Schlagwort-Archive: Ferien

Where I Want To Be

Standard

Soho! Wie mir eben auffällt, ist es Billies Geburtstag, mal wieder – furchtbar, wie alle immer älter werden. Der Gute müsste dann jetzt… 45 Jahre auf dem Buckel haben, das ist doch krank, das kann doch nicht wahr sein. Anyways, solang’s ihm gut geht – mir geht’s definitiv gut, und das ist doch auch schonmal was Feines.

Ich hatte das schönste Geburtstagsnachfeierwochenende aller Zeiten, an dem sich (welch Überraschung) Becci mal wieder als Engel, Basti als rettender DJ, R als wunderbarster Kater der Welt und der Rest der Mannschaft als grandiose restliche Truppe herausgestellt hat. Barbara bekam Henna-Haare von Becci, Becci und ich waren mit dem Auto containern, ich konnte (dementsprechend) meine Gäste mit einer übertriebenen Auswahl an Salaten sowie einer Unmenge Rührei verpflegen, jeder brachte Alkohol mit, ich habe Barbaras Freund kennengelernt und mich hervorragend mit ihm verstanden (wir waren gestern alle zusammen im Irish Pub, wo ich auch Manu wiedertraf, der mir dann sagte, Barbara würde sich Sorgen machen, weil wir uns so gut verstehen – kann ich aber nachvollziehen, ich bin ja auch eher vom unsicher -> eifersüchtigen Schlag, auch wenn ich mir alle Mühe gebe, es nicht zu sein), Wolfgang und Sarah waren da und Jana kam mit Malika zusammen. Die beiden brachten Heidelberger Melonenschnaps mit, Wolfgang hatte diese absurd riesige Pappdose Chips, Becci und Janine und Basti halfen mir, das Tuch von Becci an die Wand zu nageln (es ist ein wunderschönes, riesiges Tuch mit Goa-Elfen-Charakter und Pilzen drauf!), Sarah hatte auf die letzte Minute bei sich daheim ein Sammelsurium aus Duschgel und Body-Lotion zusammengestellt und noch einen Salmiaklolli dazugepackt, kurzum, ich wurde reich beschenkt und es war alles wunderschön.

Janine und Basti und Becci waren natürlich eh zum Übernachten eingeplant, außerdem blieben auch Barbara und Manu, was mich besonders freute; die beiden sind halt doch eher scheue Charaktere, die sich auch wirklich verflüchtigen, wenn sie sich irgendwo nicht wohl fühlen. Barbara hatte wohl in der Nacht noch ein Kotzdrama veranstaltet, davon hatte ich aber dank meines Zustandes nichts mitbekommen – ich glaube, ich war da gerade auf dem Weg ins Bett. Aber dafür war ich am nächsten Tag so verkatert wie nie zuvor in meinem Leben. Hilfe, man wird wirklich alt.

Diese Woche habe ich eigentlich ausschließlich gegammelt. Erste Woche der Semesterferien – was soll man da auch sonst machen. Außerdem hatte R Urlaub, bzw. hat ihn immer noch, bloß ist er gestern nach Konstanz runtergefahren, um sich dort mal wieder blicken zu lassen, sodass ich mich freue, in der Zeit mit den Kommilitoninnen was unternehmen zu können. Heut Abend gehen wir essen im Hans im Gück, oh, was freue ich mich darauf – das wird nicht nur köstlich, sondern dazu in einer Geräuschkulisse stattfinden, die (unlike yesterday’s pub quiz) auch Gespräche in normalem Tonfall zulässt.

Mein Bus geht in einer halben Stunde; derweil sitze ich in meinem wunderbaren, aufgeräumten Wohnzimmer, umhüllt vom warmen Licht der marokkanischen Lampen, und trinke meinen Irish Coffee mit Beccis Zimt-Whiskey und der von ihr containerten Sprühsahne.

Oh, es ist doch alles ein Segen. Mein Leben scheint wirklich zu funktionieren.

On a side note: Ich hatte ewig nichts mehr von Laura gehört und wollte ihr vorhin auf Facebook schreiben, wie es ihr geht (und dass ich neulich geträumt hatte, wir hätten uns schon wieder verkracht), da wurde ich mir gewahr, dass sie mich offenbar gelöscht hat. WTF… Das war’s dann wohl, apparently. Aber okay, was soll’s; wir konnten eh schon ewig nichts mehr miteinander anfangen. Nach dem, was sie letztes Jahr so alles vom Stapel gelassen hat, bin ich nicht böse drum.

Und wo ich dabei bin: Nachdem ich mich – ganz nach bester Trudi-Manier – ein halbes Jahr lang nicht getraut hatte, nachzusehen, ob ich noch Geld auf meinem alten Konto habe, konnte ich mich Anfang der Woche dazu durchringen und machte dabei faszinierende Entdeckungen: 1) Ich war zu dumm, den Vodafone-Vertrag aus dem Taborweg richtig zu kündigen – sie haben weiterhin jeden Monat brav 37,90 Euro von meinem Konto abzegozen (das kam dann heraus, als R für mich dort anrief), 2) ich zahle jeden Monat einen weiteren Internetvertrag, den ich nie in Anspruch genommen habe, weil ich (ebenfalls eine Aktion oder eher unterlassene Aktion à la Trudi) zu unfähig war, mich um den Widerruf zu kümmern. Daraufhin bekam ich 1) einen Herzinfarkt und 2) die Befürchtung, vor dem finanziellen Ruin zu stehen, bis mir 3) bewusst wurde, dass sich auf meinem alten Konto doch tatsächlich noch Geld befindet – und zwar doppelt so viel wie auf meinem neuen. Das heißt, ich kann vorerst weiterhin beruhigt Taugenichts spielen und muss mich nicht händeringend um Jobs kümmern, sollte dies dennoch irgendwann wirklich mal in Erwägung ziehen. Ich mag es nicht, wie das Geld einfach immer weniger wird statt mehr. Ich bin ein Hamstermensch; ich fühle mich nicht sicher, solange es weniger wird. Im letzten Jahr ist es aber beständig weniger geworden; es ist tatsächlich genau ein Jahr her, dass ich aufgehört habe zu arbeiten. Komisch… wie die Zeit fliegt.

Werbeanzeigen

I’m free… well, nearly.

Standard

Was für ein Schock. Ich habe mich nach der Uni mit Barbara im Café verquatscht und kam viel zu spät nach Hause, weil ich der Meinung war, dieser komische Ablesetermin sei erst um halb drei; er war aber um eins und ich hatte wirklich Glück, dass die Ablesemenschen dann doch erst bis zu unserer Wohnung vorgedrungen waren, nachdem ich wieder daheim war und ihnen schon in aller Panik einen Zettel auf den im Flur gelagerten Werkzeugkasten gelegt hatte.

Jetzt habe ich also Semesterferien. Unfassbar. Morgen ist erstmal das ADTR-Konzert in Offenbach, übermorgen feiere ich Geburtstag nach, nächste Woche hat R komplett frei und danach sollte ich mich an die Seminararbeit machen. Sieht so aus, als würde ich mich diese Ferien nicht wirklich langweilen.

Die ersten Teile meiner Ausbeute sind am Eintrudeln; ich habe schon eine wunderschöne leichte Blumen-Pumphose, ein herrlich asymmetrisches Gothic-Oberteil und einen hervorragend dazu passenden tülligen Rock dazu in die Familie meiner Klamotten aufnehmen dürfen. Außerdem kamen heute die SIM-Karten für mein neues Handy. Es wird, es wird – und ab dem 15. habe ich dann sogar meine Nummer wieder.

Hm. Keine Ahnung, was ich jetzt tun soll. Ich habe so viele Möglichkeiten.

Come on, ego, you fool.

Standard

Ja, oh ja, Donnerstag war furchtbar. Freitag war nochmal eine Klasse für sich – man könnte meinen, die frohe Kunde der Semesterferien wäre mit zweieinhalb Monaten Verspätung auch bei meinem Hirn angekommen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum ich nach der ganzen ewig langen, turbulenten Zeit gerade vorgestern zum ersten und hoffentlich einzigen Mal diese Ferien in den altbekannten Modus verfallen musste, der für frühere Exemplare der Gattung Vorlesungsfreie Zeit bei mir so charakteristisch wie alltäglich war. Aufwachen, Computer, schlafen. Computer, schlafen, aufwachen, schlafen, aufwachen, schlafen, schlafen, sechs Uhr abends. Aufwachen. Danke, Basti. Ohne den hätte ich den offenbar bisher wärmsten und schönsten Tag des Jahres vermutlich in Gänze verschlafen. Das war Freitag.

So gefühlstaub war ich lange nicht mehr. Ich bin zwischendurch aufgewacht, habe teilnahms- und verständnislos nach draußen in die Sonne gestarrt, mich umgedreht und weitergeschlafen. Und war erstmal einfach froh, dass die doch leicht bedenkliche Stimmung vom Tag zuvor sich in keinster Weise durch die Nacht hatte hinüberretten können. Dann verstört, weil sich mein momentaner Zustand so überaus hartnäckig weigerte, sich klassifizieren zu lassen. Taub. So richtig. Die zwei depressivsten Tage des Jahres, ausgerechnet jetzt, wo es warm und sonnig wird. Aber am Abend hat Bastis Auftauchen mir wirklich den Hals gerettet. Und dann rief mich R an (ganz im Gegensatz zu gestern/heute, wie mir soeben auffällt, aber whatever. Dann hat er offenbar nichts zu erzählen bzw. nach der Arbeit keinen Nerv mehr auf Reden gehabt) und ich habe meine Bustickets für nächste Woche gebucht und war glücklich, weil er sagte, er würde mich ziemlich hart vermissen. Das ist für Telefon-R wirklich schonmal ne Aussage. (Nicht dass ich ihm in der Hinsicht irgendetwas voraushätte, aber von mir kennt man das ja auch nicht anders. Gefühlsäußerungen, ugh. Telefonisch oder sonstwie, bis man mich soweit hat, braucht es Jahre und/oder eine grundsolide Basis in Stein gemeißelten Vertrauens. Solange es sich nicht um Heulanfälle handelt, darin bin ich natürlich Pro, das macht mir so schnell niemand nach. Während ich also die Bestätigung seiner Zuneigung mir gegenüber aus dem ziehe, das er so von sich gibt, wenn wir uns sehen, hat er als Beweis immerhin meine stets verlässliche Art, ab und an unter seinen Taktlosigkeiten zusammenzuklappen. Was will man mehr; das nenne ich mal gelungene verbale Kommunikation von Gefühlen.)

Gestern dann ein enormer Aufschwung. Ich konnte mich nach Wochen endlich dazu bringen, hierdrin aufzuräumen, habe dabei das No Use-Album gehört, das ich mir in Hamburg gekauft hatte – Keep Them Confused – und befand es für großartig. Welche Überraschung. Und ich konnte Sinn aus der Experience-Project-Gruppe I Miss Someone I Have Never Met machen, ein Mal mehr. Wirklich, Tony, warum musstest du sterben. Warum sind es immer die Guten, die sterben.

Und mit dem heutigen Tage ist schon der letzte vor dem neuen Semester angebrochen. Ich werde ins Bett gehen, um ein bisschen was davon zu haben und zu Ende in meinem Zimmer klar Schiff machen zu können. Produktiv und diszipliniert, so gehört sich das. Sogar meine Sanskrit-Mappe habe ich vorhin noch fertiggemacht. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Basti hat mir ein gerettetes Fischbrötchen aus der Arbeit mitgebracht und ich habe beschlossen, ab jetzt noch konsequenter containertarisch zu leben als vorher. Oh herrliches Leben.

Gedanken zu Apparition übrigens: Promise me you’ll still be there when the planet lets me down, when this world lets me down. All you’d have to do is be around, for as long as you don’t let me down, I’ll never feel like the whole world has.

Schulterklopfer

Standard

Ich bin stolz auf mich. Das hat verschiedene Gründe, die ich im Folgenden erläutern werde.

Klausuren sind vorbei, ich lebe wieder, und ich habe das Gefühl, sie halbwegs failfrei überstanden zu haben. Im Fall von Morfología hat sich mir dieses Gefühl soeben bestätigt; mein StudIS sagt 1.7 – das Beste, was ich je in einem Kerngebiet der Linguistik hatte. (Es belegt somit den ersten Platz zusammen mit Phonology I.)

Der Grund, aus dem mich das freut, ist vor allem, dass eben auf Katjas und Rajas Abschiedsparty ich noch mit Katja über ebendiesen Kurs geredet und sie mir erzählt hatte, dass sie durchgefallen ist und der Durchschnitt 3.5 beträgt. Ich war Donnerstag nicht im Kurs und hatte gar nichts davon mitbekommen; ich wusste nichtmal, dass die Noten schon fertig waren. Jedenfalls hat sie sich unglaublich aufgeregt, wir hätten zu wenig Übungen gemacht, und was weiß ich noch für ein Zeug gelabert. Nunja. Ich hab’s geschafft und bin sehr, sehr glücklich drüber.

Okay. Indirekt habe ich den zweiten Punkt auch schon angesprochen, die Party nämlich – ich war gestern Abend so KO, dass ich um ein Haar mich einfach ins Bett gehauen hätte und hiergeblieben wäre. Aber ich habe mich mit all meiner Willenskraft überredet, doch hinzugehen. Und was für eine wunderbare Entscheidung das war – es war wirklich schön! Alle möglichen Foodsharingmenschen waren da, natürlich. Elisa, Ally, Andreas, Fiona (mit der ich demnächst auf ihren Vorschlag hin mal nen Kaffee trinken gehe, das haben wir uns fest vorgenommen – sie war mir eh von unserem ersten Zusammentreffen an sympathisch), David, Ilmari.. und der Neue, Lorenz, der (was eigentlich den Anstoß gegeben hatte, doch noch hinzugehen) wie angekündigt seine Gitarre dabeihatte, womit mein Abend in jedem Fall gerettet gewesen wäre, selbst wenn es sonst die letzte Katastrophe geworden wäre. Was natürlich nicht der Fall war, aber oh, was war das mal wieder schön. Er hat natürlich auch nicht meinen Musikgeschmack (wer hat den schon – Tragödie meines Lebens), aber dafür ein umwerfendes Repertoire an portugiesischen, spanischen, französischen und italienischen Liedern, und es war einfach schön zu hören und alle haben mir gesagt, wie schön ich singen würde. Er hat auch wunderbar gesungen, weshalb ich es eigentlich ungerecht finde, dass nur ich gelobt wurde. Aber nunja. Ich habe jedenfalls auch viel gesungen – noch ein Grund, aus dem ich stolz bin, denn ich war nichtmal annähernd betrunken. Was wiederum ein neuer Grund ist, mich selbst zu loben. Ich habe es wirklich mal geschafft, mich überhaupt nicht zu betrinken. Das ist selten bei solchen Anlässen.

Und ein weiterer Grund (es hört gar nicht mehr auf, ich sag’s dir!) ist eigentlich der, aus dem ich fast nicht weggegangen wäre gestern Abend, und zwar hatte ich am Nachmittag meine Mutter anrufen wollen, um zu schauen, ob sie sich wieder eingekriegt hat (wir hatten uns vor ein paar Tagen in die Haare gekriegt, beziehungsweise, wir hatten uns unterhalten und mit einem Mal würgt sie mich ab und kommt auch zwei Tage später nicht zu unserer Rede-Verabredung; ich ruf‘ meinen Vater auf dem Handy an und frage, was los ist, und er verkündet, sie hätte keine Lust, sich fertigmachen zu lassen. Angeblich hätte ich ihr vorgeworfen, nie Liebe oder Zuneigung von ihr bekommen zu haben. Was mich (neben latent prominenter Aggression, was wohl verständlich ist) in Sorge versetzte, weil ich so etwas wirklich nicht einmal um drei Ecken herum hatte verlauten lassen und mir mittlerweile wirklich Gedanken um ihre Wahrnehmung mache. Jedenfalls hatte ich, als ich heute aus der Arbeit kam, so eine gute Laune, dass ich mir dachte, okay, ich ruf‘ mal an – ist ja nicht so, als wäre ich nicht eh immer diejenige, die am Ende wieder ankommt. Egal was man mit mir anstellt.

Dann jedenfalls habe ich wieder nur meinen Vater erreicht, mit dem ich mich daraufhin übel zerstritten habe, meine Laune war im Keller und alles an gutem Willen wie weggefegt. Und nach dem, was er mir noch erzählt hatte, wollte ich dann auch bestimmt kein klärendes Gespräch mit meiner Mutter mehr führen. Als mich diese eine halbe Stunde später allerdings selbst nochmal anrief – gnädig gestimmt, immerhin war ich ja angekrochen gekommen – habe ich es trotzdem fertiggebracht, mit ihr ruhig und diplomatisch zu reden, und damit auch meine eigene Stimmung wieder ein wenig verbessert. Außerdem habe ich mit Janine und Robert geredet, was auch geholfen hat, sehr sogar.

So viel dazu. Ich habe also nicht umsonst diesen Antrag auf nachträgliche Anmeldung zu meinen Klausuren durchgebracht – einer von fünf Kursen ist schonmal bestanden. (Ich tue jetzt einfach mal so, als wäre es noch nicht ersichtlich, dass ich Euskera auch bestanden habe; immerhin steht die Note ja noch nicht drin.) Und ich habe mich an meinen eigenen Haaren auf eine Party gezogen und dort Spaß gehabt, wirklich einige sehr nette Menschen kennengelernt und mich mit ihnen gut unterhalten, und das Ganze ohne übermäßigen Alkoholkonsum.

Und ich bin einfach so tierisch froh, dass die Klausuren vorbeisind. Heute Abend ziehe ich um, wenn alles gut geht. Und jetzt wird erstmal geschlafen; ich bin fix und alle.

Hier und da und hin und weg, vor allem aber weg.

Standard

Und eine schöne letzte Nacht des Jahres hatte ich heute mit Charlie und Saskia.
Also eigentlich (Syntax ist eben doch wichtig) eine schöne letzte Nacht des Jahres mit den beiden. Alles Andere wäre ja doch ein wenig voreilig.

Es gab ein Gratiskonzert im Kubik – wo auch das Berri Txarrak-Konzert damals war – von einer Band, die größtenteils Cover gespielt hat. Als wir dazukamen, waren sie mit dem Set schon halb durch, bedauerlicherweise; sie waren richtig gut. Ihr Sänger war so niedlich und hatte dabei so eine angenehme Ausstrahlung, dass ich unentwegt das Bedürfnis hatte, ihn zu knuddeln. (Saskia hat mich dafür ausgelacht; offenbar ist „ich will ihn knuddeln“ nicht das, was einem beim Anblick so eines Menschen eigentlich als Erstes in den Sinn kommt. Aber er war so.. schön.. und dabei niedlich.. und hat uns so fröhlich angegrinst zwischendurch.)

Irgendwo in der Mitte des Teils vom Set, den wir mitbekommen haben, musste natürlich erstmal etwas kommen, das sich einfach so fucking sehr nach Ukumensch anhörte – irgendwann wurde mir dann auch klar, wieso. Natürlich, what are the odds. Hach je.

Die Coverband

(Didn’t I? ..S’ppose so.)

Charlie hat sich dann äußerst stilvoll und, wie für Engländer angemessen, höflich von uns verabschiedet, indem er uns nach der kaum vermeidbaren Abschiedsumarmungszeremonie noch „qué putas sois“ hinterherrief – was uns zumindest endgültig dazu befähigen würde, ihn im Falle eines unvorhergesehenen Ereignisses, das unser Wiedersehen im Januar verhindert, für immer authentisch in Erinnerung zu behalten. Saskia sehe ich heute oder morgen nochmal, bevor sie sich auch über Weihnachten aus dem Staub macht.

Und meine Eltern kommen heute Nacht schon. Ich werde einiges an Haushaltsarbeiten zu tun haben nachher; immerhin habe ich heute schon einen Großeinkauf mittelschweren Kalibers erledigt und das Bananenbrot gebacken. (Wovon aber in 24 Stunden nicht mehr viel übrigsein wird, fürchte ich, sodass ich vielleicht lieber, bevor sie kommen, noch etwas backe.)

Ich habe Williams Gitarre aus seinem Zimmer gekidnappt und freue mich über die seltene Gelegenheit, nachts Lärm machen zu können (er ist schon auf dem Weg nach Seattle, wo er über die Ferien seine Familie und Freunde besucht, und dementsprechend meinen nächtlichen Telefonaten/Selbstgesprächen/Songfindungsprozessen ausnahmsweise nicht ausgesetzt. Nachdem er letztens, während Caro und ich geredet haben, mich zum zweiten Mal in zwei Wochen um nach ein Uhr zur Ruhe klopfen musste, ist diese Erholung für ihn, glaube ich, ganz angenehm). Und ich freue mich allgemein, Ferien zu haben. Auch wenn nicht wirklich viele Menschen direkt hier sind, um sie zusammen zu verbringen. Aber ich war ja schon immer in der Hinsicht genügsam und solange ich Skype habe, steht einer erfüllenden und entspannenden, nicht-einsamen Zeit nichts im Wege. Danke dafür, an wen oder was auch immer, danke.

Aufräumarbeiten

Standard

Keine Weihnachtszeit ohne Achmed! Vielleicht eins meiner liebsten Weihnachtslieder aller Zeiten. Es gibt tatsächlich immer noch Menschen auf der Welt, die weder von Achmed noch von seinen Gesangskünsten je gehört haben. Ich versuche sie so weit es geht auszurotten – welch Bildungslücken.

Bei mir wird sich in Form der nahenden Ferien auch wieder mal eine auftun. Ich freue mich mit einem Mal richtig darauf. Und aufs Nachhausekommen. Und überhaupt auf alles Mögliche. Es wird auch ein großer entlastender Faktor sein, meinen Eltern, wenn sie mich besuchen kommen nächste Woche, halbwegs gefestigt entgegentreten zu können. Wie mir das jetzt erst einfällt – was für Dramen das Zombie-Ich sonst nur wieder heraufbeschworen hätte. Wobei ich nicht sagen will, dass es so einfach wird; wie es aussieht, sind bei meiner Mom die Nerven mal wieder (immer noch?) völlig im Argen und in Kombination mit meiner üblichen Art, mir Sorgen zu machen – Weltuntergangsstimmung, Verdrängen, Hyperreizbarkeit und Aggression – sieht es jetzt schon nach einem unfassbar erholsamen Weihnachten aus. Nicht.

Im Zuge meiner wochenendlichen Aufräumaktion habe ich heute beschlossen, mich einmal meiner teilweise etwas unpraktischen Angewohnheit, bei Haushaltsarbeiten immer genau fünf Sachen hintereinander zu erledigen, zu stellen, die mir seinerzeit zusätzlich zur wohlverdienten Diagnose von Panik und Depression noch die freundliche Bescheinigung einer Zwangsstörung einbrachte und an der zu arbeiten ich lange gar nicht in Erwägung gezogen hatte, bis vorhin genauer gesagt. Und das „one at a time“-Prinzip, was im Bezug auf andere Bereiche mein Dasein beeinflusst, soll gleich mit abgeschafft werden. Ich kam also stolz wie Oskar mit meinen drei Stücken (statt einem einzigen) dreckigem Geschirr in die Küche, räumte sie in die Spülmaschine und wollte daraufhin das Geschirr-Abtropfding leerräumen, in dem sich sehr zu meiner Verzweiflung genau fünf Sachen befanden und ein winziges Teesieb, das wegzuräumen ich wohl in jedem Fall in der Lage gewesen wäre. Zumindest wenn es wirklich hätte sein müssen.

Und mir ringt wieder JOs Zitat vom letzten Frühling im Kopf nach, „Aspi, du bist der zwanghafteste Mensch, den ich kenne.“ Was irgendwie bis dahin überhaupt nicht meiner Selbstwahrnehmung entsprach und es bis heute nicht tut – der zwanghafteste Mensch, den jemand kennt? Kann ich nicht sein. – aber ich denke, I get where she’s coming from. (Sie sagte auf meine entrüstete Reaktion hin nur, „was würdest du machen, wenn ich jetzt hier“ – sich in Richtung des offenen Media Players bewegend – „auf Pause drücke?“ Und mein unwillkürliches „Neeein!„, gefolgt von einem weniger lauten, leicht perplexen resignierenden Geräusch, war ihr wohl Bestätigung genug.)

Irgendwas wird sich dagegen doch unternehmen lassen. Nicht dass ich einsehe, warum mir das plötzliche Abwürgen von Musik nicht beträchtliches Unbehagen bereiten sollte, aber zumindest wird mein Boden ordentlicher aussehen, wenn ich nicht mehr nur immer fünf Sachen am Stück in den Schrank räume.

Leben – welcome back.

Standard

Noch eine einzige Veranstaltung, dann sind Ferien. Und auf meine Translation-Klausur bin ich eh gespannt – da gehe ich gerne gleich nochmal in die Uni, um sie mir anzugucken.

Ich habe Semantik überstanden. Genau wie Syntax war die Klausur machbar und ich sehe bei beiden eine Chance, sie bestanden zu haben – unglaublich. Mit meinem (Nicht-) Lernverhalten habe ich das einfach nicht verdient.

Ich bin dann von der Uni aus direkt in die Stadt gefahren, habe mich dort auf ein Eis mit Sarah getroffen – ihre mündliche Prüfung lief nicht so gut, aber immerhin hat sie sie bestanden und ist jetzt fertig mit ihrem BA (und ihr Paper wurde richtiggehend gelobt, das macht doch die desaströse Prüfung schon wieder wett) – und von dort aus hierher, nach Hause, eigentlich um um halb drei nochmal mit JO zu ooVoon, die sich aber mysteriöserweise nicht blicken lässt.

Heute Abend wird bei Sebi und Lena gegrillt; ich müsste mich eigentlich auch langsam mal an die Zubereitung meiner Auberginenspalten machen, bevor ich wieder in die Uni gehe. Eigentlich hatte ich ja mit Kattia ausgemacht, heute abend zu reden – sie hat Geburtstag und hat es sich explizit gewünscht, und ich habe ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, weil wir ja wirklich seit Ewigkeiten nicht mehr geredet haben, aber ich hoffe, sie kann auch ein paar Stunden später. Wenn ich nach Hause komme, ist es bei ihr ja eh erst früh am Abend.

Was für Aussichten.

Standard

Fürs Erste wird es das dann jetzt gewesen sein mit meinem Leben. Ich habe soeben erfahren, dass ich bis zum zweiten September eine 10-12seitige Hausarbeit schreiben darf – was im Klartext bedeutet, dass mir noch ganze zwei Wochen bleiben, bevor mein Semesterferienprogramm beginnt. Was habe ich mir da nur vorgenommen. Foodsharing-Treffen, Belgien, Perú, dazwischen zwei Tage bei meinen Eltern. Von dort aus ins Baskenland. Vorausgesetzt ich bestehe Syntax oder Semantik. Ansonsten heißt es wohl, tja, Liebes, du suchst dir dann mal eine neue Beschäftigung, es hat sich ausstudiert – oder alternativ ein Härtefall-Antrag. Whey. Beides glorreiche Optionen.

Soll heißen – ab jetzt jede Minute für Sinnvolles verwenden. (Gleich aufhören zu bloggen. Essen, Zwischenmietersuche betreiben, Präsentation fertigmachen. Syntax lernen. Schlafen.)

Ideale Verhältnisse für mein Prokrastinator-Selbst, absolut ideal. Ich fühle mich kein Stück unter Druck, kein bisschen.

‚Til they’re singing la, la la la, la la la.

Standard

So gefallen mir meine Ferien! Schlafen bis kurz vor eins – Lena hat mich aufgeweckt, indem sie anrief; meine Güte, was war ich verwirrt -, dann ein bisschen aufräumen und duschen, dann hatte ich Lena und Jana zum Essen hier und wir haben uns aber auch vollgestopft bis zum Gehtnichtmehr mit Köstlichkeiten. Für Sonntag haben wir uns alle wieder verabredet, zusammen mit Susmita zum Phuchkamachen – das wollten Susmita und ich auf alle Fälle noch wiederholen, bevor sie jetzt nächste Woche zu ihrem Freund nach Finnland fährt.

Freitag ist Susmita endlich mit ihren Klausuren durch. Sie ist schon wieder am Panicken und fühlt sich underprepared und tut mir so schrecklich leid, wie sie den ganzen Tag in ihrem Zimmer sitzt und lernt und lernt und lernt und es ihr immer noch nicht genug ist. Ich habe versucht, ihr die Panik wegzureden, und ihr angeboten, ihr zum Zwecke der Zeitersparnis was zu essen zu machen, aber sie wird eh nicht drauf zurückkommen.

Ich habe gerade If It Means A Lot To You mal wieder gehört, zum ersten Mal in diesem Jahr und ich glaube auch allgemein seit recht langer Zeit.

Und wow, es ist schon wieder Abend. Na das ging mal wirklich flott heute.

Schöne Momente

Standard

Jahrestag des Billy Talent-Konzertes in Hamburg 2007!

Oh gesegneter Abend, mein erstes richtiges Konzert mit Stehplatz, ich habe Pogen gelernt und mir wurde das Prinzip bekannt, dem zufolge es für mich keine andere Möglichkeit gibt als auf jedem Konzert zwischen schwabbeligen, vor Schweiß triefenden halbnackten riesigen Männern eingequetscht zu sein und mit dem Kopf in ihre durchnässten Körper gedrückt zu werden. Und ich habe Nothing to Lose gehört. Live. Bester Billy Talent-Moment ever. Bis auf The Dead Can’t Testify zweieinhalb Jahre später in der Colina. Und natürlich den Moment am 4. Juni 2009, wo wir unter den letzten 15 waren, die noch zur My Space Secret Show in die Markthalle gelassen wurden. Oh, und bis auf Pins and Needles und The Navy Song auf ebenjenem Konzert.

Okay. Einigen wir uns darauf, dass Billy Talent-Konzerte generell voller wunderbarer Momente sind.

Der heutige Abend ist dies aber auch; ich habe endlich frei – richtig – und das Seminar heute gut überstanden. Auch wenn es acht Stunden gedauert hat und ich nichts gefrühstückt hatte. Dafür habe ich vorhin köstliche Pesto-Schnecken mit Blätterteig gemacht. So lässt es sich leben.