheiße, man, sie sind so spärlich.

Das vorhin war jedenfalls keiner von ihnen. Ich schaute ihn an, vermutlich mit dem für solche Situationen typischen Gesichtsausdruck irgendwo zwischen totaler Rührung und schlichter Artikulationsunfähigkeit und dem Wunsch, mich selbst zu zerhackstückeln allein dafür, dass ich nicht umhinkonnte zu denken, „das denkst du jetzt“, wie immer.

Vorgestern Nacht hat sich eine Neuheit ereignet. Ich habe Şahin ignoriert, der die ganze Zeit mit mir reden wollte. Der Traum war irre lang und ich bin recht ungläubig aufgewacht: ich kenne das nur andersherum. Oder wir ignorieren uns gegenseitig. Aber so weit ich mich zurückerinnere, habe ich ihn nie ignoriert, wenn er reden wollte. Es waren auch Laura und JO dabei, mit denen wir in irgendeinem fremden Raum waren, wo wir alle übernachtet hatten. JO hat ihren halben Kram vergessen einzupacken, und ich war am Ende als Letzte noch beim Packen, weil ich mich um ihr ganzes Zeug auch noch gekümmert habe. Aber entscheidend ist immer noch, dass ich Şahin ignoriert habe. Natürlich wollte ich nicht, nicht in Ansätzen. Andererseits war ich fest entschlossen, ihn erst durchkommen zu lassen, wenn von seiner Seite eine Einstellung ersichtlich gewesen wäre, die dies für mich lohnend und sinnvoll hätte erscheinen lassen. Darauf konnte ich aber lange warten; er hatte sich kein Stück verändert. Was das Ignorieren einerseits erst so enorm schwierig machte, andererseits aber davon zeugte, dass ich auf dem richtigen Weg war. Und ich habe es bis zum Ende durchgehalten. Einmal Schulterklopfen.

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I’m a construction site with no body plan. I’ll never be finished unless I’m shown directions.

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Genau das, was ich heute tue, hat irgendwann in ferner Vergangenheit einen Großteil meines Lebens ausgemacht: Nichts. Ich hänge mit Schlafzeug und schlechtem Gewissen im Bett, gammele, schaue mir Videos an, muss aufs Klo, bin zu faul zum Aufstehen und schreibe mit Kepa über selbstgebastelte Aufsitzrasenmäher, aka Schaf mit Stuhl drauf, eifersüchtige Kartoffeln, die auf meiner Terrasse wachsen, und Kunstwerke aus den inneren Strünken von Möhren. Nebenbei betreibe ich halbherzige, unorganisierte Recherche zur Pflanz- und Erntezeit verschiedener Gemüsesorten und verdränge konsequent die Existenz von Neurolinguistik in meinem Leben. Die sowie die akute Notwendigkeit, mich anlässlich der Klausur am Dienstag damit auseinanderzusetzen.

Tage wie heute habe ich vermisst. Auch wenn ich permanent daran denke, was ich gerade alles tun sollte und könnte.

Schrieb ich gestern um diese Zeit, bis Basti kam und wir unsere Projektfinanzen genauer unter die Lupe nahmen, ein wie erwartet deprimierendes Unterfangen. Dann rief mich Lena an, um unsere Verabredung fürs Wochenende zu konkretisieren, und nachdem sie nebenbei erwähnte, dass bei ihnen in der WG seit einer Woche der Spülen- und Spülmaschinenabfluss verstopft war, beschloss ich kurzerhand, dass mein Privathandwerker und von R respektvoll mit Kleinstadt-MacGyver betitelter Allesreparierer das in die Hand nehmen sollte. Also fuhren wir im ekligen Regen zu Lena hoch, wo Basti in Zusammenarbeit mit den restlichen in der WG anwesenden Jungs das unmöglich Scheinende möglich machte und die Siedler-WG zurück in einen spülmaschinen- und spülerfüllten Zustand führte. Dann noch Containern und ab nach Hause, wo wir wie tot ins Bett fielen und ich heute Früh nichtmal mitbekam, wie sich der Arme um halb neun Uhr auf zur Arbeit machte.

Geweckt wurde ich stattdessen um kurz vor zehn durch einen Anruf meiner Mutter. Nachricht des Tages: sie will sich von ihrem letzten Geld ein Rustico in Norditalien kaufen, 160.000m² Grundstück und ein vollständig renoviertes Häuschen mit Strom und Wasser und drei Zimmern auf drei Stockwerken. Niedliche 100m² Grundfläche, aber was will sie auch mit noch mehr Platz. Ein Bachlauf auf dem Grundstück. Fünf Kilometer zum See. Und dazu die ergreifende Zuneigungsbekundung, ich würde das Ding nichtmal bekommen, wenn sie stirbt, sofern ich nicht vorher gearbeitet habe.

Hm. So war sie schon immer. „Wir haben uns alles, was wir haben, hart erarbeitet und du wirst das Gleiche tun.“ Wirklich, ohne Sarkasmus whatsoever, ich liebe diese Einstellung. (Die sie übrigens nicht davon abhält, mir weiterhin monatlich Unsummen an Geld zu überweisen; da kann ich ihr dreitausendmal sagen, dass sie es lassen soll, sie lässt sich einfach nicht überzeugen.) Nur dass es heute natürlich wieder in ein erhitztes Gespräch über Arbeit im Allgemeinen und meine Lage im Spezifischen ausartete, freut mich wenig. Wenn ich sie nur nicht so gut verstehen könnte. Ihre Herangehensweise löst trotzdem jedes Mal wieder reflexartige Widerstandsmechanismen bei mir aus, was traurig ist, weil ich so vermutlich noch mehr den Eindruck erwecke, uneinsichtig und weltfremd zu sein. Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Eindruck sowieso nicht unbedingt der trügerischste ist, führt es einfach nur immer wieder zu abgebrochenen Telefonaten und ekelhafter Stimmung und Hilflosigkeitsgefühl auf beiden Seiten.

Jetzt habe ich mit Trudi beschlossen, einen Versuch zu starten, natürliche Pflegeprodukte herzustellen und zu verkaufen. Damit ist selten jemand reich geworden, schätze ich, aber besser als nichts wäre es doch auch schonmal. Außerdem werde ich mich auf der Stelle umsehen, inwieweit es realistisch ist, dass Leute zu mir kommen und sich von mir helfen lassen, ihre Bewerbungen zu schreiben. Beziehungsweise wie man das erreichen könnte. Ich weiß genau, dass ich dafür geschaffen bin, Leute dabei zu unterstützen, ihre Anliegen jeglicher Art mit einer Präzision und angebrachten Wortwahl zu verbalisieren, wie sie es allein einfach nicht schaffen. Du sagst mir, was du sagen willst, und ich schreibe es für dich. Das tue ich seit Jahren für meine Freunde und Familie. Es muss einen Grund geben, warum man mit so etwas zu mir kommt. Es bereitet mir die größte nur denkbare Freude, jemandem zu ermöglichen, sich auszudrücken. Sie sind so rührend begeistert jedes Mal. Das tut mir gut; ich bin so süchtig nach Bestätigung. Das ist Arbeit, die ich gerne verrichte.

Ferner bin ich dafür gemacht, Texte Korrektur zu lesen. Ohne mich in irgendeiner Weise über den grünen Klee loben zu wollen, aber mein orthographisches und grammatikalisches Verständnis ist irgendwie doch ziemlich stark ausgeprägt. Mein eigener Freund nennt mich einen Sprachnazi (was verständlich ist, weil er wiederum selbst so sprachnazihaft durch die Welt zockelt, dass ich mich ihm gegenüber wenig bis gar nicht zurückhalte und mein Sprachnazitum praktisch in Gänze ausleben kann, ein seltenes Privileg in dieser gleichgültigen, unverständigen Welt). Fehlerhafte Texte machen mich fertig, ich kann es nicht anders sagen. Am liebsten würde ich sie alle korrigieren, alle wie sie da sind, sogar unentgeltlich, aber ich glaube, das wäre bezüglich meiner eigentlichen Lebensplanung gerade kontraproduktiv. Ebenso, wie ich am liebsten der ganzen Welt umsonst Sprachen beibringen und Nachhilfe geben würde, mich aber andererseits schrecklich aufrege, wie die Eltern meiner beiden Schüler mich bezahlungstechnisch ausbeuten. Wo ist der Mensch, der gerne von einer hochqualifizierten Person etwas lernen möchte und bereit ist, im Gegenzug dazu beizutragen, dass sie ihren Lebenszweck erfüllen kann? Wer kauft mir meine eingekochten Semmelknödel aus geretteten Zutaten in geretteten Einmachgläsern ab?

So viel zu meiner Berufung. Fragt sich, wie um alles in der Welt ich in irgendeinem der genannten Bereiche an Aufträge Schrägstrich Abnehmer komme. Werbung machen ist ja mal so gar nicht mein Ding. Und meine Qualifikationen, so real sie auch sein mögen, stehen nunmal auf keinem Papier geschrieben. Ist halt kein Stempel drauf, das will doch keiner. Dass es hierzulande wenig geschätzt wird, was man vom Leben gelernt hat, ist nicht unbedingt die neueste Neuigkeit. Aber alles Andere widerstrebt mir so über alle Maßen. Ich fühle mich schon wieder gefangen. Gleichzeitig bin ich kaum je motiviert genug, einfach mal Bemühungen anzustellen, es auf meine Art und Weise zu versuchen. „Das wird doch eh nichts“ ist der Anfang und das Ende meiner Träume gleichermaßen. Das muss ich in den Griff kriegen, sonst blüht mir eine düstere Zukunft.

Deprimierend…

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Ich bin motiviert,

– meinen BA dieses Jahr tatsächlich zu machen.
– meinen Master in Übersetzung zu machen.
– ein containertarisches Koch- und Handbuch rauszubringen.
– zu versuchen, meine utopische Bewerbungshilfe- und Lektoratsagentur auf die Beine zu stellen.

Ich schaffe es dagegen nicht,

– meine Sanskrit-Mappe fertigzumachen bzw mich darum zu kümmern, sie abzugeben.
– mein Uni-Mail-Postfach regelmäßig zu checken.
– rechtzeitig aus dem Bett zu kommen, um um 11 Uhr vormittags in der Arbeit zu sein.
– Mails und Nachrichten zu beantworten, die sich seit Ewigkeiten in meinen diversen Inboxes stapeln.
– mich um meine sozialen Kontakte zu kümmern bzw meine wichtigsten Kontakte aufrecht zu erhalten.

Was ist verkehrt mit mir? Wenn ich etwas erreichen möchte, sollte ich vielleicht erst einmal dafür sorgen, meinen Alltag zumindest halbwegs vernünftig auf die Reihe zu bekommen.

Marie, du kannst zur Tafel gehn… oder Der Februar und andere wirre Träume

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So, ich lebe dann auch mal wieder.

Oh, ich habe meine Zahnpasta gefunden. Das ist gut. Daneben liegt das Messer, das ich Sonntag containert habe. Auch gut. Scharfe Messer können nie schaden. Wobei, sie können schon schaden, das ist ja das Gute. Wer will schon mit einem Messer sein Gemüse schnibbeln, mit dem man nicht mal schnell einem Lebewesen die Kehle aufschlitzen könnte.

Ich bin paranoid und bilde mir ein, dass mein Freund mich vergisst. Das ungeachtet der Tatsache, dass er mir vorhin vorschlug, diesen Monat noch mit ihm zu seiner Familie hochzufahren, wenn er für seinen Vater dessen Bürgermeister-Wahlprogramm schreiben geht, um zumindest eine völlige Katastrophe zu verhindern. (Also, er will verhindern, dass sein Vater eine Katastrophe anrichtet. Nicht dass du denkst, er würde verhindern wollen, dass ich eine Katastrophe anrichte; so erbärmlich bin ich dann doch nicht, ihm mitteilen zu müssen, dass ich damit rechne, von ihm ratzfatz vergessen zu werden.)

Mir ist unfassbar merkwürdig zumute. Als wäre der ganze letzte Monat einer meiner abstrusen Träume gewesen. Meine Träume sind selten wirklich schrecklich oder wirklich schön, sondern einfach völlig konfus und ohne Sinn. Stell dir vor, was ich mir letzte Nacht schon wieder zusammengesponnen habe. Der Typ, dem ich seit Oktober ständig im Bus begegnet bin, hat mich zum Lasagneessen eingeladen. Dann hat er mir eröffnet, dass er nichts von Monogamie hält. Dann waren wir drei Tage später irgendwie zusammen. Dann habe ich mein komplettes Leben auf Pause gestellt und angefangen, jede meiner freien Minuten mit ihm zu verbringen. Dann habe ich nach und nach gemerkt, wie wunderbar er eigentlich ist. Dann habe ich mich in ihn verliebt. Dazwischen waren irgendwie noch Klausuren, für die ich einfach mal kein bisschen gelernt habe. Ich hab‘ sie trotzdem alle geschafft – sowas funktioniert auch nur im Traum. Dann ist Basti zu mir gezogen. Dann sollte ich eigentlich noch nach Namibia fliegen, weil ich irgendwann mal mit dem Finger auf einem Kaff namens Khorixas gelandet bin. Davor war ich bei Caro, um mit ihr Geburtstag zu feiern, habe sie den halben Abend nur zugejammert, dass ich nicht nach Namibia will, und schließlich meinen Flieger verpasst, bin schnurstracks zurück nach Hause und mit dem ersten Bus zu R, nahtlos zurück in mein pausiertes Leben. Dann hat Basti seine Wohnung bekommen und wir haben ein paar Tage lang in der wunderbarsten Eintracht aller Zeiten zu dritt renoviert. Dann bin ich mit nach München gefahren, hab ihm beim Einräumen geholfen und dann ein paar Stunden lang geheult, weil er wieder mal einen Anflug von „du bist so toll, dass mir keine andere Wahl bleibt als meine vorletzte Bastion auch noch abzureißen“ hatte (wobei sich die vorletzte Bastion auf die Polyamorie bezieht, die letzte auf den Veganismus) und es so unfassbar glaubwürdig klang diesmal, dass ich schon fast Hoffnung hatte, er würde meinem Einwurf, das würde er eh wieder zurücknehmen, diesmal tatsächlich etwas entgegensetzen. Hach ja. Drama. Dann waren irgendwie meine Sachen verschwunden und ich musste mir Jeans und einen Pulli von R anziehen, um meinen Bus nach Hause noch zu erwischen. Dann war ich wieder zu Hause und irgendwie war alles total komisch.

Es ist jetzt immer noch komisch. Ich konnte bisher noch mit niemandem so wirklich darüber reden, weil ich Basti (mit dem ich die letzten beiden Tage praktisch durchgehend rumgehangen habe) davon weitestgehend verschonen möchte und ansonsten noch keinen Kontakt zu Vertrauten hatte. Zumindest nicht in Situationen, in denen es angebracht gewesen wäre, ihnen die Problematik meiner Situation darzulegen. (Sarah und Peruaner-Pedro waren zwar vorhin da, aber die beiden zählen nicht. Zumindest in der Konstellation. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber diese Menschen haben die Fähigkeit, voneinander das Beste herauszuholen, nicht gerade mit Löffeln gefressen.)

Jetzt wäre also zumindest schonmal im Groben umrissen, wie es mir so ergangen ist in letzter Zeit. Und ich muss sehr dringend jetzt schlafen. R schrieb mir zwar vor einer Ewigkeit, dass ich im Funkloch sitze (wir hatten ausgemacht, dass wir vielleicht nochmal telefonieren, wenn Sarah, Pedro und Basti wegsind, und dann hatte ich ihm bescheidgeschrieben und offenbar hat er versucht, mich zu erreichen), aber ich bin zu müde, um noch mit ihm zu reden. Und warum auch, wenn es eh alles ein Traum war. Weird. Surreal. Wie überhaupt alles. Nichtmal der universellen Gültigkeit der Monoamorie ist also zu trauen. Was für eine gigantische Matrix, in der ich da stecke. Ich und die ganze restliche Welt – eben bis auf die Ausnahmen. Ich bin so müde, dass ich kaum mehr wahrnehme, was ich eigentlich tippe. Ich bin dann mal weg. Das sagte ich zu ihm auch immer, wenn er arbeiten musste und ich in der Zeit mich aus der Wohnung verflüchtigt habe. Wie wunderschön und warm die Wohnung jetzt ist, wo Basti drin wohnt. Gar kein Vergleich. Ich hatte letzte Nacht keinen Nerv mehr darauf, von Basti nach Hause zu wandern, und habe bei ihm auf dem Sofa gepennt. Zu R’s Zeiten hätte ich mich unter der Kuscheldecke zu Tode gefroren. So konnte ich einfach die Füße außen drunterherschauen lassen. Welch ein Luxus. Der arme Basti. Ich habe so ein verdammt schlechtes Gewissen.

Muss ich mit der Hand durch den Horizont?

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..sagte ich heute Vormittag im Schlaf, während ich mich im Gemeinschaftsraum der Linguistik noch für ein paar Minuten auf dem Sofa langstreckte und Schlaf tankte, um in Syntax nicht das Bewusstsein zu verlieren.

Ich bin nämlich wieder da. Das war schön. Anstrengend und schön und das beste Rise Against-Konzert, das ich bisher das Vergnügen hatte zu erleben. Unfassbar grandiose Setlist. Meine Güte, was sie alles gespielt haben, ich komm‘ kaum darauf klar. Alive and Well. Last Chance Blueprint. Behind Closed Doors. Hero of War, Swing Life Away und das neue Akustische, People Live Here. Hintereinander.

Und es war toll, mit den Anderen dazusein. Janine, Becci und Robert, und dazu Beccis Schwester Cornelia und Roberts Kumpel Jan, der irgendwie kaum ein Wort mit uns geredet hat, was schade war, denn er wirkte eigentlich ziemlich sympathisch. Aber allein von Robert glückselig angestarrt zu werden, als Give It All kam – und ihn glückselig zurück anzustarren – war diese ganze Reise wert. Inklusive das nächtliche Herumlungern in diversen McDonald’s von Süddeutschland, wo ich, wie nicht anders zu erwarten, einige interessante Bekanntschaften machte. So geht das nämlich. Andere haben vielleicht ausgeklügeltere Methoden entwickelt, Kontakt zu neuen Menschen zu knüpfen; ich hocke mich einfach um zwei bzw. 6 Uhr morgens todesfertig zu McDonald’s und lasse den Dingen ihren natürlichen Lauf. Der da wäre, dass ich im Laufe der Nacht mit einem Besoffenen, einem schwarzen Dreadhead (Jeli – der wollte, dass ich meine Busfahrt verschiebe und den Tag über in Freiburg bleibe, um mit ihm wer weiß was zu machen – er hat es nicht weiter spezifiziert, aber ich kann es mir denken) und einem obdachlosen Juristen (Bernhard – der mich durch das Fenster hindurch so lieb angrinste, dass ich nicht anders konnte, als zurückzugrinsen, woraufhin er reinkam und sich mit den Worten „Ich hab‘ dir nen Kalender mitgebracht – und hier, noch mehr, für deine Freundinnen, damit ihr euch nicht streitet“ zu mir setzte) geredet habe – auf so eine Quote komme ich tagsüber selten. Ich passe einfach furchterregend gut in diese Szene. Bahnhofs-McDonald’s bei Nacht, da bist du umgeben von den skurrilsten und faszinierendsten, heruntergekommensten Gestalten, bei denen du dich einfach nicht verstellen musst. Das ist endlich mal eine Welt, in der ich normaler bin als der Durchschnitt und trotzdem akzeptiert werde.

Ich übrigens weiß ziemlich genau, was Donnerstag gegen halb acht Uhr passieren wird. Da kommen Leute zu mir und – oh, gute Idee; ich sollte grad mal die Rundmail schreiben, damit auch wirklich außer Lisa und Kepatto noch jemand kommt.

So, dann wäre das geschafft. Marc, Elke, Gloria und Simón sind also auch über die Euskal Afaria informiert – allerspätestens, wenn sie meine Einladungsmail aufmachen. Ich bin gespannt, ob sie sich alle blicken lassen. Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl dabei, Simón einzuladen, weil ich außerhalb von Morfología kaum je einen Satz mit ihm gewechselt habe, andererseits kann es schlecht angehen, ihn außenvorzulassen, wenn der Rest von Enaras in der Stadt anwesenden ehemaligen Original-Vacas sich hier zusammentut. Immerhin kennen sie sich ja untereinander, und wir „möchtegern-euskaldun berriak“ kennen uns. Und ein bisschen haben sich die Gruppen ja auch schon vermischt, in Form von Kepas und meiner, äh, Freundschaft und seiner und Lisas Bekanntschaft, und Rini ist ja auch sowohl Lisa als auch mir nicht gerade die fremdeste Person aller Zeiten.

Ich sollte irgendwie doch wirklich mal mit ihm reden. Ich weiß zwar auch nicht konkret, wie, und über was überhaupt, aber wenn ich es nicht mache, bleibt mir nur die herrliche Aussicht, zu einer Mischung aus Sarah und Trudi zu mutieren. Zwei Formen der Akzeptanz entsetzlichster Ohnmacht und Hilflosigkeit, die ich mir beim besten Willen eigentlich nicht erlauben kann. Das Problem ist, wenn ich erstmal rausfinde, was das nun eigentlich sein soll hier, habe ich nicht mehr die Ausrede, es einfach nicht zu wissen, und kann eigentlich nur vom Regen in die Traufe kommen, sprich, ich bin jetzt Sarah (die sich einfach die ganze Zeit Hoffnungen macht und wartet, dass es irgendwann doch noch was wird) und werde dann zu Trudi (die einfach wie Dreck behandelt wird, das ganz genau weiß und trotzdem nicht aufhören kann, sich dran zu klammern).

Mein Nacken. Wie weh er tut. Wie weh überhaupt meine Oberkörpermuskulatur tut. Es war wirklich ein gutes Konzert.

Wenn er wenigstens Haare hätte.

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Für heute habe ich mir viel vorgenommen. Eigentlich zu viel; die Liste ist fast eine Seite lang und es sind Tausende Sachen drauf, die wirklich Zeit und ein bisschen Faulheitsüberwindung in Anspruch nehmen, sodass ich momentan geringfügig demotiviert im Bett sitze und einfach schonmal froh bin, dass ich wenigstens schon gefrühstückt habe. Da Kepa-Pedro nichts mehr hat hören lassen, nehme ich an, dass ich zumindest nicht durch ein Auftauchen seiner in meiner Produktivität eingeschränkt werden werde. Mongo. Das macht man doch nicht. Erst sagen, dass er hier ist am Wochenende, und ob wir uns sehen, und dann nichts mehr verlauten lassen. Aber so habe ich immerhin eine Chance, ein paar Sachen heute erledigt zu bekommen. Und ich kann zum Foodsharing-Treffen gehen. Und mit Sarah treffe ich mich dann um acht.

Gawd, der Kanadier ist merkwürdig.
Und eben gerade kam es mir zum ersten Mal in den Sinn, ihn bei Facebook zu stalken. Und siehe da, ich habe ihn – und es wird einfach nicht besser. Wie kann ein Mensch so ..argh. Sein ganzes Denken macht mich halb wahnsinnig. Unsere perfekte, vollkommene menschliche Inkompatibilität macht mich wahnsinnig. Es ist, als hätte jeder von uns einen komplett anderen Teil der Welt zu seinem Wirkungskreis gewählt, und jetzt reiben sich unsere Kreise nervenzermürbend aneinander und schaffen es einfach nicht, sich zu überlappen. Warum tun wir das?

Und er hat keine Haare.

Oha, ich hab‘ geträumt, Hannes wäre gekommen. Haha, oh ja… Trudi war auf dem besten Wege, ihm zu verzeihen – ich war schon am Durchdrehen – und dann hat er so eine Taktlosigkeit von sich gegeben, dass sogar Trudi es geschafft hat, ihn einfach nur angeekelt rauszuwerfen. Das jetzt bitte in der Realität und die Welt ist ein Stück besser.

Ich geh‘ aufräumen.

Edit: Doch kein Mongo. There goes my productive Sunday.

Entlaufene Hyänen und andere Allnächtlichkeiten

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Bevor ich gleich trotz Erkältung und daraus resultierender latenter Matschigkeit in die Arbeit fahre (mainly weil ich keine Lust habe, es morgen nachzuarbeiten), muss ich noch schnell ein paar gestörte Träume von vor ein paar Nächten konservieren.

Also, Nummer 1.
Mit einigen Menschen auf einer Anhöhe in einer Stadt versammelt. Polizei ruft Warnungen aus, die Löwen hätten sich jetzt über die gesamte Stadt ausgebreitet. Einer stromert nur wenige Meter von uns entfernt durch die Büsche. Ich verstehe langsam, dass sie aus dem städtischen Tierpark ausgebrochen sind; es herrscht Ausnahmezustand.
Von hinten nähert sich eine Hyäne. Ein Mädchen missachtet alle Warnungen und geht runter, um mit ihr den Kampf aufzunehmen. Die Hyäne reißt ein riesiges Loch in ihren Bauch. (Und ich meine riesig.) Sie schleudert das Tier in einem Versuch, sich zu befreien, direkt zu uns auf die Anhöhe.

Und Nummer 2.
Ausflug in eine fremde Stadt mit einer merkwürdig zusammengesetzten Gruppe von Leuten aus meiner alten Stufe und welchen aus der Uni. Wir kommen in der Jugendherberge an; die Schlafräume sind riesig, mit bestimmt 30 Betten pro Zimmer. Wir stellen fest, dass wir uns auf mehrere Räume verteilen müssen, weil große Teile schon besetzt sind. Sarah D. eröffnet mir, dass wir nicht nur für ein Wochenende dasind, wie ich gedacht hatte, sondern für 6 bis 7 Tage. Ich bin überfordert, weil ich nicht genug Sachen eingepackt habe.
Am nächsten Morgen sollen wir uns mit der ganzen Gruppe in einer Taverne treffen. Es ist ziemlich weit weg, eine halbe Stunde zu Fuß in etwa. Gegen Ende des Weges bemerke ich, dass ich noch mein Schlafzeug anhabe. Ich bin entsetzt und sage zu Sarah, mit der ich wieder unterwegs war, wieso sie mir die ganze Zeit nichts gesagt hat. Die ganzen neureichen Bonzenkinder aus meiner Stufe werden mich in der Luft zerreißen, wenn ich in meiner gammeligsten Schlafhose und einem quietschroten XXXL-Euskal-Herria-T-Shirt dort aufkreuze.
Wir kommen an und ich verkrieche mich erstmal im Bad, von wo aus ich Sarah beteuere, dass ich nicht da hineingehen kann. Sie überredet mich, es doch zu tun, und wir gehen in den Raum und setzen uns an die letzten freien Plätze. Natürlich fangen sie alle an, mich anzustarren und Bemerkungen abzugeben. Mir gegenüber sitzt Kepa-Pedro, der mich über den Tisch hinweg tätschelt und sagt, „ich weiß nich, was die alle haben; du hast ’n Baskenland-T-Shirt an, is doch alles okay“, und mir, damit ich mich besser fühle, ein Video von sich auf seinem Handy zeigt, wie er völlig dicht auf einem Tisch steht und ziemlich laut und falsch irgendwas singt. (Selten so realistisch geträumt; das ist doch alles absolut im Bereich des Möglichen.)

Und jetzt geh‘ ich arbeiten.

Ein Déjà-Vu.

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Gerade aufgewacht.
Traum. Es war ein Traum. Ich bin geringfügig erschüttert davon, wie froh ich bin.

Links neben mir an der Wand sitzt eine zuckersüße natürliche Blondine, die mit etwas, das sie sagt, seine Aufmerksamkeit erregt und ihn dazu bewegt, quer durch den Raum zu uns zu kommen. Er schaut sie mit einer solchen Intensität im Blick an, dass ich mich schon frage, wie sie das aushält.

Eine gute Freundin von mir ist da, auf einmal. Sie setzt sich rechts neben mich und wir drei fangen an, uns angeregt zu unterhalten (die Blondine ist nicht mehr da). Wir lachen so sehr, dass ich kaum mehr aus den Augen gucken kann. Sie küssen sich direkt vor meinen Augen, im wahrsten Sinne des Wortes. Weil ich im Weg bin, kann ich nichtmal genau feststellen, was los ist. Sie sagt perplex, „war das gerade ein zwischenmenschlicher Moment?“. Er bejaht. Darauf sie: „das war unser erster Kuss!“ Ich bin noch verwirrt und sage, „eurer oder unserer?“ – weil ich, wie gesagt, so im Weg saß, dass kaum festzustellen war, ob sie nun mich küsst oder ihn.
„Meiner und seiner“, sagt sie lachend. Mich durchzuckt ein ekliges Gefühl. Ich lache auch und weise sie darauf hin, dass es dann doch aber doch gar nicht stimmt. „Da hast du aber was vergessen.“ Zumindest soweit ich informiert war.
Sie ist neugierig, was das Verhältnis zwischen ihm und mir betrifft, und fragt ihn. „Ach was, wir sind Freunde“, sagt er. „Es gab noch keine Gelegenheit, bei der ich sie gewollt hätte.“ (Es klang im Traum auf alle Fälle grammatikalisch korrekter; keine Ahnung, was da los war. Ich bin auch ziemlich sicher, dass es Deutsch war, obwohl es auf jeder anderen Sprache mehr Sinn macht.)

„Mhm“, mache ich und falle zurück – das trifft es wirklich ganz gut – in die vertraute „und das macht mir auch gar nichts aus“-zweite Haut, die einen so einschnürt, dass man nicht mehr weiß, wie man noch atmen soll. Selbst im Traum war ich entsetzt über das Wiederauftreten einer solchen Konstellation in meinem Leben. Es machte mir sehr viel aus.

Sie ist beruhigt. „Siehst du, du hast dir schon wieder Sachen eingebildet. Du bildest dir immer alles ein.“ Und zu ihm: „Ihre Beziehungen sind nämlich immer einseitig.“

Ich, von dieser Dreistigkeit wie vor den Kopf geschlagen, fange an, wie wild vor ihrem Gesicht herumzufuchteln, damit sie aufhört zu reden. Sie kann doch das nicht einfach so sagen. Aber sie hört nicht auf. Sie hört nicht auf; ich kann immer weniger glauben, was sie buchstäblich über meinen Kopf hinweg alles über mich auspackt. Meine schlimmsten Ängste und Unsicherheiten. Warum um alles in der Welt tut sie das?

Irgendwann gehe ich weg, was, glaube ich, auch das Ende des Traumsegments war.

Und ich mache mir Sorgen, was das nun für mein waches Leben zu bedeuten hat.

Idazten.

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Schriftliche Kommunikation ist das Fürchterlichste, was man sich vorstellen kann. Klar ist sie nebenbei auch lebenswichtig und absolut essenziell für das menschliche Dasein, aber trotzdem. Ugh. Gerade im Zeitalter des Internets bin ich mir fast sicher, dass eine unfassbare Anzahl an Missverständnissen und allgemeiner Fehlkommunikation über dieses Medium auftreten. Sicher sind diese meistens dank der rasenden Geschwindigkeit, mit der das alles heutzutage so vonstattengeht, auch schnell wieder behoben, aber was, wenn nicht?

Wie gern würde ich einfach alles Geschriebene einmal ausgesprochen hören, damit alles an (eben nicht) mitschwingenden Subtilitäten mir dazu vermittelt wird. Gerade der Tonfall ist doch so immens wichtig. Mir vor allem; ich brauche ihn, um bestätigt zu bekommen, dass das, was ich da gerade (eben nicht) zu hören bekommen habe, nicht so böse gemeint ist, wie ich es im Zweifel auffasse.
Unsichere Menschen sind keine geborenen Chatter. Wir behelfen uns mit Emoticons, um unsere Intention auch ganz sicher so glasklar rüberzubringen, wie es nur irgend möglich ist. Würde der Rest der Welt das auch tun, hätten wir ein Problem weniger.

Jetzt werde ich gerade ganz entsetzlich müde. Dabei habe ich nicht die geringste Lust zu schlafen; am liebsten würde ich mir die Nacht um die Ohren schlagen, dabei Ken Zazpi hören und Zea Mays und Berri Txarrak, und all die anderen Sachen, die ich noch gerne machen würde, könnte ich dadurch gleich schon vergessen, weil mir in Anbetracht der übernatürlichen Musik niemals genug Konzentration dafür bleiben würde.

Das kommt nun also davon, dass ich morgen zu JO fahre. Das letzte Mal, dass ich bei ihr war, habe ich Olatuz Olatu gehört – so oft, dass es kaum mehr aus meinem Kopf verschwinden wollte und zusammen mit dem ebenfalls zu der Zeit dort angesiedelten Hey Jude eine recht interessante Kombi ergab. Und als ich eben darüber nachdachte, dass ich ja morgen zu JO fahre, kam mir natürlich Ken Zazpi in den Sinn, wie auch nicht.

Und was nicht noch alles. „Morgen fahr‘ ich nach Frankfurt, und übermorgen fahr‘ ich nach Luxembourg“, sagte ich vorhin, als Sebi und Sarah und ich einen nächsten Termin für die Bandprobe festmachen wollten. „Was machst du in Frankfurt?“, fragte Sebi. „Bei Uki?“

Vielleicht nicht. Vielleicht eher bei JO, die ich übrigens alle Nase lang mal dort besuche. Was um alles in der Welt habe ich verkehrt gemacht, dass nach der ganzen Zeit jeder, der hört, wo ich hinfahre, mit dem Ukumensch ankommt. Außerdem habe ich irgendwann mal geträumt, beim Ukumensch vor dem Haus rumzulungern und dann zu ihm hoch zu flüchten, weil irgendein Asi-Kind neben mir Hip Hop anmacht, und mordserstaunt zu sein, dass er mich seiner Kein-Spontanbesuch-Policy zum Trotz überhaupt reinlässt.

Wecker ist gestellt auf halb acht. Ich weiß nicht, wie ich das überleben soll. Ich habe mir aber auch schon jetzt so halbwegs vorgenommen, nicht zu Sentence Processing zu gehen, in erster Linie weil ich wieder das Paper nicht gelesen habe und es langsam unangenehm wird, in einer Gruppe von 5-6 Leuten immer diejenige zu sein, die nie Kursmaterialien dabei- oder sich tatsächlich mal vorbereitet hat. Außerdem werde ich eh erst zu Euskera wach. Ich freue mich jetzt schon wieder drauf. Was für ein Lebenselexier dieser Kurs ist.

Aber jetzt bin ich so geschlaucht, dass mir die Tastatur vor den Augen verschwimmt und ich das Gefühl habe, gleich ins Koma zu fallen. In dem Sinne: GNOM.

Regentag, Regentag…

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…den man nur verschlafen mag.

(Möglichst ohne zu träumen, jemand wolle einen vergewaltigen. An sich ist es ja ganz erfreulich, dass mein Unbewusstes mir inzwischen offenbar ausreichend physische Attraktivität zuschreibt, um überhaupt als Vergewaltigungsopfer in Frage zu kommen, aber an sich war der Traum mehr verstörend als alles Andere.)

Gedacht, getan – der Bus zur Uni hat heute früh auf Grund von Überfüllung niemanden mehr hereingelassen und wäre wahrscheinlich vor den Augen der Wartenden gnadenlos durchgerauscht, hätten nicht ein paar Menschen dort das Ziel ihrer Reise erreicht und so die Überfüllung zumindest ein klein wenig erträglicher gemacht, wenn auch noch nicht erträglich genug, um Frischfleisch hereinzulassen.

Meine Motivation, überhaupt hinzugehen, ließ sich davon bereitwillig in den Keller scheuchen, sodass ich um halb zehn schon wieder im Bett war und meinen Tag somit gerade zum zweiten Mal beginne.

Und es erwarten mich erfreuliche Dinge. Zuerst werde ich seit Langem mal wieder Klavier unterrichten; Sofie hat sich neulich völlig aus dem Nichts gemeldet – ich dachte schon, ich würde in diesem Leben nichts mehr von ihr hören. So aber gehe ich um halb sechs zu ihr. Relativ direkt im Anschluss ist Bandprobe. Wenn man die weniger freudige Erwartung von Sebis Unfähigkeiten mal beiseitelässt, ist das nach wie vor ein sehr freudiges Ereignis.

Morgen ist schon Abreisetag meiner Großeltern. Das ging schnell. Es war auch wirklich schön mit ihnen, sobald ich einmal akzeptiert hatte, dass sie ständig und immerzu alles für mich bezahlen. Letztendlich bringt es ja nichts, jedes Mal Energie aufs Protestieren zu verschwenden. Wenn’s sie glücklich macht.. Gestern haben Susmita, Trudi und ich noch Chicken Tikka Masala gekocht (plus eine vegetarische Version, natürlich) und uns mit Oma & Opa zusammen darüber hergemacht. Lustig war’s, das Essen war köstlich (wie nicht) und die Sprachbarriere war gar nicht so dramatisch wichtig, hatte ich den Eindruck. Sie war halt nur ein bisschen ruhig. Aber ich drehe jedes Mal durch, wenn ich sie ein paar Brocken Deutsch reden höre, weil es sich so niedlich anhört und ich stolz auf sie bin, warum auch immer, ist ja nicht so, als wäre sie hier seit über einem Jahr und würde immer noch standhaft am Englisch festhalten.