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Too many plan(t)s, too little time.

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So. In zwei Stunden bin ich auf dem Weg in die Uni. Heute gehe ich zum Neuro-Tutorium; ich schaff‘ das, ich mache es wirklich. Jawoll.

R ist in seiner Wohnung und redet mit seinem Kollegen aus der Flüchtlingshilfe, nachdem er letzten Freitag keinen Nerv auf TeKo hatte. Wir hatten Donnerstag Abend gegrillt und es wurde etwas später (wunderbarer Abend, auch wenn von meinen Eingeladenen außer Rini niemand auftauchte – das hat vollkommen gereicht; mit ihr und Basti zusammen hatte ich eine wundervolle Zeit und es hätte noch besser gar nicht werden können).

Ich freue mich auf Freitag, da macht R Lasagne bei sich zu Hause und ich lerne tatsächlich mal die Wohnung kennen. Dann gehe ich einfach nachmittags schon hin und gewöhne mich ein bisschen ein. Eigentlich sollte ich jede Minute mit Neuro verbringen. Aber vorhin wurde ich auch noch von einer Foodsharingbekannten zu ihrem Geburtstag am Wochenende eingeladen und ich muss hin; Manu ist so eine unglaublich Liebe. Plus, sie war auf meiner und Trudis Einweihungsfeier und hat mein Olivenbrot in den allerhöchsten Tönen gelobt. Noch Wochen später! Ich fühle mich ihr verpflichtet.

Das Wetter ist umwerfend. Im wahrsten Sinne. Wenn das meinen Tomaten und den kleinen Melonenpflanzen mal nicht gefällt. Basilikum pikiert habe ich auch gestern Abend. Es ist noch so viel mehr zum Pikieren da, aber mir gehen die Töpfe aus. Ich freue mich so arg auf das ganze Basilikum. Und die Melonen. Wie gespannt ich einfach bin, ob irgendeine der Pflänzchen es schafft, dieses Jahr noch eine Frucht zu produzieren. Und dann sind hier die ganzen Paprikakeimlinge, der Ingwer, die Süßkartoffel und der Senf. Und die random Sprosse, bei der ich nicht weiß, was rauskommt.

Nach der Uni muss ich zu Elli. Nach Elli muss ich zur Wegwarte. Und nach der Wegwarte gehe ich Billard spielen, weil R es nunmal so sehr liebt und ich das Gefühl habe, ihm auch mal wieder in irgendwas entgegenkommen zu müssen. Also wird Geld ausgegeben und Bier getrunken und Billard gespielt. Vielleicht kommen ja Trudi und Basti mit, das wär‘ doch schön. Ich frag sie gleich mal.

Edit: Wie’s aussieht, hab‘ ich zumindest bis 22 Uhr Zeit, mein Gewissen zufriedenzustellen und ein bisschen was zu lernen; R rief grad an und verkündete seine heutige Teilnahme an so einer Flüchtlingsdingsveranstaltung, bei der er was verteilen wird (dass er Flyerverteilungsspezialist ist, ist ja schon ohne Schwierigkeiten von der Tatsache abzuleiten, dass wir uns kennenlernten, indem er mir einen davon in die Hand drückte. Gegen TTIP, man erinnere sich), sodass ich jetzt froh bin, dass Basti morgen Spätschicht hat, sonst hätte er bestimmt keine Lust mehr gehabt mitzukommen um die Uhrzeit.

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Tippen im Halbschlaf.

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Ich dreh noch durch irgendwann. Nein, keine Frage, mir geht’s ausgezeichnet. (Und ich habe so viel zu berichten, dass es mir schon davor graust, das alles verschriftlichen zu müssen.) Aber ach, verdammt seist du, Ukumensch. Ich erkläre später; jetzt rede ich mit Caro. Endlich. Endlich.

So. Whoa, das war überfällig. Warum also soll der Ukumensch verdammt sein, nur weil mir durch mein zufälliges Erscheinen auf der Plattform hier, nachdem er gerade zufällig einen Eintrag rausgehauen hatte, dem ich demzufolge in der Vorschau auf der Startseite zwangsläufig begegnen musste, sein immerwährendes Existieren direkt neben mir, virtuell gesehen, auf eine zu konkrete Weise in Erinnerung gerufen wurde? Ich weiß es selbst nicht mehr; ich weiß nur, dass ich heute Muffins backe, mit uralten Eierlikör-Pralinés, die mir Thomas geschenkt hat. Andere Geschichte, herrliche Geschichte.

Neulich in Oldesloe habe ich Johanna die beunruhigend zahlreichen Parallelen aufgezählt, die ich binnen kürzester Zeit zwischen R und dem Ukumenschen festgestellt hatte. Es waren derer so viele, dass ich eine halbe Zugfahrt von Hamburg nach Oldesloe damit verbracht habe und selbst am Morgen danach mir immer noch mehr einfielen. Es hat praktisch nicht mehr aufgehört. Wohl die am stärksten ausgeprägte Ähnlichkeit wird sein, wie sie beide – Opfer ihrer ewig überreflektierenden, in allen Lebensbereichen dominanten Köpfe – verschiedenste ihrer Eigenschaften für ganz einzigartig und speziell halten und stolz der Welt verkünden, welche sich dann angemessen beeindruckt zeigt. Whoa, so toll bist du?? Und wenig später kommt man nach genauerem Überlegen zu der Erkenntnis, dass das eben Gehörte eigentlich den meisten Menschen eigen ist, mit dem Unterschied, dass für gewöhnlich niemand auf die Idee kommt, darüber nachzudenken, und folglich vermutlich einfach besagte Eigenschaft an sich oder Anderen nicht einmal bewusst wahrnimmt.

Doch, ich denke beizeiten über so etwas nach. Genau wie darüber, dass ich dem Ukumenschen noch fünf Euro schulde, was mir ein schlechtes Gewissen bereitet, oder darüber, dass mein ganzes Leben heute nicht das wäre, was es ist, wäre ich nie Şahin über den Weg gelaufen. Ich hätte dann auch ganz sicher nicht gerade ein paar Stunden mit Caro geredet. Merkwürdig.

Ich muss eigentlich schlafen, und das ziemlich dringend; um 10.20 treffe ich mich mit dem Kaiser und bespreche meine BA-Thesis, also sollte ich zu dem Zeitpunkt wach sein und mich vorzugsweise im Kaiser’schen Büro befinden. Lass mich aber noch kurz erwähnen – es wird wirklich Zeit – dass mir R den Vorschlag unterbreitet hat, die Beziehung einseitig zu öffnen, damit ich für mich herausfinden kann, dass Poly toll ist – was sich so ziemlich genau mit der einzigen Möglichkeit deckt, die ich für die abstruse Konstellation, die diese Beziehung darstellt, letztendlich gesehen hätte. Er sagte, er kann auch drei-vier Jahre warten. Er scheint wirklich Vertrauen zu haben, dass ich es irgendwann begreife und dann auch noch umsetze. Ich wünschte, ich könnte mit demselben Optimismus da herangehen. Aber die Hauptsache ist, ich kann wieder leben, so richtig ohne das omnipräsente Gewicht auf meinen Schultern, das in den letzten Wochen schon wieder ganz gut dabeiwar, mich in Richtung Boden zu zwingen. Überraschenderweise war Sarah bisher diejenige, die sich am meisten mit mir zu freuen schien; ihre Reaktion war weitaus enthusiastischer, als ich in Hinblick auf unser momentan schon recht distanziertes Verhältnis erwartet hätte. Ich bin nicht sicher, ob der Mangel an Begeisterung bei den Anderen darauf zurückzuführen ist, dass sie es von vornherein für selbstverständlich halten, dass er seine Prinzipien so voll und ganz in den Wind geschmissen hat, um mich behalten zu können. Oder darauf, dass ihnen die Tragweite nie klar war. Vielleicht ist es auch eigentlich nicht so interessant, wie es für mich von innen heraus aussieht. Und ich tippe schon wieder, ohne denken zu können, im Halbschlaf. Ich sollte Zähne putzen gehen und mich schlafen legen. Bastis Wecker klingelt um zehn vor acht. Der pennt aber auch schon seit Stunden, der Glückliche.

Paranoia spät am Abend; Paranoia, die ist schön. (Nicht.)

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Das war toll. Gleich schreibe ich Spracherwerb, gebe vorher noch Sofie Unterricht und sollte vielleicht jetzt etwas lernen. Ist ja nicht so, als hätte ich bisher noch nichts gelernt, nein. Gar nicht. Ist ja nicht so, als würde ich bestialisch nach Knoblauch stinken und müsste dringendst noch duschen, bevor ich zu Sofie fahre.

Natürlich musste ich gestern, als alle wegwaren, einen betrunkenen Heulanfall schieben, nachdem R damit anfing, es wäre ihm im Fall, wir würden uns „sowas wie trennen“, sehr wichtig, mich als Freundin zu behalten. Ich wurde auf der Stelle paranoid und war überzeugt, gleich von ihm abserviert zu werden, fing an zu heulen und hörte eine halbe Stunde nicht mehr auf; wie grandios das einfach war. Nicht. Irgendwann sagte er, er würde mich lieben. Das war abstrus. Ich habe nichts zurückgesagt. Was auch. Du bist einer der wundervollsten Menschen, die mir je untergekommen sind, aber wenn ich mir erlaube, dich zu lieben, erlaube ich dir, mich zu zerstören. Du wirst mich so hart zerstören. Das vielleicht?

Es gibt ihn nicht in mono, sagt er. Es geht einfach nicht. Ich kann es nichtmal verdrängen, weil er es einfach selbst mit schöner Regelmäßigkeit auf den Tisch bringt, was auch gut so ist, weil es mich erinnert, die Mauer nicht vollkommen fallenzulassen, das bröckelige, poröse Ding, das nach der kurzen Zeit noch übrig ist.

Lernen sollst du, lernen.

Unblocking stuff

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Ich hab‘ auf einmal das Gefühl, dass es alles..

Schrieb’s und hatte keine Ahnung mehr. Gut wird? Unkomplizierter ist, als ich denke? Mich überfordert? (Das eh.) Sich irgendwie entwirren wird? (Vermutlich auch das.) Abstrus ist? (Ein wenig.)

Da ich in den vergangenen Tagen ein bisschen zu viel darüber nachgedacht habe, dass ich mich irgendwie fürchte, aber dank großartigster Verdrängungsleistungen mal wieder nicht wirklich einen Plan habe, wovor, gehe ich jetzt alles, das als Grund in Frage kommt, auf einem Blatt Papier sammeln. Ich versuche selten genug, mir irgendwas Verdrängtes bewusst zu machen; das wird reinhauen. Und helfen.

Wahnsinn. Wenn ich gleich schlafen gehe, kann ich um kurz nach acht aufwachen und Sachen machen. Vielleicht schaffe ich es ja wirklich schon um 10 in die Arbeit.

The Outside World

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Okay. Allein die Tatsache, dass ich mich jetzt erstmal daran mache, die Unendlichkeit meiner Einträge nach Bemerkungen zu durchsuchen, die ich über Trudi gemacht habe, zeigt mir, wie viel ich noch zu arbeiten habe. Ein von Grund auf gutmütig und positiv gestimmter Mensch wird nämlich gar nicht erst befürchten müssen, in seiner täglichen Gedankenablage irgendwo über seine Freunde zu lästern. Ich bin gespannt, ob ich es eines Tages so weit schaffe.

Nun stehe ich erneut vor der Challenge, zu ignorieren, dass jemand den Schwachsinn hier liest. (Die sich jedes Mal aufzutun scheint, wenn das Leben außerhalb und das innerhalb des Blogs sich auf unerwartete Weise begegnen.) Trudi hat es (nach Laura und Kepa-Pedro) als dritter Mensch überhaupt geschafft, diese entlegene Ecke der Welt ohne mein direktes Zutun aktiv aufzutreiben. Und obwohl ich recht erleichtert bin, dass Kepa sehr wahrscheinlich deren Existenz schon wieder vergessen hat und Laura nur noch sporadisch vorbeischaut, komme ich nicht umhin, mich geehrt zu fühlen, dass es überhaupt Leute gibt, die die Stalkerarbeit, die man dafür braucht, überhaupt auf sich genommen haben.

Gut. Dann machen wir uns jetzt ans Verdrängen jeglicher Mitleser, um wie immer, wenigstens hier, die komplette Transparenz und Authentizität zu gewährleisten.

Ähm. Ich war lang in der Arbeit heute – aber auch spät dort, weil Mama mich angerufen hat, gerade bevor ich losgehen wollte. Wir haben momentan eine Phase des wunderbaren Einklangs und der Harmonie, weswegen ich unglaublich gern mit ihr geredet habe und am liebsten gar nicht mehr aufhören wollte. Dreiundvierzig Minuten später war ich auf halbem Weg in die Arbeit, wo ich mit Robert (Kollegen-Robert, natürlich, nicht der andere Robert) darüber spekulierte, wieso man im katalanischen Gourmetbus nur so widerliches Essen vorgesetzt bekommt (Kürbiscreme mit Leber gefällig? Oder vielleicht doch Eis mit Orangenstücken und einer Riesenmuschel?) und tassenweise Kaffee konsumierte, zehn Touren übersetzte und dazu in meiner Pause (ja, eine Pause! Ich mache zwar sonst nie Pause, aber diesmal musste ich, weil ich es Mama versprochen hatte) noch Mamas Kündigungsschreiben für die Kopie ans Head Office in Italien. Nachdem ihre Chefin sie auf profanste Weise schikanieren wollte, so, wie sie es mit der gesamten Belegschaft tut, hatte sie verständlicherweise keinen Bock mehr auf den Job, auch wenn es ihr in dem Laden ansonsten wirklich gut gefallen hat. Sie hatte sogar endlich schöne Musik auf einem USB-Stick mitgebracht, um sich und die Kolleginnen endlich von der Folter Beyoncés zu befreien. Ich hatte ihr geholfen, die Musik auf den Stick zu kopieren, als ich gerade bei Caro war und wir eigentlich drauf und dran waren, Şahins Good Riddance Party zu starten.

Kam dann jedenfalls nach Hause, habe mir Essen für morgen gemacht und danach eine Weile mit Trudi geredet, wie eigentlich schon Ewigkeiten nicht mehr. Nachher gehen wir zu Vodafone und erledigen den letzten Rest Internetangelegenheiten. Dann gehe ich arbeiten. Dann ist Wochenende. Juhuuu! (Ach, könntest du nur den Peruaner-Pedro hören, wie er „Juhuuu!“ sagt. Ein ansteckenderes „Juhuuu“ hat die Welt noch nicht erlebt.)

Und ich freue mich darauf, mich Sonntag mit meinen Eltern zu treffen. Nachdem das letzte Mal, das sie hierwaren, ein mittelschweres Disaster war, bin ich mir sicher, dass wir das Treffen diesmal – genau wie meine Wohnung inzwischen nicht mehr aussieht wie das Epizentrum eines Erdbebens – mit weniger Stress und mehr Liebe verleben.

Ach was, Hannes ist da. Y eso? Hm. Ich werd‘ es nachher erfahren. Jetzt sollte ich versuchen, in meinem übermäßig koffeinisierten Zustand zu schlafen. Da bekämpfen sich Medis und Aufputschmittel – es wird ein lustiger Wettstreit, ich seh’s kommen. Einfacher (aber auch langweiliger und, vor allem für die Arbeit, wesentlich uneffektiver) wäre es, würden sie sich im Bezug auf meinen Wachheitszustand einfach gegenseitig neutralisieren.

Messy – in a good way.

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Zum ersten Mal in meiner Lebenszeit.

Historisches Ereignis.

Historisches Ereignis.

Das verdrängt doch fast das Bild in den Tod stürzender Männer auf einer gigantischen Baustelle und der Verzweiflung in den Gesichtern der Vertriebenen, den Gedanken an die ungeheuren Massen an Geld, die an diesem Abend neue Besitzer finden. Irgendwie kam mir das alles kurz vor Spielende nach langer erfolgreich aufrecht erhaltener Verdrängung wieder in den Sinn. Dann gewann das deutsche Team das Spiel.

Wie sagte Susmita so passend – „it’s getting messy!“
Except in a good way.

Ich hätte eigentlich gern noch ein bisschen was geschrieben, aber kann nicht mehr. Morgen Arbeit. Donnerstag Morfología. Igitt.
Schlafen.

Random am Rande

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Another first: So war ich heute zum ersten Mal als aktive Foodsaverin bei der Tafel und habe die mannigfaltigen Überbleibsel des Tages auf einem von Montse, die mir kurzfristig verkündet hatte, dass sie nicht konnte und ich alleine fahren musste, geliehenen Fahrrad, von Lenker und Rücken baumelnd und notdürftig auf dem Gepäckträger verstaut, durch die Stadt zu Montses momentaner Bleibe gegurkt, weil ich mein Handy zu Hause liegenlassen hatte und sie so nicht alarmieren konnte, dass ich zum Transport Hilfe brauchte. Gerechte Strafe für diese Dummheit, schätze ich – und ich hatte dann doch wieder Glück wie nichts Gutes, denn immerhin habe ich es geschafft, alles an Essen heile ans Ziel zu befördern und dabei selbst nicht ums Leben zu kommen, und Montses Mitbewohnerin kam gerade nach Hause, als ich mit dem ganzen Zeug vor ihrer Haustür angekommen war, ließ mich herein und half mir auspacken. Ein ganz liebes Wesen auch, ihre Freundin. Das ganze Unterfangen dauerte in etwa zwei Stunden und erinnerte mich daran, dass so ein Fahrrad schon was Praktisches ist, und noch besser wird es, wenn wir morgen zusammen gehen und tatsächlich auch noch Zeit haben, die Anhänger zu holen.

Ich war ganz alleine bei der Tafel. Das hab‘ ich gut hinbekommen, finde ich. Sie waren unglaublich nett da. Und ich komme mir so professionell vor mit meinem Foodsharing-Ausweis. (Den sie nichtmal sehen wollten, aber okay. Ist man ja gewohnt; im Zug wollen sie ja auch gefühlt nie das Ticket sehen, wenn man denn mal eins hat.)

Warum nur diese schreckliche Erkältung nicht endlich mal weggeht. Oder einfach mal ganz rauskommt und danach weggeht. Gestern Abend war ich so unfassbar matschig und konnte nicht mehr schlucken und dachte schon, ich müsste Montse bescheidsagen, dass ich heute doch nicht zur Tafel kann. Heute ging es wieder wunderbar, aber jetzt kommt die Matschigkeit zurück und die Mandeln schwellen von vorne an. Soll ich morgen etwa wieder mit halbtoter Stimme bei der Bandprobe stehen?

Ich habe die herrlichsten Geschenke bekommen am Samstag. Muss ja auch noch erwähnt werden. Der absurdeste Moment war wohl der, in dem sich herausstellte, dass Chris auf der einen und Robert und Janine auf der anderen Seite mir beide exakt die gleiche, beide Male in Zeitungspapier gepackte Kopflampe geschenkt hatten, um mir von nun an meine nächtliche Nahrungssuche zu erleichtern. Die von Chris ist orange, Roberts und Janines ist grün, aber da hört’s auch mit den Unterschieden schon auf. Robert und Janine gaben mir zusätzlich eine höchst stilvolle schwarze Stoff-Kopfmaske. Kann man das glauben? Ich hatte nie erwähnt, dass ich eine Kopflampe brauche. Ich wusste nicht einmal, dass ich sie brauchte. Dabei ist die Idee vollkommen genial. Und die, die Cathy mir damals geschenkt hatte, war ja schon beim Umzug von Costa Rica zurück hierher unter mysteriösen, bis heute ungeklärten Umständen verschwunden. Und meine Einstellung zu Geschenkpapier hatte ich mit den dreien, soweit ich weiß, auch nie großartig diskutiert.

Sarah hat mir aus einem Jute-Kaffeesack einen wunderschönen Beutel genäht. Lisa hat mir eine Flasche Sidra und ein entzückendes Notizheftchen mitgebracht. Ich liebe entzückende Notizheftchen. Es ist doch unglaublich, wie gut die Leute mich kennen. Pedro brachte ebenfalls eine Flasche Sidra (aber original-euskadischen, natürlich) und ein Döschen euskadisches Paprikasalz. Susmita kam ohne Geschenk, aber mit köstlichem indischen Süßkram und dem Versprechen, mir mein Geschenk später zu geben (sie hat mir sogar gesagt, was sie mir vorhat zu geben, aber alles, woran ich mich diesbezüglich erinnere, ist mein Entsetzen im Angesicht des Spoilers und ihre Beteuerung, ich wäre betrunken und würde es eh vergessen. Und natürlich mein heftiger Widerspruch. „Nie im Leben werde ich das noch vergessen können!“ So kann’s kommen; ein Hoch auf meine Verdräng-Skills), und meinem Föhn unterm Arm, den ich bei ihr eingelagert hatte. Sie ist so thoughtful; jedes Mal, wenn sie kommt, bringt sie ein paar meiner Sachen mit. Genau wie ich es machen würde und mich immer wundere, dass darauf sonst keiner kommt.

Uff. Ich mach‘ mir gleich erstmal was zu essen. Am besten was mit.. Mangold. Ich habe viel Mangold. Mit Bulgur vielleicht? Und Tomaten. Und Pilzen. Hui, lecker wird das. Essen! Ich liebe Essen. Das nur so random am Rande.

Reis

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Letzte Klausur geschrieben; ich bin frei. Frei von jeglichen universitären Verpflichtungen bis April.
Ein bisschen geknickt, weil ich durch Simultánea gefallen bin, aber nach dem Disaster der zweiten Prüfung war es zu erwarten und ich kontrolliere mein Entsetzen durch Verdrängen. Das ist ein Schmerz, den man nur merkt, wenn man draufdrückt. Und was dachte ich – dass ich meine gesamte Unikarriere überleben würde, ohne durch irgendwas durchzufallen? Ganze 0.6 Punkte hätten mir gefehlt; danke auch, Cande, danke.

Dafür ist mir heute Nachmittag, als ich im Bad am Singen war, wieder mal aufgefallen, was Ben Kowalewicz für einen vortrefflichen Deutschen abgeben würde; er ist wohl der englischsprachige Mensch, der die deutsche Auslautverhärtung am elegantesten in seine Muttersprache einbringt.

So how can you look the world in the ice
When all we can see is corruption and lice.. lice.. lice?

Wo ich jetzt gerade spontan an Extreme Playgrounds 2011 denken muss, als JO und ich da standen und auf Rise Against gewartet und uns belustigt vorgestellt haben, was die Leute um uns herum mit so viel Reis wohl anstellen wollten.

Rice!

What lives in our mind.

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Vergeben macht glücklicher? Das glaub‘ ich gerne.
Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen, die gute alte Vergebungsfähigkeit? Ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Personen ein Mal kurz etwas auf ein Blatt schreiben, es vorlesen und auf einmal von 28% des entsetzlichsten Ballastes befreit durchs Leben zockeln, den die Welt nur zu bieten hat. Hey, soll das heißen, ich bin absolut unfähig? Die Anzahl der Menschen, die es in meinem Fall betrifft, ist nicht sehr groß, aber es gibt sie – und ich bin die letzte Person, die nicht mit Freuden die Verbitterung ablegen würde, die sich nach der ganzen Zeit immer noch in diversen Winkeln versteckt. Überhaupt alles an Gefühlen. Aber ich bin ziemlich sicher, gerade weil ich bis heute jeden einzelnen Tag daran arbeite, sie alle zu zersetzen – sie auszukratzen, sie wegzuscheuern – dass ich mich ihrer nicht durch eine (weitere) schöne, aber nutzlose Aussprechaktion mit meinem Spiegel entledigen kann. Believe me, I’ve tried. Am trying. Mit Spiegel, ohne Spiegel. Sogar mit ihr, mit einer von ihnen, ich erwähn’s ja oft genug. Aber es ist immer noch da, sogar so vordergründig manchmal, dass man nur ein paar Gläschen Sekt und ein paar Gläschen Wein braucht, um es wieder hervorzuholen. Und immer, wenn ich merke, dass es wieder ein ganz kleines bisschen weniger geworden ist, freue ich mich unsagbar. Und ich arbeite wirklich, und hart noch dazu. Dass die Verbitterung nämlich schlecht ist und am Ende nur einen selbst kaputtmacht, braucht mir kein Soul Pancake-Mensch zu verkünden, das sagt mir der gesunde Teil meines Verstandes klar und deutlich. Aber während das Projekt, an dem ich tatsächlich arbeite, schon unendlich Aufwand erfordert, lungern im Hintergrund immer noch Menschen, über die ich einfach nur sagen kann, ich habe ihnen oberflächlich vergeben – verstandsmäßig, aber würde ich aufhören zu verdrängen, würde alles Vergebenhaben in sich zusammenfallen und in einem einzigen Chaos enden.

Ich hab‘ gerade das Bild eines Tattoos im Kopf, einem mit unendlich vielen Schichten und Schattierungen, und einem Laser, der sich abmüht, es aus der Haut zu löschen. Mir widerstrebt es, zu behaupten, ich würde da, wo Leute ihre Erinnerungen, Gefühle und alles Mögliche aufbewahren, einfach mehr haben als Andere – wie soll ich das rechtfertigen; als könnte ich denen, die bessere Vergebensfähigkeiten aufweisen, eine weniger profunde Gefühlswelt unterstellen – aber was daran Sinn macht, ist, dass es mehr Laserbehandlungen braucht, um eine höhere Anzahl Schichten zu entfernen. High Sensitivity is a thing, after all. Vielleicht sollte ich mich mal wieder ans Wikinostizieren machen, einfach um eine Ausrede dafür zu haben, dass der Vergebungsprozess mir solch eine Arbeit beschert, während andere Leute damit nach einem Tag vorm Spiegel durchsind.

Naja. Mein Kopf sagt mir (und ist sich dabei, bis auf das bedauerliche Fehlen eines Leerzeichens – Leute, please.. – mit Rafiki einig):

rafiki

Dazu passend könnte ich dir dieses Lied zeigen [in der Hoffnung, dass nicht die Tatsache, dass ich es problemlos wiedergeben kann, meinem (Noch-)Im-nicht-gema-verpesteten-Ausland-wohnen zu verdanken ist], eins meiner ..“liebsten“ trifft es wirklich nicht; es ist mir wertvoll, nicht nur „lieb“ (selbst beim allerersten Mal, dass ich das Album gehört habe und davon halbwegs enttäuscht war, wie von den meisten Alben, die ich neu habe – weil ich auch dafür immer unendlich Zeit brauche, um gewisse Musik schätzen zu lernen, besonders, wenn eine Erwartungshaltung dahintersteckt – fiel es mir auf, und mir war klar, dass es später eins von denen werden würde, die dieses erstickende „Haaarghww“-Gefühl hervorrufen, wenn man mal wieder nicht weiß, wie diese vollkommene Schönheit zu prozessieren ist).
Es passiert selten genug, dass ich es ohne Gedanken an diverse unausgetragene, ohne Aussicht auf Rekonziliation irgendeiner Art unterschwellig vor sich hinexistierende generationenübergreifende Konflikte in meiner eigenen Familie höre. Vermutlich können sich mehr „Familien“ darin wiederfinden, als man glauben mag.
Oder aber, wie Saskia letztens – wenn auch in slightly anderem Kontext – so schön sagte, „no. It’s actually just you.“ Aber das wiederum kann ich erst herausfinden, wenn in irgendeinem Leben die Menschen sich gegenseitig öffnen und man nicht mehr annehmen muss, dass hinter jedem ungetrübten Gesicht, jeder glänzenden Fassade der unaussprechliche Horror einer kaputten Familie steckt.

Irgendwann schaffe ich es schon. Hoffentlich kommt nicht viel Neues dazu in der Zwischenzeit, das wäre schön, sonst ist es so demotivierend, weißt du, immer arbeiten und noch mehr arbeiten.

Her insan dünyadır.

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Vorsicht, Monsterpost. (Ein interessanter zwar, meiner Meinung nach, aber es ist ja auch mein eigenes Innenleben, welches ich hier versuche auseinanderzuklamüsern und durch Schriftzeichen behelfsmäßig zu visualisieren.)

Mein Problem ist halt einfach, dass ich immer Musik als Spiegel der Seele sehe. (Auch wenn ich gerade noch zu Laura meinte, dass eigentlich ja Haare der wahre Spiegel der Seele wären, aber das war dann doch eher nicht ernstzunehmen.) Und dann kann ich immer nicht begreifen, dass eine Person nicht am allermeisten, vor jedem anderen möglichen Faktor, die Musik auszeichnet, die sie macht oder mag, oder beides. Der Klang ihres ureigenen Wesens. In jedem von uns muss doch Musik sein, oder – und einige Wenige haben dann noch das Glück, sie ausdrücken zu können, sie und dadurch einen ganz bedeutenden Teil ihrer selbst. Zusammen mit ihrer Art zu sprechen, zu handeln, zu schreiben, zu denken.
Und am allerwenigsten kann ich verhindern, aus der Art, wie die Musik mit meinem eigenen Empfinden resoniert, auf den Rest der Person, ihres Schaffenden, zu schließen, obwohl es unmöglich ist. Wäre es nämlich möglich, hätte ich meinen fairen Teil an Seelenverwandten auf dieser in Wirklichkeit erschütternd seelenverwandtenlos scheinenden Welt. Ich bin dann verwirrt manchmal, verwirrt und unverständig, und denke, aber es kann doch nicht sein, wenn die Person doch innen so klingt – oder denkt, oder spricht, oder schreibt – dann muss sie doch auch so sein. Da kann es passieren, dass ich die Handlungen ganz außer acht lasse. Ich komme mir vor manchmal, das glaubst du gar nicht. Wie einer von Kim Harrisons Vampiren aus ihrer grottigen Rachel Morgans-Serie. (Ich mag vielleicht nicht mehr ganz so viel lesen inzwischen, aber um alles und jeden mit Charakteren zu assoziieren, wird meine mentale Bibliothek für dieses Leben zweifellos ausreichen.)

Jedenfalls geht es darum, unfreiwillig Sachen zu verbinden, die man nicht zu verbinden hat. Mir war nicht einmal klar, was da bei mir verkehrt ist, bis ich verstanden habe, wie absurd für Şahin damals die Vorstellung war, ich würde ihn lieben. (Und hey, für mich erst; ich habe das Wort ihm gegenüber nie in den Mund genommen – sogar auf der Zugfahrt, in den paar Stunden, war es „das L-Wort“, nichts Ausprechbares, nach der ganzen unendlichen Zeit voll zerstörerischer Verdrängung.)

„Für mich war unser gemeinsamer Punkt.. unsere Schnittstelle.. immer die Musik.“ Das im letzten Gespräch im Dezember. Das mit dem Blick auf den Regen.

Ja, natürlich. Aber hey, zum Musikmachen brauchst du keine beste Freundin. Sagte ich ihm dann. Und dachte, so einfach kannst du dir das doch wohl nicht machen. Oder? Hätten dann nicht ganz andere Umstände herrschen sollen? Müssen? Merkt man nicht den Unterschied, ob man als Mensch geschätzt wird oder als Musiker? Und da fielen sie, die ganzen Tropfen, und mir war kalt am offenen Fenster. Und ihm wohl auch, da, wo er sich untergestellt hatte irgendwo zwischen der Bushaltestelle und seinem und Caros Zuhause – bei ihm hat es auch geregnet. Und wieso genau eigentlich scheint mir das Gleiche in abgewandelter Form immer wieder zu passieren?

Wie oft dachte ich, damals schon, „wenn wir die Musik nicht hätten, würde er überhaupt nur mit mir reden?“ Und wollte es am liebsten gar nicht wissen. Aber hab‘ sie dann mitgeteilt, meine Zweifel, sogar damals, als ich es noch kein bisschen gewohnt war, über Zweifel zu reden, und wurde ganz, ganz erschüttert und überzeugend, so erschreckend überzeugend für verrückt erklärt. Mit so viel Wärme, wie ich sie in meinem Leben noch nicht gesehen hatte. Und wurde, ganz im Gegenteil, immer weiter gegen die Wand gesteuert -– was, denke ich mir, macht dieser Mensch erstmal, wenn er jemanden bewusst gegen eine Wand steuern will? Wahrscheinlich hätte er keine Ahnung, das ist ja das Lustige. Aber er war wie ein Schlafwandler. Und man soll doch Schlafwandler nicht aufwecken. Ich hätte ihn aufwecken sollen. Wäre ich mal in der Lage gewesen, ihn aufzuwecken.

Und diese Intensität, auf die Menschen selten anders reagieren würden als unverständnis- und weglaufinstinkterfüllt. Die ich zu großen Teilen verstecke, weil mir das sehr gut bewusst ist.
Und das Ding mit der Wärme. Der Sinn meines Daseins liegt in der Wärme. „Du immer mit deiner Wärme“, sagte Laura vorhin noch zu mir, als ich anmerkte, dass mir ihrer Beschreibung nach die russischen Babuschkas mit ihrer unendlichen Gastfreundschaft so warm vorkämen. Und sie fände mein Wärmebedürfnis merkwürdig, weil, nach dem zu urteilen, was sie über meine Sozialisation weiß, ich eigentlich keinen Mangel an Urvertrauen haben dürfte.

Ich weiß nur, dass ich es schwierig finde, zwischen verdienter und unverdienter, erlaubter und nicht erlaubter, realer und eingebildeter Wärme zu unterscheiden, und dass alles, womit der gute, wenngleich verstörend hirnlose Mensch damals sowohl mich als auch Caro, seine eigene Freundin (zumindest die sollte man doch, wage ich in all meiner Unkenntnis der diesbezüglichen Normen und Regeln einfach einmal zu behaupten, gut genug einschätzen können, um zu bemerken, wenn es ihr grottig geht, mehr noch, wenn sie wirklich nicht versucht, es in irgendeiner Weise zu verheimlichen -– wenn man von der Person, die man selbst aus eigenem Antrieb seine „beste Freundin“ zu nennen pflegt, schon nicht mehr kennt als die mehr schlecht als recht festgtackerte äußere Hülle), völlig unbemerkt in völligste Verzweiflung gestürzt hat, dieser Schwierigkeit keine Abhilfe geschaffen hat. Und dass ich vorher vorsichtig war -– aufgrund dieser Unfähigkeit -– und jeglicher Art von Zuneigungsbekundung gegenüber erst einmal skeptisch. Und dass ich währenddessen genau das weiter versucht habe, dabei gefailt habe und anschließend gelehrt wurde, dass ich eigentlich genau Recht hatte, was aber wenig hilft, wenn das Unbewusste nicht so weit entwickelt ist wie der Verstand. Alles, was logisch ist, fällt doch letztendlich dem Unbewussten zum Opfer.

Ich habe es mir abgewöhnt, mich über die Beständigkeit meines Nachdenkens darüber zu wundern oder sie mir gar vorzuwerfen, mit der lapidaren Begründung, es wäre ja nicht normal. Sogar die Therapeutin war beleidigt, als ich ihr damals damit ankam, „das ist doch nicht normal“. Damals noch selbstverachtend und zerstört.

Mittlerweile denke ich, dass es wohl auch daran liegt, dass mein Verständnis von der Wertigkeit eines Menschen anders zu sein scheint. Leute scheinen andere Menschen als Teil ihrer Welt zu betrachten. Es gibt dieses türkische Sprichwort, „her dil insandır”. Jede Sprache ist ein Mensch. Sie haben Recht damit. Und für mich ist jeder Mensch eine Welt. Sich einer Welt zu öffnen sollte mit Bedacht passieren und wenn, dann in Gänze, mit so vielen Komponenten wie nur irgend möglich. Wie kann man sich sicher fühlen, solange die Karte der Welt, auf die man sich beschlossen hat einzulassen, mehr weiße Flecken als bekannte Gebiete aufweist, oder überhaupt weiße Flecken.
Man zerstört nicht einfach eine Welt, sei es aus einer Laune heraus, aus Ahnungslosigkeit, Bosheit, aus diesem Bedürfnis, etwas zu zerstören, einfach weil es einen selbst auf intolerante, taktlose Art in Frage stellt, wie ich es manchmal mit meinen Eltern habe. Sei es aus dem Gefühl heraus, sich verteidigen zu müssen. Aus dem Gefühl heraus, selbst zerstört zu werden. Man macht es einfach nicht. Und eine Welt zu verlieren ist nichts, was ich mir aus trivialen Gründen erlaube, geschweige denn über das ich nach zwei Wochen (metaphorisch oder eben nicht) aufhören würde nachzudenken, ob ich nun könnte oder nicht.

Und wenn ich mir nach alldem überlege, dass ich mit Caro eben über drei Stunden telefoniert habe und das Gespräch, das wir hatten, in seinem Wert den unserer früheren Unterhaltungen -– zu Şahin-Zeiten, vorher -– um ein so Vielfaches übertraf, so wie ein Großteil unserer Gespräche es heute tut -– ich tendiere fast dazu, zu behaupten, jedes einzelne davon war bisher wertvoller, denn jedes einzelne davon war so viel ehrlicher –- dann sehe ich mich in meinen vielleicht verqueren, aber für mich absolut in sich schlüssigen Ansichten all diesen Dingen gegenüber nur wieder einmal bestätigt.

Was für eine Bandbreite an Sachen, die mich alle unentwegt beschäftigen, ich hier abgeklappert habe. Wie fließend das ging, wie gut das tat; wie wenig ich überhaupt gedacht habe dabei. Einer der wenigen Texte, die ich, würde man mich vor die Aufgabe stellen, sie aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren, vermutlich nicht einmal ansatzweise wieder hinbekommen würde. (Anders als beispielsweise meine Abiklausuren; die habe ich auf dem Nachhauseweg vom Bahnhof jeweils wortgetreu meinem AG erzählt und so für die Ewigkeit konserviert, mit meinem Dokumentationsbedürfnis war das wirklich eine praktische Angelegenheit. Das und die Tatsache, dass ich nie mehr geschrieben hatte als meine rekordverdächtigen 5 ganzen Seiten in Geschichte.)

Wie ich bereits irgendwann mal erwähnt habe – man sollte kaum meinen, dass meine Klausuren immer so kurz waren, wenn man sich die Ausmaße meiner Einträge anschaut. Whatever. Mein Blog. Ich spamme, so viel ich lustig bin. Cheers.