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Baum fällt!

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Im Leben wäre ich nicht darauf gekommen.

Es hat alles Sinn gemacht – Yannick und die Pedelecs und die Dreckschuhe.

Wie ich es mir seit Jahren gewünscht habe: ich habe einen Baum bekommen, ein Ungetüm von einem Baum für meinen Balkon, den ich mir selbst aussuchen durfte aus einer ganzen Reihe von amerikanischen Ahörnern im Garten von R’s Arbeitskollegen, dem die unschöne Aufgabe bevorsteht, diese in absehbarer Zeit zu beseitigen, da sie Gefahr laufen, auf die an sein Grundstück direkt angrenzende Straße zu fallen.

Es wurde also ein ganzer Baum für mich gefällt. Eigentlich wurden zwei Bäume gefällt, denn ich habe mir zwei ineinander verwachsene Stämme ausgesucht, die sich nach oben hin auf die kunstvollste Art verzweigen und sich perfekt dafür eignen, wie eine Skulptur in der Balkonecke zu stehen und mit Pflanzen behangen zu werden.

Am Ende des mehrstündigen Baumfällprozesses stellte sich dann heraus, dass der Zwei-Meter-Koloss nicht nur aufgrund des eingelagerten Wassers tonnenschwer, sondern auch zu ausladend für das uns zur Verfügung stehende Transportmittel war. So haben wir ihn vorerst zum Trocknen auf Kais Grundstück belassen und holen ihn beizeiten im Anhänger zu uns. Keinem von uns ist bisher klar, wie wir ihn dann durch die Tür bekommen wollen, aber eins nach dem Anderen.

Nur umziehen kann ich nicht mehr, wenn erstmal dieser Baum auf meinem Balkon steht.

Fateful Friday

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Mike hat mir abgesagt. Allerdings erst eine halbe Stunde bevor wir uns treffen wollten, sodass ich trotzdem geduscht und angezogen dem restlichen Tag ins Auge sehen konnte – etwas, das niemals passiert wäre, hätte ich von vornherein gewusst, dass die Notwendigkeit nicht besteht. Wir haben das Treffen auf Dienstag verschoben. Mein antisozialer Anteil war heilfroh, heute so knapp nochmal davonzukommen, und beißt sich im Angesicht der Aussicht in den Bauch, am Dienstag gleich zweimal das Haus verlassen zu müssen, aber gerade deshalb sollte ich mich als Gesamtperson über genau dieses Herausgerissenwerden doch wirklich freuen.

In etwa einer Stunde müsste R zu Hause sein und bekanntgeben, wie es um seine Ausbildung bestellt ist. Nachdem das Praktikum sich als relativ harter Brocken erwiesen hat, aus dem er zwar das Beste gemacht hat, aber zumindest zwischenzeitlich nicht unbedingt zu hundert Prozent zuversichtlich hervorging, dürfte dieser letzte Tag, mehr noch als für die Entscheidung der Firma, für seine eigene Einschätzung der Dinge maßgeblich gewesen sein. In jedem Fall darf ich gespannt darauf sein, was er berichtet, wenn er ankommt.

Ähnlich neugierig, auch wenn es in keinem Verhältnis zueinander steht, bin ich, was der morgige Tag wohl bringt. Meinem exorbitanten Spoilerhass entgegenkommend hat R bislang nur verlauten lassen, dass wir unsere Pedelecs dafür brauchen und Yannick mit von der Partie sein sollte – und dass wir rechtzeitig wieder zu Hause sein werden, um uns abends mit den Nachbarn zu treffen. Was ich davon halten soll, ist mir (zum Glück) unbegreiflich. Fahrradfahren bei diesen klimatischen Verhältnissen versuche ich unter normalen Umständen so gut es geht zu vermeiden. Yannicks Rolle in dem Unterfangen ist ebenso ein Mysterium, zumal es (so viel weiß ich dann doch schon) nichts mit dem als mein Weihnachtsgeschenk noch ausstehenden Flohmarktbesuch zu tun hat und Yannicks Gegenwart als Autobesitzer jedes Fahrrad eigentlich obsolet macht.

Aber ich werde es früh genug erfahren. Heute Abend hoffe ich erst einmal, dass R mit guten Neuigkeiten heimkommt, damit wir den Sekt, der auf der Terrasse darauf wartet, zum Zwecke des Geburtstagsnachfeierns von uns geköpft zu werden, in blendender Laune vernichten können.

„Es liegt nicht an dir, es liegt an mir.“ Pt. 2

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Okay, also, turns out, einer der mir am nächsten auf der Welt stehenden Menschen schreibt mir gerade recht random bei Facebook, sie wolle unsere Freundschaft gerade nicht in ihrem Leben. Danke.

Well. Ich hoffe, dir ist klar, dass du dich melden solltest, wenn sich das mal wieder ändern sollte. As you know, I’m good at handing out second chances.