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„Es liegt nicht an dir, es liegt an mir.“ Pt. 2

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Okay, also, turns out, einer der mir am nächsten auf der Welt stehenden Menschen schreibt mir gerade recht random bei Facebook, sie wolle unsere Freundschaft gerade nicht in ihrem Leben. Danke.

Well. Ich hoffe, dir ist klar, dass du dich melden solltest, wenn sich das mal wieder ändern sollte. As you know, I’m good at handing out second chances.

Marie, du kannst zur Tafel gehn… oder Der Februar und andere wirre Träume

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So, ich lebe dann auch mal wieder.

Oh, ich habe meine Zahnpasta gefunden. Das ist gut. Daneben liegt das Messer, das ich Sonntag containert habe. Auch gut. Scharfe Messer können nie schaden. Wobei, sie können schon schaden, das ist ja das Gute. Wer will schon mit einem Messer sein Gemüse schnibbeln, mit dem man nicht mal schnell einem Lebewesen die Kehle aufschlitzen könnte.

Ich bin paranoid und bilde mir ein, dass mein Freund mich vergisst. Das ungeachtet der Tatsache, dass er mir vorhin vorschlug, diesen Monat noch mit ihm zu seiner Familie hochzufahren, wenn er für seinen Vater dessen Bürgermeister-Wahlprogramm schreiben geht, um zumindest eine völlige Katastrophe zu verhindern. (Also, er will verhindern, dass sein Vater eine Katastrophe anrichtet. Nicht dass du denkst, er würde verhindern wollen, dass ich eine Katastrophe anrichte; so erbärmlich bin ich dann doch nicht, ihm mitteilen zu müssen, dass ich damit rechne, von ihm ratzfatz vergessen zu werden.)

Mir ist unfassbar merkwürdig zumute. Als wäre der ganze letzte Monat einer meiner abstrusen Träume gewesen. Meine Träume sind selten wirklich schrecklich oder wirklich schön, sondern einfach völlig konfus und ohne Sinn. Stell dir vor, was ich mir letzte Nacht schon wieder zusammengesponnen habe. Der Typ, dem ich seit Oktober ständig im Bus begegnet bin, hat mich zum Lasagneessen eingeladen. Dann hat er mir eröffnet, dass er nichts von Monogamie hält. Dann waren wir drei Tage später irgendwie zusammen. Dann habe ich mein komplettes Leben auf Pause gestellt und angefangen, jede meiner freien Minuten mit ihm zu verbringen. Dann habe ich nach und nach gemerkt, wie wunderbar er eigentlich ist. Dann habe ich mich in ihn verliebt. Dazwischen waren irgendwie noch Klausuren, für die ich einfach mal kein bisschen gelernt habe. Ich hab‘ sie trotzdem alle geschafft – sowas funktioniert auch nur im Traum. Dann ist Basti zu mir gezogen. Dann sollte ich eigentlich noch nach Namibia fliegen, weil ich irgendwann mal mit dem Finger auf einem Kaff namens Khorixas gelandet bin. Davor war ich bei Caro, um mit ihr Geburtstag zu feiern, habe sie den halben Abend nur zugejammert, dass ich nicht nach Namibia will, und schließlich meinen Flieger verpasst, bin schnurstracks zurück nach Hause und mit dem ersten Bus zu R, nahtlos zurück in mein pausiertes Leben. Dann hat Basti seine Wohnung bekommen und wir haben ein paar Tage lang in der wunderbarsten Eintracht aller Zeiten zu dritt renoviert. Dann bin ich mit nach München gefahren, hab ihm beim Einräumen geholfen und dann ein paar Stunden lang geheult, weil er wieder mal einen Anflug von „du bist so toll, dass mir keine andere Wahl bleibt als meine vorletzte Bastion auch noch abzureißen“ hatte (wobei sich die vorletzte Bastion auf die Polyamorie bezieht, die letzte auf den Veganismus) und es so unfassbar glaubwürdig klang diesmal, dass ich schon fast Hoffnung hatte, er würde meinem Einwurf, das würde er eh wieder zurücknehmen, diesmal tatsächlich etwas entgegensetzen. Hach ja. Drama. Dann waren irgendwie meine Sachen verschwunden und ich musste mir Jeans und einen Pulli von R anziehen, um meinen Bus nach Hause noch zu erwischen. Dann war ich wieder zu Hause und irgendwie war alles total komisch.

Es ist jetzt immer noch komisch. Ich konnte bisher noch mit niemandem so wirklich darüber reden, weil ich Basti (mit dem ich die letzten beiden Tage praktisch durchgehend rumgehangen habe) davon weitestgehend verschonen möchte und ansonsten noch keinen Kontakt zu Vertrauten hatte. Zumindest nicht in Situationen, in denen es angebracht gewesen wäre, ihnen die Problematik meiner Situation darzulegen. (Sarah und Peruaner-Pedro waren zwar vorhin da, aber die beiden zählen nicht. Zumindest in der Konstellation. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber diese Menschen haben die Fähigkeit, voneinander das Beste herauszuholen, nicht gerade mit Löffeln gefressen.)

Jetzt wäre also zumindest schonmal im Groben umrissen, wie es mir so ergangen ist in letzter Zeit. Und ich muss sehr dringend jetzt schlafen. R schrieb mir zwar vor einer Ewigkeit, dass ich im Funkloch sitze (wir hatten ausgemacht, dass wir vielleicht nochmal telefonieren, wenn Sarah, Pedro und Basti wegsind, und dann hatte ich ihm bescheidgeschrieben und offenbar hat er versucht, mich zu erreichen), aber ich bin zu müde, um noch mit ihm zu reden. Und warum auch, wenn es eh alles ein Traum war. Weird. Surreal. Wie überhaupt alles. Nichtmal der universellen Gültigkeit der Monoamorie ist also zu trauen. Was für eine gigantische Matrix, in der ich da stecke. Ich und die ganze restliche Welt – eben bis auf die Ausnahmen. Ich bin so müde, dass ich kaum mehr wahrnehme, was ich eigentlich tippe. Ich bin dann mal weg. Das sagte ich zu ihm auch immer, wenn er arbeiten musste und ich in der Zeit mich aus der Wohnung verflüchtigt habe. Wie wunderschön und warm die Wohnung jetzt ist, wo Basti drin wohnt. Gar kein Vergleich. Ich hatte letzte Nacht keinen Nerv mehr darauf, von Basti nach Hause zu wandern, und habe bei ihm auf dem Sofa gepennt. Zu R’s Zeiten hätte ich mich unter der Kuscheldecke zu Tode gefroren. So konnte ich einfach die Füße außen drunterherschauen lassen. Welch ein Luxus. Der arme Basti. Ich habe so ein verdammt schlechtes Gewissen.

Slightly unreal…

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…but oh so happy.

Ich hab‘ mich den ganzen Tag merkwürdig gefühlt. Hab dementsprechend gegen zwei Uhr mittags angefangen, Lauras und meinen übrigen Wein zu vernichten, was das Ganze besser gemacht hat. Gelernt habe ich auch – ich kann meine Klausuren mitschreiben, after all, und somit sehe ich mich nunmehr der Herausforderung gegenüber, innerhalb von 2 Wochen alles zu lernen, das ich unterm Semester hätte lernen sollen. Die übliche Klausurenphase halt.

Mit Janine habe ich geredet, endlich mal wieder. Meine Güte, was war das lang her. Gestern haben Robert und ich uns mal wieder erwischt, als ich vom Foodsharing-Kennenlerntreffen nach Hause kam (zu dem ich mich trotteligerweise gemeldet hatte, völlig das um 18.00 beginnende Spiel außer Acht lassend – zu WM-Zeiten werde sogar ich fußballinteressiert. Aus diversen Gründen, die zu erläutern mich manche Leute immer wieder auffordern, aber ich kann es alles nicht mehr hören), was auch schon überfällig war. In einem Monat, zusammen mit meinen Klausuren, ist auch sein Praktikum endlich mal vorbei, sodass er wieder zu einer halbwegs vernünftigen Zeit abends dasein und skypen kann, nicht wie in den letzten zwei Monaten. Um vier Uhr aufzustehen und dann den Tag über wirklich hart zu arbeiten bringt halt schon Konsequenzen mit sich. Ich freue mich trotzdem sehr, dass er das Praktikum macht. Auch wenn er jetzt wahrscheinlich doch erst zum nächsten SoSe die Uni wechselt. Es gäbe noch Kurse, die ihn wirklich interessieren würden – dann soll er die halt noch machen. Hauptsache er wechselt dann und kommt aus der TU endlich heraus, die ihn so brutal überfordert. Ist ja nicht so, als würde er sich nicht den Arsch abarbeiten und trotzdem ständig durch Sachen durchfallen.

Gleich werde ich mal wieder betrunken containern gehen. Ich brauche irgendwas für morgen, denn ich habe keine Lust, schon wieder Reis mit Gemüse zu essen. Falls ich allerdings keine Creme Fraiche finde (was ein exorbitanter Zufall wäre), kann ich auch keinen Flammkuchen mit dem geretteten Teig machen und werde vermutlich doch wieder auf Grundnahrungsmittel zurückgreifen müssen.

Ich habe endlich angefangen zu lernen. Nachdem Laura gestern früh gefahren ist, war ich danach kurz mit Lisa in der Uni (zwecks MT-Hausaufgabe) und habe dann bis 5 Uhr geschlafen – und hätte wohl noch weitergeschlafen, hätte mich nicht Robert angerufen. Dann war auf einmal mein Computer kaputt. Dann ging er wieder (ich vermute mal, die Festplatte war irgendwie locker), dann fiel er wieder aus (gleiches Problem), dann habe ich erstmal eine Datensicherung durchgeführt und die erste Spielhälfte geguckt, dann mit Maurizio (der noch weniger gern mit fremden Menschen redet als ich, was natürlich wunderbare Voraussetzungen waren) das Foodsharing-Kennenlerntreffen geschaukelt – immerhin zwei interessierte Leute waren da, und wir konnten sie beide zumindest probeweise anwerben – und dann Morfología gelernt. Heute weiter – als ich dann erstmal in der Lage war, mich ein bisschen zu sortieren. So verwirrende Träume hatte ich lang nicht mehr. Es hatte etwas mit Billie Joes Bruder Scar zu tun, der eine Affäre mit seiner Frau hatte und nebenbei versucht hat, mich zu essen. Frag nicht.

Ich werde morgen mal wieder zum Foodsharing-Treffen gehen. Ich war schon seit ewigen Zeiten nicht mehr da. Irgendetwas kam jeden Sonntag dazwischen. Dabei ist es mir so wichtig.
Jetzt aber.

Und ich werde mir Passbilder machen, biometrische, damit ich endlich meinen neuen Reisepass beantragen und Laura in Russland besuchen kann. Wenn ich schon durch Susmitas entsetzliche Finnland-Pläne (die sich darauf belaufen, zwischen dem 10. und dem 14. August aus Deutschland zu verschwinden) gezwungen war, die Euskadi-Reise zu canceln. Was mir natürlich viel Freude bereitet hat und ganz bestinnt kein Déjà-vu von letztem Sommer, bestimmt nicht.

Mit Caro habe ich auch heute geredet – und sie überzeugt, mal langsam mit Löschaktionen anzufangen, sodass sie den altbekannten Menschen jetzt aus Skype und Youtube entfernt hat. Weitere Aktionen werden folgen, wenn ein halbes Jahr um ist. Das ist fair, das habe ich ihr zugestanden, ich habe ja selbst ein paar Monatchen gebraucht, bis alle Löschaktionen vollzogen waren. Die letzte war am 5. Mai 2012, wie ich vorhin durch Stammesforschung an mir selbst herausgefunden habe. Aber sie ist auf einem guten Weg.

Ihr hat er ja auch gesagt, sie würden Freunde bleiben. Sie wollte auch ganz bestimmt nicht zusätzlich zu ihrem Freund noch ihren besten Freund verlieren. Das hat mich zuerst nicht sehr fröhlich gestimmt, muss ich sagen, aber er hat es geschafft, sie genau so wie mich aus dem Fenster zu schmeißen – sie hat er auch nicht mehr wirklich kontaktiert. So ein Mongo. Deshalb freue ich mich, wenn sie es schafft, ihn zu löschen. Alles auf einmal war ihr jetzt doch zu schnell, sie sagte etwas von „noch Zeit geben“ und dem Verhältnis zu den ganzen Jahren zuvor. Aber ich sage dir (und sagte ihr), wenn man wartet, vergeht die Zeit eh so unendlich langsam, dass es durchaus sein kann, dass ein halbes Jahr einem so viel vorkommt wie fünf Jahre vorher.

Merkwürdig, eigentlich wollten Robert und ich wieder reden hetue, aber er tauchte gar nicht mehr auf jetzt. Wahrscheinlich ist er schon wieder eingepennt. Nuja, ich kann es ihm nicht verdenken. Bald wird es alles wieder normaler, zum Glück.

Ich mach’mir ja Gedanken um den Umzug. Wie ich das machen soll mit all den Möbeln. Ich bekomme Lisas Möbel – sie geht nach Litauen für ein Semester und hat ihre Wohnung gekündigt, sprich, sie muss einiges an Mobiliar loswerden. Ich bin dankbare Abnehmerin. 1. August ist Einzugsdatum, wir können die Wohnung aber vorher schon zwei Wochen lang mit Möbeln etc bestücken. Trudis Eltern helfen uns und kommen aus Böblingen mit einem Riesentransporter.

Trudi wurde ihr Studienkredit gekündigt. Ich hoffe einfach, dass sich das alles regelt, sonst stecken wir in der Scheiße.

Was noch? Die letzte Woche war toll. Laura und ich haben ordentlich gefailt, in verschiedenen Bereichen, wie man es von uns nicht anders kennt, aber es war trotzdem alles toll. Auch das Zusammensein mit ihr und JO. Einfach schön. Und dass wir so viel mit Sarah und Susmita machen konnten. Und dass ich Laura zur Bandprobe mitnehmen konnte, auch wenn sie dank ihres musikalischen Unverständnisses mir kein Feedback geben konnte. Ich habe sie nichtmal wirklich gefragt. Sie hätte schon was gesagt, hätte sie es denn gekonnt.

Dafür bin ich jetzt hooked on The Prince of Bel Air, was sie mehr aus Nostalgiegründen als allem Anderen (denke ich mal) angemacht hat, während wir auf die Wirkung unserer Morning Glory-Samen gewartet haben (einer der Fails). Wenn das nicht mal so klar war.

Der Flohmarkt ist ziemlich ins Wasser gefallen dieses Jahr, was schade war. Aber wenigstens musste JO nicht noch einen Rumtopf nach Stuttgart transportieren. (Das hat einen Sinn, glaub mir.)

Ich gehe glaub ich langsam mal los, Essen holen.